Threshold

Re: Threshold

Beitragvon Siebi » Donnerstag 1. Januar 2015, 18:15

Ernsthaft muss ich dagen, ich kann es mir nicht erklären, wie man als Musikjunkie keine Soundunterschiede hört? Eine "The Wall" klingt anders als eine "Outlandos d'Amour" klingt anders als eine "Operation: Mindcrime" klingt anders als eine "Highway To Hell" klingt anders als eine "Frizzle Fry". Mir kann keiner erzählen, dass er das nicht hört. Was gefällt oder nicht, ist eine andere Sache, Soundqualität ist hörbar, ansonsten hat man Frequenzbereichsprobleme mit dem Gehör.
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Re: Threshold

Beitragvon salisbury » Donnerstag 1. Januar 2015, 18:28

"Spritzig" ist ja auch wieder so ein Wort, das alles und nichts bedeuten kann, vor allem in puncto Sound. Kann ich mir nix drunter vorstellen, würde wohl auch jeder anders definieren...
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Re: Threshold

Beitragvon Havoc » Freitag 2. Januar 2015, 21:39

Holger Andrae hat geschrieben:Mich stört vermeintlich "schlechter" Sound wohl tatsächlich weniger als "komisch produzierter"


Das sehe ich auch so. Die für einen dünnen schwachen Sound bekannten MANILLA ROAD mag ich ja sehr. Der Sound passt einfach zu der Mucke.
Komisch produzierter Sound kann einen hingegen oft sehr irritieren. Vor allem wenn sich der Sound bei ein und derselben Band auf einmal merklich verändert.
Das kann einem mitunter schon mal ein Album trotz guter Songs versauen. Das ist hier bei Threshold aber keineswegs so. Ich finde den Drumsound halt nicht perfekt.
Das Album höre ich aber trotzdem sehr gerne. Ist ja nicht umsonst Platz 2 bei mir in diesem Jahr.
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Re: Threshold

Beitragvon Holger Andrae » Samstag 3. Januar 2015, 00:05

salisbury hat geschrieben:"Spritzig" ist ja auch wieder so ein Wort, das alles und nichts bedeuten kann, vor allem in puncto Sound. Kann ich mir nix drunter vorstellen, würde wohl auch jeder anders definieren...


Klar. Daran sieht man ja, dass hier keine Profis am Werk sind. Die Beschreibung ist etwas hilflos. Ich könnte das Wort "dumpf" oder "matt" benutzen.
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Re: Threshold

Beitragvon Oliver Passgang » Sonntag 4. Januar 2015, 21:30

Ich habe mir als Vorbereitung auf das Konzert auch endlich mal "For The Journey" gegönnt - und war erwartungsgemäß angetan! Meine Einschätzung ist die gleiche wie jene vieler hier: Ein tolles Album, das sich leicht hinter dem Vorgänger positioniert. :)
Das Konzert war im Übrigen ganz großes Kino. Da kann ich in Siebis Drummer-Abfeierei einsteigen, Damian Wilson ist zudem wohl der aktivste und offenherzigste Prog-Sänger überhaupt und die zwei Stunden Musik waren sowieso fantastisch. :subber:
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Re: Threshold

Beitragvon Oliver Passgang » Sonntag 4. Januar 2015, 21:48

Ach, noch ein Nachtrag zum Sound: Den finde ich ehrlich gesagt auch nicht so super... irgendwie... "klinisch". Das könnte etwas mehr Leben hinein. Aber das vermag mir den Spaß kaum zu mindern - was wiederum Bände spricht, worauf es im Endeffekt halt ankommt. :)
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Re: Threshold

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 8. Januar 2015, 23:50

Siebi hat geschrieben:Ernsthaft muss ich dagen, ich kann es mir nicht erklären, wie man als Musikjunkie keine Soundunterschiede hört? Eine "The Wall" klingt anders als eine "Outlandos d'Amour" klingt anders als eine "Operation: Mindcrime" klingt anders als eine "Highway To Hell" klingt anders als eine "Frizzle Fry". Mir kann keiner erzählen, dass er das nicht hört. Was gefällt oder nicht, ist eine andere Sache, Soundqualität ist hörbar, ansonsten hat man Frequenzbereichsprobleme mit dem Gehör.


Unterschiede höre ich natürlich auch. Ich kann auch versuchen, sie zu beschreiben, so gut das halt ohne Wissen über Produktionstechnik geht. Ich kann beurteilen, ob ich ein Klangbild wirklich positiv mag, oder ob es mich "nur" nicht stört. Es gibt auch Fälle, wo ich ein Klangbild ganz oder in Teilen als eher negativ empfinde. Dass ich aber ein Album mit mir zusagender Musik des Sounds wegen gar nicht anhören könnte oder wirklich massiv schlechter empfände, das kommt wirklich sehr, sehr selten vor. Da müssen schon echte Sound-Defekte am Start sein. Beispiele: Satan's Host hat einen sehr massiven, etwas sterilen, klickernden Drumsound. Das ist eigentlich nicht so wirklich meins. Trotzdem liebe ich die Scheiben über alles. Bei Stormwitch oder Running Wild klingt das Trommeln bisweilen wie ein einfallslos im 4/4-Takt tuckernder Drumcomputer. Könnte ich mir wesentlich besser vorstellen, aber trotzdem kann ich mir die Scheiben auch damit gut anhören. Manilla Road ist ein weiteres Beispiel. Mir fällt ein komischer Drumsound auch auf, ich versuche auch zu beschreiben, was daran seltsam oder schlecht ist. Aber dass er meine Punktwertung oder meine Zuneigung zu einer Scheibe wirklich nennenswert beeinflussen würde, das sehe ich nicht.
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Re: Threshold

Beitragvon salisbury » Freitag 9. Januar 2015, 10:48

Hm, ich glaub ich bin da doch deutlich anfälliger als Rüdiger und es gibt einige Beispiele, wo ein gewissen Klangbild einfach nervt, vor allem bei Dauerbeschallung. Aktuell bei der KENN NARDI. Klar bleibt gute Musik gute Musik und ich kann die dann auch immer noch schätzen und mögen, aber so der emotionale Funke, der Adrenalinausschuß, die Musikeuphorie, die geht doch oft auch mal über Sound. So gibt es Musik, die muss einfach nur an sein und bin high. Im Extremfall brauch ich nichtmal nen richtigen Song. Ich kann mir Ewigkeiten lang psychedelisches Gewaber anhören, so denn es nur "richtig" klingt. Versteht sich aber von selber, dass dies nur ein kleiner -aber wichiger- Aspekte der Gefallens-Entstehung ist. Ich find das iregdwie krass, was da in Gehirnen passiert und würde es gerne auf mechanistscher und molekuarer Ebene verstehen. Aber das wird man wohl nie können :schade: .
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Re: Threshold

Beitragvon salisbury » Freitag 9. Januar 2015, 10:54

Aber noch ganz kurz zu Siebis Punkt:

Jeder hört Unterschiede, MUSS diese Hören, aber es muss auch Spaß machen, diese zu analysieren. Ich mag das gerbe und glaub, Siebi auch. Man kann sogar ein und dieselbe Scheibe ganz unterschiedlich hören, wenn man den Hörfokus verschiebt und daduch immer wieder neue Aspekte kennenlernen. Bei guten Bands und guter Produktion!
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Re: Threshold

Beitragvon Peter Kubaschk » Freitag 9. Januar 2015, 13:25

salisbury hat geschrieben: Man kann sogar ein und dieselbe Scheibe ganz unterschiedlich hören, wenn man den Hörfokus verschiebt und daduch immer wieder neue Aspekte kennenlernen. Bei guten Bands und guter Produktion!


Dann fang doch mal an bei Bands wie NAPALM DEATH den Fokus auf die Instrumente statt den Gesang zu verschieben. ;)
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