Black Metal - Der Drachenhort!

Re: Black Metal - Der Drachenhort!

Beitragvon Hang Mai Le » Dienstag 26. November 2013, 10:19

the seeker hat geschrieben:auf WOODS OF DESOLATION freu ich mich, Febr. 2014 kommt was Neues
https://soundcloud.com/woods-of-desolation trifft das eher die BM-Stimmung?


Hier auch!!! :grins:

Aber sowas von! :grins:
Darkness is ignorance, knowledge is light

http://www.musik-sammler.de/sammlung/hundred_acre_woods
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Hang Mai Le
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Re: Black Metal - Der Drachenhort!

Beitragvon Jesus » Montag 31. März 2014, 10:42

Tüdelü, dann werden wir uns mal in Fafnirs Höhle begeben und ein paar neue schwarzmetallene Schätze aus Bulgariens Nachbarländern zutage fördern.

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AENAON - "Extance"
→ Irgendjemand meinte, ich solle ein paar Zeilen zu diesem Werk schreiben. Könnte Christian gewesen sein. Nun denn, AENAON sind eine recht progressiv angehauchte Black-Metal-Truppe aus Griechenland, die Fans von IHSAHN, SIGH, NE OBLIVISCARIS und den Label- und Landesgenossen HAIL SPIRIT NOIR gefallen könnte. Geboten werden neben schwarzmetallischen Elementen auch jazzige Rhythmen, bluesige Gitarren, schiefe Saxophon-Soli, abwechslungsreicher Gesang und vereinzelt auch schlechte deutschsprachige Lyrik ('Grau Diva', 'Der müde Tod' ;)), die dem Ganzen ein paar für Prog typisch prätentiöse Farbtupfer verleiht.

Anhören: 'Land of No Water' & 'Palindrome'


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BLOODWAY - "Sunstone Voyager and the Clandestine Horizon"
→ Aus Rumänien schwarzwurzeln nicht nur NEGURĂ BUNGET und DORDEDUH, es stolperte mir diese Truppe bei der Suche nach Portokillern von I, Voidhanger Records über den Weg. Neben traditionell schwarzmetallischen Elementen finden sind auch post-blackige, post-hardcorige Momente in BLOODWAYs Sound, die jetzt allerdings nie markant überwiegen wie bei z.B. CELESTE oder CASTEVET. Wenn es mal sludget und crustet ('Skeleton Key'), erinnert mich der Sound noch am ehesten an die Griechen von SUN OF NOTHING, ansonsten wäre BETHLEHEM kein allzu schlechter Vergleich. Alles in allem eine schicke kleine Debüt-EP mit angenehm melancholischer Atmosphäre und würziger Kürze.

Anhören: 'Sunstone Voyager and the Clandestine Horizon' & 'Free Ends'
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Re: Black Metal - Der Drachenhort!

Beitragvon Teichfrosch » Montag 31. März 2014, 14:03

AENAON ist sehr hübsch, wenn man von den brülligen Vocals und dem Bemühen, das ganze "schwarzmetallisch" klingen zu lassen absieht, haben die eigentlich auch ein sehr sauberes, proggiges Klangbild. Den beiden Songbeispielen nach zu urteilen fast eher ein Prog- denn eine Blackmetal Band, also natürlich abgesehen davon, dass es dennoch unverkennbar Blackmetal ist. Kann mir jemand folgen? :grins:

BLOODWAY find ich etwas weniger spannend. Die haben viele nette Ideen, insgesamt ist mir das aber noch zu noisig und unausgegoren. Diese Art über weite Strecken Klangbrei zu produzieren muss eben auch gut gemacht werden und passen, und in meinen Augen gelingt das nicht so recht: wie Versatzstücke, die zusammen kein zusammenhängendes Bild ergeben. Sehr schöne Ideen stehen da neben (in meinen Augen) unpassendem Geschrammel. Andere finden das vielleicht interessant, ich finds eher ermüdend. SUN OF NOTHING find ich da aber doch bei weitem konsequenter, die rumpeln weitaus nachvollziehbarer und musikalisch geschlossener vor sich hin. Die Referenz kann ich allerdings gut nachvollziehen, ja.
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Re: Black Metal - Der Drachenhort!

Beitragvon Jesus » Montag 31. März 2014, 16:18

Ich danke fürs Reinhorchen und die kritischen Worte, Lurchi :)
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Re: Black Metal - Der Drachenhort!

Beitragvon Teichfrosch » Montag 31. März 2014, 16:42

Gerne. Eigentlich ist hier ohnehin noch einiges nachzuholen, Rüdiger hat sich hier ja die Finger wund geschrieben und ich habe es nicht entsprechend gewürdigt :| Fühl' mich schlecht.
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Re: Black Metal - Der Drachenhort!

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 31. März 2014, 16:59

Ich würde mich durchaus auch heute noch über Feedback freuen.
=)
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Re: Black Metal - Der Drachenhort!

Beitragvon frankjaeger » Montag 31. März 2014, 18:48

Aber sicher nicht von jedem :) Hier lese ich nur still mit...
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Re: Black Metal - Der Drachenhort!

Beitragvon Teichfrosch » Montag 31. März 2014, 19:05

Ich bin mir sicher, dass sich hier ALLE auch über Feedback freuen würden von "Genrefremden", im weitesten Sinne. Kannst ja hin und gelegentlich rein hören und schreiben wenn dir was gefällt, oder auch wenn dir etwas gar nicht gefällt ;) Ich persönlich find das immer interessant.
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Re: Black Metal - Der Drachenhort!

Beitragvon Jhonny » Montag 31. März 2014, 22:22

Hier mal nachhorchen... Manes kenne ich vom Namen her schon. Hätte das zuerst irgendwie progressiver erwartet, die Riffs sind so norwegisch... :dafuer: :grins:
Erinnert mich phasenweise an Immortal. Gut, hier instrumentale Zwischenspiele die nicht so typisch sind, das ist eher, was ich bei der Band erwartet hätte!
Gefällt mir aber trotzdem gut.


Dödsängel habe ich auch noch nie wirklich angehört. In der Tat sehr archaisch. Der Gesang ist irgendwie aber nicht so mein Fall.


Jetzt läuft The Committee. Da hätte ich mir mehr erhofft, das plätschert ein wenig vor sich hin. Fast schon stampfig. Da höre ich dann lieber Manowar, die haben das patentiert :grins:


Aenaon sind jetzt kein Raben- sondern ein Schafstipp. Den Gesang hätte ich jetzt gar nicht bei BM einsortiert. Bei den Drums und dem disharmonischen Sound passt das aber wieder. Neben den erwähnten Prog-Einflüssen klingt das für mich teilweise sehr corig. Nicht übel.


Bloodway stammen aus dem gleichen Land wie meine angeheiratete Familienhälfte. Die hören aber alle keinen BM. Also mal was ganz neues (Negura Bunget habe ich tatsächlich noch nie angehört). Gerade der etwas schleppende Sound ist hier interessant. Eine doomige Grundatmosphäre. Hier funktioniert das schlürfend-langsame.
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Re: Black Metal - Der Drachenhort!

Beitragvon Teichfrosch » Dienstag 1. April 2014, 16:57

Mal ein wenig nachholen.

THRONE OF AHAZ:
1995 + Blackmetal muss wohl genau so klingen :grins: Melodischer und eingänger als man es aus dieser Zeit erwarten würde, und im Klangbild auch erstaunlich differenziert für eine Veröffentlichung dieser Zeit. Der Gesamteindruck erscheint fast schon ... modern?! Mag ich gerne, auch wenn es rumpeliger von statten geht als ich mir tagtäglich zu hören gestatte. Ist einfach schnell ermüdend für die Gehörgänge, wenn so viel geblastet wird usw. Dennoch, sehr gelungen.

ABYSMAL "The Pillorian Age"

Das ist zwar von der Idee her sehr stark und für die Zeit auch sicher ungewöhnlich, in meinen Augen aber nicht ausreichend verdichtet. Zudem wirkt sich hier die Produktion einfach sehr negativ aufs Gesamtbild aus, denn während blastbeatslastige Stücke von schlechter Aufnahmequalität eher atmosphärisch gewinnen, stört es hier die Atmosphäre immens, wenn man förmlich hören kann wie jemand in einem Garagenstudio in ein Spielzeugmikrophon hustet (sehr schön zu hören beim Titelsong bei ~2:20). Vermag mich nicht zu begeistern, auch wenn ich die enorm spannenden Ansätze sehr ausdrücklich loben muss: etwas breiter angelegt, im Detail besser ausgearbeitet und mit einer guten Produktion ausgestattet könnte das ein echter Klassiker sein. So aber ist es in meinen Augen nur "nett".

BELIAL "Wisdom Of Darkness"

Mir zu todesmetallisch. Das ist wohl für einen Forschertypus wie dich, der sich richtig gut in dem Genre auskennt, spannend, aber für den braven Durchschnittshörer wie mich nicht so wirklich reizvoll. Hat seine Momente, grade die Akkustikgitarre bei "Hypocrisy..." hat mich doch sehr angenehm überrascht, aber das wars dann auch. Mit Deathmetal habe ich leider fast komplett abgeschlossen, ist einfach nicht meine Baustelle.

DARKWOODS MY BETROTHED

Der Sänger ist stimmlich wirklich ungewöhnlich. Wie ein sehr, sehr wütender, heiserer Zwerg. Ungewöhnlich auch, wie deutlich man hier doch den Bass arbeiten hören kann. Ansonsten empfinde ich das aber als relativ ... genretypisch. Wüsste jetzt nicht direkt, wieso ich die und keine andere Rumpelheimer hören sollte, denn wirklich was anders oder gar besser als alle anderen Schwarzwurzler dieser rasenden Ausrichtung machen die nicht, oder verhör ich mich da irgendwie?

SKAUR

Grade als ich mich nach 5 Minuten hören des Songs "Nordnorsk Svartmetall" zu langweilen begann (ja, langweilen!) kam glücklicherweise ein Tempowechsel und eine ruhigere Passage. GottseizumGlück. Weiß nicht, das ist gut, keine Frage, aber außergewöhnlich gut scheints mir nicht zu sein. So wirklich reizvoll find' ich es jedenfalls nicht, und das nicht einmal, weil die Jungs zu sehr abkupfern oder so... irgendwie hängt es ein wenig zu sehr zwischen den Stühlen: für einen epischen Track ist es zu blastbeatslastig und nicht abwechslungsreich genug, für einen echten Brecher ist es schlicht zu lang. Kann ich mir anhören, aber einen Grund dafür sehe ich jetzt auch nicht wirklich.

MANES

Fand ich noch nie spannend. Sind mir zu unkonkret und mystisch.
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