'Dust & Glass' ist wirklich toll.
VINTERSORG bleibt nicht hängen, das zieht vorbei wie Nachtgedanken.
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Weekly PlaylistRe: Weekly Playlist'Dust & Glass' ist wirklich toll.
VINTERSORG bleibt nicht hängen, das zieht vorbei wie Nachtgedanken. Music is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
Re: Weekly PlaylistDa ich ab morgen für 10 Tage in einen entlegenen Winkel der Welt verreise, hier jetzt heute schon:
AGALLOCH "Ashes Against The Grain" ![]() Ein wunderbares Winteralbum! APOCALYPTICA "Cult" Mystisch, dunkel, cellistisch klassisch, atmosphärisch, schrägie bis thrashy, toll. CODE "Nouveau Gloaming" Mein liebstes traditionelles Black Metal Album. Noch traditioneller kann Black Metal nur schlechter sein. Es sei denn natürlich, er ist RICHTIG traditionell, wie HELLHAMMER, POSSESSED, VENOM, ... CHRISTIAN DEATH "Deathwish" Schön modriger Deathrock, besser geht's nicht. DEVIL DOLL "The Girl Who Was ... Death" ![]() Gothic wie es purer kaum geht. DEVIL LEE ROT "Metalizer" ![]() Ganz alte Schule. Heavy Metal. Black Metal. Metal Underground. Krächz 'n Roll mit Leib, Seele und Eingeweiden. EHNAHRE "Old Earth" ![]() Weitaus ausgeglichener, weniger dissonant, nicht ganz so weit draußen und gefährdet, deutlich melodieseliger, irgendwie auch schlichter und auskomponierter als "The Man Closing Up", aber darum nicht unbedingt schlechter. Manchmal vermisse ich den gezielten Misston, das Gefährliche, Schräge, Zerstörerische dennoch. Irgendwie ist das hier schon näher an KAYO DOT, allerdings nicht ganz so "schön" im hübschen Sinne, dafür aber von einer anderen Art von Schönheit. Immer noch cooler Schürfdoom mit Avantgarde-Elementen, auch wenn das jetzt hier vielleicht nicht rüberkam. Wer ein perfekt ausbalanciertes Dreieck aus kaum gemäßigtem Extrem(drone)doom, ganz leicht angejazzter Kaputtnikpsychedelik und ISIS' flächig-schroffem "Oceanic"-Postcore-Sound sucht, wird hier fündig. FRANZ SCHUBERT "Die Winterreise" ![]() Wunderschöne dunkle Romantik. Berührende Kunstlieder nach einem Gedichtzyklus von Wilhelm Müller. FUNERALIUM "Funeralium" ![]() FUNERALIUM - putting the fun in funeral since the dawn of time... Naja, nicht wirklich. Schlürf-, Schürf- und Schrunden-Doom vom Schwärzesten. Sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr gut! HELLHAMMER "Satanic Rites" ![]() Ich weiß, die Band ist Kult und so, und ich höre mir das auch gerne an, das hat einfach Flair und ist urst cool, aber die CELTIC FROST-Sachen gefallen mir dann doch deutlich besser. Das ändert nix dran, dass HELLHAMMER den meisten 2nd-Wave-Kram immer noch locker in die Tasche steckt. JOY DIVISION "Unknown Pleasures" Diese Musik ist irgendwie wie ich. Passt jedenfalls wunderbar in mein Leben zur Zeit. KILLING JOKE "Absolute Dissent" ![]() Die Postpunkpioniere mal etwas moderner, aber immer noch ihrem ureigenen Stil treu. Abwechslungsreich, aber dafür in weiten Teilen ziemlich aggro. KILLING JOKE "Hosannas From The Basement Of Hell" ![]() Dunkle Hymnen. KILLING JOKE "Extremities, Dirt And Various Repressed Emotions" ![]() Grandios, einfach grandios. Wer Musik mit Tiefgang und Schwung und hypnotischer Kraft mag, sollte nicht für und wider abwägen, sondern sich das Album unbedingt und schnellstmöglich kaufen. KILLING JOKE "Laugh? I Nearly Bought One!" ![]() Viva Vielfalt! Schöner Überblick über etwa die erste Hälfte im Schaffen einer viel zu wenig beachteten Band. MAYFAIR "Schlage Mein Herz Schlage" ![]() Geradliniger und dabei völlig eigenständiger, verspielter und poetischer Rock. Leider bin ich dazu momentan überhaupt nicht in Stimmung. MORGOTH "Odium" Teilt sich mit DEATH "The Sound Of Perseverance" den Thron des besten Death-Metal-Albums in meiner Klangwelt. MUSHROOMHEAD "XX" Glasklar produziert, sehr vielschichtig im Sound, dennoch ein dick reinwuchtendes Teil "Nu Metal", was immer das heißen mag. Sowas von filigran psychotisch im Sound, kratzbürstig und doch eingängig, geniales Songwriting, total eigenständiger Sound, eine perfekte Symbiose aus Tradition und Moderne. Das rasende 'Chancre Sore', die 'Fear Held Dear', das emotionale 'The Wrist', das abgedrehte 'The New Cult King', eine Abrissbirne wie 'Bwomp' und das PINK FLOYD-Cover 'Empty Spaces' - so unterschiedliche Songs, und doch passen sie alle zusammen. Großartig! MY DYING BRIDE "The Dreaful Hours" Ein Album, das ich kaum zu fassen kriege. Es wirkt einfach jedesmal wieder ein bisschen anders auf mich. Und nie bleibt etwas hängen davon. Aber das macht nichts. Denn es ist ein Traum von einem Album, der sich einfach immer wieder neu träumen lässt. Höre ich gerne zum Einschlafen. PLACEBO "Placebo" ![]() Es gibt Bands, die liefern bereits mit ihrem Debutalbum eine Qualität ab, die einfach perfekt ist, die danach nicht mehr übertroffen werden kann, selbst wenn sie sich weiterentwickeln. PLACEBO ist so eine Band. Alles, was danach kam, war bestenfalls anders, nicht aber besser. Zusammen mit "Black Market Music" ist "Placebo" mein liebstes Album von ihnen. BMM ist noch abwechslungsreicher, aber bereits das erste Album hat eine Verspieltheit und Markanz, die sich nicht viele Bands leisten, die derart eingängigen Rock spielen. Außerdem rockt es noch deutlich schärfer als spätere Werke, ich mag den irgendwie schraffiert wirkenden Gitarrensound. Tightes Drumming, federnder Bass, Molkos extrem dringlicher Gesang dazu, und mein Herz hüpft. Trotzdem keine happy-happy Musik. Sondern: Total toll! TOCOTRONIC "Schall und Wahn" ![]() Reifes Werk einer langjährigen "Schrammelrock"-Band, der dieser Ruf noch immer nachhängt, obwohl sie sich vom Markenzeichensound der alten Tage weitgehend entfernt hatte. Hier scheint es - geläutert - wieder durch, doch die direkte Dringlichkeit der ersten Alben ist einer eher hintergründigen Radikalität gewichen, mit der die Band ihr ganz eigenes Rockverständnis zelebriert. "Schall & Wahn" eben, ein Hoch auf die Andersartigkeit und das Sichverweigern allen Mitläufertums. Kreativität pur. TOM WAITS "The Black Rider" Schwarzes, teuflisches Kaputtnikmusiktheater. Herrlich wunderprächtig! WOODS OF YPRES "Woods 5: Grey Skies & Electric Lights" Treibender, melodischer, grooviger und kunstvoller Black Metal mit viel Gefühl, Pathos und Faustfaktor, dabei hochromantisch und sehr eingängig. Der hat auch so eine kraftvolle, positive Silberstreifen-am-Horizont-Note, macht richtig Freude! Aber eben keinen Spaß, sondern lässt ein wenig Raum für Resthoffnung, so ganz unaufdringlich und ehrlich. YOB "The Illusion Of Motion" ![]() Doom, wie man ihn schroffer kaum zelebrieren kann, ohne an Eingängigkeit zu verlieren, der perfekte Spagat zwischen Tradition und Avantgarde. Ein gewaltiges Ungetüm für alle, denen emotionale Ausgeglichenheit schon immer suspekt war. Puh, so viel habe ich schon lange nicht mehr zu meinen Alben der Woche geschrieben. Hoffentlich interessiert das auch irgendwen, und hoffentlich kann ich damit so manches Reinhören anstoßen. Music is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
Re: Weekly Playlist
Erst drei mal gehört. Habe das Album auch lange ignoriert, da es überall als eher sperrig beschrieben wurde. Nun gut. Einerseits stimmt das. Andererseits aber auch wieder nicht. Es bündelt schon irgendwie alle Stärken der Band von den ersten drei Alben. Aber es klingt dennoch nicht nach einer billigen Kopie. Einerseits denke ich, dass es wirklich sehr schade ist, dass sich die Band schon aufgelöst hat....andererseits hat man aber irgendwie sogar das Gefühl, dass diese Band vielleicht wirklich schon alles (oder das Wichtigste) nach nur vier tollen Alben gesagt haben könnte. Als Fan der Band kommt man an diesem Werk hier meines Erachtens nach keinesfalls vorbei. Das hat schon echte Klasse das Teil. Mein Favorit wird dann aber wohl auf immer und ewig die "Frames" bleiben.
Re: Weekly Playlist
Kleine Anti-BM-Phase bezogen auf die einzige stählerne Supernova des letzten Vierteljahrhunderts? alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: Weekly PlaylistWar da was?
- BLASPHEMIEEEEEE!!!!! - Ja, nee, schon klar, das war 'ne kleinere musikalische Revolution, und im Metalloversum sogar 'ne richtig große. Das abzustreiten liegt mir fern. Aber ich stehe halt mehr auf den Oldschoolsound, der den Kram inspirierte, (einerseits) und auf die spätere Avantgarde, die nicht in der Pepetuierung der "ewigen Revolution" erstarrte. Und "die einzige stählerne Supernova des letzten Vierteljahrhunderts" ist natürlich Quatsch, bzw. nur Deine Meinung. ---> Nu Metal, Metalcore, Mathcore, Post-Metal, Djent, Extrem-Doom Kirche mal im Dorf lassen (auch wenn die aus Holz so gut brennen). Ich habe gewiss keine "Anti-BM-Phase". Ich höre unglaublich viel mehr BM als vor 10 Jahren denkbar. Music is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
Re: Weekly Playlist1.
Die Aufregung war natürlich gespielt. Weitgehend. Also nur ein bisschen echt... 2.
Jo, da ich nur das Metalloversum kenne, war es für mich in dem Zeitrahmen DIE Revolution 3.
Jo, für die spätere Zeit (also für die dritte, vierte, fünfte Welle) gebe ich dir Recht. Aber du sprachst ja von der zweiten Welle, und die erstarrte in wesentlichen Teilen gerade nicht, sondern revolutionierte weiter. 4.
Was alles in etwa so viel mit Stahl zu tun hat wie Johnny Cash und Hansi Hinterseer. Okay, über Extrem Doom können wir diskutieren. Aber diese Nova ist im Wirkungsverhältnis verglichen mit der Zweiten Welle doch eher ein Chinakracher. 5.
Dann ist das ja gut! ![]() alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: Weekly PlaylistExtrem-Doom mag nicht so die Oberflächen/Haupströmungs-Wirkung haben, aber da wo es kracht, da kracht es doch ganz gewaltig. Das sind kreative Schübe, neben denen sind Interstellarraketen müde Fürze. EHNAHREs "The Man Closing Up" zum Bleistift hat eine emotionale Wucht, die ich nirgends sonst gefunden habe. Aber gut, jedem Tierchen sein Plaisirchen.
Music is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
Re: Weekly Playlist
Eike, da will ich dir auf keinen Fall widersprechen. Ich mag Extrem-Doom sehr gerne und will jenem weder die künstlerische Relevanz noch die emotionale Tiefe absprechen. Auch will ich mitnichten sagen, dass die subjektive Wirkung von Extrem-Doom im Einzelfall nicht genauso intensiv oder auch noch intensiver sein kann als die von Zweite-Welle-BM. Das kommt auf die Band und den Hörer an. Auch mir geben manche mächtige Doom-Monolithe viel mehr als gewisse 2nd- oder 3rd-Wave-Alben. Beim Vergleich zwischen Supernova und Chinakracher ging es mir allein um die szenespezifische und gesellschaftliche Wirkung des jeweiligen Phänomens, und da liegen tatsächlich Welten dazwischen. Extrem-Doom liegt im Zweifel für 95% der Metalszene und für 99,999% der Gesamtbevölkerung unterhalb der Wahrnehmbarkeitsschwelle, während die Zweite Welle (natürlich nicht nur durch die Musik) in der Zeit ihrer Genese kaum einem Metaller vorenthalten blieb, und selbst weit über die Metalszene hinaus mediale und gesellschaftliche Aufmerksamkeit erzielte und damit nicht nur musikalische Stilelemente etablierte, sondern auch eine optische, modische, ideologische Ikonographie definierte, die in den 20 Jahren danach tatsächlich Tausenden junger Bands eine maßgebliche Leitschnur gab. Gerade letzteren Aspekt muss man selbstredend nicht gut finden, weil dadurch natürlich auch der Missstand angelegt wurde, dass von 100 jungen Bands aus den Epigonen-Wellen dieses Genres mindestens 95 ziemlich generisch klingen und relativ unkreativ einen (Untergrund-)Trend reiten. Aber gleichwohl ist allein diese Tatsache auch wiederum Beweis für die Schwere des Einschlags und die Intensität des Nachhalls. alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: Weekly Playlisthmm... der Einschlag der "Nu Metal" und Metalcore-Welle war mindestens genauso stark und hat unglaublich viele neue Bands und Ideen produziert, dazu Sachen wie Post xy, Djent etc.folgend
gehört auch alles zum Metalloversum, auch wenn das hier mehr oder weniger ausgeblendet wird ![]()
Re: Weekly PlaylistDarauf wollte ich hinaus.
Für eine kreative Nova braucht es keine Mainstreamwahrnehmung. Und irgendwie finde ich es seltsam, wenn gerade ein Untergrundvertreter wie Rüdiger dieses Kriterium plötzlich für relevant erachtet. Da haben wir aber wohl einfach aneinander vorbei geschrieben, denn ich habe ihm bei "Supernova" gleich unterstellt, dass er sich damit auf kreative Schübe und deren Wirkung auf eine kreative Szene bezieht, und habe voreilig Mode und kulturelle Effekte bei Konsumenten außen vor gelassen. Wenn man das Gesamtbild nimmt, hat "Black Metal" sicherlich weitere Welle geschlagen. Wobei, nimmt mant "Nu Metal" als Vergleichsgröße, dann auch wieder nicht, denn der hat wieder für deutlich mehr Aufmerksamkeit für den Metal insgesamt im Mainstream der Popkultur gesorgt - da blieb Black Metal - im direkten Vergleich - doch eher ein randständiges Phänomen. Wie man es dreht oder wendet, die einzige große Neuerung war wirklich übertrieben formuliert. Music is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
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