Satyricon

Re: Satyricon

Beitragvon Nils Macher » Donnerstag 22. August 2013, 18:11

Ich finde Rüdigers Reviews auch klasse. Nach meinem Einstieg mit den späten DIMMU BORGIR war es wohl das Video von "Mother North", das mir ein Kollege gezeigt hat und von da an konnte mich der "richtige" Black Metal begeistern. Vielleicht sollte ich mich dann doch einmal mit dem Werk ab "Rebel Extravaganza" befassen. Da habe ich nämlich nur "Age of Nero" im Regal.
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Re: Satyricon

Beitragvon Havoc » Donnerstag 22. August 2013, 18:23

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Rebel Extravaganza - Havocs Lieblingsalbum...


Naja. Ich pendele ja immer zwischen diesem und "Volcano". Ersteres beeindruckt mich irgendwie noch mehr, zweiteres lege ich aber wohl häufiger auf. Egal. Für mich sind beide 10,0 und eindeutig meine beiden Lieblingsalben der Band. Und ich finde die anderen wirklich auch echt fabelhaft. Wo ich mir momentan auch nicht mehr ganz sicher bin ist, ob "Now, Diabolical" wirklich besser ist als "The Age Of Nero" ist. Bin mal gespannt, was du dazu sagst. Ansonsten....schön Rüdiger....so eine kleine Reise zurück durch die Diskographie einer alten Lieblingsband macht doch oft mehr Spaß als immer nur neuem Kram hinterherzujagen. Wobei ich natürlkich ultra auf "Satyricon" gespannt bin. :D
PS: An was man sich noch nach Jahren so erinnert....glaube zu wissen, dass "The Rite Of Our Cross" Dein Lieblingssong der "Now..." ist. Richtig. Zumindest abgesehen von "To The Mountains". ;-)
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Re: Satyricon

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 22. August 2013, 19:48

Havoc hat geschrieben:Naja. Ich pendele ja immer zwischen diesem und "Volcano". Ersteres beeindruckt mich irgendwie noch mehr, zweiteres lege ich aber wohl häufiger auf. Egal. Für mich sind beide 10,0 und eindeutig meine beiden Lieblingsalben der Band. Und ich finde die anderen wirklich auch echt fabelhaft. Wo ich mir momentan auch nicht mehr ganz sicher bin ist, ob "Now, Diabolical" wirklich besser ist als "The Age Of Nero" ist. Bin mal gespannt, was du dazu sagst.

Mal schauen, ob ich heute Abend so weit komme. Es spielt ja noch der VfB.

Ansonsten....schön Rüdiger....so eine kleine Reise zurück durch die Diskographie einer alten Lieblingsband macht doch oft mehr Spaß als immer nur neuem Kram hinterherzujagen. Wobei ich natürlkich ultra auf "Satyricon" gespannt bin. :D

Ja. Solche Reisen will ich in Zukunft öfters machen. Das ist eine andere Art Musikgenuss, als immer nur Soundchecken. Wobei ich das Reviewen parallel zum Hören scheinbar selbst bei den Historientrips nicht sein lassen mag, was?

PS: An was man sich noch nach Jahren so erinnert....glaube zu wissen, dass "The Rite Of Our Cross" Dein Lieblingssong der "Now..." ist. Richtig. Zumindest abgesehen von "To The Mountains". ;-)

Haha, da kannst du dich besser erinnern als ich. Das sage ich dir dann, wenn ich die "Now, Diablical" an der Reihe habe.
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Re: Satyricon

Beitragvon Dekalog der Elemente » Donnerstag 22. August 2013, 19:52

Find ich Klasse was du da machst Rüdiger. Da merkt man einfach wieder die Begeisterung mit der du bei der Sache bist und bekommt selbst wieder Lust die Alben in den Player zu packen.

Kleine Notiz am Rande, Havocs Lieblingsalben habe ich beide unlängst auch mal laufen gehabt. Nun sollte ich den Rest wohl auch mal wieder einschmeißen
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Re: Satyricon

Beitragvon trent » Donnerstag 22. August 2013, 20:08

enemy-of-reality hat geschrieben:Schöner Überblick, Rüdiger! :dafuer:


Das kann ich nur unterschreiben.
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Re: Satyricon

Beitragvon Rüdiger Stehle » Freitag 23. August 2013, 01:03

"Volcano"
Oktober 2002, Moonfog Productions / Virgin / Kaleidoscope
Bild

Das fünfte Studioalbum SATYRICONs war für mich im Vorfeld der Veröffentlichung zunächst noch schwieriger als der Vorgänger. Zum einen war Anfang des dritten Jahrtausends eine gewisse Black-Metal-Übersättigung zu spüren, und zum anderen war ich seinerzeit kein allzu großer Freund, der immer sterileren, schickeren, androgyneren Ästehtik, welche die Band ausstrahlte. Ein Bekannter sprach mal von Versace-Posern... Klar, das sind Oberflächlichkeiten, aber so tickt der Mensch halt. Es ist nicht alles rational zu begründen. Dass "Volcano" natürlich trotzdem am Erscheinungstag ins Haus kam, versteht sich von selbst, und trotz der genannten Mannschetten zündete die Schlangescheibe relativ schnell. Sie ist nicht so abstoßend und fies wie der Vorgänger, sie hat eine etwas natürlichere, weniger industrielle Aura. Die Heaviness ist jedoch ungemindert, wenn nicht gar noch intensiver, durch wuchtige, teils fast doomige Riffs und ein oft etwas getrageneres Tempo. Die dezent eingesetzten Female Vocals beim grandiosen 'Angstridden' wirken wie eine zaghafte grüne Pflanze in einer Wüste aus Stein, Fels und Eis. Die vom sich ausbreitenden Gletscher verschlungen wird. Einige gläserne, gamelanartige Hintergrundgeräusche sorgen für Spannung. Satyrs Gesang ist einmal mehr extrem intensiv und... ihr ahnt es... grimmig! Mit dem punkingen Black'n'Roller 'Fuel For Hatred' gibt es einen ersten Fingerzeig in Richtung der folgenden Alben, doch hier, auf "Volcano" bleibt es beim einzelnen Aufflammen dieser neuen Facette des SATYRICON-Sounds in einem ansonsten sehr ernsten und intensiven Werk, das von seiner atmosphärischen Dichte lebt. Schleppend und hinterlistig, mit ambient-elektronischen Einsprengseln und spannender Perkussion wie bei 'Suffering The Tyrants', herrisch, hart, schnell und fordernd wie bei 'Possessed', oder wie bei 'Repined Bastard Nation' als schwarzmetallische Antwort auf 'Orgasmatron' (inklusive tollen Old-School-BM-Riffs gen Ende) und vielleicht auch spacig-progressiv wie bei 'Mental Mercury': Die Band zieht alle Register und krönt ihr Werk mit dem Schwarzdoom-Meisterwerk 'Black Lava', das sich eine knappe Viertelstunde lang wie eben jene unaufhaltsam und verzehrend aus den Boxen ergießt. Wer hier einen Celtic-Frost-Einfluss vermutet, der liegt sicher nicht ganz falsch, und ich wäre nicht überrascht, wenn Tom G. Warrior von diesem Einfluss für "Monotheist" wieder etwas zurück bekommen hätte. Was "Volcano" neben dem exquisiten Songwriting und der trotz aller Homogenität des Werkes gebotenen kompositorischen wie stilistischen Vielseitigkeit auszeichnet, sind die feinen Zwischentöne. Die bestechende Produktion lässt hinter den martialischen, schneidenden Riffs so viel Raum für Frosts faszinierende Spielereien am Schlagzeug, aber auch für etliche sehr spannende Spielerein synthetischer Art, die nie dominant oder aufdringlich wirken, aber sehr oft den Songs bei genauem Hinhören zusätzliche Spannung durch schillernde Facetten verleihen, die man eben so bei anderen Bands nicht findet. Es bleibt festzuhalten, dass diese Band mit "Volcano" nun schon fünf Alben lang eine beängstigend perfekte Albenvita hingelegt hat. Und es gab bis hierhin keine Anzeichen, dass sich das ändern könnte.
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Re: Satyricon

Beitragvon enemy-of-reality » Freitag 23. August 2013, 13:30

Im aktuellen Hammer gibt's ein interessantes Interview mit Satyr in dem er unter anderem erzählt, dass das neue Album fast komplett auf Tape aufgenommen wurde und er grösstenteils auf Effekte und Kompression verzichtet hat, weil er wieder einen dynamischeren, "lebendigeren" Sound haben wollte. Im Soundcheck ist die Scheibe auf dem zweiten Platz gelandet. Verdammt, ich werd doch schon wieder neugierig auf das Teil :grins:


Rüdiger Stehle hat geschrieben:Ein Bekannter sprach mal von Versace-Posern...

Also ich kenn in dem Zusammenhang eigentlich eher den Begriff "Gucci Metal" ;-)
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Re: Satyricon

Beitragvon trent » Freitag 23. August 2013, 14:01

Wenn man sich anschaut, wie Satyr im Herbst 2008 auf der Tour aussah (schwarzes, halb offenes Hemd, kurze, nach hinten gegelte Haare), passt beides. ;-)
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Re: Satyricon

Beitragvon Havoc » Freitag 23. August 2013, 19:52

enemy-of-reality hat geschrieben:
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Ein Bekannter sprach mal von Versace-Posern...

Also ich kenn in dem Zusammenhang eigentlich eher den Begriff "Gucci Metal" ;-)


Ich kannte nur immer den Begriff "Versace Black Metal".

"Volcano" gestern noch mal laufen lassen...das Album ist einfach nur der Hammer. Da passt wirklich ALLES! :blumen:
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Re: Satyricon

Beitragvon Havoc » Freitag 23. August 2013, 20:13

Rüdiger Stehle hat geschrieben:"Nemesis Divina"
Wie schon auf dem Schattenthron schleudert uns Satyr mit dem Auftakt des Openers 'The Dawn Of A New Age' eine hasserfüllte Parole zur Apokalypse entgegen, für 'Forhekset' und 'Du Som Hater Gud' darf die norwegische Sprache allen Ingrimm der Band befeuern, das Titelstück baut sich als thrashiger, hackender und headbangendes Monster auf, das den Nacken knacken lässt, und zum Ende hin majestätisch, atmosphärisch und erhaben mit dem Instrumental 'Transcendental Requiem of Slaves' verklingt. Ein weiteres perfektes Album!


Meinen absoluten Favoriten des Albums hast du nicht mal erwähnt....den achtminüter "Immortality Passion". Der Song ist saugeil! :)
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