Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon frankjaeger » Mittwoch 11. August 2010, 04:39

'Fire Walk With Me' finde ich klasse, ansonsten ist die Scheibe meiner Ansicht nach nicht BRAINSTORMs beste. Aber vielleicht kommt ja noch was. Mir gefällt der Vorgänger in Sachen Melodie besser, und ganz oben würde ich 'Metus Mortis' oder den Nachfolger ansiedeln.
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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Peter Kubaschk » Mittwoch 11. August 2010, 06:58

ja, sehe ich exakt wie Frank. Gutes Album, aber sicher nicht ihr bestes. Und live sind sie immer am besten.
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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon firestarter » Mittwoch 11. August 2010, 09:50

Ich bin im modernem Power Metal überhaupt nicht bewandert und habe BRAINSTORM jetzt gerade zum ersten Mal bewusst gehört. Mit Verwunderung fällt mir da beim Hören ein, dass ich irgendwo mal gelesen habe, die Band sei die "amerikanischste" unter den deutschen (oder europäischen) Power Metal Bands. Für meine Ohren klingt das total europäisch (Keyboards, Pathos, heroische Melodien, Rezept-Riffs). Hmm...
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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Frozen » Mittwoch 11. August 2010, 18:41

frankjaeger hat geschrieben:'Fire Walk With Me' finde ich klasse, ansonsten ist die Scheibe meiner Ansicht nach nicht BRAINSTORMs beste. Aber vielleicht kommt ja noch was.


Wir sind ja auch noch ziemlich am Anfang. Ich kann dir aber auch garantieren dass ich euch einige Scheiben vorlegen werde die ihr überhaupt nicht nachvollziehen könnt ;)

oder das eben schon getan habe.

Ich würde über den Daumen sagen dass gut die Hälfte meiner Bands mehrfach vorkommen. Würde sich auch in etwa mit meiner Sammlung decken, 127 Platten von 53 Artisten. Viele davon werdet ihr sicher jetzt schon ahnen, mein Geschmack ist nicht gerade ein Geheimnis. Und auch nicht immer nachvollziehbar, aber ich stehe zu dem was mir gefällt.
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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Frozen » Mittwoch 11. August 2010, 21:01

Ich rede von Kontroversen: Hier wird mir wohl nicht zu viel zustimmung entgegengebracht werden ^^

Platz 94:

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FREEDOM CALL - The Circle of Life
Jahr: 2005
Genre: Melodic Metal

"Happy Metal" in Reinkultur waren Freedom Call schon immer. Und obwohl erst das letzte Album den tatsächlichen Schritt ganz nach oben brachte (meiner Meinung nach), sind die Vorgänger doch ganz besondere Stücke, wenn man die fröhliche Einstellung denn toleriert.

Nun gilt aber "The Circle of Life" als das mitunter schlechteste Album von FC. Den kann ich mich nicht anschliessen. Denn es sind durchaus starke Songs drauf, und zwar nicht wenige, und das Gesamtbild passt einfach - auch wenn es sehr fröhlich wirkt. Überragend sind meiner Meinung nach der starke Stampfer "Hero Nation", der mir Live letztes Mal sehr gefehlt hat und mit einem gewaltigen Chorus aufwartet, der herausragende Titeltrack, der als Powerballade durchgehen kann (Erneut: "Power" bezieht sich hier lediglich auf den Einsatz verzerrter E-Gitarren und hat nichts mit dem Genre zu tun), das epische "The Eternal Flame" mit sehr schönem Gitarrenspiel und das sehr melodische "Starlight", das mit dominanten Keyboard Klängen aufwartet - was ich ja nicht grundsätzlich als Grund zur Ablehnung sehe.

"The Circle of Life" besticht wie jedes FC Album mit starken, eingängigen Melodien und profitiert von der individuellen Klasse ihrer Mitglieder. Chris an den Vocals sticht unter den vielen Kastratensängern mit eigener Charakteristik heraus, was auf der neuen Scheibe oder der "Eternity" noch stärker zu hören ist, und über Gamma Ray Trommler Daniel Zimmermann müssen wir hier ja eh nicht reden. Alles in allem halte ich das Album für Unterbewertet, und zwar stark. Denn vor allem das Gesamtbild beeindruckt, keine wirklich abfallenden Songs und für Fans des melodic Metals eine sehr unterhaltsame Scheibe - Dimensionen besser als der Nachfolger "Dimensions". Darum in meiner Liste.

HERO NATION

THE CIRCLE OF LIFE

THE ETERNAL FLAME

STARLIGHT
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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Frozen » Donnerstag 12. August 2010, 21:39

Platz 93:

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GOTTHARD - Need to Believe
Jahr: 2009
Genre: Hardrock

Ja, schon wieder GOTTHARD. Aus einem sehr simplen Grund: Wie einige von euch schon richtig analysiert haben, ist es auch ein Album aus der neueren, härteren GOTTHARD Generation, die wirklich sehr stark ist. Zum anderen ist "Need to Believe" wohl ganz leicht besser als "Domino Effect", mit starker Betonung auf leicht besser.

Need to Believe hat keine Songs, die mich in der gleichen Art packen wie der Titeltrack des Vorgängers oder "Now", aber es hat eine noch höhere Durchschnittsstärke. Die Elemente sind dabei aber die genau gleichen geblieben, zum Glück muss ich sagen, denn sollen GOTTHARD ruhig so weitermachen. Nicht ganz gleicher Meinung bin ich bei der Singleauskoppelung "Shangri La", bei dem zwar erneut das starke Riffing und die klasse Rockstimme von Steve Lee auffallen, ich bewerte den Song aber mitunter als den schwächsten der Scheibe.

Stark sehe ich eher den eher weichen Track "Unconditional Faith", der aber mit sehr schönen, cleanen Melodien und erneut starkem Gesang überzeugt - und damit auch die älteren Songs dieser Richtung wie "Heaven" klar distanziert. "I Don't Mind" bietet Eingängigkeit pur und erinnert mich an SAXON's Hammer Wheels of Steel, übermittelt dabei gleichzeitig typische Hardrock Attitüde und klassischen, gitarrenorientierte Rockmusik. Was will man mehr? Und mit dem wohl härtesten Track des Albums, "Right from Wrong" kommt dann auch der stärkste Track des Albums. Hier stimmen die individuellen Elemente einfach perfekt zusammen, die fünf liefern einen der geilsten GOTTHARD Songs überhaupt - bei mir nur durch die beiden bereits erwähnten Songs des Vorgängers und von "Anytime, Anywhere" konkurriert - ab.

Wenn es aber darum geht, welche Songs hörenswert sind, dann sage ich: Alle. Need to Believe ist das bisher beste Werk von GOTTHARD und haben mich endgültig davon überzeugt, dass es auch guten und vor allem eigenständigen Hardrock aus der Schweiz gibt (Meine persönliche Abneigung gegen KROKUS ist bekannt, sowohl geschmacklich als auch durch private Erlebnisse mit von Rohr). Erneut: Wer immer noch glaubt, GOTTHARD sei zweitklassiger Rock für Weicheier und Hausfrauen, vergesst alles was ihr je über sie gehört habt, und hört euch diese Scheibe an, ihr werdet positiv überrascht sein.

Unconditional Faith

I Don't Mind

Right from Wrong
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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Peter Kubaschk » Donnerstag 12. August 2010, 21:43

zu FREEDOM CALL kann ich nicht viel sagen. Das ist einfach nicht meine Musik. Ich hatte sogar mal die "Crystal Empire", fand die aber schon nach dem ersten Durchlauf albern. Ich bin dafür auch nicht der Typ. So fröhliche Musik macht mich irre.

"Need To Believe" ist dagegen ein sehr feines Album. Das würde ich mal wieder auflegen, würde ich nicht ständig anderes hören müssen.
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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 12. August 2010, 23:57

Brainstorm gefällt mir. Sind ja für uns aus der Ulmer Ecke quasi so etwas wie Lokalmatadoren. Aber ich muss zugeben, dass die Band für mich immer weniger interessant wurde, je mehr sie sich dem "modernen Power Metal" annäherte. Am meisten mag ich die ersten drei bis vier Alben; danach wurde mir das alles etwas zu glatt und wuchtig. Immer noch gut gemacht und hörenswert, aber nicht ganz mein bevorzugter Stil. Ich mag es etwas schmutziger und unpolierter.

Freedom Call? Nun ja, muss ich nicht unbedingt haben. Mir reichten die paar Liveauftritte und Hörproben, die ich bisher hören durfte aus. Das ist selbst mir zu schunkelig und glatt, obwohl ich den Euro-Melo-Metal ja an sich ganz gerne mag.

Da rocken Gotthard als Kommerz-Hardrocker deutlich mehr. Die finde ich live ziemlich cool. Aber nichts, was ich mir direkt kaufen würde. Die besten Bands aus der Schweiz sind für mich definitiv andere. Ganz andere. Und die finde ich sogar musikhistorisch deutlich wichtiger als die kommerziell zugegebenermaßen sehr erfolgreichen Gotthard.
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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Frozen » Freitag 13. August 2010, 21:47

Platz 92:

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DREAM EVIL - United
Jahr: 2006
Genre: Heavy Metal, Power Metal, True Metal

Anfangs schienen DREAM EVIL um Produzent Fredrik Nordström nur auf den HAMMERFALL Zug aufgesprungen zu sein. Tatsächlich dauerte es bis zum dritten Album, "The Book of Heavy Metal", bis sich ein eigener Stil entwickelte - einer, der den ganzen Heavy Metal Pathos für einmal nicht allzu ernst nimmt, und das ganze mit skandinavischem Heavy/Power Metal Gemisch sehr gut darbietet.

Das Rezept zeigt sich auch auf "United". Die Texte erinnern oft an die klassischen True Metal Richtlinien, das Album geht diese jedoch sehr locker an und zeigt hie und da auch offen die Schwächen dieser Attitüde auf (Wie der Doublebass Kracher "Falling", mit der beste Song).

Sicher ein Ohr wert ist der Titeltrack "United", der einfach nur hervorragenden Heavy Metal bietet. Grosses Kompliment an das Songwriting, selbst mit den True Metallischen Texten ist es nicht leicht, einen Song herzuzaubern, der so schnell ins Ohr geht und dann auch dort bleibt. Die Ballade "Love is Blind" gibt Vokalist Nick "Night" Isfeldt die Chance zum glänzen, denn dessen Stimme ist inzwischen doch deutlich distinktiver und passt sehr gut zu diesem Stil. Nicht ganz so hoch wie seine Genrekollegen, vergleichbar mit Martin Steene von IRON FIRE, einfach eine Stimme die man sofort heraushört und erkennt. Charakter in die Stimme zu kriegen ist etwas, was man nicht lernen kann, denn entweder man hat ihn, oder nicht. Nach dem bereits erwähnten Kracher "Falling" folgt dann mit "Back from the Dead" ein wieder etwas langsamerer Stampfer. Ich erwähnte die aufblitzenden Ähnlichkeiten zu IRON FIRE? Diese Hooklines sind, was mich an diesem Genre so fasziniert und warum ich Bands wie DREAM EVIL sehr mag.

Fazit: Trotz der Abgänge von Gitarrenhexer Gus G. und Drumgenie Snowy Shaw das bisher dato beste Album von DREAM EVIL, sehr unterhaltsam und wie erwähnt mit True Metal der sich selbst nicht allzu ernst nimmt. Davon könnten sich viele Bands eine Scheibe abschneiden, denn es macht DREAM EVIL einfach sympathisch, und das hört man auch in der Musik.

United (Scheiss Qualität...)

Love is Blind

Falling

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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon 123_7 » Samstag 14. August 2010, 09:33

Ich habe mal in 'Live Is Blind' und 'Falling' hineingehört. Ersterer beginnt gut, aber ich finde, irgendwie bewegt sich der Song nicht. Er tretet auf seinen Pfaden herum, bis er irgendwann drin stecken bleibt. Die Grundzutaten fand ich gut, die Ausführung reichlich versalzen.

'Falling' prügelt dann mal ordentlich los und das ist wirklich mehr als solide Hausmannskost. Besonders den Sänger fand ich alles andere als übel. Wie bis jetzt bei jedem deiner Beiträge, halt gar nicht mein musikalisches Beutemuster, aber das ist schon gut.
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