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von Klaus » Mittwoch 20. August 2014, 22:21
Eike hat geschrieben:Theatralisch trifft es: Das ist einstudiertes Pathos, kein tief empfundenes.
This! Und es geht doch überhaupt nicht darum, ob Joey dies oder jenes so oder so gemeint oder gefühlt hat, sondern einzig und allein, wie ich als Hörer das empfinde. Und bei Manowar empfinde ich fast alles, egal ob heute oder vor 30 Jahren, als aufgesetzt, einstudiert theatralisch, oder wenn ich es besonders drastig formulieren will, als affig.
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von salisbury » Mittwoch 20. August 2014, 22:43
Klaus hat geschrieben: Und es geht doch überhaupt nicht darum, ob Joey dies oder jenes so oder so gemeint oder gefühlt hat, sondern einzig und allein, wie ich als Hörer das empfinde. Und egal mit welcher Intention es gemacht wurde (das wird man in 99,9 & der Fälle sowieso nicht aufklären können), würde ich es wissen, würde das wenig daran ändern, wie es gefällt oder nicht nicht gefällt. Nur wird man ja doch hin wieder gefragt, WARUM einem etwas gefällt und oft ist die ANtwort, weil man meint, etwas dabei zu fühlen und dann fragt man sich natürlich, ob die Erschaffer denn ähnlich fühlen/gefühlt haben. Welche Antwort hier befriedigender für den Fan wäre, darf man sich jetzt selber denken. Ich habe bei vieler Musik das Gefühl, als wäre sie extra für mich gemacht und das Gefühl ist sehr cool, wenn's auch ne Illusion ist.
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von Holger Andrae » Mittwoch 20. August 2014, 23:09
salisbury hat geschrieben:Klaus hat geschrieben: Und es geht doch überhaupt nicht darum, ob Joey dies oder jenes so oder so gemeint oder gefühlt hat, sondern einzig und allein, wie ich als Hörer das empfinde. Und egal mit welcher Intention es gemacht wurde (das wird man in 99,9 & der Fälle sowieso nicht aufklären können), würde ich es wissen, würde das wenig daran ändern, wie es gefällt oder nicht nicht gefällt. Nur wird man ja doch hin wieder gefragt, WARUM einem etwas gefällt und oft ist die ANtwort, weil man meint, etwas dabei zu fühlen und dann fragt man sich natürlich, ob die Erschaffer denn ähnlich fühlen/gefühlt haben. Welche Antwort hier befriedigender für den Fan wäre, darf man sich jetzt selber denken. Ich habe bei vieler Musik das Gefühl, als wäre sie extra für mich gemacht und das Gefühl ist sehr cool, wenn's auch ne Illusion ist.
Die Intention des Musikers lässt sich wirklich nur in den seltensten Fällen genau ermitteln, außer man kennt sie persönlich oder man liest viel über sie. Selbst dann kann man nicht in sie hinein sehen und erzählen können sie auch viel. bei Mayfair war mir das auch schon vor dem persönlichen Kontakt klar. Es gibt für mich aber schon auch noch einen Unterschied, ob mir etwas gefällt oder ob es mich emotional packt. Dabei ist ja manchmal auch so, dass man eine sehr emotionale Beziehung zu einem Song aufbaut, weil man selbst einen besonderen Bezug zu dem Song hat. sei es, weil man ihn zu einem besonderen Anlass gehört hat oder weil einem der Text (den man manchmal gar nicht richtig versteht und sich selsbt seinen Teil dazu dichtet) etwas gibt. Ob das übereinstimmt mit der intuation des Musikers, ist da zweitrangig.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Pillamyd » Mittwoch 20. August 2014, 23:13
salisbury hat geschrieben:Ich habe bei vieler Musik das Gefühl, als wäre sie extra für mich gemacht und das Gefühl ist sehr cool, wenn's auch ne Illusion ist.
Genau das Gefühl habe ich auch öfters 
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von salisbury » Donnerstag 21. August 2014, 00:54
Rüdiger Stehle hat geschrieben:salisbury hat geschrieben:Also, wenn ich schreibe, MANILLA ROAD wäre unepisch, muss es bei Dir nicht zucken, kein Grund, Rabe. Ich finde es einfach...unepisch  (und trotzdem gut!) . Verstehste vielleicht besser, wenn Du hörst, welche Songs ich "episch" finde.
Thommy, ich verstehe das jetzt schon. Aber es stimmt halt nicht... Wenn man - wie ich - das Attribut "episch" eben grundsätzlich nur im Zusammenhang mit Epic Metal benutzt, der nun mal von alten Manowar, Manilla Road und Cirith Ungol definiert wurde. Für mich ist der Begriff der Epik untrennbar mit diesem Epic Metal verbunden. Etwas anderes kann ich darunter gar nicht vestehen. Bei dir habe ich öfters den Eindruck, dass du Epik mit Bombast "verwechselst". Um das in einen anderen Bereich zu übersetzen: Für mich ist es episch, wenn ein alter Mann mit brechender Stimme die Ilias oder das Nibelungenlied rezitiert, als wäre er selbst dabei gewesen und erzählte er seinen Enkeln davon. Nicht, wenn die Wagner-Chöre zu Bayreuth den Ring des Nibelungen schmettern. So gesehen sind für mich Mark Shelton und Tim Baker sicherlich mehr "Epik" als Fabio Leone, und auch mehr "Epik" als Dio und Eric Adams. Dass ich Leone, Dio und Adams sehr schätze, muss ich im Zweifel nicht betonen, oder? Aber Mark Shelton und Tim Baker, sowie ihre jeweiligen Bands, sind für mich letztlich exakt das, was Epik ausmacht.
Ich wechsel mal wieder hierher. Okay, ein großer Unterschied zwischen uns ist ganz sicher diese Metalgeschichte. Für mich gibt es zwar zwischen "epischer Musik" und "Heavy Metal" eine Schnittmenge, aber die ist eher klein. Musikalische Epik finde ich eher im Prog/Artrock. Metal ist mir für Epik oft zu schroff. Metal hör ich aus anderen Gründen. Im Wikipedia steht zu "Epik" was von "Größe, Würde und des Heroismus". Genau daran denke ich. Das finde ich im Metal eben eher selten und wenn dann eben bei Bands wie RHAPSODY, MANOWAR oder den genannten DREAM EVIL. Das nenne ich dann "Heavy-Metal-Epik". Allerdings mag ich auch sehr die Eike'sche Epikdefinition zu Anfang des Threads, weil sie mir irgendwie noch offener erschien. Somit darf "Epik" auch irgendeine Geschichte sein, die mich, ob aufgrund des Textes oder der musikalischen Erzählung, berührt. Damit grenze ich auch einen von Holg oben erwähnten Punkt ab: Musik kann gefallen und Musik kann berühren. Und wenn man die Eike'sche Definition nimmt, fällt unter "Epik" die Art Musik, die auf Basis ihrer Erzählung berührt. Das kann was Schönes, was Romatisches, aber durchaus auch etwas äusserst Unangenehmes sein. Von meinen sieben Songs sind fünf blaue Interpretation "Eike'scher Epik" und zwei blaue Interpretationen der "Heavy-Metal-Epik" ausgewählt worden. Mal sehen, ob Du sie erkennen wirst  .
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von Klaus » Donnerstag 21. August 2014, 10:55
Ich freue mich jedenfalls schon episch auf die zweite Gruppe, die morgen an den Start geht. Krasse Melange!
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von Christian Schwarzer » Donnerstag 21. August 2014, 11:26
Klaus hat geschrieben:This! Und es geht doch überhaupt nicht darum, ob Joey dies oder jenes so oder so gemeint oder gefühlt hat, sondern einzig und allein, wie ich als Hörer das empfinde. Und bei Manowar empfinde ich fast alles, egal ob heute oder vor 30 Jahren, als aufgesetzt, einstudiert theatralisch, oder wenn ich es besonders drastig formulieren will, als affig.
Dann ist die Wortwahl aber - gelinde gesagt - missverständlich. Besser schon mit "empfinde ich" davor, nichtsdestotrotz geht so eine Aussage inhaltlich eigentlich sofort auf das, was xy gemeint oder gefühlt hat. Man kann ja auch einfach sagen, dass sich einem die Emotionalität - sollte es die geben - des Songs/ der Band nichts gibt oder man sie nicht nachfühlen kann. Prinzipiell stimme ich ja deinem ersten Satz zu, das danach entspricht dem aber nicht mehr.  Sally hat geschrieben:Im Wikipedia steht zu "Epik" was von "Größe, Würde und des Heroismus".
Was der Epic Metal mit Cirith Ungol, Manowar, Manilla Road etc. auch sehr treffend auszudrücken weiß oder zumindest sucht.  Klaus hat geschrieben:Ich freue mich jedenfalls schon episch auf die zweite Gruppe, die morgen an den Start geht. Krasse Melange! 
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von Klaus » Donnerstag 21. August 2014, 12:59
Christian Schwarzer hat geschrieben:Klaus hat geschrieben:This! Und es geht doch überhaupt nicht darum, ob Joey dies oder jenes so oder so gemeint oder gefühlt hat, sondern einzig und allein, wie ich als Hörer das empfinde. Und bei Manowar empfinde ich fast alles, egal ob heute oder vor 30 Jahren, als aufgesetzt, einstudiert theatralisch, oder wenn ich es besonders drastig formulieren will, als affig.
Dann ist die Wortwahl aber - gelinde gesagt - missverständlich. Besser schon mit "empfinde ich" davor, nichtsdestotrotz geht so eine Aussage inhaltlich eigentlich sofort auf das, was xy gemeint oder gefühlt hat. Man kann ja auch einfach sagen, dass sich einem die Emotionalität - sollte es die geben - des Songs/ der Band nichts gibt oder man sie nicht nachfühlen kann. Prinzipiell stimme ich ja deinem ersten Satz zu, das danach entspricht dem aber nicht mehr. 
Sorry, du sprichst hier leider in Rätseln für mich. Welche Wortwahl meinst du? Wo habe ich etwas ohne "empfinde ich" geschrieben? Was meinst du mit "geht inhaltlich auf das, was xy gesagt hat"?
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Klaus
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von Christian Schwarzer » Donnerstag 21. August 2014, 13:42
Klaus hat geschrieben:Sorry, du sprichst hier leider in Rätseln für mich. Welche Wortwahl meinst du? Wo habe ich etwas ohne "empfinde ich" geschrieben? Was meinst du mit "geht inhaltlich auf das, was xy gesagt hat"?
Ich meinte nicht, dass du ohne "empfinde ich" geschrieben hsst, darauf habe ich mich ja bezogen, so war das zumindest gedacht. Am drastischsten hat das zwar Eike formuliert, aber ich wollte mich vor allem auf deine Aussage "es geht doch überhaupt nicht darum, ob Joey dies oder jenes so oder so gemeint oder gefühlt hat, sondern einzig und allein, wie ich als Hörer das empfinde." beziehen, weswegen ich dich zitiert habe. Wie gesagt, dem Satz stimme ich zu, dem Anhang dann nicht mehr. Weil er sich grundsätzlich auf das bezieht, was der Künstler fühlt, nicht, was du fühlst, selbst wenn man das einschränkt mit "empfinde ich". Ob etwas "aufgesetzt" ist hängt immer von der Einstellung des Künstlers ab. Ob du das wiederum "affig" findest ist indeed deine Meinung.  Ich weiß ja was du meinst, fand nur die Wortwahl ungeschickt.
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Christian Schwarzer
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von Klaus » Donnerstag 21. August 2014, 14:00
Nochmal Schritt für Schritt:
- Ich habe in meiner Beschreibung dazu, wie ich die 10 Songs wahrgenommen habe geschrieben, dass ich Manowar als "aufgesetzt" empfinde. - Eike hat das Ganze als "einstudierten Pathos" beschrieben, was ich als treffendere Beschreibung für "aufgesetzt" angesehen habe, daher meine Zustimmung. - Um es dann noch zu überspitzen, habe ich den Begriff "affig" hinzu genommen, da er sehr drastisch ist.
> Bei all diesen Attributen ging es aber ausschließlich um meine Wahrnehmung, weshalb ich geschrieben habe, dass es für meine Wahrnehmung, mein Empfinden, mein Gefühl vollkommen unerheblich ist, welche Intention beim Künstler (vermeintlich) dahinter steckt. Ich schreibe ja bewusst, dass ich es als aufgesetzt, usw. empfinde und nicht, dass es aufgesetzt, usw. ist.
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