Musikalische Erkenntnis des Tages

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Eike » Donnerstag 2. Oktober 2014, 17:24

Das von Rüdiger angesprochene Blending hält so manche Merkwürdigkeit parat: http://www.youtube.com/watch?v=4QbAXXXOJF8
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 2. Oktober 2014, 17:31

Natürlich brennt das Feuer noch. Drum schreibe ich ja, dass ich immer noch ein Metal-Narr bin. An sich irgendwie mehr als je zuvor, auch wenn sich die Wahrnehmung und die Art des Umgangs mit der Musik verschiebt.

Mir gings eigentlich nur darum aufzuzeigen, dass das für mich halt auf einer anderen Ebene läuft, als bei jemandem, der Musik einfach "nur" der Musik wegen hört. Wenn Tom schreibt, was Turilli oder Jarzombek alles auf der Gitarre kann, dann ist es nicht DAS, was mich fasziniert. Ich kann z.B. Rhapsody oder Watchtower toll finden, weil mich das Gesamtpaket packt, aber auf welchem handwerklichen Wege eine Band dort hin kommt, das ist mir eigentlich völlig egal. Klar, ich kann das würdigen, ob ein Musiker ein toller Handwerker ist, aber darauf höre ich nicht. Ich bewundere keine Triolen, keine punktgenau getroffenen dreigestrichenen Cs, keine 73/98-Takte und kein 470 bpm Schlagzeug. Das sind alles Dinge, die ich allenfalls merke, wenn ich speziell darauf höre. Für mich ist Abaddon mindestens der selbe Drum-Hero wie Hellhammer oder Hoglan, auch wenn er nie einen Takt halten konnte. Mein Lieblingssolo kommt von Mantas und hat 7 verschiedene Noten, und ich brauche keinen Loomis, wenn ich einen Karl Logan haben kann.

Musikliebhaberei ist als Begriff für mich viel zu sachlich und nüchtern, und zu verkürzt, weil es mir eben nicht nur um Musik geht, sondern um Ikonographie, um Legenden, um künstlerische Gesamtpakete, um Freaks, Irre und Wahnsinnige, um Attitüde und um Extreme. Ich will kein abgeklärter Musikliebhaber sein, ich will ein Narr sein. Und das immer öfters einsickernde Abgeklärte beim Hören neuer Scheiben macht mir Angst, dass die Magie irgendwann verloren geht. Es ist noch weit weg, aber trotzdem...
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Loomis » Donnerstag 2. Oktober 2014, 17:33

Rüdiger Stehle hat geschrieben:ich brauche keinen Loomis

:boes:







;-)
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 2. Oktober 2014, 17:34

Den WAHREN Loomis natürlich schon...
:grins:
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Eike » Donnerstag 2. Oktober 2014, 17:48

Da juckt was im Hinterkopf. Gab es nicht mal den "wahren Heino"?
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Havoc » Donnerstag 2. Oktober 2014, 20:30

Zu dieser ganzen Diskussion fallen mir spontan zwei Dinge ein.
1.) Ich glaube fast alles stumpft irgendwann ab....deshalb wurde das Leben ja auch endlich angelegt. ;-)
2.) Gut, dass ich den Prog (mit weiteren Ausschweifungen) für mich entdeckt habe....ansonsten wäre ich was Musik betrifft bestimmt schon deutlich abgestumpfter.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Jesus » Donnerstag 2. Oktober 2014, 20:35

Hach, die Arroganz und Selbstverliebtheit der Progger... :grins:
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Holger Andrae » Donnerstag 2. Oktober 2014, 20:50

Die Hauptaussage ist doch nicht, dass alles abstumpft (das ist ja nur natürlich), sondern, dass die emotionale Bindung plötzlich aus anderen Stilbereichen kommt.

Die Liebe für progressive Musik sei dir unbenommen, auch wenn vieles davon gar nicht progressiv ist.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Havoc » Donnerstag 2. Oktober 2014, 21:04

Holger Andrae hat geschrieben:Die Liebe für progressive Musik sei dir unbenommen, auch wenn vieles davon gar nicht progressiv ist.


Ja. Da hast du Recht. Einige der allerbesten Progressive Metal Bands sind definitiv die Nicht-Progressiven. :subber:
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Freitag 3. Oktober 2014, 00:10

Dieser ganze Diskussion wegen, habe ich heute die 5-CD-Box von Molly Hatchet gekauft, welche die ersten fünf Scheiben der Konföderierten-Rocker enthält. Die Alben hatte ich bisher nur auf Vinyl und daher seit Äonen nimmer gehört. Heute auf der Fahrt heim vom Auswärtswettkampf lief die "Beatin' The Odds", und wenn dann so eine Scheibe röhrt, dann weiß ich einfach wieder, was Sache ist. Ein Song wie "Dead And Gone" ist einfach nur traumhaft. Mich wundert immer wieder, warum das Standing dieser Band in der europäischen Hard'n'Heavy-Szene nicht noch viel höher ist. Was die Ende der 70er und Anfang der 80er vom Stapel ließen, ist für jene Zeit einfach irre heavy, und es hat dennoch diese Honkytonk- und Boogie-Einflüsse. Und dann noch so ein Text wie bei dem Song... Gänsehaut pur!

Finde leider keinen funktionierenden YouTube-Link für Deutsche. Ausländer klicken hier:
http://www.youtube.com/watch?v=IsNblIyg0dc
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