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Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von salisbury » Sonntag 29. Juni 2014, 21:46
Thx alot. Ergo ist es bei TRIPTYKON, die ja eher langsame Beat verwenden, völlig egal, wie sehr der Drummer reinhaut.
Ich hab auch mal gehört (oder gelesen), dass Produzenten und Tontechniker eher die Krise bei Leuten kriegen, die mit voller Wucht reinhauen. Wenn sie dann auch noch Zeug spielen, die zu schwer und zu schnell für sie sind, bleibt nix anderes übrig, als Trigger zu verwenden.
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von Rüdiger Stehle » Sonntag 29. Juni 2014, 21:56
salisbury hat geschrieben:Thx alot. Ergo ist es bei TRIPTYKON, die ja eher langsame Beat verwenden, völlig egal, wie sehr der Drummer reinhaut.
Öhm, nein? Nachdem der nicht triggert, ist es in der Tat nicht egal, wie sehr der hinein haut, sondern sehr entscheidend, da es ja allein von seinem Punch abhängt, ob die Drums fett klingen oder dünn. Ich hab auch mal gehört (oder gelesen), dass Produzenten und Tontechniker eher die Krise bei Leuten kriegen, die mit voller Wucht reinhauen. Wenn sie dann auch noch Zeug spielen, die zu schwer und zu schnell für sie sind, bleibt nix anderes übrig, als Trigger zu verwenden.
Jo, das deutet der Tom ja im Interview auch an, dass die Herausforderung für den Tontechniker viel größer ist, wenn nicht getriggert wird. Der zweite Satz ist der Entscheidende: Vielleicht sollten Leute, denen das, was sie spielen wollen, zu schnell und zu schwer ist, einfach etwas spielen, was sie können, statt zu triggern...  Das heißt nicht, dass Trigger-Drummer schlechter wären. Mein Lieblingsdrummer (Hellhammer) ist Trigger-König. Die Tightness und die Geschwindigkeit musst du ja trotzdem haben, wenn du gut Triggern willst. Nur über den Punch bzw. über Schwankungen im Anschlag hilft's dir hinweg. Aber wenn du schreibst, dass quasi dem "überforderten" Drummer "nichts anderes übrig bliebe", als zu triggern, dann ist das schon etwas schräg.
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von Holger Andrae » Sonntag 29. Juni 2014, 21:57
Hm? Ich lese da nirgends etwas vom Tempo, sondern nur davon, dass man eben die Felle nur leicht streicheln muss, um durchs Triggern einen mächtigen Punch zu erzeugen.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Rüdiger Stehle » Sonntag 29. Juni 2014, 22:04
Jo, genau. Aber je schneller du spielst, umso technisch schwerer und körperlich anstrengender wird es natürlich, dein Spiel mit gleichbleibender Präzision und Intensität aufrecht zu erhalten. Daher erleichtert das Triggern das Spielen in Höchstgeschwindigkeit, weil es eben leichter geht, 200x pro Minute ein Pedal nur anzutippen und trotzdem einen fetten Ballersound zu haben, als es volle Kanne durchzuhämmern, dass der Drumraiser wackelt. Du drückst leichter 200x pro Minute den Knopf an einem Joystick, als du einen Drumstick auf ein Fell haust.
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von Klaus » Sonntag 29. Juni 2014, 22:07
... und somit hat es nichts mehr mit "natürlichem Schlagzeugspiel" zu tun.
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von salisbury » Sonntag 29. Juni 2014, 22:08
Na, in Ulles Erklärung steht doch alles drin. Ein Schlagzeuer wird umso ungleicher in seinem Spiel/ANschlag, je schneller er spielen will, also ist Triggern gerade im extremen Highspeed-Bereich Gang und Gäbe. Ein Rock- oder gar Doom-Drummer hat damit eher keine Probleme. Und wenn Du ohne Triggern einspielen willst, ist nicht die absolute Lautstärke entscheidend, sondern die Gleichmäßigkeit der Lautstärke. Also wie beim Einsingen. Also ist das mit dem möglichst fest reinhauen quatsch. Der zweite Satz ist der Entscheidende: Vielleicht sollten Leute, denen das, was sie spielen wollen, zu schnell und zu schwer ist, einfach etwas spielen, was sie können, statt zu triggern... 
In der Tat. Das ist das Entscheidende.  .
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von salisbury » Sonntag 29. Juni 2014, 22:13
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Aber wenn du schreibst, dass quasi dem "überforderten" Drummer "nichts anderes übrig bliebe", als zu triggern, dann ist das schon etwas schräg.
Leute, bitte auch richtig lesen: salisbury hat geschrieben:Wenn sie dann auch noch Zeug spielen, die zu schwer und zu schnell für sie sind, bleibt nix anderes übrig, als Trigger zu verwenden.
. Ergo hab ich nix anderes gesagt als Herr Warrior, bei dem wohl jedes Wort, das er sagt, in Gold gelegt zu werden scheint. 
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von Rüdiger Stehle » Sonntag 29. Juni 2014, 22:17
salisbury hat geschrieben:Na, in Ulles Erklärung steht doch alles drin. Ein Schlagzeuer wird umso ungleicher in seinem Spiel/ANschlag, je schneller er spielen will, also ist Triggern gerade im extremen Highspeed-Bereich Gang und Gäbe. Ein Rock- oder gar Doom-Drummer hat damit eher keine Probleme. Und wenn Du ohne Triggern einspielen willst, ist nicht die absolute Lautstärke entscheidend, sondern die Gleichmäßigkeit der Lautstärke. Also wie beim Einsingen. Also ist das mit dem möglichst fest reinhauen quatsch.
Gut, ich bin jetzt kein Experte für Akustik, aber ich meine nicht, dass das Quatsch ist, weil nämlich ein Schlagzeug nicht nur absolut lauter klingt, wenn man fest draufhaut, sondern eben auch "anders". Genau wie mit der Stimme, wo sich zwischen Flüstern und Brüllen nicht nur der Pegel ändert, sondern auch die Klangfarbe und der Ausdruck, so wird sich auch beim Schlagzeug mit erhöhtem Punch das Feeling ändern und nicht nur die Lautstärke. Da bin ich mir absolut sicher. Es wird also dem Drummer von Triptykon nicht helfen, sein KIT gleichmäßig laut anzutippen, und das dann im Mix am Volume-Regler hochzuziehen, sondern er muss schon mit der nötigen Intensität draufhauen, um den gewollten Klang zu haben. Außerdem ist "möglichst gleichmäßig laut" ja auch nur die halbe Wahrheit, wenn man eine gewisse Dynamik erzeugen will.
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von Rüdiger Stehle » Sonntag 29. Juni 2014, 22:20
salisbury hat geschrieben:Rüdiger Stehle hat geschrieben:Aber wenn du schreibst, dass quasi dem "überforderten" Drummer "nichts anderes übrig bliebe", als zu triggern, dann ist das schon etwas schräg.
Leute, bitte auch richtig lesen: salisbury hat geschrieben:Wenn sie dann auch noch Zeug spielen, die zu schwer und zu schnell für sie sind, bleibt nix anderes übrig, als Trigger zu verwenden.
. Ergo hab ich nix anderes gesagt als Herr Warrior, bei dem wohl jedes Wort, das er sagt, in Gold gelegt zu werden scheint. 
Ich habe das schon genau so gelesen, wie du das geschrieben hast. Mir war nur so, als hättest du das "entschuldigend" dem überforderten Drummer gegenüber gemeint. Das hat sich mit deinem letzten Beitrag aber geklärt.
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von Eike » Sonntag 29. Juni 2014, 22:36
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Beim Triggern löst das Treffen des Fells immer den gleichen Impuls und damit den gleichen (vorab im Studio aufgenommenen und hinterlegten) Klang in der gleichen Lautstärke aus, ganz egal, ob du das Fell mit viel oder mit wenig Kraft triffst. Damit klingt gerade das im extremen Metal gerne mal irrsinnig schnelle Schlagzeug sehr laut und steril, und immer gleichbleibend laut und fett, obwohl der Drummer oft gerade die Bassdrum mit sehr wenig Kraft anspielt, um sehr lange sehr schnell und tight sein zu können, dabei das Schlagzeug aber nur so leicht antippen, dass man es, wäre es nicht getriggert, in der Live-Situation kaum hören würde.
Klingt nach einer halbherzigen Kompromisslösung für Leute, die eigentlich lieber einen Drumcomputer hätten, aber zu feige sind, das zuzugeben. 
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