Musikalische Erkenntnis des Tages

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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Eike » Donnerstag 3. Juli 2014, 11:55

Blues-Thrash?? :hmmm:

Die Thrash-Grenze empfinde ich als Scheidepunkt, in dem Metal sich endgültig vom Bluesrockerbe abgenabelt hat.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Klaus » Donnerstag 3. Juli 2014, 12:52

salisbury hat geschrieben:Klaus, Rüdiger mag doch nur Metal, Rock toleriert er nur, es sei denn, man schreibt "Retro" davor.


ich habe das auch nicht speziell auf Rüdiger gemünzt, mindestens noch Frank kann mit Zep ja auch nichts anfangen.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Jhonny » Donnerstag 3. Juli 2014, 12:57

Ich finde Led Zeppelin spannend - aber nicht immer überragend.

Für mich sind sie eine wirklich interessante, äußerst abwechslungsreiche Band. Wenn sie episch werden, wird es genial.
Aber: Nicht jeder Song ist ein Killer, auch auf den frühen Alben nicht.
Da ist manches dabei, was mich nicht mitreißen kann.
Aber das ist ok, denn bei Deep Purple, Motörhead oder Judas Priest geht es mir da ähnlich - viele tolle Sachen, aber nicht nur Killer.

Für die Top 100 würde es bei mir allerdings momentan für kein Led Zep Album reichen; IV wäre am nächsten dran.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 3. Juli 2014, 13:58

Klaus hat geschrieben:Bei den Meinungen, die hier teilweise zu Led Zeppelin geäußert werden, muss ich mir doch verwundert die Augen reiben. Dass sich über Geschmack trefflich streiten lässt, ist ja sonnenklar, aber die Einordnung von Zep als "nervig" oder "haben nur ein paar gute Songs" kann ich nicht nachvollziehen. Für mich haben die 4 Mucker der Rockmusik die wichtigsten Impulse überhaupt gegeben und alle folgenden Strom-Gitarren-Genres entscheidend geprägt. Zudem war John ein fantastischer Drummer, John ist ein sehr guter Basser, Robert ein extrem charismatischer Sänger bzw. Frontmann und über Jimmys Qualitäten als Gitarrist muss ich ja wohl kein einziges Wort verlieren. Songs haben sie mehr als genug prägende und überragende geschrieben.

Was mich angeht, habe ich ja geschrieben, dass ich die Wichtigkeit der Band absolut anerkenne, einige Songs toll finde, und auch sehr viel von Jimmy Page halte (siehe mein Lob für "It Might Get Loud!"). Du wirst also von mir sicherlich nie im Leben ein "überbewertet" hören. Was mich an weiten Teilen des Schaffens der Band stört, habe ich ja geschrieben. Manche finden genau das toll, mich nervt es halt, wenn Plant den wilden Lover mimt. Das finde ich zum Davonlaufen. Wenn er Balladen zirpt, finde ich das wunderschön, wenn er stöhnt und keucht, dann möchte ich einfach nur ausschalten.

Besonders krass finde ich zudem, dass Black Sabbath dagegen immer über den grünen Klee gelobt wird, wobei ich die Band als Pioniere sehr schätze, aber ihr kreatives Potential bzw. ihre stilistische Range in der ersten Ozzy-Phase doch arg begrenzt war im Vergleich zu Led Zeppelin. Black Sabbath hat den Doom-Metal ("erfunden" und) geprägt, Led Zeppelin die ganze Rockmusik.

Jo, und wie Sally treffend erkannt hat, ist mir persönlich der Doom-Metal allein schon deutlich wichtiger als die ganze Rockmusik.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Klaus » Donnerstag 3. Juli 2014, 15:57

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Manche finden genau das toll, mich nervt es halt, wenn Plant den wilden Lover mimt. Das finde ich zum Davonlaufen. Wenn er Balladen zirpt, finde ich das wunderschön, wenn er stöhnt und keucht, dann möchte ich einfach nur ausschalten.


Das klingt so, als ob er das in jedem zweiten Song tun würde, dabei ist es im Wesentlichen bei "Whole Lotta Love" so. Ich denke, da schlägt der Halo-Effekt zu und suggeriert einen permanent stöhnenden Robert Plant.


Rüdiger Stehle hat geschrieben:Jo, und wie Sally treffend erkannt hat, ist mir persönlich der Doom-Metal allein schon deutlich wichtiger als die ganze Rockmusik.
;-)


Ok, da liegen wir natürlich meilenweit auseinander, da mir Doom-Metal nur sehr wenig gibt (Ausnahmen bestätigen die Regel) und ich ihn auch nicht als Urform "meines" Heavy Metal ansehe, nur weil er auf der Zeitachse so früh aufgetaucht ist. Auf dem weiten Feld der Rockmusik gibt es dagegen zig Richtungen, Bands und Musiker, die mich sehr geprägt haben und mir unheimlich viel geben.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 3. Juli 2014, 16:47

Klaus hat geschrieben:
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Manche finden genau das toll, mich nervt es halt, wenn Plant den wilden Lover mimt. Das finde ich zum Davonlaufen. Wenn er Balladen zirpt, finde ich das wunderschön, wenn er stöhnt und keucht, dann möchte ich einfach nur ausschalten.


Das klingt so, als ob er das in jedem zweiten Song tun würde, dabei ist es im Wesentlichen bei "Whole Lotta Love" so. Ich denke, da schlägt der Halo-Effekt zu und suggeriert einen permanent stöhnenden Robert Plant.

Kann gut sein. Ich hab ja geschrieben, dass mich dieser Erstkontakt mit "Whole Lotta Love" sehr negativ voreingenommen hat, weil der Song für echt eine absolute Katastrophe ist und weil der eben deuernd im Metal-TV lief. Ich höre heute noch meine beiden LedZep-Scheiben und gebe nochmal Bescheid. ;-)


Klaus hat geschrieben:
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Jo, und wie Sally treffend erkannt hat, ist mir persönlich der Doom-Metal allein schon deutlich wichtiger als die ganze Rockmusik.
;-)

Ok, da liegen wir natürlich meilenweit auseinander, da mir Doom-Metal nur sehr wenig gibt (Ausnahmen bestätigen die Regel) und ich ihn auch nicht als Urform "meines" Heavy Metal ansehe, nur weil er auf der Zeitachse so früh aufgetaucht ist. Auf dem weiten Feld der Rockmusik gibt es dagegen zig Richtungen, Bands und Musiker, die mich sehr geprägt haben und mir unheimlich viel geben.

[/quote]
Das haben wir ja schon das eine oder andere mal festgestellt, dass "unser" jeweiliger Heavy-Metal-Schwerpunkt ein anderer ist. Ich war nie ein großer Fan der Rockmusik und bin das bis heute nicht. Sie ist für mich nur relevant, soweit ich darin die Grundzüge "meines" Heavy Metals erkenne, und der war eben nie der rockig-bluesige, verschwitzte Heavy Metal um die Themen Sex, Drugs & R'n'R, sondern stets der epische, schwere, böse, ikonische Heavy Metal mit Themen um Tod, Teufel, Stahl und Fantasy.

Meinen Heavy Metal finde ich daher auch auf der Proto-Ebene mehr in Black Sabbath, Blue Öyster Cult, Hawkwind und Uriah Heep als bei Led Zeppelin. Das merkst du ja auch wenn wir zum Beispiel die NWoBHM näher betrachten. Meine NWoBHM-Faves sind beispielsweise eher Witchfynde, Blitzkrieg, Venom und Witchfinder General als Savage, Sweet Savage und Diamond Head (die ich auch gerne mag, aber eben lange nicht so gerne wie die Rollenspieler).
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Klaus » Donnerstag 3. Juli 2014, 18:03

Also, bis auf die Pole Witchfinder General, die mr nicht viel geben, und Savage, die mir besonders viel geben, liegen mir die aufgelisteten Bands alle ähnlich nahe. Venom und Blitzkrieg sind z.B. viel mehr meine Mucke, als Sweet Savage.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon salisbury » Donnerstag 3. Juli 2014, 18:20

Eike hat geschrieben:Blues-Thrash?? :hmmm:

Die Thrash-Grenze empfinde ich als Scheidepunkt, in dem Metal sich endgültig vom Bluesrockerbe abgenabelt hat.


Na das ist doch wunderbar! Zeit für die Fusion! :P
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Eike » Donnerstag 3. Juli 2014, 18:21

Das verlorene Schaf kehrt heim?
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Klaus » Donnerstag 3. Juli 2014, 18:27

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