Dream Theater

Re: Dream Theater

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 20. Oktober 2013, 12:07

Peter Kubaschk hat geschrieben:Nee, "Awake" eine Stufe tiefer als sie oben eingeordnet ist.

Ach so. Ja, dann passt es. :grins:
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Re: Dream Theater

Beitragvon cgrage » Sonntag 20. Oktober 2013, 16:54

Hab mich jetzt dem aktuellen Album etwas ausgiebiger widmen können.
Ist schon eine starke Scheibe geworden. "Illumination Theory" aber will sich mir noch nicht so ganz erschließen. Aber so langsam wird es.
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Re: Dream Theater

Beitragvon enemy-of-reality » Montag 21. Oktober 2013, 20:16

enemy-of-reality hat geschrieben:Sollte ich jemals dazukommen, angesichts der immensen Anzahl an aktuellen Scheiben die restlichen Alben von DT noch zu hören, werd ich mal meine aktuelle Reihung hier posten.

Jetzt hab ich's endlich geschafft! Ladies and Gentlemen, ich präsentiere meine aktuelle Reihung aller DT-Alben (plus einer EP), geordnet from worst to best und gültig bis vor genau 10 Minuten ;-)




Platz 13: A CHANGE OF SEASONS
Für mich eines der schwierigsten Stücke von DT. Einzelne Parts mag ich, aber zum Song als solchen finde ich irgendwie nicht so recht Zugang. Für mich klingt das nach Stückwerk, nicht wie ein Song. Daher für mich auch der schwächste DT-Longtrack.


Platz 12: FALLING INTO INFINITY
Ein paar gute Songs, ein paar gute Ansätze, aber insgesamt viel zu viel Mittelmass, zu viel Schmalz, zu wenig Metal, zu wenig Ecken und Kanten. Bei keinem anderen Album ist es mir diesmal so schwer gefallen, mich halbwegs auf die Musik zu konzentrieren.


Platz 11: WHEN DREAM AND DAY UNITE
Vom instrumentalen Können her zeigt die Band bereits hier, was sie drauf hat, aber beim Songwriting hakt's noch ein wenig. YTSE Jam ist toll, der Rest kann aber leider nicht auf voller Länge überzeugen.


Platz 10: A DRAMATIC TURN OF EVENTS
Immer wenn ich die Scheibe auflege denke ich mir "Hey, das ist ganz gut", verliere dann aber meist nach zwei, drei Tracks die Konzentration und das Interesse. Soll heißen: Obwohl ich einzelne Stücke durchaus mag kann mich das Album als solches anscheinend irgendwie nicht so recht überzeugen. Woran das liegt, weiß ich aber leider selbst nicht so genau.


Platz 9: IMAGES AND WORDS
Irgendwie mag ich die Scheibe im Moment nicht besonders. Klar, das Songmaterial ist gross, aber irgendwie klingt das grösstenteils so 08/15, so mainstreamig, so weichgespült und der Klang verstärkt diesen Eindruck noch.


Platz 8: BLACK CLOUDS & SILVER LININGS
Nix auf der Scheibe ist wirklich schlecht, im Gegenzug ragt aber auch nichts heraus. Bei jedem Song denk ich mir "Ja, ganz nett", aber jegliche Art von richtiger Begeisterung bleibt leider aus. Und bei "The Count Of Tuscany" kann ich mich nach wie vor mit den Lyrics absolut nicht anfreunden. Allerdings finde ich den Track auch ansonsten nicht besonders. Müsste ich die Scheibe mit einem einzigen Wort beschreiben würd ich wohl den englischen Begriff "mediocre" wählen.


Platz 7: DREAM THEATER
Auch wenn ich nicht ständig Bock habe, das Album zu hören, so gefällt es mir derzeit doch ganz gut. Den "test of time" muss es aber natürlich erst noch bestehen.


Platz 6: SYSTEMATIC CHAOS
Ich mag die Scheibe einfach! Das klingt alles so schön frisch und zwar nicht sonderlich proggig, dafür aber teils richtig schön heavy! "Constant Motion" ist nicht nur der stärkste Vorab-Song der neueren DT-Zeit sondern auch noch der beste Metallica-Song seit "And Justice For All" ;-)


Platz 5: OCTAVARIUM
Diese Scheibe irgendwo einzureihen ist immer extrem schwierig. Einerseits enthält sie mit dem Titeltrack den für mich besten DT-Song überhaupt, andererseits lässt der Rest der Scheibe teils stark zu wünschen übrig. Die Songs sind manchmal fürchterlich schwülstig ("The Answer Lies Within", "I Walk Beside You"), bieten zu wenig Gefrickel und fast keine geilen Abgeh-Parts. Später legt die Scheibe dann zum Glück aber etwas zu, "Panic Attack", "Never Enough" und "Sacrificed Sons" sind doch ganz gute Stücke. Letztlich landet die Platte aber hauptsächlich wegen des göttlichen Titeltracks so weit oben, denn der macht mit einer Laufzeit von 24 Minuten ja immerhin fast ein Drittel des Albums aus.


Platz 4: AWAKE
Enorm abwechslungsreich, tolles Songwriting, eine wunderbar trockene Produktion, Mut zum Experiment (Moores geniales "Space Dye Vest"). Zudem singt LaBrie hier wirklich ganz gut und das Album klingt insgesamt nicht so "weichgespült" wie der Vorgänger. Tolle Scheibe!


Platz 3: TRAIN OF THOUGHT
Und wieder mal wird der zweite Teil von "Prog Metal" groß geschrieben. In Sachen Härte knüpft die Band an die erste Disc des Vorgängers an, geht diesmal aber weniger experimentell zur Sache. Dafür gibt's, besonders in der ersten Hälfte, ordentlich auf die Zwölf. Die ersten drei Tracks gehören für mich mit zu den besten der Band, aber auch der Rest ist fast immer auf sehr hohem Niveau. Was diese Scheibe besonders macht, ist der verdammt hohe Frickel-Faktor. Wahnsinn, was da teils abgeht! Der furztrockene Sound passt übrigens hervorragend zu dieser Art Musik.


Platz 2: SIX DEGREES OF INNER TURBULENCE
Erstmal: ich finde das Konzept wirklich toll! Der Käufer bekommt hier quasi zwei komplette Alben. Ein relativ hartes, experimentelles, modernes, ja teils sogar richtig radikal klingendes (Disc 1) und ein konservativ-traditionelles. Für jeden etwas, sozusagen. Und auch wenn ich die erste Disc sicher öfter höre (geniales Songwriting!), so finde ich auch die zweite richtig gut. Das klingt für mich wie eine überarbeitete, aufgebohrte und tatsächlich funktionierende Version von ACOS. Und trotz der fast doppelten Spieldauer wirkt es für mich tatsächlich auch in sich schlüssiger und geht dadurch tatsächlich als ein (extrem langer) Song durch.


Platz 1: METROPOLIS Pt.2: SCENES FROM A MEMORY
Die beinahe perfekte Mischung aus Melodien, Gefühl, Härte und Gefrickel. Die Essenz von Dream Theater, die Essenz des Prog-Metal. 'Nuff said!
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Re: Dream Theater

Beitragvon frankjaeger » Montag 21. Oktober 2013, 20:36

Enemy, ich kann es nicht anders ausdrücken: Du hast 'nen schrägen Geschmack.

"When Dream..." ist definitiv eine 10er Scheibe und mit "Images And Words" die beste DT. Danach stimme ich dir bei der Metropolis zu, und der Rest ist schwächer. Danach kann ich die nicht reihen, gut sind sie alle, aber Überflieger sind die drei.
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Re: Dream Theater

Beitragvon enemy-of-reality » Montag 21. Oktober 2013, 20:42

frankjaeger hat geschrieben:Enemy, ich kann es nicht anders ausdrücken: Du hast 'nen schrägen Geschmack.

Danke dir :grins:

Ansonsten kann ich dir nur empfehlen, auch die Texte zu lesen und nicht nur auf die Reihung zu schauen. Ich hab ja versucht, das auch immer (hoffentlich) nachvollziehbar zu begründen.

Und nochmals: Es handelt sich hier um eine Reihung, die meinem momentanen Geschmack entspricht, nicht um eine definitive DT-All Time-Liste.
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Re: Dream Theater

Beitragvon frankjaeger » Montag 21. Oktober 2013, 21:23

Ich wollte das erst anders ausdrücken, aber dich um Himmels Willen nicht beleidigen. Erst stand da "du hast einen Vogel", aber ich glaube, du kriegst das nicht gleich in den falschen Hals. Also, du hast einen. Großen! ;-)

Schau mal:
Dream and Day:
"Vom instrumentalen Können her zeigt die Band bereits hier, was sie drauf hat, aber beim Songwriting hakt's noch ein wenig. YTSE Jam ist toll, der Rest kann aber leider nicht auf voller Länge überzeugen."

Images and Word:
"aber irgendwie klingt das grösstenteils so 08/15, so mainstreamig, so weichgespült und der Klang verstärkt diesen Eindruck noch."

Das halte ich beides für hundertprozentigen Unsinn. Ich habe die Texte gelesen, und genau deshalb sage ich das ja!
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Re: Dream Theater

Beitragvon Holger Andrae » Montag 21. Oktober 2013, 23:13

Frank ist heut guter Laune. :grins:

Ich habe ja am Wochenende ein paar der langen Longtracks angehört. Das ernüchternde Ergebnis: 'Learning To Live' bleibt unerrecht.

Ich habe angehört:
'Six Degrees Of Inner Turbinenkuchen'
'Octopussalat'
'In The Presence Of Enemies'
'A Nightmare To Remember'
''The Cunt Of Tuscany'
'Lost Not Forgotten'
'Breaking All Illusions'

Bei allen Songs hatte ich im Gegensatz zu 'Learning To Live' andauernd das Gefühl, die Band würde jetzt den Song verlassen und zwischendurch mal irgendwas anderes, durchaus auch tolles, spielen. Ist jetzt etwas krass formuliert, denn mir hat das ja alles auch gefallen, läuft aber darauf hinaus, dass ich momentan keinen all zu großen Nerv auf diese Nummern habe. Wirken einfach etwas konstruiert. Das habe ich ja auch schon in meinem Gt-Beitrag zur aktuellen Scheibe bemängelt: Mir fehlt da der Fluß. Die Passagen an sich sind toll, aber wo ist der Song an sich?
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Re: Dream Theater

Beitragvon salisbury » Montag 21. Oktober 2013, 23:59

Holger Andrae hat geschrieben: Mir fehlt da der Fluß. Die Passagen an sich sind toll, aber wo ist der Song an sich?


Dasselbe könnte man allerdings auch bei Sachen wie MEMENTO WALTZ fragen, aber egal, geiler Scheiß isses trotzdem 8-)
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Re: Dream Theater

Beitragvon Holger Andrae » Dienstag 22. Oktober 2013, 00:11

salisbury hat geschrieben:
Holger Andrae hat geschrieben: Mir fehlt da der Fluß. Die Passagen an sich sind toll, aber wo ist der Song an sich?


Dasselbe könnte man allerdings auch bei Sachen wie MEMENTO WALTZ fragen, aber egal, geiler Scheiß isses trotzdem 8-)


Genau das finde ich eben nicht. Da geht alles nahtlos ineinander über.
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Re: Dream Theater

Beitragvon salisbury » Dienstag 22. Oktober 2013, 00:24

Holger Andrae hat geschrieben:
salisbury hat geschrieben:
Holger Andrae hat geschrieben: Mir fehlt da der Fluß. Die Passagen an sich sind toll, aber wo ist der Song an sich?


Dasselbe könnte man allerdings auch bei Sachen wie MEMENTO WALTZ fragen, aber egal, geiler Scheiß isses trotzdem 8-)


Genau das finde ich eben nicht. Da geht alles nahtlos ineinander über.


Jo, ein Gniedeldüdelpart in den anderen, und das ohne Pause. Ich beschwer mich aber gar nicht. So musses sein. Big big LOVE.
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