Ich hoffe, du hörst nicht damit auf, sie zu verfassen.
Mir gefällt, dass bei dir nicht alles grim und frostbitten sein muss, aber sein kann

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Weekly PlaylistRe: Weekly PlaylistSchaf: Für mich sind deine wöchentlichen Niederschriften mit die bereicherndsten Beiträge in diesem Forum.
Ich hoffe, du hörst nicht damit auf, sie zu verfassen. Mir gefällt, dass bei dir nicht alles grim und frostbitten sein muss, aber sein kann ![]()
Re: Weekly PlaylistDas wird die letzte Playlist für absehbare Zeit, denn ich gehe Montag mal wieder ins Krankenhaus und werde dort wohl die nächsten ein oder drei Wochen versauern müssen. Sozusagen als Geburtstagsgeschenk. Und dann feiere ich dort im engen, stinkenden Krankenzimmer nach! Zusammen mit röchelnden alten Säcken und schnippischen Schwestern! Vielleicht mit einem Yes-Törtchen?! Falls es die noch gibt, habe schon seit Jahren keins mehr gesehen. Das erinnert mich daran, wie ich 1989 mit meinem Eltern tagelang an der rumänisch-bulgarischen Grenze festsaß und meinen Geburtstag mit einem Stück Kuchen in einem Moskwitsch 2140 feiern musste (Für die Kapitalisten: Ein Moskwitsch ist so etwas Ähnliches wie ein Automobil). Die rumänische Revolution fand zwar eigentlich im Dezember statt, aber ich kann mich noch ganz genau daran erinnern, wie der Grenzübergang von ungewöhnlich vielen scharfäugigen Soldaten penibler als sonst kontrolliert wurde und sich die Autokolonnen kilometerlang stauten. Wahrscheinlich war domnul Ceaușescu schon damals ein wenig paranoid oder es lag halt generell der Hauch von Revolution in der Luft. Anyway, mitten in der Nacht klopften Soldaten ans Autofenster, schauten grimmig hinein und jagten mir Angst ein mit ihren Maschinengewehren. Es stellte sich jedoch heraus, dass sie eigentlich nur nach Zigaretten fragen wollten. Die waren im Kommunismus ja auch Luxusware. Denn wir hatten ja nix. Wir hatten ja gaaar nix. Wir hatten ja nicht mal nix. Wenn wir mal nix wollten, mussten wir sogar dafür stundenlang anstehen — und selbst dann war es meistens schon ausverkauft! Doch das naive kleine Schäfchen machte den bösen Soldaten auch noch klar, dass es Geburtstag hat (Plappermäuler, wie kleine Kinder nun einmal sind), woraufhin einer von denen tatsächlich wenig später mit einem Stück Marmorkuchen für mich zurück kam. Hat sogar geschmeckt, wenn ich mich recht entsinne. Ähm... warum habe ich das hier getippt? Verdammt, jetzt bin ich schon wie einer von diesen halb verwesten Geronten, die ungefragt Anekdoten aus ihrer Kindheit zum Besten geben und all ihre Mitmenschen damit zu Tode langweilen. Wahrscheinlich bereitet mein Unterbewusstsein mich und meinen Verstand mittels mentaler Selbstgeißelung darauf vor, sich mit ebensolchen geschwätzigen Tattergreisen das Zimmer zu teilen
![]() ![]() CELTIC FROST "Monotheist" → Ich wachte Sonntag um 1 Uhr nachts auf, konnte nicht mehr einschlafen und hielt dies für eine ausgezeichnete Gelegenheit, mich mal wieder mit solcher Musik zu beschäftigen, die von der völligen Stille und Dunkelheit profitieren würde. Es gibt eigentlich nichts Schöneres, als sich zur Totenstunde in die schwermetallische Finsternis zu legen und jede Note ungestört von den anderen Sinneseindrücken genüsslich aufzusaugen. Nun, viel beschreiben brauche ich hier nicht, schließlich ist "Monotheist" das mit Abstand populärste aller hier aufgeführten Alben, obwohl dieser recht deftige Black/Death/Doom-Bastard ohne den großen Namen vom Großteil der Szene und ihrer Magazine übergegangen und nur in Doom-Kreisen bekannt geworden wäre. Aber all die 80er-Metalheads zwangen sich dazu, einen derartig zähen Brocken zu mögen, weil eben CELTIC FROST vorne drauf steht und Tom Fischer sein "Ugh!" zum Besten gibt. Und siehe da, plötzlich mögen sie die Sorte Musik, die sie zuvor so verächtlich links liegen ließen: "WINTER? FUNERAL? DISEMBOWELMENT? Pah, dieses neumodische Grunzgeschlurfe mit seinen schwulen Goteneinflüssen kann es niemals mit dem Metal der 80er aufnehmen! Uuuh, eine neue CELTIC FROST? Wow, das ist ja geiles Grunzgeschlurfe und diese feinsinnigen Goteneinflüsse sind auch tolle Farbtupfer! So gut wie damals in den 80ern! Warum ist nur vorher noch niemand darauf gekommen, solche Musik zu spielen? Das beweist wieder einmal Tom G. Warriors Originalität!" Jaja, der gemeine Metaller ist schon ein seltsam' und unstetig' Wesen... Anhören: 'Os Abysmi vel Daath' ![]() ELYSIAN BLAZE "Blood Geometry" → Auch dieses Album profitierte ungemein von der Geisterstunde, die es einem erlaubte, jedes Detail zu genießen. Zig mal verschoben war dies für uns Doomster gewissermaßen das, was für zur gleichen Zeit WINTERSUNs "Time" für die Mainstream-Metaller war. Da hören die Parallelen auch nicht auf, denn beides sind die Werke von Perfektionisten, die nur aufgrund ihres wahnhaften Zwangs und Egos ihre Alben wieder und wieder verschoben und ihr absolutes Meisterwerk versprachen. Und dann erschienen beide Alben 2012 und ich wurde von meinen schlechten Vergleichen zurück in die Realität geholt, denn die Bands und ihre Musik haben natürlich rein gar nichts gemeinsam Wo der eine 1600 Spuren am Laptop per Fruity Loops zu Bubblegum-Pop zusammenkleisterte, nahm der andere analog und ohne Brickwall-Produktion ein zwar symphonisches, aber nicht überladenes Doom-Metal-Album auf, in dem jeder elegische Cello-Ton, jeder zarte Piano-Tupfer, jeder erhabene Posaunen-Ausbruch und jedes brachiale Lava-Riff mit Bedacht platziert wurde. Ergreifend wehmütige Leads umgarnen die tonnenschweren Riffs und eine erhabene Theatralik durchzieht das gesamte Album. Es ist zwar dunkel und schwermütig, doch im Gegensatz zu den für Funeral Doom "typischeren" Vorgängern ist "Blood Geometry" nicht völlig lebensverneinend. Es wohnt ihm überraschenderweise eine kraftvolle Epik inne. Das lässt es — neben seiner gewaltigen Spielzeit und den komplexen Kompositionen — wesentlich ambitionierter wirken, als es träge Funeral-Schnarchnasen wie EA oder TORTURE WHEEL je sein werden. Langsam spielen ist halt nicht alles (und "Blood Geometry" bietet zusätzlich reichlich deftigen Groove und schwarzmetallisch rasende Parts) und nur durch schleppende Riffs allein erzielt man keine Wirkung. Man muss dem Hörer auch Kompositionen bieten, in die sich seine Ohren verbeißen können. Und hier übertrumpft ELYSIAN BLAZE nicht nur Unmengen von belanglosem Bedroom Funeral Doom und poppige Kollegen wie die Schmusebestattungsunternehmer von SHAPE OF DESPAIR, sondern auch seine eigenen Vorgänger um Längen. Definitiv ein Meisterwerk, welches seine quälend lange Entwicklungszeit rechtfertigen kann. Wäre natürlich nett, wenn das nächste Album nicht erst in 6 oder 8 Jahren erscheint, aber sollte es halt so lange dauern müssen, dieses hier zu überbieten, werde ich mich auch in Geduld üben. Zugegeben, der Kommentar hat jetzt schon fast Review-Länge, aber die Hälfte des Textes habe ich ja leider damit zugebracht, andere Bands zu dissen; doch sogar ich muss hin und wieder ein wenig Blautier-Euphorie™ mit der Welt teilen! Allerdings über Bands zu lästern, die man nicht mag, ist selbstverständlich ungehörig und kindisch, von daher werde ich niemandem auf die Nase binden, dass "Blood Geometry" auf Encyclopædia Metallum eine bessere Bewertung hat als sämtliche Studio-Alben von DREAM THEATER und MANOWAR ![]() Anhören: 'Pyramid of the Cold Son' ![]() SULPHUR AEON "Swallowed by the Ocean's Tide" → Alles drin und alles dran, was der geneigte Death-Metal-Fan an den besten Momenten von NOCTURNUS, IMMOLATION und MORBID ANGEL schätzt. Hymnisch, melodisch, atmosphärisch, mit toll subtilen Keyboards, wunderschönen Leads, erhabenden Melodien und halsbrecherischen Riffs. Ich glaube sogar, der Anspieltipp enthält das von Blautier gesuchte "bombastisch-epische Element", welches er meiner Musik sonst so gerne abzusprechen versucht. Anhören: 'Inexorable Spirits' ![]() MGŁA "With Hearts Toward None" → In Sachen schnörkellos traditionsbewusstem Black Metal nach wie vor eines der besten Alben der letzten paar Jahre. Was diese Polen gewissermaßen nur mit majestätischen Gitarrenläufen und Herzblut kreieren, ist gleichermaßen simpel wie anmutig. Ich denke mal, dieses Jahr erreicht die CULTES DES GHOULES den Status, den "With Hearts Toward None" letztes Jahr für mich inne hatte; in dem Sinne, dass man auch heutzutage gleichermaßen auf die Essenz destillierten (und gut produzierten) mitreißenden Black Metal der alten Schule spielen kann, ohne dabei retro zu klingen. Natürlich bin ich froh, dass eine Band wie ISVIND nach wie vor stur den Sound von 1994 spielt, aber es ist gleichermaßen erfreulich, dass MGŁA die gleichen Elemente, diesen grimmigen Vorschlaghammer der eiskalten Raserei, problemlos ins 21. Jahrhundert zu bringen vermögen. Mal hymnisch, mal getragen, mal rasend, immer melodisch und frostig. So soll es sein. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass jemand, der an "Daumyra" oder "Henbane" eine gute Note vergab, "With Hearts Toward None" auch nur einen halben Punkte weniger geben könnte. Rüdiger, mach mal ein Review dazu. Wenn ich für die hohe Kunst des ursprünglichen Schwarzmetalls schwärme, ignoriert mich jeder und sagt, ich sollte doch weiterhin meine doofe Grunz- und Kreischmusik hören; wenn Du das machst, vergeben auf einmal alle gute Noten und sagen "Das ist ja gar nicht mal so schlecht!". Du hast in Deiner Euphorie etwas Überzeugendes, was mir eindeutig fehlt ![]() Anhören: 'With Hearts Toward None I' ![]() DØDSENGEL "Imperator" → Eigentlich habe ich das Album an dieser Stelle auch schon mehrfach beworben. Ein ambitionierter BM-Koloss, von blastend bis schlurfend ist alles vertreten, immer majestätisch, immer atmosphärisch und gesegnet mit einem grandiosen und vielseitigen Sänger, der ebenso wie der Kollege von CULTES DES GHOULES nicht einfach nur krächzen kann, sondern auch herrlich schiefes Attila-Gejaule, spitze diamantkönigliche Screams, tiefe Growls, ominösen Sprechgesang und die klassische Metalsirene auf dem Kasten hat. Trotz der zweieinhalb Stunden Spielzeit ein sehr kurzweiliges Inferno, wie es halt nur die Norweger abfeuern können. Enthält auf zwei CDs so ziemlich alles von traditionsbewusstem Norwegerstahl wie "De Mysteriis Dom Sathanas", "Svøpt Morgenrød" und "Over Bjoergvin Graater Himmerik" über melodisch amerikanische Atmosphäre à la NIGHTBRINGER, schwedisch angeschwärzte deftige Heavy-Metal-Riffs à la SETHERIAL und FLAGELLANT bis hin zu französischer Finesse wie DEATHSPELL OMEGA. Hin und wieder scheinen CELTIC FROST auch kurz mal im Sound aufzublitzen. Eben ein reichhaltiger Black-Metal-Eintopf mit scharfen Extra-Schoten. Lenge leve den gode gamle Norge! Anhören: 'Upon the Beast She Rideth' ![]() CULTES DES GHOULES "Henbane" → Nun, jetzt habe ich die Band zweimal erwähnt und wenn man vom galizischen Teufel spricht, wird er halt von Österreich, Russland und Preußen in kleine Stücke geschnitten und aufgefressen. Oder so ähnlich ging das Sprichwort jedenfalls... Eigentlich sollte ich mir wirklich mal meine letzte BM-Alben-Bestellung von Ketzer Records anhören, doch augen- oder ohrenscheinlich besitze ich momentan tatsächlich genug Alben, um damit glücklich und zufrieden zu sein Offenbar habe ich mich mit den all Einkäufen in letzter Zeit übernommen, dementsprechend lief die Woche kein neues Album. Andererseits rennen mir z.B. die GRABNEBELFÜRSTEN, ARS DIAVOLI und CHANT OF BLASPHEMY auch nicht davon. Jede Woche was Neues hören wird anstrengend und manchmal möchte man einfach nur genießen, vertiefen und besser kennenlernen, was man bereits hat und mag. Ein Luxus, den ein Soundchecker dagegen nur selten hat.Anhören: 'The Passion of a Sorceress' ![]() GORGUTS "Colored Sands" → Die spielen Death Metal. Ihr habt vielleicht schon mal davon gehört. Anhören: 'Enemies of Compassion' ![]() ÆVANGELIST "De Masticatione Mortuorum in Tumulis" → Drei Death-Metal-Alben in einer Woche? Für mich als Blacky McFrostgrim ist das schon rekordverdächtig. Vielleicht wurde ich ja von einem radioaktiven Drumtier gebissen: Drumsheep-Man, Drumsheep-Man, does whatever a Drumsheep can! Does he swing from a web? Most likely not, since he doesn't give a crap! Look out! He sits around and munches grass! Wie bitte? Beschreibung? Ach so, ja. Ähm... lauter fette Riffs, manche davon primitiv groovend wie INCANTATION, andere synapsenverzwirbelnd schräg à la DEMILICH, dazu Industrial-Elemente und schwarzer Lack im Stil von BLUT AUS NORD, tiefe Growls und halb Giger'sche, halb Lovecraft'sche Atmosphäre, die das Artwork gut wiedergibt. Moment... halb Lovecraft, halb Giger? Das wäre demnach die Geschichte eines gottgleichen außerirdischen Monsters mit Penistentakeln und Vaginamaul? Fehlen ja bloß noch die japanischen Schulmädchen... Anhören: 'Pendulum' ![]() NEGATIVE PLANE "Stained Glass Revelations" → Als Amis sollten die doch eigentlich wissen, dass man ihren Namen auch als "griesgrämiges Flugzeug" deuten könnte, oder? Das klingt dann irgendwie nicht mehr so evil wie ursprünglich beabsichtigt. Jetzt wollte ich mittels Namedropping darauf aufmerksam machen, wie toll die Band okkult rockende, für das europäische Festland der 80er typische Elemente à la ROOTS und MERCYFUL FATE verarbeitet und damit einen Vergleich zu DENIAL OF GOD ziehen; um nicht irgendwelchen Mist zu erzählen, habe ich schnell auf Encyclopædia Metallum die ähnlichen Künstler gecheckt und dort stehen DOG (tolles Akronym) nicht drin, ganz oben prangern dafür allerdings CULTES DES GHOULES. Gleich mal bei den Dänen geguckt und auch dort stehen CULTES DES GHOULES ganz oben — also lag ich rekursiv richtig? Dreht sich jetzt alles in der weiten Welt des Black Metal um die Shooting Stars aus Polen? Anhören: 'Angels of Veiled Bone' ![]() SWANS "Greed/Holy Mony" → Oh, ihr Deathmetaller haltet euch für br00tal? Und ihr Blackmetaller nennt euch grimmig? Ihr seid ja so niedlich. Onkel Gira kneift euch Wuschelhäschen gleich in eure knuffigen schwarz-weiß geschminkten Bäckchen und dann backt euch Tante Jarboe lecker Kekse mit Schokostreuseln. Aber danach lasst ihr mal die Erwachsenen wieder Musik machen, okay? Ja, haddu fein gemacht, Lord Necrogoatsodomizer. Und nun geh draußen mit Dr. Genitalmutilator spielen, bevor es zu laut und böse für euch wird. Anhören: 'Coward' ![]() SWANS "The Seer" → Dazu habe ich ja bereits ein 10-Punkte-Review geschrieben. Mehr kann ich nun wirklich nicht tun. Naja, fast. Ich könnte mir natürlich noch das Cover auf die Brust und das Backcover mit dem Anus des Wolfes auf den Rücken tätowieren lassen und danach nackt durch die Straßen rennen... Aber ich renne nicht so gern. Rennen ist so ähnlich wie Sport und ich war eins von den faulen Kindern, die sich permanent von Sport befreien ließen und stattdessen irgendein anderes dummes Fach als Ersatz wählten. Physik, glaube ich. Oder Chemie? Keine Ahnung, lang ist's her. Leider konnte ich den Arzt nicht davon überzeugen, mich auch von Mathe zu befreien, dann hätte ich wenigstens mal Französisch gelernt. Egal, c'est trop tard. L'album est très bon. Écoutez: 'Avatar' ![]() DEKAPITATOR "The Storm Before the Calm" → Raaaargh! Kill! Destroy! Thrash 'em all! Hoch die Bierhumpen und sich die Nackenmuskulatur fein säuberlich zerlegen lassen. Klassischer Bay-Area-Sound in der besten Tradition von SLAYER, DARK ANGEL, POSSESSED, dem EXODUS-Debüt und WHIPLASH mit einer zarten Prise VENOM. RIffs, mehr Riffs und als Bonus gibt's auch noch RIffs obendrein. Ist es zu stark... machst Du Dir offensichtlich viel zu viele Gedanken um den vermeintlichen Tiefgang Deines Metals. Hatten wir nicht schon geklärt, dass streng genommen jeder Metal peinlich ist? Geschichten von post-nuklearen Mutanten-Biker-Gangs sind kein bisschen weniger nerdig als das prätentiöse Verhackstücken pseudointellektueller Phrasenschweine im Progressive Metal: "Oh, der Feind ist in mir drin, ich kann ihm nicht entkommen! Weh ist mir, der Schmerz ist ja so real!" Was sagt der Thrash Metal dazu? "Fuck off, here comes the thrash command! Chops off your head! Brings atomic terror Into your land!" Das eine wäre wohl gerne das musikalische Äquivalent zu Ingmar Bergman und Terrence Malick und das andere macht Spaß wie ein blutiges B-Movie. Anhören: 'Toxic Sanctuary' ![]() CHAOS INVOCATION "Black Mirror Hours" → Fein melodisches Geknüppel mit genau der Sorte glasklarer, messerscharfer Riffs, die niemals unter den Blasts untergehen oder zu einem undurchdringlichen Wust verkommen. Die häufig klaren und Flange-lastigen Leads erinnern mich wie beim Debüt etwas an DOLORIAN. Das schwarzmetallische Fundament verbindet das Obskure und Kvlte von Bands wie KATHARSIS und ORCIVUS mit dem Glatten und Melodischen von WATAIN und DARK FORTRESS. Großartige zweistimmige Gitarrenläufe voller majestätischer Harmonien, dazu ein ausdrucksstarker, garstiger Gesang und alles umgarnt erhabene Hymnen an den dunklen Herrn des Bösen. Der Schlagzeuger versteht auch ganz genau, wann er alles in Grund und Boden blasten darf und wann er eher lässig den Takt halten muss. Christian kritisierte, ich hätte das Album mit WATAIN verglichen und obwohl so ziemlich jedes zweite Review im Netz ebenfalls diesen Vergleich zieht (offenbar haben die meisten Blackies ebenso schiefe Ohren wie ich), würde ich eher konkretisieren wollen, dass die Scheibe gewissermaßen WATAINs "Lawless Darkness" mit SECRETS OF THE MOONs "Privilegivm" kombiniert. Stilistisch, technisch, atmosphärisch und qualitativ würde ein Hybrid aus diesen beiden Werken so klingen. Japp, zu der Behauptung stehe ich. Bin völlig begeistert und jede weitere Umdrehung bestärkt meine Blautier-Euphorie™ darüber, hier ein grandioses und traditionelles BM-Album in den Lauschern zu haben, welches ohne Schnörkel, ohne Experimente oder avantgardistische Elemente auskommt, dabei nicht primitiv durch die Gegend rumpelt und melodisch komponiert und druckvoll produziert ist, ohne weich und massentauglich zu klingen. CHAOS INVOCATION liefern einen bockstarken Zweitling ab, der mich bei jedem Umlauf mehr und mehr begeistert. Ganz großes Kino und mit Sicherheit ein Treppchenkandidat für die Endjahresliste zusammen mit der CUL-ähm... also... dem anderen BM-Album, welches ich ständig erwähne, aber an dieser Stelle nicht mehr nennen möchte, weil ich hier ja betonen muss, wie fuckin' epic die CHAOS INVOCATION ist. Heil Satanas! Oder so. Warum wünschen wir Metalheads seiner Gehörntheit eigentlich ständig Heil? Man sollte doch annehmen, dass er sich eine private Krankenversicherung und die weltbesten Ärzte leisten kann und somit seine Gesundheit nicht wirklich in Gefahr ist, oder? Und begeht doch mal einer der Ärzte einen Kunstfehler, stehen seiner Schwefeligkeit ja auch noch sämtliche Anwälte des Universums zur Verfügung... Anhören: 'The Mirror' Offenbar stand mir nach all den Weichspülerwochen endlich wieder mal der Sinn nach richtigem METAL! Vielleicht war das in den letzten Monaten doch zu viel Toleranz gegenüber der weichen Welt der unmetallischen Klänge? Sind mir die Eier abgefallen? *nachguck* Nö, sind zum Glück noch alle dran... *kratz* *schnüffel* Wahrscheinlich kommt meine Dosis lebensbejahender Botschaften nun nicht mehr von der Popmusik, sondern von der neuen Staffel von "The Legend of Korra", wodurch mein Bedarf an familienfreundlichen und farbenfrohen Medien vorerst gedeckt ist. Zumindest bis zur kommenden Staffel von "My Little Pony: Friendship Is Magic" Das Gute am Herbst sind eben all diese neuen Serien bzw. neue Staffeln von Lieblingsserien, die man sich angucken kann. Und in diesem Sinne werde ich mir jetzt einen Kuchen für morgen backen, die neuesten Episoden von "Korra" und "2 Broke Girls" downloaden und während der Kuchen im Ofen vor sich hin schwitzt, suche ich passend zur unbeschwerten Unterhaltung ein paar scharfe Pics von Kat Dennings, damit ich wenigstens einige schöne Erinnerungen habe, bevor man mir in 3 oder 4 Tagen den Schädel aufsägt. Nur für den Fall, dass die Chirurgen wieder mal Mist bauen, wie z.B. ein Skalpell oder eine Knochensäge versehentlich in meinem Gehirn vergessen und ich daraufhin meinem Schöpfer — dem allmächtigen Svarog! — gegenüber treten muss. Also wünscht mir alle Glück für meine Kraniektomie. Hmmm, CRANIECTOMY oder KRANIEKTOMY wäre doch ein verdammt starker Name für eine Death-Metal-Band... Drumtier, den Namen würde ich Dir gegen ein geringfügiges Entgelt überlassen ![]()
Re: Weekly Playlist
Wann habe ich das kritisiert?? Oder verstehen wir uns grad falsch? Natürlich klingen CHAOS INVOCATION wie WATAIN, um genau zu sein kenn ich keine zweite Band, die derart heftig nach WATAIN tönt. Den SOTM-vergleich finde ich interessant, kann ich aber nicht beurteilen, weil ich die "Black Mirror Hours" (noch) nicht kenne.
Re: Weekly Playlist
Ich wünsche dir, dass du fit wieder rauskommst und uns weiter mit deiner Playlist erfreuen kannst! Und einen schönen Geburtstag, sofern das unter den Umständen möglich ist. Zur Playlist: Die einzige der Scheiben, die ich auch habe, ist, passend zu deiner Beschreibung, Celtic Frost Nachdem ich jede Woche von Cultes Des Ghoules lesen darf, überlege ich mir aber, ob das auch was werden könnte.
Re: Weekly Playlist@ Jesus:
Ich kann mit der Monotheist nichts anfangen... ...This is so Death Metal! (M. van Drunen)
Re: Weekly Playlist
Irgendwo hier... oder so. Offenbar habe ich was missverstanden.
Da sind wir uns ja einig!
Ist nicht ganz so offensichtlich wie die Schwedenhuldigung; aber jetzt, wo Du weißt, worauf zu achten ist, wird es Dir auch nach einigen Umdrehungen bestimmt auch auffallen.
Muchas gracias. Macht mir immer Spaß, wie man an der vielen Arbeit erkennen kann
Der war bzw. ist ja heute und ich bin vollgestopft mit lecker selbstgemachter Donauwelle und war schon gestern Abend breit, weil ich zu viel vom für die Donauwelle gedachten Kirschlikör genascht habe. Mal ehrlich, besser geht's unter den Umständen nicht! Und morgen dann eben KH-Party mit alten Säcken... Vielleicht nehme ich besser den Rest vom Kirschlikör mit.
Also wenn Du die CdG kaufst, greife gleich mal die Mgła mit ab zwecks Versandkosten einsparen ![]()
Macht nix, ich kann auch mit sooooo vielen Alben nix anfangen. Wenn ich die aber jetzt alle aufzählen würde, werde ich bis morgen nicht fertig ![]()
Re: Weekly Playlist
schön, das freut mich. Alles Gute und Gottes Segen! Zur Feier deines Geburtstages habe ich soeben Cultes Des Ghoules bestellt ![]()
Re: Weekly PlaylistSo, eine Woche neigt sich dem Ende entgegen...
Darkthrone - F.O.A.D. ![]() Es lief mal wieder meine Lieblingsscheibe von Rüdigers DT. Die macht so viel Spaß, das hätte ich bei einer Band, die für mich die Standard-BM-Band schlechthin war nie erwartet. Darkthrone - A Blaze In The Northern Sky ![]() Dann der Klassiker der Truppe. Auch diesmal blieb noch nicht so viel hängen, ich hoffe, dass die Scheibe noch wächst. The Gates Of Slumber - Hymns Of Blood And Thunder ![]() Etwas Epic Doom, sehr gut gemacht, wird wohl nicht meine einzige Scheibe der Truppe bleiben. Ritual Carnage ![]() Wüster Japaner-Thrash, der mir sehr gut gefällt. Finde die Scheibe aber nicht allzu death-trashig. Shadows Fall - The War Within ![]() Etwas mehr Hits als der Nachfolger, aber der Gesamtsound gefällt mir auf der neueren Scheibe etwas besser. U.D.O. - Faceless World ![]() Lief schon lange nicht mehr, hat mir aber gut gefallen. Irgendwie kommen die U.D.O.-Scheiben meiner Sammlung immer etwas zu kurz. Rage - Speak Of The Dead ![]() Die Scheibe finde ich klar stärker als den Nachfolger Carved In Stone. Viele Ohrwürmer beißen sich fest, auch wenns manchmal etwas weniger ORchester sein dürfte. U.D.O. - Rev-Raptor ![]() Die hatte ich von Kubi aufm KIT 2012 übergeben bekommen, der Sound ist etwas zu modern, sonst gute SCheibe. Dropkick Murphys - The Warriors Code ![]() Sehr intensive Musik, tolle Truppe! Hätte früher nie gedacht, dass mir so was mal gefallen würde. Loudness - Thunder In The East ![]() Meine liebste Loudness? Das ist schwer, da ich schon einige Scheiben gut finde, aber diese lege ich wohl am liebsten auf. The Pogues - Rum, Sodomy & Lash ![]() Endlich lief auch der Vorgänger von der Fall-Grace-God-Scheibe. Da hat dann eigentlich nur das Guiness zur Atmosphäre gefehlt. Blue Öyster Cult - Agents Of Fortune ![]() Sehr starker Hard Rock. Tolle Truppe. Die 70er sind ein überragendes Jahrzehnt (musikalisch), da passt oft alles. Arch Enemy - Doomsday Machine ![]() Moderner Metal an den Grenzen zwischen Death und Thrash mit einer Spur Power Metal. Die Soli sind bombig, die Stimme fasziniert. Eines der Highlights im modernen Metal (wobei "modern" bei mir immer ab Pantera losgeht ).Hammerfall - Glory To The Brave ![]() So oft gehört... und immer wieder geil. Aus meiner Sicht eines der besten Metal-Alben der 90er. Europe - Out Of This World ![]() AOR / Hair Metal, der aus meiner Sicht die Vorgängerscheibe schlägt. Wahnsinns-Gesang, Melodien, für die ähnliche Truppen töten würden. Heathen - The Evolution Of Chaos ![]() Gute, aber nicht alles überragende Thrash Scheibe. Ulysses Siren - Above The Ashes ![]() Aber hier: Unfassbar, bombig. Wenn das ein Album 1986 gewesen wäre, wäre es ein Meilenstein. Extreme - Pornograffiti ![]() Kein Wunder, dass die Band so erfolgreich war. Ein Ohrwurm folgt dem nächsten, Hair Metal am Rande der 90er, kurz bevor der (Hair) Metal total den Bach runterging. David Lee Roth - Eat Em And Smile ![]() Eine Stimme, die einfach mitreißt. Da geht die Sonne auf, gute Laune wie bei Journey. Deadlord - Goodbye Repentance ![]() Momentan mein meistgehörtes Album 2013. Und auch die Songs, die am Anfang noch nicht völlig mitreißen konnten werden langsam zu Dauer-Ohrwürmern. Hatchet - Dawn Of The End ![]() Was für ein laues Lüftchen war, verglichen damit, der Vorgänger? Daumen hoch für das weiterhin so tolle grüne Cover!!! Thin Lizzy - Renegade ![]() Nach Deadlord noch das Original. Thin Lizzy waren von 1976 bis Anfang der 80er ja nahezu perfekt. Black Star Riders - All Hell Breaks Loose ![]() Zwar immer noch keine Chance gegen Deadlord, aber die Scheibe ist toll und wächst weiter. Warlord - The Holy Empire ![]() Auch hier habe ich ständig Songs im Ohr und freue mich schon, das Album wieder zu hören. Marduk - Those Of The Unlight ![]() Ein perfektes, überragendes, finsteres und faszinierendes Black Metal Scheibchen. Marduk - Dark Endless ![]() Ich habe mal die Beschreibung "Death Metal Album mit Black Metal Vocals" gelesen und finde das treffend. Schön räudiges Frühwerk. Atlantean Kodex - The Golden Bough ![]() Die Vorbereitung auf den neuen Hammer. Dream Theater - Dream Theater ![]() 5 Durchläufe, macht Laune, überzeugt auch, ist aber noch kein Anwärter auf den Jahresthron. Fates Warning - Darkness In A Different Light ![]() Der erste Durchlauf war stark, aber mehr kann ich dazu noch nicht sagen. Possessed - Seven Churches ![]() Zwischen Death, Thrash und den guten alten 80ern. Sehr rumpelig, sehr tolle Atmosphäre! Unleashed - Victory ![]() Unleashed geht immer. Auch dieses Album scheint sehr stark zu sein. Sacramentum - Far Away From The Sun ![]() Sehr guter Einkaufstipp aus dem Forum! So stelle ich mir eine Kreuzung aus Death und Black Metal vor. Dream Theater - A Change Of Seasons ![]() Mal was nettes zum Frühstück, eine sehr starke Nummer. Krisiun - Conquerors Of Armageddon ![]() Harter, übler, aber auch sehr gut gespielter Death Metal. Nicht rumpelig wie alte Sepultura, sondern durchaus musikalisch, aber auch wild und ungestüm. Feine Mischung.
Re: Weekly Playlist
Hä?
Wo ist da irgendwas rumpelig? Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Re: Weekly Playlist
Ja, ich finde meinen eigenen Post komisch
war mein erster Eindruck. "Rumpelig" ist bei solcher Musik ein Kompliment von mir, ich will, dass es rumpelt.
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