
Insomnium - One For Sorrow Meine Entdeckung des Jahres und der Grund, warum ich doch so etwas wie ein klein wenig Vertrauen in den von mir bis dato gemiedenen Melo Death gewinnen konnte. „One For Sorrow“ ist eine Offenbarung. Ur-finnisch in seiner Atmosphäre könnte es innerhalb des Genres gar nicht weiter von Göteborg-Verbrechen à la IN FLAMES entfernt sein. Musik voller Schönheit und Traurigkeit. Wie jedes mir bekannte Album dieser Gott-Band.

Stephan Forté - The Shadows Compendium Sehr tolle Soloscheibe des ADAGIO Masterminds und Oberklampfers, die aus einer riesigen Portion mördermäßig geilem Gefrickel, aber (!!) auch viel Musikalität und Gefühl besteht. Endgültig gewonnen hat Herr Forté bei mir dann mit dem letzten Stück, einem Cover der „Mondscheinsonate“ von Beethoven. Die Wahl mag nicht die innovativste sein, was Klasssik-Cover angeht, aber die Interpretation ist schlichtweg göttlich, zumal ohne störenden Schlagzeug-Zusatz dargeboten, was ich dem Mann sehr, sehr hoch anrechne. Schreib mal was noch im Gitarrero-Thread.

Helrunar/ Arstidir Lifsins - Fragments: A Mythological Excavation Split zweier Pagan Black Metal Bands von der absoluten Genre-Spitze Deutschlands. Wobei hier alle Kategorisierungen den Hörer fehlleiten. HELRUNAR musikalisch eher im traditionellen Black Metal mit expressionistisch anmutender Lyrik zu verorten, jüngstens mit "progressiven" Epik-Anwandlungen und Themen der Odysse, ARSTIDIR LIFSINS als Geschwisterprojekt (ist ein Projekt jetzt Bruder oder Schwester oder was?) bei dem auch Skald D. von HELRUNAR mitwirkt und dessen "Folk" einflüsse a) Meilenweit authentischer und b) wesentlich unlustiger als die des ganzen Pagan Rests sind. Für Freunde rauer Nordland-Schwarwurzel-Epik.

Dawn Of Tears – Descent Leider wenig bekannte Melodic Death Metal-Band aus Portugal, welche demnächst ihr zweites Album rausbringen wird. Hier stimmt eine ganze Menge: Tolle Songs, ansprechendes Maß an Abwechslung und ein Pluspunkt von mir für die Soli, da sie meiner Vorliebe für klassische Einflüsse immer wieder voll und ganz gerecht werden. Highlight ist der das Album beschließende Longtrack „Blood On Verona“.

The Human Abstract - Digital Veil Vom Konzept her faszinierende (leider aufgelöste) Band, die ihren modernen Death Metal Core oder was das sein soll mit einer riesen Kante Klassik würzt, dargeboten natürlich auf wahnsinnig hohem technischen Niveau. Highlight ist dabei das abschließende ‚Patterns‘ welches tiefe Emotionalität mit Hochleistungs-Gefrickel zu verbinden weiß. Besonders herausragend: Der Schlagzeuger, der den krassesten Scheiß aus einem verhältnismäßig minimalistischen Kit zaubert. Leider fällt die sonstige Scheibe zu dieser Göttergabe von Song schon ab, was aber auch an meiner fehlenden Affinität zum modernen Metal-Anteil liegen mag. Muss mich mal mit den zwei älteren Alben auseinandersetzen.
October Falls - A Collapse Of Faith Atmosphärischer BM aus Finnland, sehr zu empfehlen.
Alcest - Ecailles De Lune Die Könige des Shoegaze Black Metal.
Amorphis – Skyforger Noch so eine Entdeckung des Jahres und ein Album, dass mir sehr wichtig geworden ist.
Omnium Gatherum - New World Shadows Durchaus eigenständiges Melo Death-Album, für das ich noch eine Weile brauchen werde.
Nekromantheon - Rise, Vulcan Spectre Ist ja mittlerweile sattsam bekannt. Was für eine wahnsinnig geile Thrash-Abrissbirne!
Nero Di Marte - Nero Di Marte Sehr cooler Tech Death der erst jetzt richtig gezündet hat und sich sicher irgendwo in der Top-Liste am Ende des Jahres wiederfinden wird.
Carach Angren - Death Came Through A Phantom Ship Sehr guter, bis jetzt von mir sträflich unterschätzter Sympho BM.
Und natürlich Watain - The Wild Hunt. Review folgt in Kürze...



. Bei der "Outer Limits" ist der Gesang zwar nicht besser, aber durch eine Armee an Effektgeräten verfremdet, was dann auch wiederum sehr gut zu der technisch-futuristischen Musik passt. Havoc, knobel Dich rein, min Jung!
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