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von Havoc » Sonntag 18. August 2013, 10:59
Hier kaufe ich mir das Jewelcase, da das Digi "nur" drei dieser Songs in anderer Form enthält. Das interessiert mich nicht sonderlich. Hier die Spielzeiten. Diesmal steht der längste Track mal nicht ganz am Ende.
1 - Voice Of Shadows 2:36 2 - Tro og Kraft 6:01 3 - Our World, It Rumbles Tonight 5:12 4 - Nocturnal Flare 6:38 5 - Phoenix 6:32 6 - Walker Upon The Wind 4:57 7 - Nekrohaven 3:12 8 - Ageless Northern Spirit 4:44 9 - The Infinity Of Time And Space 7:48 10 - Natt 3:44
Gesamt ca. 51 Minuten.
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Havoc
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von Rüdiger Stehle » Sonntag 18. August 2013, 22:59
Oliver Passgang hat geschrieben:Rüdiger Stehle hat geschrieben:Oliver Passgang hat geschrieben:Havoc hat geschrieben:Kennst du denn schon was anderes von denen?
Ich habe lediglich mal in einzelne reingehört und die "Now, Diabolical" rotieren lassen, als sie herausgekommen ist. Seitdem ist die Band von meinem Radar verschwunden. Wenn ich mich nun allerdings an eben jenes Album zurückerinnere, muss ich mich vielleicht doch gar nicht so sehr wundern...
Also ich finde die Neue relativ spannend. Hat natürlich mal so gut wie gar nichts mehr mit dem zu tun, wofür ich die Band mal lieben gelernt habe, vor bald 20 Jahren, aber ich finde das neue Album bisher auf jeden Fall ein gutes Stück spannender als die beiden Vorgänger. Ob das jetzt im Endeffekt eine positive Feststellung werden wird, oder eher eine verstörte, das wird noch aufkommen. Aber wir haben hier mit Sicherheit mehr Divergenz als bei "Now, Diabolical" und bei "The Age Of Nero". Nun, ich glaube, dass ich das Album mögen werde.
So eine differenzierte Betrachtung ist mir natürlich nicht möglich und wird im Rahmen des Soundchecks auch nicht mehr möglich sein, jedoch schwebt mir die ganze Zeit der Ausdruck "Black Metal light" durch den Kopf. Und in diesem Fall ist das nicht wertfrei, weil es so klingt, als würde die Band Black Metal spielen wollen, ohne die "Eier" zu besitzen, es auch wirklich zu tun. Gegen ordentlich weichgespülte Musik als solche habe ich natürlich nichts, aber davon ist das Album auch ein gutes Stück entfernt.
Ja, da ist meine Beobachtung natürlich ein völlig andere. Die Einordnung als "Black Metal light" kann ich zwar prinzipiell schon verstehen, weil die neue SATYRICON in der Tat nicht besonders hart und grimmig ist, sondern eher ein wenig trippig und eskapistisch. Allerdings bin ich natürlich weit davon weg, das so zu interpretieren, als wolle die Band Black Metal spielen und könne das nicht, weil sie nicht "die Eier von Satan" hat. Das Gegenteil dürfte der Fall sein. Dass die Band nämlich mit den grimmigsten Black Metal spielen kann bzw. konnte, den man sich vorstellen kann, das hat sie ausgiebig bewiesen: http://www.youtube.com/watch?v=7vdaOkKrh0UEs wäre jetzt vermessen zu sagen, dass ich wüsste, was die Band antrieb, als sie ihr neues Album einspielte, aber ich vermute, dass sie nach "Now, Diabolical" und "The Age Of Nero" eine lange künstlerische Pause von immerhin fünf Jahren eingelegt hat, um sehr sorgfältig auszuarbeiten, was denn nun kommen sollte. Nach klassischem, grimmigen, dabei aber auch leicht folkigen und ambienten Norwegersound auf den Alben 1-2, dem im selben Genre recht kommerziellen Klassiker "Nemesis Divina" und den sperrigen Avantgarde-Alben "Rebel Extravaganza" und "Volcano" kamen ja dann die beiden oben genannten Black'n'Roller, die von vielen Fans als Sackgasse empfunden wurden und die kaum mehr Raum ließen, sich von dort aus linear weiter zu entwickeln. Daher denke ich, dass Satyr und Frost sich für das neue, selbstbetitelte Album neu erfinden wollten und mussten. Sprich: Sie wollten die Black'n'Roll-Geschichte abhaken, aber - dem eigenen Forscherdrang folgend - auch nicht zu etwas zurück kehren, das sie schon vorher gemacht hatten. Auf dieser Annahme basierend, halte ich den Schritt zu "Satyricon" für zwar gewagt, aber schlüssig. Mir fehlen im Moment allerdings noch die passenden Worte und Vergleichsgrößen, um das richtig zu beschreiben, was ich da höre. Es gefällt mir aber immer besser und ich bin aktuell beim sechsten Durchlauf.
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von Oliver Passgang » Sonntag 18. August 2013, 23:13
Klingt alles nachvollziehbar und logisch. Eine Sache nur: Rüdiger Stehle hat geschrieben:Allerdings bin ich natürlich weit davon weg, das so zu interpretieren, als wolle die Band Black Metal spielen und könne das nicht, weil sie nicht "die Eier von Satan" hat. Das Gegenteil dürfte der Fall sein. Dass die Band nämlich mit den grimmigsten Black Metal spielen kann bzw. konnte, den man sich vorstellen kann, das hat sie ausgiebig bewiesen: http://www.youtube.com/watch?v=7vdaOkKrh0U
Dass die Band dazu in der Lage ist, würde ich niemals anzweifeln wollen. Dennoch kam mir immer wieder die Assoziation, dass es halt so klingt, als würde der letzte Rest "UUUAAARRRGGGHHH!!!" fehlen, um hier ein ordentliches BM-Album vor sich zu haben. Vielleicht muss ich mich von genau dem aber lösen, um "Satyricon" genießen zu können. Mal gucken, wie sich das im Laufe der nächsten Durchgänge entwickelt. 
Oh you ironic pop-rock fucks DON'T YOU FUCK WITH METAL!!!
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von Rüdiger Stehle » Sonntag 18. August 2013, 23:25
Oliver Passgang hat geschrieben:Klingt alles nachvollziehbar und logisch. Eine Sache nur: Rüdiger Stehle hat geschrieben:Allerdings bin ich natürlich weit davon weg, das so zu interpretieren, als wolle die Band Black Metal spielen und könne das nicht, weil sie nicht "die Eier von Satan" hat. Das Gegenteil dürfte der Fall sein. Dass die Band nämlich mit den grimmigsten Black Metal spielen kann bzw. konnte, den man sich vorstellen kann, das hat sie ausgiebig bewiesen: http://www.youtube.com/watch?v=7vdaOkKrh0U
Dass die Band dazu in der Lage ist, würde ich niemals anzweifeln wollen. Dennoch kam mir immer wieder die Assoziation, dass es halt so klingt, als würde der letzte Rest "UUUAAARRRGGGHHH!!!" fehlen, um hier ein ordentliches BM-Album vor sich zu haben. Vielleicht muss ich mich von genau dem aber lösen, um "Satyricon" genießen zu können. Mal gucken, wie sich das im Laufe der nächsten Durchgänge entwickelt. 
Ja, erzähl dann mal, was sich ergibt. Bin da sehr gespannt, wie sich das bei dir entwickelt. Um den oben zitierten Gedanken zu Ende zu führen. Für mich klingt das eher so, als könne die Band durchaus "richtigen" Black Metal spielen, wolle aber genau DAS hier und jetzt nicht tun. Nach Avantgarde und Rock'n'Roll haben wir es hier zumindest teilweise mit einer Annäherung an Gothic Rock zu tun, wie ich finde. Speziell bei "Phoenix" schlagen für mich ganz deutliche Anklänge an Nick Cave, an FIELDS und SISTERS, ja, meinetwegen auch an DEPECHE MODE, durch. Wenn ich es mir recht überlege, ist das irgendwie so ähnlich, wie das, was mit PARADISE LOST bei "One Second" passiert ist. Im Großen und Ganzen natürlich schon noch etliche Härtegrade drüber, da andere Songs auch wirklich hart sind (gleich das folgende 'Walker Upon The Wind' zum Beispiel), aber diese Assoziation zuckt gerade durch die Synapsen. Auf jeden Fall haben wir relativ abwechslungsreiches Songwriting und eine stilistische Vielfalt, die ich relativ erfrischend finde. Das Soundgewand muss ich noch richtig verorten. Das klingt relativ weich und voluminös. Ja, durchaus etwas poliert und steril, aber nicht auf die poppig-kommerzielle Art. Ich bin auf jeden Fall aufgewühlt, muss ich sagen, weil sich das Album viel schwieriger fassen lässt, als ich das erwartet hätte. Im positiven Sinne aufgewühlt. Und da sage noch mal einer, dass ich meinen Black Metal nur trve mögen würde.
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von Peter Kubaschk » Montag 19. August 2013, 06:42
'Phoenix' ist doch bis auf den Gesang immer noch recht eindeutig Black Metal. Ganz im Gegensatz zum vielgelobten 'They Rode On', das eher eine Art Lagerfeueratmosphäre hat. Und ich finde die Stimme von Sivert Høyem (MADRUGADA) auch wirklich toll, diese schwere Melancholie hat auch MADRUGADA immer ausgemacht, dabei war das nicht 'mal eine Gothic-Band.
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von Holger Andrae » Montag 19. August 2013, 14:08
Es ist ja eh immer schwer, zu behaupten, die Band _könne_ es auch anders und _wolle_ bloß nicht. Sicherlich können die Jungs von SATYRICON richtigen BM spielen. Das wurde in der Vergangenheit deutlich unter Beweis gestellt. Weshalb sie es auf dem aktuellen Album anders gehen, ist für einen Außenstehenden rein spekulativ.
Wäre es jetzt eine Band, mit der man sich in der Vergangenheit weniger intensiv beschäftigt hat, käme eventuell schneller die Unterstellung, man könne es nicht mehr oder man wolle neue Märkte erschließen.
Da es sich bei SATYRICON um eine der wenigen BM Bands handelt, die ich schon seit einigen Jahren ziemlich töfte finde - eben, weil sie abwechslungsreich war - kann ich mit dem Klang des aktuellen Albums ganz gut leben, finde es aber bisher auch nicht umwerfend toll. Und mehr BM als Watain ist es schon (völlig wertfrei).
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Rüdiger Stehle » Montag 19. August 2013, 16:16
Holger Andrae hat geschrieben:Und mehr BM als Watain ist es schon.
Ach, echt? 
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von Nils Macher » Montag 19. August 2013, 16:34
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Holger Andrae hat geschrieben:Und mehr BM als Watain ist es schon.
Ach, echt? 
Wäre mir jetzt nicht aufgefallen.
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von Holger Andrae » Montag 19. August 2013, 18:03
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Holger Andrae hat geschrieben:Und mehr BM als Watain ist es schon.
Ach, echt? 
Hatte ich nach dem bisher einzigen Durchlauf schon das Gefühl.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Rüdiger Stehle » Montag 19. August 2013, 18:07
Holger Andrae hat geschrieben:Rüdiger Stehle hat geschrieben:Holger Andrae hat geschrieben:Und mehr BM als Watain ist es schon.
Ach, echt? 
Hatte ich nach dem bisher einzigen Durchlauf schon das Gefühl.
Okay. Hmm... vom Klangbild und von den Einflüssen her, finde ich die Satyricon momentan schon tendenziell BM-ferner als die Watain. Aber ich muss da auch noch mal näher hinlauschen.
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