Weekly Playlist

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Weekly Playlist

Beitragvon Christian Schwarzer » Sonntag 11. August 2013, 17:47

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Insomnium - One For Sorrow Meine Entdeckung des Jahres und der Grund, warum ich doch so etwas wie ein klein wenig Vertrauen in den von mir bis dato gemiedenen Melo Death gewinnen konnte. „One For Sorrow“ ist eine Offenbarung. Ur-finnisch in seiner Atmosphäre könnte es innerhalb des Genres gar nicht weiter von Göteborg-Verbrechen à la IN FLAMES entfernt sein. Musik voller Schönheit und Traurigkeit. Wie jedes mir bekannte Album dieser Gott-Band.

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Stephan Forté - The Shadows Compendium Sehr tolle Soloscheibe des ADAGIO Masterminds und Oberklampfers, die aus einer riesigen Portion mördermäßig geilem Gefrickel, aber (!!) auch viel Musikalität und Gefühl besteht. Endgültig gewonnen hat Herr Forté bei mir dann mit dem letzten Stück, einem Cover der „Mondscheinsonate“ von Beethoven. Die Wahl mag nicht die innovativste sein, was Klasssik-Cover angeht, aber die Interpretation ist schlichtweg göttlich, zumal ohne störenden Schlagzeug-Zusatz dargeboten, was ich dem Mann sehr, sehr hoch anrechne. Schreib mal was noch im Gitarrero-Thread.

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Helrunar/ Arstidir Lifsins - Fragments: A Mythological Excavation Split zweier Pagan Black Metal Bands von der absoluten Genre-Spitze Deutschlands. Wobei hier alle Kategorisierungen den Hörer fehlleiten. HELRUNAR musikalisch eher im traditionellen Black Metal mit expressionistisch anmutender Lyrik zu verorten, jüngstens mit "progressiven" Epik-Anwandlungen und Themen der Odysse, ARSTIDIR LIFSINS als Geschwisterprojekt (ist ein Projekt jetzt Bruder oder Schwester oder was?) bei dem auch Skald D. von HELRUNAR mitwirkt und dessen "Folk" einflüsse a) Meilenweit authentischer und b) wesentlich unlustiger als die des ganzen Pagan Rests sind. Für Freunde rauer Nordland-Schwarwurzel-Epik.

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Dawn Of Tears – Descent Leider wenig bekannte Melodic Death Metal-Band aus Portugal, welche demnächst ihr zweites Album rausbringen wird. Hier stimmt eine ganze Menge: Tolle Songs, ansprechendes Maß an Abwechslung und ein Pluspunkt von mir für die Soli, da sie meiner Vorliebe für klassische Einflüsse immer wieder voll und ganz gerecht werden. Highlight ist der das Album beschließende Longtrack „Blood On Verona“.

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The Human Abstract - Digital Veil Vom Konzept her faszinierende (leider aufgelöste) Band, die ihren modernen Death Metal Core oder was das sein soll mit einer riesen Kante Klassik würzt, dargeboten natürlich auf wahnsinnig hohem technischen Niveau. Highlight ist dabei das abschließende ‚Patterns‘ welches tiefe Emotionalität mit Hochleistungs-Gefrickel zu verbinden weiß. Besonders herausragend: Der Schlagzeuger, der den krassesten Scheiß aus einem verhältnismäßig minimalistischen Kit zaubert. Leider fällt die sonstige Scheibe zu dieser Göttergabe von Song schon ab, was aber auch an meiner fehlenden Affinität zum modernen Metal-Anteil liegen mag. Muss mich mal mit den zwei älteren Alben auseinandersetzen.

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October Falls - A Collapse Of Faith Atmosphärischer BM aus Finnland, sehr zu empfehlen.
Alcest - Ecailles De Lune Die Könige des Shoegaze Black Metal.
Amorphis – Skyforger Noch so eine Entdeckung des Jahres und ein Album, dass mir sehr wichtig geworden ist.
Omnium Gatherum - New World Shadows Durchaus eigenständiges Melo Death-Album, für das ich noch eine Weile brauchen werde.

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Nekromantheon - Rise, Vulcan Spectre Ist ja mittlerweile sattsam bekannt. Was für eine wahnsinnig geile Thrash-Abrissbirne!
Nero Di Marte - Nero Di Marte Sehr cooler Tech Death der erst jetzt richtig gezündet hat und sich sicher irgendwo in der Top-Liste am Ende des Jahres wiederfinden wird.
Carach Angren - Death Came Through A Phantom Ship Sehr guter, bis jetzt von mir sträflich unterschätzter Sympho BM.


Und natürlich Watain - The Wild Hunt. Review folgt in Kürze...
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Re: Weekly Playlist

Beitragvon Havoc » Sonntag 18. August 2013, 11:11

VOIVOD - Target Earth
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Vorweg. Es ist mein Erstkontakt mit der Band. Da die nun etwas günstiger zu haben war habe ich mich dann doch mal getraut. Und was soll ich sagen...nunja. Ich bin sehr zwiegespalten. Auf der einen Seite tönt das sehr interessant und vor allem anders als eigentlich alles was so in meiner Sammlung zu finden ist. Alleine aus diesem Blickwinkel stellt das Album schon eine Art Bereicherung dar. Viele Parts klingen durchaus cool und innovativ. Und dennoch...ihr ahnt es wohl schon...so richtig klar komme ich damit bisher trotzdem nicht. Das liegt vor allem am Gesang. Dieser passt zwar schon zur Musik, aber leider überschreitet er des Öfteren die Nervgrenze. Dieser gepaart mit den sehr schwierigen und komplexen Melodien ist hin und wieder wohl selbst für mein "geschultes" Progohr einfach too much! Vielleicht lockert sich der Knoten mit der Zeit ja auch noch etwas. Für den Moment muss ich aber das Fazit ziehen, dass dieses Album nur knapp an einem Fehlkauf vorbeischlittert, letzten Endes aber wie eingangs erwähnt dennoch irgendwo auch cool ist und eine Bereicherung meiner Sammlung darstellt. Naja...ich hab noch Hoffnung! Meine Lieblingsband wird das aber wohl eher nicht mehr. ;-)
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Re: Weekly Playlist

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 18. August 2013, 11:43

Sehr fein, dass Du Dich getraut hast. Dafür schon mal vier Daumen hoch. Mit so einer Band quais hinten anzufangen, mag schwierig sein (wie so oft bei alten Helden), weil man die Entwicklung nicht miterlebt hat. Gerade im Fall Voivod nicht ganz unwichtig. Allerdings sind die großen Veränderungen im Sound der band länger her und Du hast mit dem neuen Album einen recht repräsentattiven Querschnitt des Voivodsoundes. Dass man den Gesang von Snake nicht mögen kann ist klar. Aber so schwer zugänglich finde ich die musikalische Untermalung nicht. Da gibt es deutlich sperrigere Alben. Hatte letztens die "Katorz" im Auto laufen und war hin un her gerissen zwischen doppelhändigen zertrommeln des Lenkrades und Langeweile. Das erinnerte mich teilweise an räudigen Postrock. So ein bisschen wie Isis, die ich ja auch mal so gar nicht mag. Ergo: "Katorz" ist zum erneuten Testlauf liegen geblieben. Vielleicht schreibe ich dann auch mal wieder was im Voivod-Thread.
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Re: Weekly Playlist

Beitragvon salisbury » Sonntag 18. August 2013, 16:41

Havoc, probier es mal mit "The Outer Limits". Das ist zumindest meine Liebste und wir beiden sind ja geschmacklich recht ähnlich aufgestellt. Allerdings finde ich auch die Neue töfte. Achte mal ganz bewusst auf das irgendwie total kranke Zusammenspiel zwischen Bass und Schlagzeug. Das macht so keiner. Und darin fügen sich Gitarren perfekt ein. Der ISIS-Vergleich ist insofern gut als daß bei VOIVOD der Gesang auch völlig egal ist. Is halt da, macht aber ned so viel und ist auch ned zu laut abgemischt und stört deshalb nicht :). Bei der "Outer Limits" ist der Gesang zwar nicht besser, aber durch eine Armee an Effektgeräten verfremdet, was dann auch wiederum sehr gut zu der technisch-futuristischen Musik passt. Havoc, knobel Dich rein, min Jung!
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Re: Weekly Playlist

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 18. August 2013, 16:52

salisbury hat geschrieben:Havoc, probier es mal mit "The Outer Limits". Das ist zumindest meine Liebste und wir beiden sind ja geschmacklich recht ähnlich aufgestellt. Allerdings finde ich auch die Neue töfte. Achte mal ganz bewusst auf das irgendwie total kranke Zusammenspiel zwischen Bass und Schlagzeug. Das macht so keiner. Und darin fügen sich Gitarren perfekt ein. Der ISIS-Vergleich ist insofern gut als daß bei VOIVOD der Gesang auch völlig egal ist. Is halt da, macht aber ned so viel und ist auch ned zu laut abgemischt und stört deshalb nicht :). Bei der "Outer Limits" ist der Gesang zwar nicht besser, aber durch eine Armee an Effektgeräten verfremdet, was dann auch wiederum sehr gut zu der technisch-futuristischen Musik passt. Havoc, knobel Dich rein, min Jung!


Ich ahnte, dass ich das Blautier mit der Erwähnung von ISIS aus seiner plüschigen Höhlen locken würde.

Dass mir der Gesang bei VOIVOD egal wäre, kann ich nicht sagen.Denn auf der "katorz" singt ja Eric Forrest. Und der singt etwas anders als Snake. Wobei ich mir Voivod gerade rein instrumental vorstelle. Ja, das würde auf einigen Alben funktionieren. Nicht auf allen, wenn ich zum Beispiel an "Angel Rat" denke.
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Re: Weekly Playlist

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 18. August 2013, 17:09

Holger Andrae hat geschrieben:Dass mir der Gesang bei VOIVOD egal wäre, kann ich nicht sagen.Denn auf der "katorz" singt ja Eric Forrest. Und der singt etwas anders als Snake.

O_o
Dann hast du aber eine ganz streng limitierte Auflage der "Katorz".
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Re: Weekly Playlist

Beitragvon salisbury » Sonntag 18. August 2013, 17:12

Holger Andrae hat geschrieben:
Ich ahnte, dass ich das Blautier mit der Erwähnung von ISIS aus seiner plüschigen Höhlen locken würde.



Wobei ja weder VOIVOD noch ISIS plüschig sind. Aber eben beide verdammt eigen und verdammt cool 8-) .
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Re: Weekly Playlist

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 18. August 2013, 17:16

Rüdiger Stehle hat geschrieben:
Holger Andrae hat geschrieben:Dass mir der Gesang bei VOIVOD egal wäre, kann ich nicht sagen.Denn auf der "katorz" singt ja Eric Forrest. Und der singt etwas anders als Snake.

O_o
Dann hast du aber eine ganz streng limitierte Auflage der "Katorz".


Donnerlüttchen, ich meine die ganze Zeit schon "Pobos".
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Re: Weekly Playlist

Beitragvon firestarter » Sonntag 18. August 2013, 17:18

salisbury hat geschrieben:daß bei VOIVOD der Gesang auch völlig egal ist...


... was natürlich kompletter Unsinn ist.
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Re: Weekly Playlist

Beitragvon salisbury » Sonntag 18. August 2013, 17:20

firestarter hat geschrieben:
salisbury hat geschrieben:daß bei VOIVOD der Gesang auch völlig egal ist...


... was natürlich kompletter Unsinn ist.


;-)
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