Musikalische Erkenntnis des Tages

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon lenbert » Sonntag 29. Juni 2014, 13:53

salisbury hat geschrieben:Sorgen mach ich mir nur, wenn ich überlege, welche von den neueren Bands aus dem Hard Rock/Metal-Bereich heutzutage das Zeug hat, das größere Publikum zu erreichen. Gut wir haben VOLBEAT, die sicherlich vieles richtig machen. MUSE dazuzuzählen ist zumindest streitbar. Selbst die großen Bands der Neunziger sind eigentlich fast weg. Was ist mit PEARL JAM und SOUNDGARDEN? So richtige Renner sind sie ja nimmer, oder? PANTERA hätte super viele Potential gehabt, Legendenstatus zu erreichen mit Phil und Dimebag, aber, na ja...traurig. ICED EARTH? BLIND GUARDIAN? NEVERMORE?


SYSTEM OF A DOWN haben es als relativ junge Band geschafft, im Metal-Bereich richtig groß zu werden. Wobei die auch von vielen Leuten gemocht werden, die sonst mit Metal nicht wirklich was am Hut haben. Aber das gilt für METALLICA z.B. auch. Die Frage ist natürlich, ob bei SOAD noch einmal etwas Neues kommt.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon salisbury » Sonntag 29. Juni 2014, 14:07

Stimmt! Die waren kreativ, neu, hart und dabei doch enorm melodisch. Die kommen schon wieder. Denen traue ich schon auch zu, ihren Status in kommenden Rockmusik-Geschichtsbüchern und auch beim Publikumszuspruch zu untermauern. Guter Einwurf!
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Jakob » Sonntag 29. Juni 2014, 15:06

Nicht zu vergessen SLIPKNOT.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon salisbury » Sonntag 29. Juni 2014, 15:25

Jakob hat geschrieben:Nicht zu vergessen SLIPKNOT.


Gibt's die überhaupt noch? Und haben die einen Status wie MAIDEN, PRIEST oder MANOWAR? Möglicherweise täusche ich mich gewaltig, aber ich würde sie nicht auf die Stufe mit den ganz Großen stellen wollen. Basiert ihr Erfolg nicht eher auf Masken und großer Show als auf der Langlebigkeit und Leidenschaft ihrer Musik? Ich meine sogar mal gelesen zu haben, dass die Musiker ihre Musik selbst nicht so besonders cool finden, dies aber eben machen, weil es erfolgreich ist und Kohle bringt, für "richtige" Musik machen zu können. War das ein STONE SOUR-Interview? :?

Vielleicht tue ich ihnen aber Unrecht, hab mich nie so mit damit beschäftigt. Extrem-Metal ist eben nicht blau .)

@Jakob: Wenn man Drums ohne Trigger aufnehmen will, muss man dan reinhauen wie ein Stier?
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Drumtier » Sonntag 29. Juni 2014, 15:46

Pearl Jam haben anscheinend erst letztens die Stadthalle in Wien ausverkauft, dürften also doch noch eine große Nummer sein, auch wenn ich das auch nicht gedacht hätte.

Zum Interview von Tom, ich gehöre zwar eher der Technik ist Trumpf-Fraktion an, aber der Tom ist einfach ein netter Kerl. Und ich finde auch nicht, so wie das bei Sally den Eindruck gemacht hat, dass er über die junge Perfektionisten-Generation herzieht, er legt einfach nur die beiden Standpunkte dar und welchen er davon gewählt hat. So weit so gut, aber das nächste fand ich dann schon ein wenig diskussionswürdig, nicht so sehr die Sache mit dem Gitarre zerdreschen weil Metal sondern eher die Gegenüberstellung zu den Technikern die er eher als Studiomusiker für Britney Spears sieht und nicht als "richtige", "wilde" Heavy Metaller. Ich würd ihm nie unterstellen, dass er das tatsächlich böse gemeint hat, aber Metal nur auf das Rebellentum der Anfangstage zur reduzieren greift zu kurz. Klar, das war das Fundament und wir alle erleben vermutlichen im Alltag oft genug, dass in der öffentlichen Wahrnehmung dem Metal immer noch etwas Außenseitlerisches, Eigenbrötlerisches, eben Rebellisches innewohnt, aber nach vierzig Jahren hat sich da doch eine eigene Welt gebildet in der Rebellion nicht mehr die Essenz ist und der Versuch nach technischer Perfektion zu streben genauso Metal ist, wie die rohe, "ursprüngliche" Herangehensweise.

Eine Nebenfrage, die nichts damit zu tun hat: Ein Metal-hörender Freund, der sich zumindest in seinen Bands einigermaßen auskennt aber eher nicht so den großen Überblick über die Szene hat, wollte mir gestern erklären, dass KISS Metal sind. Weil ich mich tatsächlich mit den Anfangstagen selbst auch nicht so gut auskenn und besonders die öffentliche Diskussion damit nicht kenne, reiche ich die Frage an euch weiter. Wo der Startpunkt gesetzt wird, bei Sabbath, Led Zeppelin, Deep Purple, etc ist oft umstritten und jeder siehts ein wenig anders, aber KISS?
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon salisbury » Sonntag 29. Juni 2014, 16:45

Drumtier hat geschrieben: So weit so gut, aber das nächste fand ich dann schon ein wenig diskussionswürdig, nicht so sehr die Sache mit dem Gitarre zerdreschen weil Metal sondern eher die Gegenüberstellung zu den Technikern die er eher als Studiomusiker für Britney Spears sieht und nicht als "richtige", "wilde" Heavy Metaller.


Stimmt! Das hab ich ja völlig verdrängt. Als ob die bei Frau Spears ihre Technik zur Schau stellen könnten. ^.-

Ich möchte wetten, hätte Joey De Maio so Sachen gesagt (und einige Aussagen decken sich inhaltlich ja schon mit denen des KING OF METAL. Volle bolle reinhauen, die Trennung zwischen "Metal sein" auf der einen Seite und den fiedelnden "Wimps", die eher als Spieldiener Frau Spears taugen etc...), es hätte Wellen an Empörung geregnet.

Eine Nebenfrage, die nichts damit zu tun hat: Ein Metal-hörender Freund, der sich zumindest in seinen Bands einigermaßen auskennt aber eher nicht so den großen Überblick über die Szene hat, wollte mir gestern erklären, dass KISS Metal sind. Weil ich mich tatsächlich mit den Anfangstagen selbst auch nicht so gut auskenn und besonders die öffentliche Diskussion damit nicht kenne, reiche ich die Frage an euch weiter. Wo der Startpunkt gesetzt wird, bei Sabbath, Led Zeppelin, Deep Purple, etc ist oft umstritten und jeder siehts ein wenig anders, aber KISS?


Ich habe KISS damals, noch weit bevor ich METALLICA das erste Mal gehört habe, als DIE Heavy-Metal-Band schlechthin kennen gelernt. Mit den bemalten Gesichtern und der Show. Wir hatten das sogar im Musikunterricht. Unser Leher fand das geil, ich fand das damals unglaublich schlecht. Und hatte sogar etwas Angst vor Heavy Metal. Da ich KISS bis heute nicht mag, gebe ich die ANtwort gerne an die Experten weiter ;-)
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon enemy-of-reality » Sonntag 29. Juni 2014, 19:51

Alo ich persönlich würde KISS eher in die Rock/Glamrock/Hardrock-Schublade stecken, aber im Endeffekt läuft das mal wieder auf Frage "was ist Metal?" hinaus und das definiert nunmal jeder anders.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Christian Schwarzer » Sonntag 29. Juni 2014, 20:46

Sehe ich auch so. Für mich würde ich zwar feststellen, dass KISS musikalisch betrachtet schon ziemlich klar eine Hard Rock-Band ist (wenn auch unbestreitbar wichtig für den Metal, aber diverse Proto-BM-Bands sind halt auch kein Black Metal), aber ein Dogma würde ich nciht draus machen wollen.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Havoc » Sonntag 29. Juni 2014, 20:56

salisbury hat geschrieben:Sorgen mach ich mir nur, wenn ich überlege, welche von den neueren Bands aus dem Hard Rock/Metal-Bereich heutzutage das Zeug hat, das größere Publikum zu erreichen.


MASTODON ;-)
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 29. Juni 2014, 21:36

salisbury hat geschrieben:Auch dass sein Schlagzeuger so brachial dreinhaut, dass er nicht getriggert werden muss, ist sehr seltsam. Soweit ich das (nicht) verstanden habe, kommt es bei der Schlagzeugaufnahme doch gar nicht auf die Lautstärke an (?). Zum Triggern brauchst Du doch nur ein Signal, das man dann hinterher verändert. ABer dass man besonders hinlangen muss, wenn man nicht triggern will, wär mir neu. Jakob?

Hier wird von Lanfears Ulle alles erklärt, was du zum Thema "Triggern" wissen musst:
http://board.sacredmetal.de/viewtopic.p ... 15#p463709

Kurzfassung:
Beim Triggern löst das Treffen des Fells immer den gleichen Impuls und damit den gleichen (vorab im Studio aufgenommenen und hinterlegten) Klang in der gleichen Lautstärke aus, ganz egal, ob du das Fell mit viel oder mit wenig Kraft triffst. Damit klingt gerade das im extremen Metal gerne mal irrsinnig schnelle Schlagzeug sehr laut und steril, und immer gleichbleibend laut und fett, obwohl der Drummer oft gerade die Bassdrum mit sehr wenig Kraft anspielt, um sehr lange sehr schnell und tight sein zu können, dabei das Schlagzeug aber nur so leicht antippen, dass man es, wäre es nicht getriggert, in der Live-Situation kaum hören würde.
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