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von Rüdiger Stehle » Sonntag 28. Dezember 2014, 03:43
Habe gerade mein Review zu Caskets Open geschrieben und dabei darüber nachgedacht, was denn nach bisheriger Einschätzung wohl meine Doom-Alben des Jahres 2014 sind, und dabei komme ich zu folgendem Zwischenergebnis:
THE SKULL - Unfassbar gute Scheibe, die locker als Nachfolger von "Run to the Light" durchgegangen wäre und Eric Wagner perfekt glänzen lässt.
CASKETS OPEN - Das True-Doom-Gerüst herrlich vielseitig, spannend und bissig mit Punk und Hardcore verfeinert, und es funktioniert blendend! Die Einflüsse reichen von Sabbath und Vitus über Reverend Bizarre bis hin zu Carnivore, Type O, The Exploited, Debris Inc., und es klingt trotzdem schlüssig, wahrhaftig, aufrichtig und einfach geil.
BURNING SAVIOURS - Nach wie vor die einzige 70er-Retro-Band des dritten Jahrtausends, die ich wirklich gerne mag. Die 3x7"-Compilation geht für mich als vollwertiges neues Studioalbum durch, das zudem ein durchgängiges Konzept hat, und atmosphärisch sehr dicht wirkt. Ich liebe vor allem die beiden Songs in schwedischer Sprache, und das herrliche Gespür für feine Melodien.
Albert Bell's SACRO SANCTUS - Stilistisch ziemlich überraschende und dabei herrlich frisch und unverbraucht klingende Collage aus klassischem Doom und 80er-Black/Thrash-Einflüssen, dazu ein episches Konzept... doch, gefällt mir sehr, sehr gut.
BLACKFINGER - Auch wenn das teilweise fast mehr in die Singer-/Songwriter-Ecke schielt als zum Doom, ist das durch etliche Trouble-Anklänge und natürlich Eric Wagners wegen auf jeden Fall hier zu nennen. Sehr emotionale, tiefgründige Scheibe mit sehr bewegenden Vocals und tollen Gitarrenarrangements.
Die AVATARIUM-Single ist mir zu kurz (aber auch sehr fein), REINO ERMITANO, ISOLE und PALLBEARER konnte ich noch nicht aufmerksam genug anhören, MORTALICUM war eher enttäuschend und GRAND MAGUS etwas vorhersehbar (und dabei auch nimmer so arg doomig). DREAD SOVEREIGN kenne ich noch nicht.
Jo, dafür, dass ich aktuell musikalisch meist eher krawallig als doomig unterwegs bin, konnte mich doch einiges an Doom-Kram sehr positiv für sich einnehmen. Die oben genannten fünf Scheiben werden auch in meinem Jahrespoll stehen, so viel steht fest.
Wie sieht's bei euch so aus, mit den doomigen Präferenzen im scheidenden Jahre?
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von Nils Macher » Sonntag 28. Dezember 2014, 10:21
Ich würde auf jeden Fall noch BELOW ergänzen und wie du schon bemerkst, DREAD SOVEREIGN. Und CAPILLA ARDIENTE. Und THE WOUNDED KINGS. Man, das war doch ein ziemlich starkes Jahr.
Von deinen Favoriten kenne ich glaube ich nur die SACRO SANCTUS, und die habe ich mir aufgrund deines Reviews gekauft. Läuft mir gut rein, Produktion ist auch hübsch geworden.
Jüngst habe ich zur Vervollständigung "meines" Jahres noch EARTH und ELECTRIC WIZARD gekauft, aber noch nicht ausgiebig genug gehört.
Ich werde mir mal die hier vorgestellten Sachen anhören und später noch etwas dazu schreiben.
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von Eike » Sonntag 28. Dezember 2014, 10:43
Die Alben von
CASKETS OPEN, SACRO SANCTUS, EARTH
interessieren mich auch.
Vielleicht auch noch BLACKFINGER... ?
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von Potti » Sonntag 28. Dezember 2014, 11:08
Bei mir sieht die Sache ziemlich klar aus 1. Dread Sovereign 2. The Order of Israfel 3. The Skull hab mir jetzt übrigens neulich mal die Epitaph geholt und die hat auch echt was .... trotz oder wg. dem ziemlich schrägen Gesang die wird aber trotzdem bestimmt nicht an die 3 Scheiben ranreichen
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von salisbury » Sonntag 28. Dezember 2014, 12:16
Ich habe genau eine Doom-Scheibe gekauft, die auch heiss und innig liebe, nämlich MOUNT SALEM - Endless Von den hier genannten kenne ich DREAD SOUVEREIGN ---> fand ich wahnsinnig öde trotz Alan Averill THE ORDER OF ISFRAEL --> Recht cool, weil es auch n bissl Prog und Folk drin hat THE WOUNDED KINGS ---> Trotz Mädel auch zum wegpennen (bis auf ein paar schöne Melodien  ) Und ein kleines bisschen CAPILLA ARDIENTE, was mich auch sehr wenig gereizt hat.
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von Raphael Paebst » Sonntag 28. Dezember 2014, 15:38
Die ORDER OF ISRAFEL ist ganz cool, hat aber auch ein paar Hänger und ist insgesamt noch zu unkonstant, um mich zu begeistern. CAPILLA ARDIENTE ist super, etwas abwechslungsreicher als die letzte PROCESSION, das gefällt mir. BELOW ist stark, wenn auch sehr nah am klassischen Schwedendoom. MOUNT SALEM fand ich unsagbar öde und auch nicht so richtig Doom.
EPITAPH ist toll, weil schräg, CARDINAL'S FOLLY hat mit "Our Cult Continues" einen weiteren Wildsau-Doom-Exkurs durchs morastige Unterholz abgeliefert, der mich aufgrund seines ungeschlachten Klangbilds und der urwüchsigen Songs sehr gut unterhält. THE WOUNDED KINGS hat es mit "Consolamentum" immerhin in meine Bestenliste geschafft, BATTLEROARs "Blood Of Legends" ist ja mehr Epic Metal als Doom, gefällt mir aber auch super. Am Jahresbeginn gab es noch feinen Death Doom aus Finnland mit ALTAR OF BETELGEUZE, der mich auch gut unterhielt. BLOOD FARMERS' Comeback "HEadless Eyes" lief bisher nur einmal, nahm sich aber auch gut aus, während der Underground-Tipp CROSS VAULTS mir zu sehr nach einer schwachen WARNING-Kopie klang. Das hat LATITUDE EGRESS mit "To Take Up The Cross" deutlich besser gemacht, ein toller Doom-Geheimtipp für Leute, die auch PRIMORDIAL oder eben WARNING mögen. KUOLEMANLAAKSOs "Tulijoutsen" bietet leicht proggigen Death Doom mit 70er-Spurenelementen, außerdem mit 'Glastonburyn Lehto' einen tollen Songtitel, der zeigt, warum Finnisch so cool ist.
Weitere Kracher gab es von OGRE mit "The Last Neanderthal", den überragenden MATER THALLIUM mit dem proggig-düsteren "Abandoned By The Sun" oder SERPENT WARNING mit dem selbstbetitelten Debüt, bei dem der Sänger von THE WANDERINg MIGET singt und das im klassischen, staubtrockenen Doom unter den besten Alben des Jahres landet. Im ach so beliebten Retro-Sektor würde ich gerne die Italiener DOCTOR CYCLOPS mit ihrem zweiten Album "Oscuropasso" erwähnen, die tollen italienischen Horror-Rock und 70er Doom spielen.
Doch, 2014 war ein ziemlich gutes Jahr im Doom, selbst mit der MORTALICUM-Enttäuschung.
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von enemy-of-reality » Sonntag 28. Dezember 2014, 16:16
Wow, ich kenn da echt gar nix von. Dabei mag ich Doom eigentlich. Naja, wenn er gut ist zumindest  Die einzige 2014er, die mir im Moment einfällt, ist PALLBEARER. Nicht schlecht, aber auch nicht so gut, wie der Hype drum war. Ansonsten evtl. noch ISOLE, wenn das überhaupt noch als Doom durchgeht. Ich mag meinen Doom gerne sehr langsam, sehr heavy, düster und ich bevorzuge Growls gegenüber Klargesang. Geht irgendeine der von euch erwähnten Scheiben in diese Richtung?
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von Rüdiger Stehle » Sonntag 28. Dezember 2014, 16:42
CASKETS OPEN zumindest teilweise. Die liefern alles, was sich im Schnittbereich zwischen SAINT VITUS, REVEREND BIZARRE, CARNIVORE, TYPE O NEGATIVE und THE EXPLOITED aufhält. Nicht immer langsam, aber oft; nicht so oft Growl, aber immer wieder auch sehr harscher Gesang: https://www.youtube.com/watch?v=ldJmxTbYfEUhttps://www.youtube.com/watch?v=gPwxLgAu12Mhttps://www.youtube.com/watch?v=gSHJygTfJ_MDie SACRO SANCTUS ist eher nicht so extrem langsam, hat aber dafür stimmlich eher die harschere Kante, mit gewissen 80er-Black/Thrash-Vibes: https://www.youtube.com/watch?v=h-pQqIVOUNEUnd speziell für dich vielleicht auch noch Hamferð von den Färöer-Inseln. Funeral Doom par excellence, wobei die Scheibe schon von 2013 ist: https://www.youtube.com/watch?v=axu2ju-HwTg
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von Siebi » Sonntag 28. Dezember 2014, 16:55
Bevor ich zum sensationell geilen Doom-Jahr meine Gedanken ordne und etwas schreibe, ein paar Bands und Scheibenempfehlungen für enemy-of-reality. 2014 brachte im schleppenden und zähen, teils deathigen, Doom, u.a. folgende Schicksalsmelodiker ans Tageslicht und in meinen Player. Anguish - MountainZweites Album der vier Schweden, die mit ihrem epischen Doom nahezu alles richtig machen. Für mich eine klare Steigerung zum guten Debüt. Die raueren Vocals machen den Unterschied zu glasklaren Gebirgsbachgesängen wie Below. -> https://www.youtube.com/watch?v=To0rj0OLan8Kuolemanlaakso - TulijoutsenFinnen, die melodisch düster ans Werk gehen, finnische Folklore tritt Doom trifft Death trifft meine sterbende Braut. Ein tolles Klangspektakel erwartet den Hörer. -> https://www.youtube.com/watch?v=Yruj9PQMLXUNightfell - The Living Ever MournZwei Amis hauen so nebenbei ein erdiges DeathDoom-Monster aus der Schicksalswerkstatt, das gerne auch mal etwa flotter unterwegs erschreckt. Toll, also sehr toll! -> https://www.youtube.com/watch?v=avwruYwsaf8Ophis - Abhorrence In OpulenceDeutschland nun. Schwer, fies, zäh wie Leder, böse wie Satan, aber doch so liebreizend... Ausdauer ist angebracht. -> https://www.youtube.com/watch?v=wICPawefEtkSlug Lord - TransmutationWieder Finnen, gehen etwas sludgig an die Sache ran. Hypnotisch repetierend. Geil! -> https://www.youtube.com/watch?v=SuvSO6d5CWwSwallowed - LunarterialOnce more Suomi, Finland, Perkele. Schweeeeeer, sehr schweeeeeer... -> https://www.youtube.com/watch?v=6cS6Ml4sfKsAnsonsten empfehle ich die Amis von Acid Witch und die Finnen Hooded Menace, wenn es teils hypnotisch fies, tief und langsam sein soll, wenn auch das Tempo mal variiert. Mourning Beloveth und Officium Triste wären auch noch deathdoonige Kandidaten. Aber gut... Acid Hexe -> https://www.youtube.com/watch?v=c0zo9TL3H40Kaputzte Menace -> https://www.youtube.com/watch?v=qPFHuPclLXo
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von Nils Macher » Sonntag 28. Dezember 2014, 16:59
OPHIS und SWALLOWED habe ich schon auf dem Einkaufszettel, von KUOLEMANLAAKSO kenne ich den Vorgänger. Und der ist gut.
ANGUISH und NIGHTFELL werde ich gleich mal antesten. Derzeit packt mich Death Doom, oder doomiger Death oder wie auch immer man das nennen mag, mehr als klassischer (Epic) Doom.
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