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Musikalische Erkenntnis des TagesRe: Musikalische Erkenntnis des TagesIch denke die Lebendigkeit des Metals hat mit Wacken mal gerade gar nix zu tun.
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Re: Musikalische Erkenntnis des TagesDer Metal ist doch im Underground aktiver als noch vor Jahren. Man muss sich nur mal von dem Konserven-Metal befreien, der uns tagtäglich vorgesetzt wird. Vielleicht wird die Kluft zwischen Metal-Touristen und Langzeit-Hörern auch immer größer.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Re: Musikalische Erkenntnis des TagesDer Metal ist doch im Underground aktiver als noch vor Jahren. Man muss sich nur mal von dem Konserven-Metal befreien, der uns tagtäglich vorgesetzt wird. Vielleicht wird die Kluft zwischen Metal-Touristen und Langzeit-Hörern auch immer größer.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Re: Musikalische Erkenntnis des TagesKann man vielleicht schon so sehen. Im Endeffekt meine ich, dass der Metal sowohl von der Öffentlichkeitswirkung her als auch im Bezug auf den Untergrund sehr präsent ist. Die mediale Aufmerksamkeit ist mit Ausnahme von Radio und Fernsehen so groß wie selten zuvor, und die Anzahl an Kunstschaffenden, Fans und schreibenden Fans ist ebenso gigantisch. Was aber auch mir auffällt, ist, dass sich tatsächlich die von dir genannte Kluft zwischen dem "Inner Circle" und dem "veröffentlichten Bild des Mainstream-Metals" auftut und die Abgrenzungstendenzen von einander deutlich stärker werden.
alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: Musikalische Erkenntnis des TagesWobei mich die Ausgrenzung von Funk und Fernsehen schon fast ein bisschen ärgert. Wenn man sich ansieht, wie viele Spartenprogramme im digitalen Zeitalter geboten werden, finde ich es fast schon diskriminierend, dass es so wenig Metal Sendungen gibt. Klar, Wacken ist mal wieder die Ausnahme.
Ich denke, die Szene spaltet sich intern immer weiter ab. Durch die Überflutung von Schlager Metal und die dazu gehörige verzerrte Darstellung der Szene unter Verwendung falscher Definitionen, fangen viele "alte Hasen" an, plötzlich neue Extreme zu suchen und plötzlich gehen Bands wie Bölzer, Urfaust oder Ruins Of Beischlaf ab wie Schmitts Katze. Das Hell Over Hammaburg Festival spricht da eine deutliche Sprache. Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Re: Musikalische Erkenntnis des TagesNur ein kleiner Gedanke am Rande, der nicht so viel mit dem eigentlichen Thema zu tun hat:
Ich hab nicht das Gefühl mich von irgendetwas befreien zu müssen. Und als eher neutraler Beobachter der Dinge freue ich mich über die enorme Vielfalt und Wahlfreiheit an verschiedenartigester Musik. Teil eines "inneren Zirkels" zu sein finde ich in diesem Zusammenhang eine sehr beengende Vorstellung ![]() Realer Name: Thomas Becker
Re: Musikalische Erkenntnis des TagesFür mich ist es ja nicht so, dass ich mich bewusst in einen "Inner Circle" (eine Bezeichnung, die ich gar nicht mag) zurück ziehe. Das passiert ganz automatisch, wenn man sich den Stangen-Metal anhört, der serviert wird, wenn man Lust auf Musik von Musikern hat, die mit Herzblut unterwegs sind und wenn man Lust auf Vielfalt hat. Da grenzt man doch maximal diesen Plastik-Casting-Metal aus. Sonst nichts.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Re: Musikalische Erkenntnis des Tages
Wenn du jetzt noch "Metal" mit "Mucke" ersetzt, dann verstehen wir uns... ![]()
Re: Musikalische Erkenntnis des Tages
Ja, natürlich. Das funktioniert mit jeder Stilistik. Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Re: Musikalische Erkenntnis des TagesIch tu mich wirklich extrem schwer, Euer gegenseitiges Verständnis zu verstehen @Holg und Haris. Vielleicht ist es auch eine Frage der Perspektive. Übertragen gesehen, sehe ich Euren Standpunkt so, als würdet ihr in einem Lokal sitzen, in dem es ständig Essen gibt, das nicht schmeckt und vor lauter Essen, das nicht schmeckt, esst ihr nicht mehr das Essen, dass euch eigentlich schmeckt. So klingt das für mich, wenn Holg von den vielen schrecklichen Dingen redet, die er "vorgesetzt" bekommt. Das ist natürlich schlecht für die Seele, weil man sich ja ständig über schlechtes Essen aufregt.
Doch Was ist so schlimm an Mainstream? Den gab es schon immer, wird es immer geben und er hält die Industrie am Leben. Gecastete Bands gab es schon immer und Trendreiter auch. Warum deswegen seine gesunde Darmflora riskieren? Oder sich bewusst oder unbewusst von irgendwas ab- oder eingrenzen? Die Sache mit dem "Herzblut" finde ich auch extrem schwierig. Ein gecasteter Musiker kann eine genauso großer Liebe zu seiner Musik haben wie ein auf anderem Wege zur Bekanntheit gelangter Musiker. Aus irgendeinem Grund hat er sich ja casten lassen. Selbiges gilt für die graue Eminenz, über die wir uns gerade intern den Mund zerfusselen. Ich würde auch nie auf die Idee kommen, jemandem, der sich schon so lange professionell mit Musik beschäftigt, seinne Passion als Musiker in Frage zu stellen, ob die Musik mir nun gefällt oder nicht. Im Übrigen hat es in meinem Leben noch NIE den Fall gegeben, dass die Existenz "schlechter" Musik meine Hingabe zu "guter" Musik (alles subjektiv) in irgendeinster Weise beeinträchtigt hat. Folglich stellt "schlechte" Musik für mich auch kein Problem dar. Ausser ich muss sie hören (Soundcheck...). Aber so lange es Menschen gibt, die sie mögen, gibt es sie zu Recht. Und Mainstream mögen viele! Ich sehe meine persönliche Musiksituation also eher so: Ich befinde mich auf eine unendlich langen Straße mit jeder Menge unterschiedlichster Lokale. Als neugieriger Junge gehe ich überall rein. Wenn mir etwas schmeckt, suche ich ähnliche Lokale. Wenn mir etwas nicht schmeckt, mei, dann gehts halt woanders hin. Auch wenn ser viele Menschen das Essen mögen, ich muss ja nicht hin! Doch beim Futter geht es mir manchmal ähnlich wie bei der Musik: Manchmal zieht's mich halt doch zu McDonalds! Es besteht aber immer die Möglichkeit, ihn zu vermeiden. Aber ihn verdammen? Sich über ihn aufregen? Ihn bekämpfen? Nein, das wird keine Lösung sein, die jemals zu einem befriedigenden Ergebnis führen wird. Und falls ihr meint, in einer Staße zu sein, in der es nur McDonalds-Lokale sind: Es gibt andere Straßen. Einfach dorthin gehen .Realer Name: Thomas Becker
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