Zwei Wochen Musik, also Bi-Weekly Playlist. Disclaimer: Sämtliche Andeutungen zum Thema Trunkenheit sind dadurch geschuldet, dass ich diese Playlisten immer stückweise spät abends nach ein, zwei Bierchen schreibe und dann in den Entwürfen speichere. Ich bin also
nicht am Sonntagmorgen betrunken. Ehrlich

Von 6 bis 16 Uhr gibt es nur eine Droge für mich: Koffein. Und während ich problemlos einige Wochen ohne ein Bierchen auskomme, würde mich auch nur ein einziger Tag ohne Kaffee zu einem grausamen Psychopathen werden lassen, der sein Brotmesser vor den Augen kleiner Kinder ableckt, alten Omas nicht über die Straße hilft, im Park zutrauliche Hunde ignoriert und in der psychiatrischen Abteilung für Zwangsstörungen einzelne Buchstaben auf den Namensschildern umdreht. MUAHAHAHAHAHAHA!!! Naja, das war vielleicht etwas übertrieben. Eigentlich wäre ich ohne Kaffee nur ein grausamer Psychopath, der nicht aus dem Bett kommt und sich keinen Zentimeter bewegen könnte. Vielleicht sollte ich noch mal die Definition von "grausamer Psychopath" überdenken. Zuvor drücke ich mir jetzt erst einmal einen Mokka in die Venen, klicke auf "Absenden" und hole mir dann einen großen Latte Macchiato vom Bahnhofs-Café... [/Einleitung]
This playlist ist presented to you by our sponsor: Beer™ — It's tasty and kills all those pesky brain cells!
NAUTICUS "The Wait"→ Schon das des öfteren von mir angepriesene Debüt "A Wave to Carry Us Out" dieser frickelnd-atmosphärischen Finnen war ein klassischer Fall von tollem Prog Metal, der aus mir unerfindlichen Gründen von der Prog-Fraktion des Forums konsequent ignoriert wurde. Jetzt mit diesem Zweitling gibt es keine Ausreden mehr. Bloß 232 Hörer auf Last.fm? Das bricht mir das Herz. Ich würde ja eure schlechten Musikgeschmäcker beschimpfen und mit homophoben Beleidigungen um mich werfen, aber das mache ich ja sowieso schon die ganze Zeit, also muss eine andere Taktik her: Namedropping! Ihr mögt KING CRIMSON? ANATHEMA? COG? INDUKTI? TOOL? Ja? Dann hört euch verdammt noch mal diese Band an, bevor ich euch allen in eure möchtegernprogressiven Ärsche trete, in die ihr euch sonst nur von John Petrucci und Michael Romeo vögeln lasst! Mal ehrlich: Wenn ausgerechnet das grimmige und frostgebissene Pandaschaf eine Prog-Metal-Band empfiehlt, muss doch
irgendwas dran sein, n'est-ce pas?
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http://nauticus.bandcamp.com/
THE WOUNDED KINGS "The Shadow Over Atlantis"→ Doooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooom. Ich wollte das Wort eigentlich noch länger strecken, um das Album adäquat zu beschreiben. Doch dann ging mir leider die Luft aus. Wunderbarer Trad-Doom-Gesang verpackt in Funeral-Doom-Slowness, Death-Doom-Dunkelheit und Riffs über Riffs. Was will das Herz mehr?
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'Baptism of Atlantis'
THE WOUNDED KINGS "In the Chapel of the Black Hand"→ Wer zum Kuckuck sind eigentlich solche Langeweiler wie GHOST und THE DEVIL'S BLOOD und warum sind die so erfolgreich? Weg mit dem überflüssigen Schnickschnack und her mit der richtigen Vertonung okkulter schwarzer Messen! COVEN and WARNING make out with each other and it ain't pretty.
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'The Cult of Souls'
FIRESTARTER "Für de Maddin" (aka "Thrash 'n' Zuckerstückchen")→ Offenbar war der arme Klaus ein wenig enttäuscht, als ich auf den thrashigen Teil seines Wichtelsamplers nicht ganz so euphorisch reagiert habe. Der Teil mit den Mädels war größtenteils toll oder zumindest hübschig. Und manchmal auch überraschend ("Sporty Spice macht Musik?"). Der Thrash dagegen agierte mir häufig zu sehr mit angezogener Handbremse oder war einfach nur zu schwammig und wenig bemerkenswert. Dabei hatte der Zündelmeister mich doch zuvor schon mit so tollen Sachen angefixt wie REVENGE, HELLCANNON, TYRANEX, VEKTOR oder TERROR SQUAD. Gebt mir Thrash, der sich vor Spielfreude überschlägt und nicht lahmt, dann horche ich auch auf. Thrash mit hunderttausend Riffs pro Songs. Nicht so wabbeliges Blabla wie SACRAMENT. Egal, dafür sind ja jetzt LISSIE und JOHANNA ZEUL ganz oben auf der Liste von sympathischen und beneidenswert talentierten Frauen, zu denen ich deprimiert masturbieren kann, während ich mich weinend in den Schlaf wieg-ääähm, ich meinte EINKAUFSLISTE! Ganz oben auf der Einkaufsliste! Verdammt, diese Anmerkungen sollte ich besser nüchtern schreiben...
Meine Highlights in beiden Sparten: LISSIE
'Record Collector' und FORTRESS
'Living in the Gutter'
CURRENT 93 "Aleph at Hallucinatory Mountain"→ Zum
Thema Konzeptalben: Um das Konzept dieses Albums zu verstehen, braucht man einen Doktor in Theologie; aber solange alles mystisch und schräg klingt, geht das in Ordnung. Damit man nicht zuviel darüber nachdenkt, singt ja Sasha Grey mit. Das lenkt ab. Deswegen taucht sie auch bei der YT-Suche nach Hörbeispielen in den empfohlenen Videos der rechten Spalte auf. "Too much sex" PETA-Werbespot? "How she got into porn"? "The girlfriend experience"? "What make a girl do porn"? Will ich das wirklich wissen?! Die Antwort kann doch bloß "daddy issues and a shitload of money" lauten. Naja, vielleicht gibt es ja ein Video namens "What makes a girl do home-made porn with YOU"

Ach so, Musik. Ja. Sorry, das YT-Interview mit Fräulein Greys detaillierter Ausführung über die Dehnbarkeit ihres Schließmuskels lenkte mich ab. War durchaus interessant. Vielleicht kann ich das Wissen ja in Zukunft nutzen, wenn ich mal zur Koloskopie muss. Also, wo war ich stehengeblieben? Konzeptalben und Theologie, genau: Ich habe keine Ahnung davon... Konzeptalben sind oftmals interessant, weil sie eben nicht nur lesenswert, sondern auch musikalisch experimentierfreudig und von grandiosem Umfang sind. Für gewöhnlich schenke ich den Texten aber nicht viel mehr Aufmerksamkeit als üblich. Ach ja, und C93 sollen sich endlich mal Attila Csihar ins Studio einladen! Ich habe es satt, immer irgendwelche Live-Bootlegs nach Attilas Gastauftritten zu durchforsten. Er ist doch ebenso wie Fräulein Grey ein prominenter Fan der Band, da kann er doch seinen ungarischen und im Gegensatz zu Sasha weitgehend unangetasteten Hintern mal nach Großbritannien bewegen und ein paar Duette mit David Tibet aufnehmen!
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'Not Because the Fox Barks'
THE FOR CARNATION "The for Carnation"→ Genussmusik. Introspektiv. Stilistisch die Fortsetzung von SLINT und CODEINE. Minimal-Rock, Post-Rock, Slowcore, Stripped-Down Indie Blues Folk. Duelle sind auch immer gut, um sich selbst an die eigenen lange nicht gehörten Sachen zu erinnern. Fabi meinte beim Genuss von
'Moonbeams', das hier "müsste ja genau [Sallys] Sound sein". Tja, Tom, sag Du es mir: Blubbert und wabert das tatsächlich fußpilzig genug für Blautiere?
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'A Tribute To'
NEUROSIS "Times of Grace"→ Heavy und mitreißend wie eine Abrissbirne in die Eier, vielschichtig wie eine Hochzeitstorte und fesselnd wie die 99€-Domina im "King George" in Steglitz. Hat mir zumindest cgrage so erzählt. Sind 99€ eigentlich wenig oder normal für ein All-You-Can-Fuck-Buffet? Ich kenne mich da nicht wirklich aus, hätte aber jetzt eher so Preise von 150€ für eine Stunde oder sowas in der Art erwartet. Obwohl die 50€, die man da spart, wahrscheinlich wiederum gut in ein paar Bluttests investiert wären. Zum "Glück" bekomme ich meine pflichtigen Bluttests jeden Monat umsonst, da könnte sich das Angebot ja schon fast wieder lohnen.
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'The Last You'll Know'
SHAI HULUD "Reach Beyond the Sun"→ Frickelfrickelriffriffriff. Und LAMB OF GOD, Olli? Wirklich? Das hörst Du da heraus? Du Ärmster kannst einem ja richtig leid tun. Das wäre so, als ob ich bei ENSLAVED plötzlich AMARANTHE heraushören würde. Klar, beide Bands verwenden Instrumente und Gesang, aber sonst...?
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'Reach Beyond the Sun'
CONVERGE "All We Love We Leave Behind"→ Wieso haben wir eigentlich keinen CONVERGE-Thread? Hätte ich ja eigentlich von Olli erwartet. Wenn ich einen aufmachen würde, muss ich wahrscheinlich wieder alleine mit mir reden. Hach, guter Musikgeschmack ist schon eine ziemliche Bürde.
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'Trespasses'
DOLORIAN "Voidwards"→ In tiefschwarzer Trance beschworene Klänge aus für Menschen unbegehbaren Dimensionen. Okkulte Zauberformeln und magische Rituale halb vergessener Kulturen und Mythen verpackt in avantgardistischen Black-Doom-Klänge. Nagaraja, erhebe Dich aus Deinem ewigen Schlimmer und verschlinge diese Welt, auf dass eine neue entstehe!
Oder kürzer: Die spinnen, die Finnen.
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'The One Whose Name Has No End'
SWANS "The Seer"→ Bin zwar positiv angetan, dass Sally sich dieses Album zugelegt hat; doch gleichzeitig hat er hiermit einen ziemlich Brocken vor sich, der einige Zeit braucht, bis er ihn verdauen kann. Ging bei mir naturgemäß wesentlich schneller, da ich seit 15 Jahren in diese Band verliebt bin und somit nicht alles komplett ungewohnt war. Auch wenn kein anderes Album der Band so klingt. Doch genau
das bin ich ja eigentlich so von Giras Truppe gewohnt. Aaah, Paradoxa...
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'The Apostate'
SWANS "Soundtrack for the Blind"→ Sugar & Opium... Okay, Fabi, um noch mal auf unser Duell zurückzukommen: Du kaufst diese Platte und ich kaufe dafür ein Album Deiner Wahl, welches Du wiederum für angemessen schaftauglich hältst. Deal? Klar. Wer würde nicht auf so einen Deal eingehen wollen, hm?
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'Helpless Child'
LORD HURON "Lonesome Dreams"→ Verträumte Klänge mit Augenzwinkern.
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'Time to Run'
DØDSENGEL "Imperator"→ Zum Thema Konzeptalben: Noch eins, das nicht in die Prog-Schublade passt. Es geht um... ähm... Satans Fall? Ach, geht's nicht immer Satans Fall? DEATHSPELL OMEGA hatten immerhin drei Alben dieser Thematik gewidmet. Frei nach dem Motto "Better to rule in hell than serve in heaven"? O Milton, was hast Du nur angestellt. Obwohl der hier präsentierte Satanismus eher LaVey'scher Natur ist. Nicht biblisch, kabbalistisch oder luciferisch. Ach, Quatsch,
orthodox nennt sich das ja. Ich Dummerchen. "Der rechten Lehre folgend" klingt ja auch gleich viel böser. Und wer solche Aussagen macht wie: "ZOMG!!!!111 WATAIN ist die MIT ABSTAND EBSTE ORHOTDOX BALKC MTLA BNAD DER WEOT!!!!111", klingt eher wie ein Neuling, der nur die großen Namen kennt und einfach mal noch ein bisschen mehr Black Metal hören sollte

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'Hymn to Pan'
MOTORPSYCHO & STÅLE STORLØKKEN "The Death Defying Unicorn"→ Das wäre wohl das einzige Konzept-Album in dieser Weekly Playlist, welches dort in die Prog-Schublade dürfte. Hier geht es irgendwie um... Einhörner? Drogen? Einhörner
auf Drogen? Es klingt zumindest so. Ich kann mir auch kaum etwas Amüsanteres vorstellen als einen glitzernden Gaul auf LSD, der völlig fasziniert ist von seinem eigenen Horn. Far out, dude. Ich schreibe gleich mal den Autoren von "My Little Pony", ob sie nicht eine Episode machen können, in der Rarity süchtig nach Kaktussaft wird und wild halluzinierend musiziert. Da lernen die Kids wenigstens mal eine anständige Moral: Drogen sind okay, liebe Kinder, solange ihr im Rausch solche Alben schreibt!
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'Into the Mystic'
JOHANNA ZEUL "Album No. 1"→ Klaus ist schon ein raffiniertes Kerlchen. Erst klopft er mich nach und nach weich, indem er mir immer wieder diese Dame in unseren Duellen servierte und nun stupst der alte Mann mich endgültig in die Zeul'sche Umlaufbahn, aus der man wohl nur schwer entkommen kann. Well played, sir.
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'Fieber'
ESOTERIC "The Maniacal Vale"→ Zum Thema Konzeptalben: Es geht um... ähm... Wahnsinn und den zerbrechlichen menschlichen Verstand? Ist das nur so eine thematischer roter Faden? Zählt sowas dann als Konzeptalbum?
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'The Order of Destiny'
ELYSIAN BLAZE "Blood Geometry"→ Zum Thema Konzeptalben: Irgendwas total Eviliges und Dunkles und Mystisches und voll Konzeptionelles, über das sich der Musiker wesentlich mehr Gedanken machte als ich es je tun werde. Vielleicht geht es auch nur um Schinken.
EVIL Schinken!
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'Blood of Ancients, Blood of Hatred'
DENOUNCEMENT PYRE "Almighty Arcanum"→ Death Metal + "De Mysteriis Dom Sathanas" + "Casus Luciferi" = DENOUNCEMENT PYRE. Mal ehrlich: Death Metal, der wie Black Metal klingt, ist doch eh die beste Erfindung seit... ähm... Black Metal, der wie Black Metal klingt. Euronymous machte ja seinerzeit wenig Unterschied zwischen Death und Black Metal, solange ersterer weiterhin dem Tod und den Mächten der Finsternis huldigt anstatt politische oder sozialkritische Themen aufzugreifen. Nun, amüsante Evilness und heruntergezogene Mundwinkel gibt es hier genug und Australier haben eh allesamt nicht mehr alle Tassen im Schrank, wenn es um harten Metal geht. Wem DESTRÖYER 666 etwas zu augenzwinkernd
over the top und BESTIAL WARLUST zu stumpf sind, mehr wert auf Atmosphäre legt als diese Bands und mit oben genannten Alben etwas anfangen kann, wird hiermit sehr gut bedient. Was das Trampolin auf dem Cover zu bedeuten hat, vermag ich allerdings nicht zu sagen. Erscheint mir nicht allzu satanisch, okkult und mystisch.
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'Darkness Manifest'
PORTAL "Outre"→ Wie gesagt: Australier haben nicht mehr alle Tassen im Schrank. Und PORTALs Schrank ist eine rumpelnde nicht-euklidische Waschmaschine in Azathoths Bad. Was haben die Tassen in der rumpelnden Waschmaschine zu suchen? Zum Glück braucht Azi keine Tassen und ist ganz zufrieden mit seiner stellaren Nuckelflasche. Ich klemme mal lieber einen achtdimensionalen Bierdeckel unter einen der Füße der Waschmaschine, damit sie wieder etwas ruhiger steht. Sonst gehen die übrigen Tassen auch noch kaputt.
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'Omnipotent Crawling Chaos'
BOY "Mutual Friends"→ Wenn ich mich recht entsinne, habe ich mal einen Film gesehen, dessen erste Einstellung fast genauso aussah wie dieses Cover. Die dazugehörige Musik war allerdings kein feinsinniger Indie Pop, sondern schmieriger Down-Tempo Funk.
Oh what a cute dress, but right now it's useless...Anhören:
'Boris'
GODSPEED YOU! BLACK EMPEROR "Allelujah! Don't Bend! Ascend!"→ Ich bin mir nicht sicher, ob diese Reunion jetzt so notwendig gewesen wäre. Den rohen Charme von "Slow Riot for New Zerø Kanada" und "F#A#∞" wird die Band eh nicht mehr einfangen. Ein nettes Stückchen Musik ist das hier zwar geworden, aber ich wäre auch nicht traurig gewesen, wenn "Yanqui U.X.O." der Abschluss geblieben wäre. Zwei Tracks solide Arbeit im gewohnten Stil der Band und zwei Tracks Füllmaterial. Was Ende der 90er noch neu und frisch wirkte, ist heutzutage halt nur ein weiteres Post-Rock-Album unter vielen. Von denen einige wiederum von GY!BEs alten Alben inspiriert wurden. Im Vergleich zu den vier Vorgängern ist das hier ziemlich unspektakulär. Jungs, wenn ihr wissen wollt, wie man nach langer Auszeit einen Knüller von Post-Rock-Album schreibt, solltet ihr euch mal "The Seer" reinziehen.
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'Mladic'
CARISSA'S WIERD "Songs About Leaving"→ Wunderschöne Trauer. Traurige Schönheit. Wenige Worte.
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'They'll Only Miss When You Leave'
SORHIN "Apokalypsens Ängel"→ Wenn die alten MARDUK (so die Ära von "Those of the Unlight" und "Opus Nocturne") eine gute Produktion gehabt und sich mit alten SETHERIAL (zu Zeiten von "Nord") und SVARTSYN zusammengetan hätten, würde das daraus entstehende Produkt so in etwa wie dieses Album klingen. Feinster melodischer Schwedenschwarzstahl: Schnörkellos, trve as fvck und atmosphärisch dicht. Ist das orthodox? Ach, wen juckt's...
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'Där Allt Svunnet Är, Där Ingenting Är Allt'
THE DILLINGER ESCAPE PLAN "One of Us Is the Killer"→ Ich würde ja irgendwas über das Album schreiben, aber ich habe gerade erfahren, dass der Glückspilz von Sänger mit ex-Pornosternchen Jenna Haze liiert ist und nun bin ich viel zu sehr damit beschäftigt, Redtube nach einer heißen Lesbenszene mit Jenna zu durchforsten... Kann jemand für mich weitertippen? Und wieso kennt die Rechtschreibkorrektur von Firefox das Wort "Redtube", aber nicht das Wort "Trampolin"? Prioritäten bei der deutschen Abteilung der Mozilla Foundation? Aha, hier haben wir ja doch noch was Hübsches mit Fräulein Haze gefunden:
Evil Pink 4, Scene 2 featuring Lexi Belle! Nice. Das ist wohl der Film, an den mich das BOY-Cover erinnert. Was haben die Menschen nur in den Zeiten vor dem Internet gemacht?
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'Hero of the Soviet Union'
CULT OF LUNA "Vertikal"→ Schon wieder so ein Konzeptalbum. Davon gibt es wohl in meinem Regal wesentlich mehr als ich ursprünglich dachte. Die leblose Hülle von SEPULTURA veröffentlicht übrigens demnächst ebenfalls ein Konzeptalbum beeinflusst von "Metropolis". Zufall? Hören Kisser und Co. gerne schwedischen Sludge? Oder wurde der Film erst kürzlich völlig restauriert wiederveröffentlicht?
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'Mute Departure'
CULT OF LUNA "Eternal Kingdom"→ Konzeptalbum bla bla bla usw. usf. *nachdenk* Ob man im "King George" eigentlich seine eigene Musik mitbringen kann? Wenn man schon 100 Öcken hinblättert, um sich Herpes und Chlamydien zu holen (die man zudem anderswo auch wesentlich billiger bekommen hätte) sollte man wenigstens knallharten Metal dazu hören dürfen. Zugegeben,
darum geht es zwar in diesem Konzeptalbum nicht, aber es gibt mir irgendwie zu denken. Vielleicht ist ja ein Metalhead-Escortservice ein lohnendes Geschäft? Man schicke ein paar gothmäßige Callgirls zu Metal-Konzerten, halte nach einsamen Metalheads Ausschau, spiele im Stundenhotel ein Metal-Album der Wahl des Kunden. Und dann rollt der Rubel! Jetzt brauche ich nur noch einen guten Namen. "Stained Ass"? "Hell Bent for Leather"? "Point of Entry"? "Ram It Down"? Verdammt, die gesamte PRIEST-Diskographie ist eine Goldgrube für solche Pornonamen! Ebenso die MANOWAR-Diskograpie: "Into Glory Hole Ride", "Blow Your Leakers", "Wimps and Boners Squeeze the Balls" oder "Pleasure Slave" wären doch perfekt für Schwulenpornos mit BDSM-Thematik. Aber im Gegensatz zu Rob Halford ist Joey DeMaio ja unglücklicherweise immer noch
in the closet, dementsprechend würde er der Nutzung der Namen leider nie zustimmen. Die Fans sollten ihn endlich mal zum Outing bewegen, denn mit weniger emotionalem Ballast auf seinen eingeölten Schultern schreibt er vielleicht sogar mal brauchbare oder zumindest halbwegs erträgliche Musik anstatt... dem... naja, was auch immer er da seit 30 Jahren auf Platte bannen lässt. Mist, eigentlich sollte ich doch hier etwas über "Eternal Kingdom" schreiben, aber während bei meinen wirren Gedankengängen die Wortanzahl exponentiell zum Bierkonsum steigt, korreliert die inhaltliche Relevanz und syntaktische Kohärenz invers. Ähm... hört mehr CULT OF LUNA!
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'Mire Deep'
RICHARD THOMPSON "Electric"→ Der FAIRPORT CONVENTION-Sänger unterwegs als NEIL YOUNG/BOB DYLAN/STEELEYE SPAN/NICK CAVE-Verschnitt in folkig-bluesigen Rockgefilden. Mal kräftig rockend mit sägenden Gitarren, mal balladesk mit zartem Folk-Anstrich. Die Songs sind alle markant und eingängig genug, die Produktion dagegen ist wieder mal ein Paradebeispiel für den Loudness War. Alles hochgedreht bis zum Anschlag, reihenweise Clipping und Ohrenschmerzen. Dabei spielt er gerade
die Sorte von Musik, die von einer schlichten, atmenden Produktion am meisten profitieren würde. Hoffentlich beherrschen wir bald das Klonen von Menschen, denn dann könnte man Klone von Steve Albini und seinesgleichen in alle Aufnahmestudios der Welt schicken, dort anketten und zu Produktionssklaven dressieren.
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'Another Small Thing in Her Favour'
SLEEPYTIME GORILLA MUSEUM "In Glorious Times"→ Viel zu lang nicht mehr gehört. Dabei ist das eines der besten Prog-Alben wo gibt! Abgefahren, avantgarde, jenseits sämtlicher Genre-Koventionen — und doch eingängig und nachvollziehbar. Schade, dass die Band mittlerweile Geschichte ist. Aber wenigstens war ihr letztes Album auch gleichzeitig ihr bestes.
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'Angle of Repose'
MAYHEM "Ordo ad Chao"→ Rüdigers gekonnte Schleichwerbung für das fesche Bootleg ließ mich diesen unverdaulichen Hassbatzen wieder einmal aus seinem Käfig entlassen. Ziemlich widerborstiges Biest. Man kann über die Qualität bzw. das Für und Wider der Stilistik aller Outputs nach "De Mysteriis" sicherlich eeeewig lang streiten, aber es findet sich auf jeder Platte eine wunderbar hässliche Bösartigkeit wie bei kaum einer zweiten Band. Und das trotz des etwas unsteten Line-Ups. Herr Blomberg ist die einzige Konstante in der Band; demnach ist er es, der einen Deal mit dem Leibhaftigen unterschrieb. Ob "schönes Haar" ebenfalls Teil des Vertrags war? Bestimmt. Diese Locken sind einfach übernatürlich füllig und fluffig.
Sang de chèvre — Weil ich es mir wert bin.Anhören:
'Illuminate Eliminate'This playlist was brought to you by Beer™ — We're too lazy and drunk to think of a clever brand name!