Iron Maiden

Re: Iron Maiden

Beitragvon mindreader » Montag 23. August 2010, 22:07

Huuuch.... Instrumentalisierung soll natürlich Instrumentierung heissen :-))))
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Re: Iron Maiden

Beitragvon Holger Andrae » Montag 23. August 2010, 22:16

Ich höre sie aktuell schon wieder und bin von 'Starblind' erneut völlig genervt. Dieser Refrain ist mal eine echte Katastrophe. So langsam komme ich zu dem Schluss, dass ich meine Zeit lieber ins Anhören guter Newcomer stecken sollte, anstatt hier vergeblich nach einer nicht vorhandenen Genialität zu suchen.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Re: Iron Maiden

Beitragvon mindreader » Montag 23. August 2010, 22:19

"Starblind with Sun - the stars are one" ich wünsch mir das live auf der nächsten Tour. Tut mir Leid, dass du, Holger, den song nicht magst, aber kompliment, dass du es immer wieder versuchst!

der song ist doch eher maiden-untypisch und ganz deutlich von dickinsons soloplatten beeinflusst - hätte so auch auf der tyranny of souls stehen können.
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Re: Iron Maiden

Beitragvon Jhonny » Montag 23. August 2010, 23:32

Also, Album das Jahres wird das sicher nicht automatisch - aber sehr stark, das ist die Scheibe schon sicher.
Für mich ist es bei Maiden ein gewisses Bangen, ob sie das hohe Niveau noch halten können, aber bisher wurde ich nicht enttäuscht.

Das Intro ist definitiv Murks - einfach unnötig. Ansonsten bin ich vielleicht nicht so euphorisch wie Mindreader, und die Top 5 von Maiden wirds auch nicht knacken. Aber die Scheibe ist geil, macht total Spaß und wird sehr wahrscheinlich meine meistgehörte Scheibe des Jahres, die kann man einfach dauernd hören, weils spannend bleibt, und trotzdem ab dem ersten Durchgang Spaß macht.


(Ach ja - Gods Of War ist sicher nicht die schlechteste Scheibe einer alten Helden-Band - Nostradamus ist deutlich langweiliger, und was ist eigentlich mit St. Anger?!? - Gods Of War hat locker noch 6,5 oder gar 7,5 Punkte verdient!)
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Re: Iron Maiden

Beitragvon Drumtier » Dienstag 24. August 2010, 01:19

Beim neuen kann ich nicht mitreden und ich befürcht das wird sich in näherer Zukunft auch nciht ändern, da mir sowieso noch viel zu viele Sachen fehlen... ;-)
Aber nochmal zurück zum Konzert, es is ja auch gar ncihts verwerfliches dran, mal eine Tour mit neueren Sachen zu spielen, ich glaube halt nur, dass auf einem Festival wie dem Sziget es gescheiter wär mehr Klassiker zu spielen, da hier eher weniger eingefleischte Fans zu finden sind, die auch bei neuen Stimmung machen. Und zu RJD-Song, hab jetzt mal Blood Brothers angehört, das dürfts wohl gewese sein, auch wenn ich jetzt irgendwie noch mehr aha-Effekt erwartet hätte ;-)
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Re: Iron Maiden

Beitragvon Rüdiger Stehle » Dienstag 24. August 2010, 01:35

@ mindreader & Jhonny:

Ich hab ja nicht mit den Vergleichen angefangen sondern bin nur drauf eingestiegen. Oder hab ich angefangen? Egal, um es fortzuführen:

"Gods Of War":
Ist mit Sicherheit kein großes Album und enthält eine Menge Ballast, die Gitarren sind völlig daneben und das Songwriting ist vorhersehbar. Die Scheibe wird für mich dadurch gerade noch gerettet, dass Eric Adams überirdisch singt und dass ich zum traditionellen Manowar-Songaufbau einfach so eine starke Affinität habe, dass mir das immer in Fleisch und Blut übergeht. Aber zugegeben, die Scheibe ist mit dem Versuch der objektiven Einschätzung vermutlich nicht besser als "The Final Frontier". Aber auch nicht schlechter. Beides sehr durchwachsene Alben, die nicht nur meilenweit hinter dem Potential der Band her hinken, sondern die auch völlig dabei versagen zu rocken. Ich gebe übrigens zu, dass ich die Scheibe bei erscheinen zu hoch eingeschätzt habe, weil die Freude über Eric Adams' Gesang mal wieder alles überdeckt hat. Ich muss sowohl die Annahme, dass es mein Album des Jahres werden würde, revidieren, als auch die Aussage, dass mich in Anbetracht der Stimme und der Eingängigkeit der Songs das Drumherum nicht stört. Es hat lange gedauert, bis der Groschen gefallen ist, aber inzwischen stört es auch mich massiv.

"Nostradamus":
Die aktuelle Priest höre ich auch nicht mehr oft an, aber die finde ich bei nüchterner Betrachtungsweise eigentlich besser als "Gods Of War" und als "The Final Frontier". Priest versuchen einmal mehr, sich neu zu erfinden und legen etwas vor, was sie in der Form noch nie gemacht haben und was allein schon deshalb polarisiert. Es hat, wie die beiden anderen hier genannten Werke, ebenfalls eine grandiose Schwäche in der Disziplin "Rocken!", aber da kann ich das am ehesten nachvollziehen, weil es eben eine Rockoper ist. Würde das Album nicht heißen "JUDAS PRIEST - Nostradamus", sondern statt dessen "Nostradamus - A Rock Opera by Halford/Tipton/Downing", dann wäre die Erwartungshaltung der Priest-Fans wohl weniger enttäuscht worden. Aber auch hier: Gesungen ist die Scheibe famos, finde ich zumindest.

"St. Anger":
Haha, darüber sage ich nichts mehr. In meinem Review habe ich alles gesagt, was ich dazu sagen musste.

Übrigens habe ich die Scheibe auch noch nicht aufgegeben. Im Moment läuft sie schon wieder. Und ich versuche im Gegensatz zu dir, mindreader, die positiven Tendenzen zu finden. Das habe ich bei "St.Anger" locker 100x probiert und bei "Ordo Ad Chao" drei Jahre lang - mit unterschiedlichem Erfolg. Ein paar habe ich ja schon gefunden. Ich möchte übrigens, dass du sofort damit aufhörst, negative Tendenzen zu suchen. Freue dich an dem Album und lass dir nicht von ein paar alten Zauseln den Spaß verderben. Ist doch toll, wenn dir das Scheibchen gut hinein läuft. Mich langweilt es halt über weite Strecken, es ist bereits jetzt nicht mehr in meinen Top-20 des Jahres 2010, und es ist auch nicht in meinen Top-10 Iron Maiden Alben. Aber es ist auch nicht die schwächste Maiden bisher.

Mal gucken, was noch daraus wird. Momentan ist das potentielle Notenspektrum noch recht weit. Irgendwo zwischen 5,5 und 7,5 wird das Pendel wohl stehen bleiben, mit Tendenz zum oberen Rand. Wir werden sehen.
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Re: Iron Maiden

Beitragvon ekliop88 » Dienstag 24. August 2010, 10:12

Iron Maiden saufen 181 Bier an einem Abend!!!

http://bit.ly/dfOkir

:grins:
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Re: Iron Maiden

Beitragvon mindreader » Dienstag 24. August 2010, 11:04

Das "Alte-Helden-Problem" wird sich wohl durch alle Zeiten hindurchretten. Es ist halt eine Gratwanderung, wie viel Veränderung dem Fan der ersten Stunde zuzumuten ist, ohne als Künstler zu stagnieren oder seine eigenen Vorstellungen ("Weiterentwicklung") für den Fan zu opfern.
Es scheint aber, dass Kritik durchaus nicht auf taube Ohren stösst. Immerhin wurden ja lästige "oh-oh-oh" Passagen, die auf heaven can wait hingehören, seit einschließlich "wicker man" aber nerven, genauso weggelassen, wie weitestgehend auf eintönige refrains und ausladende outros verzichtet wird - alles Dinge die den songs auf The Final Frontier gut getan haben!
Und in welche Richtung die Weiterentwicklung insgesamt geht und ob der Großteil der Fans dabei "mitgenommen" werden kann, zeigt sich immer im Nachhinein. Insofern haben Maiden da nicht viel falsch gemacht, denn viele Fans können sich alle Platten ihrer Helden ohne Scham nebeneinander ins Regal stellen und jeder hat seine Lieblingsphase! Vom Nostalgiefaktor her und von der Stimmung auf den Konzerten ziehe ich die Sachen zwischen Number of the beast und 7th Son auch den neuen Sachen vor - die songs selber haben mir seit der Reunion eben mehr gegeben, die Qualitätsdichte und vielleicht auch eben der etwas andere, verspieltere Stil sagt mir noch mehr zu.

Bestimmt suche ich nicht mit Absicht nach schlechten Momenten einer Platte - ich möchte ja nur die hier genannten Argumente nachvollziehen können! Das schöne hier im Forum ist ja, dass meist ziemlich fundiert kritisiert wird und nicht einfach nur gebasht wird - und da ich nicht zum totalen fanboy mutieren möchte, gehts mir nur darum, zu verstehen, wie man diese Platte nicht lieben und vergöttern kann! Ich schaffs noch immer nicht, aber ich gebe jetzt auch auf :-) Füjle mich wohl damit, absolut zufrieden zu sein mit dem, was Maiden heute noch zu leisten in der Lage sind!

Zum Thema Album des Jahres kann ich eh nichts sagen, weil ich viele Platten erst Jahre nach Erscheinen kaufe und an Sylvester bestimmt nicht aufs kleingedruckte Erscheinungsjahr schaue, wenn ich unter dem schon arg verstaubten Weihnachtsbaum zum letzten mal die Kerzen entzünde, um meinen Jahrespoll für meine Nachkommen zu verewigen... Sagen wir so: Die Vorfreude aufs Erscheinen der Platte war größer als bei anderen Bands!
Zu Gods Of War sag ich besser nichts mehr, Nostradamus finde ich gelungen und St. Anger hab ich mir auf der 2003er Tour live auch ganz gerne reingezogen, auch wenn ich death magnetic um vieles besser finde. Vergleiche sind halt tatsächlich immer schwierig - St.Anger hab ich allerdings aus der näheren Entfernung der Metallicafrühwerke meiner CD-Sammlung entfernt, sie verstaubt im Keller ;-)
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Re: Iron Maiden

Beitragvon Jhonny » Samstag 4. September 2010, 00:03

nach ca einem Dutzend Durchläufen...
das Intro ist völlig unnötig. The Final Frontier ein guter aber nicht überragender Song. 7 Punkte
Desperado herzlich unspektakulär. 6 Punkte
Und danach gehts ohne Schwächen durch - alles weitere 9,5 bis 10 Punkte!

Insgesamt ein Album, dass das stärkste seit Brave New World sein dürfte - aber die ersten beiden Nummern vermiesen die Gesamtnote doch recht deutlich.

Starblind ist ein absolutes Highlight, einer der besten Metal-Songs seit Paschendale :grins:
The Man Who Would Be King ist ebenfalls absolute klasse, hätte sich auch gut auf Seventh Son gemacht.
The Talisman klingt wie die besten Momente des (sehr guten) Vorgängers.
Isle Of Avalon... man, auch ein wirklich geiler Song - klingt wie Brave New World, und zwar die bessere (erste Hälfte)
The Alchemist ist fast Piece Of Mind mäßig, passt irgendwo zwischen The Trooper und Aces High
Coming Home ist Blood Brothers in neu, aber sehr gut gemacht
Mother Of Mercy ist ebenfalls ein Highlight... recht düster für Maiden-Verhältnisse.

Nur die ersten beiden Songs, v.a. das Intro und eben Desperado sind nicht so der Brüller.
Desperado erinnert mich an Wildest Dreams - war ja auch eine eher durchschnittliche Vorabsingle, das Album war ja im großen und ganzen deutlich stärker - so Gott sei Dank auch 2010!
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Re: Iron Maiden

Beitragvon Eike » Samstag 4. September 2010, 00:36

Hm, ich habe mal in zwei der Maiden-Songs von "A Matter..." reingehört. 'Out Of The Shadows' ist für sich genommen eine gute Hardrockballade, allerdings kommt mir der Gesang im Refrain irgendwie schon zu bekannt vor und flüstert ständig Maiden-Selbstkopie, was den Song doch erheblich stört, und das Schlagzeug tönt mir auch etwas zu aufdringlich im Vordergrund herum, zumal es kaum etwas beizutragen hat, was über Takt halten hinaus geht. Tja, so rutscht das dann subjektiv ins Mittelmaß hinab, wo ich Maiden nicht haben will, weil ich weiß, dass sie schon deutlich besseres und originelleres gemacht haben. 'For The Greater Good Of God' klingt auch typisch nach Maiden, vielleicht etwas ruhiger als zuvor, anders als bei dem anderen Song drängt sich mir ein direktes Selbstplagiat allerdings nicht auf, trotzdem bleibt der Song für mich im Mittelmaß stecken, weil er zu wenig Wiedererkennungswert hat, der über das klassische "oh, Maiden" hinausginge. Ob ich von den Songs höchst erfreut wäre, würde ich Maiden nicht schon seit rund fuffzehn Jahren kennen, vermag ich nicht zu sagen, weil das eben schon so lange her ist. So ist das mit der Subjektivität, sie steht ständig im Weg herum und verstellt den Weg zu einem gerechten Urteil.
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(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
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