Iron Maiden

Re: Iron Maiden

Beitragvon Chavo89 » Mittwoch 18. August 2010, 15:13

Man kann doch auch nicht erwarten, dass Iron Maiden jetzt im Jahre 2010 noch etwas völlig Neues erschaffen. Das erwarte ich von keiner Band mehr und damit ist das Kriterium für mich nichtig. So ziemlich alle großen Bands werden nichts Neues mehr erfinden, aber deshalb will ich doch, dass diese Bands trotzdem noch Alben aufnehmen...
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Re: Iron Maiden

Beitragvon Feamorn » Mittwoch 18. August 2010, 15:22

Jo, ist ja auch okay. Für mich und Thomas hat es aber offensichtlich keine Priorität mehr, eben, weil nichts "Neues" mehr kommt. Wie gesagt, ich freue mich, wenn ein neues Maiden-Album kommt, aber es schmerzt eben nicht, wenn das dauert oder auch nicht mehr passiert, weil ich eben genau weiß, was kommt. Das ist eben dieses "brauchen", im Grunde hoffe ich (mittlerweile) mit jeder neuen CD irgendwie meinen Horizont zu erweitern (und seien es nur ein paar Millimeter) und bin immer ein wenig enttäuscht, wenn das nicht passiert, was aber eben nicht heißt, dass eine Platte, die das nicht kann, keinen Spaß macht. Natürlich ist es schön, dass TFF nicht das letzte Album war, aber wenn es so wäre, wäre es eben nicht tragisch (für mich).

Ich würde mich z.B. über eine neue SOAD-Platte (oder auch Dickinson-Solo mit Smith) viel mehr freuen als über die Ankündigung eines sechzehnten Maiden-Studioalbums, eben weil SOAD (oder Dickinson) vermutlich "spannender" wären. Hören würde ich trotzdem beide, und vermutlich mit Spaß. ;)
Zudem besteht ja die, theoretische, Chance, dass Maiden doch nochmal einen großen Wurf schaffen. Zudem variieren Maiden genug, obwohl nichts Neues kommt, dass es noch nicht in eine reine Selbstkopie ausartet, dann würde ich vielleicht wirklich denken "macht besser Schluss".
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Re: Iron Maiden

Beitragvon Eike » Mittwoch 18. August 2010, 15:44

im Grunde hoffe ich (mittlerweile) mit jeder neuen CD irgendwie meinen Horizont zu erweitern (und seien es nur ein paar Millimeter)
Geht mir ähnlich, denn für das heimelige Kenne-und-liebe-ich-denn-hier-fühle-ich-mich-rundum-Zuhause-Gefühl habe ich mittlerweile genug andere Alben, auf die ich zurückgreifen kann. Okay, manchmal verliebe ich mich in ein neues Album, das solches auf bloß leicht andere Weise ebenfalls leistet, aber das wird seltener. Im Metal passiert es kaum noch. Ich kann mich an das letzte Mal nicht mal mehr erinnern.
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Re: Iron Maiden

Beitragvon Feamorn » Mittwoch 18. August 2010, 15:49

Bei mir jedes neue "Bolt Thrower"-Album. Da ist NICHTS neu, und trotzdem... ;)

@Maiden:

Starblind fängt plötzlich an zu wachsen... hmm... Erinnert mich daran, dass ich die 7th Son dringend nochmal auflegen muss. :)
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Re: Iron Maiden

Beitragvon Pillamyd » Mittwoch 18. August 2010, 16:31

So, nachdem Türkei Urlaub bin ich am Montag direkt das Album holen gegangen. Bis jetzt habe ich es leider nur ganze 3 Mal hören können. Aber was ich bis jetzt so gehört habe, macht Lust auf mehr. Deswegen freu ich mich auf die nächsten Durchläufe. Dann genaueres...nachdem Kroatien Urlaub vielleicht :grins:
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Re: Iron Maiden

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 18. August 2010, 20:18

Ich schließe mich bei der Einschätzung der neuen Maiden einfach mal Féamorn an. Ich hätte sie theoretisch nicht gebraucht, weil sie mir nichts zu bieten hat, was ich von Maiden nicht schon gleich gut oder besser gehört hätte. Das heißt aber nicht, dass ich sie mir nicht kaufe und nicht doch auch meinen Spaß dran habe. Aber brauchen in dem Sinne, dass mir ohne die Scheibe etwas fehlen würde, oder dass sie meinen Horizont erweitert oder pure Begeisterung auslöst, das schafft sie nicht. Ging mir im Prinzip mit Running Wild - eine meiner absoluten Lieblingsbands - genau so. Ich habe mir die letzten drei Alben alle gekauft und sie auch nett bis gut gefunden, aber es war ein Sättigungsgrad erreicht, der dazu geführt hat, dass ich die neuen Alben auch nicht mehr wirklich gebraucht hätte. Sie waren halt solide, nett, unterhaltsam, cool, aber es kam kein: "Wow, das ist der Hammer!" mehr. Von daher hat es mich auch nicht so extrem hart getroffen, als Rolf dann gesagt hat, dass er mit Running Wild aufhört. Einfach, weil ich mir gedacht habe: Jau, wenn "Victory Part IV" denn nun nicht mehr kommt, dann geht die Welt auch nicht unter. Über eine Reunion würde ich mich sicher trotzdem freuen, aber es ist so eben auch okay. Und genau gleich empfinde ich eben inzwischen auch bei Iron Maiden und, ja, sogar bei Manowar. Es ist eine "nice to have"-Einstellung, welche die "muss ich haben"-Einstellung ablöst.

Bei der Accept ist das aus dem von Kubi genannten Grund anders. Die Band war tot. Die letzten Alben und Gigs vor dem Dahinscheiden waren eher durchwachsen. Der letzte Versuch ohne Udo war eine Bruchlandung. Man konnte und durfte nicht viel erwarten. Die Tatsache, dass die Band diese minimalen Erwartungen immens übertrifft führt eben momentan zu einer ziemlich breiten Begeisterung in der traditionellen Szene. Einen Hype würde ich das nicht nennen. Es ist eine ehrliche Begeisterung wegen des Überraschungseffekts. Das hätte man der Band nicht mehr zugetraut. Maiden hat man ein Album wie TFF locker zugetraut, manche hätten mehr erwartet, total positiv überrascht sind die wenigsten. Das ist eben ein anderer Effekt wegen anderer Erwartungshaltung.

Zum Thema "Wichtigkeit" bei Priest vs. Maiden: Ich halte Judas Priest für deutlich stilprägender und einflussreicher in Sachen vielfältiger Einfluss auf verschiedene Stilrichtungen; rein zahlenmäßig werden aber mehr Bands von Maiden beeinflusst sein, weil sie eben noch bekannter sind. Welche Band ich besser finde? Keine Ahnung. Beide sind toll. Aber Priest fand ich immer spannender, weil sie sich öfters gewandelt und die Leute überrascht haben als Maiden.
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Re: Iron Maiden

Beitragvon Havoc » Mittwoch 18. August 2010, 21:31

Das mit dem "brauchen" oder nicht ist sicher sehr schwierig zu beantworten. Ich finde es jedenfalls gut, dass Bands wie Maiden, Priest und Manowar immer noch aktiv sind. Auch wenn sie nicht mehr an die alten Sachen herankommen. So hat man immer was Neues zu entdecken und kann diskutieren. Ich finde es immer blöde wenn man davon redet, dass eine Band besser aufhören sollte bevor sie ihren Ruf beschädigt. Die alten unsterblichen Alben dieser Bands werden uns immer erhalten bleiben...egal was die Bands heute noch abliefern. Und manchen Leuten gefallen ja auch die neureren Alben sehr obwohl andere sie verteufeln...wie ich z.B. "Nostradamus" von Priest.
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Re: Iron Maiden

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 18. August 2010, 21:38

Keine Frage. Ich würde nie sagen, dass es besser wäre, wenn eine Band die Segel streicht. Trotz meines Ärgers über die Manowar-Entwicklung wünsche ich mir nicht, dass die Band aufhört. So lange es den Musikern Spaß macht, sollen sie weiter machen. Es gibt immer die Chance, dass es jemandem (vielleicht auch mir) gefällt. Aufhören kann man immer noch, wenn man tot ist.

Mir ging es mehr darum, ob ich bei den jeweiligen Bands noch heiß auf ein neues Album bin oder ob ich es nur so als "nette Unterhaltung" mitnehme. Und da war ich bei Running Wild, Iron Maiden und inzwischen auch Manowar lange nicht mehr so vorfreudig wie früher.
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Re: Iron Maiden

Beitragvon Havoc » Mittwoch 18. August 2010, 21:42

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Mir ging es mehr darum, ob ich bei den jeweiligen Bands noch heiß auf ein neues Album bin oder ob ich es nur so als "nette Unterhaltung" mitnehme. Und da war ich bei Running Wild, Iron Maiden und inzwischen auch Manowar lange nicht mehr so vorfreudig wie früher.


Stimmt. Meine Vorfreude auf eine neue Manowar hält sich auch schwer in Grenzen. Dennoch werde ich sie kaufen und halbwegs drauf gespannt sein was dabei rumkommt. Von daher...bitte nicht auflösen. :)
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Re: Iron Maiden

Beitragvon Jhonny » Mittwoch 18. August 2010, 22:47

nach dem ersten Höreindruck eine starke, aber nicht überragende Scheibe.
Falls ich am Schluss 8,5 Punkte gebe wie hier im Review wäre das ok ... von den Reunion-Scheiben sehe ich sie nach dem ersten Durchgang vor Dance Of Death, aber klar hinter dem starken AMOLAD und dem Klassiker Brave New World.
Mehr dazu in den kommenden Tagen...
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