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von Rüdiger Stehle » Samstag 7. September 2013, 11:41
Siebi hat geschrieben:Ausgezeichnetes Review, Herr Rabe. Solche Sachen lese ich gerne, ja sogar des Machers DT- oder Blautiers Prog-Huldigungen. Zeugen diese doch vom Herzblut des hörenden Rezensenten und seiner ihm gebührenden Subjektivität, alles schick in liebreizende Worte gekleidet. Objektivität in Reviews my ass! Meinung haben, begründen, vertreten, fertig! "Rebel Extravaganza" war die letzte Scheibe der Norweger, die ich bewusst gehört habe. Gefällt mir heute noch. Was soll ich zur neuen sagen? Geiler Klampfensound, eher heavy und rockig, Stimmung mal düster ("Tro Og Kraft"), mal eingängig wie in "Nekrohaven", ansonsten feine Songs ohne allzu böse zu sein. Einzig "Phoenix" mit dem Klargesang hat noch nicht gezündet. Hochlichter bisher "Our World, It Rumbles Tonight", "Walker Upon The Wind" und "Ageless Northern Spirit". Könnte trotz der Klackerbassdrum ins heimische Regal und Player wandern. Black Metal für Non-Blackies wie mich. 
Hey, das freut mich jetzt aber wirklich. Sowohl, dass dir die Scheibe gefällt, als natürlich auch, dass dir das Review gefällt. Danke für das Lob. Auch die Schlüsse die du ziehst, kann ich unterschreiben. Durch den Gesang, die Art des Gitarrenspiels und die karge Aura ist das schon noch irgendwie Black Metal, aber dem alten Wesen der schwarzen Kunst, wie es etwa Isvind repräsentiert, doch so weit entflohen, dass es sicherlich eine Art von Black Metal ist, die auch dem Genreskeptiker als Ohrenöffner dienen mag.
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
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von Jesus » Samstag 7. September 2013, 14:06
Siebi hat geschrieben:Jesus hat geschrieben:Siebi hat geschrieben:Black Metal für Non-Blackies
Brrr... ich spürte eine starke Erschütterung der Macht. *schauder*
Frisch rasiert? In dem weiten Metier des schwarzen Metals bin ich vollkommener Newbie, Rookie. Für mich galten Mercyful Fate, Venom, Slayer, Bathory und Konsorten als Black Metal, die 90er Jahre Evolution dieses Stils ging mir weitestgehend am Boppes vorbei, da diese hochsägenden Nichtproduktionen und das immer plakativer werdende böse Image meinem HiFi-Ohrenpaar und Weltanschauung nicht gewachsen war oder umgekehrt, wer weiß.
Es ging mir weniger um Deine musikalische Entwicklung, sondern um den Begriff an sich als auch dessen Verwendung als positives Attribut. Man stelle sich folgenden Satz in einem Musikmagazin Deiner Wahl vor: "Die neue AVENGED SEVENFOLD ist viel besser als IRON MAIDEN und SATAN zusammen, denn sie enthält Heavy Metal für Non-Metaller!" Da würden plötzlich alle Alarmsirenen heulen...
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von trent » Samstag 7. September 2013, 14:10
So, gestern abend hab ich das Album dann auch mal bestellt. Nachdem ich in den letzten Tagen (angestachelt durch den Thread hier  ) wieder vermehrt Satyricon gehört und erneut festgestellt hab, wie geil das doch ist, ging es einfach nicht anders...
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von Havoc » Samstag 7. September 2013, 16:37
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Havoc, ich bin mal gespannt auf deine Rückmeldung, wenn du dich mit der Scheibe angefreundet hat. Sehr gespannt! =)
Die wirst du definitv bekommen. Werde das Teil nun aber erst mal schön rotieren und etwas reifen lassen. Denke mal so in zwei Wochen schreib ich mal ein Review. Entweder hier oder in der Playlist.
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von Siebi » Samstag 7. September 2013, 22:16
Jesus hat geschrieben:... Es ging mir weniger um Deine musikalische Entwicklung, sondern um den Begriff an sich als auch dessen Verwendung als positives Attribut. Man stelle sich folgenden Satz in einem Musikmagazin Deiner Wahl vor: "Die neue AVENGED SEVENFOLD ist viel besser als IRON MAIDEN und SATAN zusammen, denn sie enthält Heavy Metal für Non-Metaller!" Da würden plötzlich alle Alarmsirenen heulen...
So argumentiert ist da was dran. Positives Attribut? Hm, eher Empfindung eines Ahnungslosen, haha. Meine Intention ist, dass es mir gefällt und ich von BM nicht die leiseste Ahnung besitze. Also in etwa so, wenn Sally klassischen Metal bewertet. 
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von Havoc » Sonntag 8. September 2013, 09:20
Siebi hat geschrieben:...als Black Metal, die 90er Jahre Evolution dieses Stils ging mir weitestgehend am Boppes vorbei, da diese hochsägenden Nichtproduktionen...
Meine Intention ist, dass es mir gefällt und ich von BM nicht die leiseste Ahnung besitze
Ja, das passt zusammen. 
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von Jesus » Sonntag 8. September 2013, 13:57
Nun, das Album war bei meinen üblichen Anlaufstellen bereits verfügbar und ich konnte meine Neugier nicht in Zaum halten. Und wurde positiv überrascht: Es ist erstaunlicherweise nicht völlig scheiße und gegenüber "Now, Diabolical" und "The Age of Nero" eine immense Verbesserung. Ein paar Tracks wie 'Our World, It Rumbles Tonight' und 'The Infinity of Time and Space' sind zwar ziemlich nichtssagend und Black Metal sucht man auf der ganzen Platte auch vergeblich, aber als hochglänzender Pop-Metal funktioniert es ganz gut. Wer hätte das gedacht? Die Gitarrenarbeit ist durchweg hörenswert und der verdächtig nach THE BLACK HEART PROCESSION klingende Popsong tönt auch hübschig. Natürlich ist es als Roadrunner-Album immer noch so grimmig und brutal wie ein zwei Wochen altes Miezekätzchen, doch das war ja zu erwarten. Ein zahmes Kätzchen ist immer noch besser als die beiden Rohrkrepierer, die uns Herr Wongraven zuletzt servierte.
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von Eike » Sonntag 8. September 2013, 17:37
Zwei Wochen alte Miezekätzchen können schon extrem geschickte Motten-aus-der-Luft-Vertilger sein.
Verdammt zum Leben...
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von Jesus » Sonntag 8. September 2013, 18:41
Das stimmt natürlich. Ein Metal-Album jedoch — speziell ein Black-Metal-Album — sollte vielleicht nach etwas mehr streben als einfach nur nach gefällig glattem Mottenfänger-Schmusesound. So herrlich eingängig manche der Songs auch sein mögen, so geht doch dem Metal ein bisschen das Ursprüngliche und Rebellische verloren, wenn er statt metaltypischen Elementen halt "nur" flotten Pop-Rock bietet.
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von Rüdiger Stehle » Sonntag 8. September 2013, 19:08
Da haut wieder einer Nägel hinein... 
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