Manilla Road / Hellwell / Sentry

Re: Manilla Road

Beitragvon Jhonny » Sonntag 15. Februar 2015, 16:32

Havoc hat geschrieben:Meine "Neue" heißt jetzt erst mal..."Out Of The Abyss". Heidewitzka...die ist ja auch mal richtig cool. Und die hat doch einen richtig geilen Sound. Ganz besonders auch der Bass. Das Album ist jedenfalls auch Songtechnsich richtig stark. Gut, dass ich diese Lücke nun endlich mal geschlossen habe. Die wirkliche Neue kann dann auch mal bald anrücken. 8-)



Out Of The Abyss finde ich auch klassig, eine ziemlich thrashig-speedige Scheibe!
Return Of The Old Ones ist mein Favorit.
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Re: Manilla Road

Beitragvon Rüdiger Stehle » Dienstag 17. Februar 2015, 00:59

Nach etlichen Durchläufen kann ich sagen, dass ich den Sound zwar irgendwie krass, dabei aber absolut hammermäßig cool finde. Ungewöhnlich, reduziert, trocken, aber bissig und differenziert. Schwer zu beschreiben, aber toll. Davon abgesehen ist das Album kompositorisch irre abwechslungsreich (thrashig-aggressiv bis akustisch-balladesk, schell bis episch, verträumt bis heavy...), die Hooks der Refrains sind teils ziemlich auf Gänsehaut aus, und dasselbe gilt für die völlig unverkennbaren Trademark-Shark-Soli und die gezupften A-Gitarren-Arrangements. Jo, ich find das wirklich ziemlich toll, das alles.
alias Hugin der Rabe.
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Re: Manilla Road

Beitragvon Loomis » Dienstag 17. Februar 2015, 02:16

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Jo, ich find das wirklich ziemlich toll, das alles.

Das fasst praktisch meine Eindrücke auch zusammen. 8-)
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Re: Manilla Road

Beitragvon Havoc » Dienstag 17. Februar 2015, 13:43

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Nach etlichen Durchläufen kann ich sagen, dass ich den Sound zwar irgendwie krass finde...


Das macht mir grad etwas Angst. Krass?? :-S

...dabei aber absolut hammermäßig cool finde. Ungewöhnlich, reduziert, trocken, aber bissig und differenziert. Schwer zu beschreiben, aber toll.


Das wiederum nimmt mir die Angst gleich wieder. :)

Davon abgesehen ist das Album kompositorisch irre abwechslungsreich (thrashig-aggressiv bis akustisch-balladesk, schell bis episch, verträumt bis heavy...), die Hooks der Refrains sind teils ziemlich auf Gänsehaut aus, und dasselbe gilt für die völlig unverkennbaren Trademark-Shark-Soli und die gezupften A-Gitarren-Arrangements. Jo, ich find das wirklich ziemlich toll, das alles.


Das lässt Einiges erhoffen. Die 2013er "Mysterium" fand ich zwar auch gut...aber ein echter Knaller war diese meiner Ansicht nach nicht.
Davon ab...schon auch krass, dass MR nach der langen Pause bzw. Bandauflösung wieder so stark und langlebig zurückgekommen sind. Hut ab!
Wieso haben die sich damals eigentlich aufgelöst?
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Re: Manilla Road

Beitragvon Jhonny » Donnerstag 19. Februar 2015, 09:50

Ein Rückblick zu neueren Manilla Road...

Atlantis Rising (2001)
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Meine erste Manilla Road Scheibe war das erste Lebenszeiche der Truppe seit 9 Jahren und muss damals ziemlich eingeschlagen haben im Underground.
Ich habe 2001 ja noch nur MTV gehört und hätte das hier wohl als unhörbar empfunden.
Nun zu Atlantis Rising: Ich finde die Scheibe unheimlich sperrig und habe Monate gebraucht, um in ihr Musikalität zu entdecken.
Mal ist sie thrashig, stellenweise doomig, die Vocals erinnern sporadisch an Growls.
Für mich war es erst Mal eine Enttäuschung, keinen Zugang zur Scheibe zu bekommen, schließlich wollte ich damals (etwa 2005) alles gut finden, was im Underground so rumläuft.
Den Zugang habe ich erst bekommen, nachdem mich "Crystal Logic" völlig geflasht hat.
Heute muss ich sagen: Auch wenn dieses Album alles außer Easy Listening ist, halte ich es für die stärkste Band-Veröffentlichung seit "Mystification".
Die mystische Dichte hatte die Band auf den letzten "alten" Alben jedenfalls nicht mehr so intensiv, und wenn einen die "Hits" mal erreicht haben, lassen sie einen nicht mehr los.
Zum Reinhören finde ich bei YouTube gerade überraschenderweise nix anständiges...

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Re: Manilla Road

Beitragvon Jhonny » Donnerstag 19. Februar 2015, 09:57

Spiral Castle (2002)
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"Spiral Castle" kam schon im Folgejahr auf den Markt, also auch zu früh, um in meiner (damals langsam beginnenden) Metal-Sozialisation schon auf dem Radar zu sein.
Das Cover-Artwork der Scheibe gehört zu meinen frühesten Erinnerungen an die Band - als ich erstmals etwas im Internet nach der Truppe Ausschau hielt, war das Cover der aktuellen Scheibe natürlich präsent und übte auf mich eine ganz eigene Faszination aus.
Die Scheibe kam etliche Jahr später in meine Sammlung als "Atlantis Rising", aber eine Parallele ist vorhanden: Es dauerte, bis sie mich wirklich begeisterte.
Nur selten schafft es ein Album dieser Band, mich auf Anhieb mitzureißen; da ich aber mindestens ein Mal im Jahr versuche, alle Alben dieser Band zu hören, war es irgendwann doch so weit: Das arabisch angehauchte "Sands Of Time", das ebenso orientalische "Born Upon The Soul" oder das dunkel riffende "The Shadow" haben mich gepackt.
Durch die orientalische Atmosphäre ist die Scheibe auf eine eigene Art ein schönes Kleinod in der Diskographie, das nach und nach erschlossen werden will.
Der Sound ist für viele sicher fast genauso "mies" wie auf dem Vorgänger. Ich muss aber zugeben: Das stört mich heute überhaupt nicht, im Gegenteil - es gehört zum Klangbild der Band im positiven dazu, ich freue mich auf die knarzigen, sehr warmen Gitarrenklänge.
Youtube gibt leider auch bei diesem Album nichts her.

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Re: Manilla Road

Beitragvon Jhonny » Donnerstag 19. Februar 2015, 10:05

Gates Of Fire (2005)
Bild

Ich war etwas mehr als ein Jahr lang RockHard-Leser, als ich erstmals bewusst die Veröffentlichung einer Manilla Road Scheibe mitbekam. Da ich damals kaum CDs im Internet (außer sporadisch eBay) gekauft habe, war sie für mich in meinen gewöhnlichen Plattenläden aber erst mal nicht aufzutreiben, und bei eBay wurde ich lange nicht zu einem guten Preis fündig. Jahre später erlöste Frank mich mit Hands Of Blue, und so darf ich das Album mit den drei Trilogien seit Jahren mein eigen nennen.
Das Artwork gehört zu den großartigsten der Band (und das mag schon was heißen).
Ähnlich wie bei beiden Vorgängern brauchte ich Zeit, mir dieses Album zu erschließen: Es ist für mich das am wenigsten "Hit-lastige" Album der Band, dafür aber das intensivste Gesamtwerk (der neueren Zeit).
Geduld ist also wie immer gefragt, dann aber wird man durch die drei Epen (ein Mal Ron E. Howards "Frost Giant's Daughter", dann die Ilias, zum Abschluss der Kampf an den Thermophylen, bevor "300" im Kino lief) in eine epische Welt getragen. Dieses Album ist purer "Epic Metal", wie ihn Manowar auf "Into Glory Ride" einst definiert haben.
Einzelne Songs rauszupicken fällt mir auf dieser Scheibe wenig überraschend etwas schwerer als auf anderen Alben, aber der Opener (den YouTube netterweise hat) kann ein Einstieg sein (was für eine Überraschung):
http://www.youtube.com/watch?v=v1EryhTwW6w
Herrlich schräger Gesang und der staubtrockene Sound sorgen für diese grandiose MR-Atmosphäre.

9,5 / 10
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Re: Manilla Road

Beitragvon Loomis » Donnerstag 19. Februar 2015, 10:10

Jhonny hat geschrieben:Ron E. Howard

Du meinst Robert Howard. Ron Howard ist der Regisseur (u.a. Willow und Appolo 13).
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Re: Manilla Road

Beitragvon Jhonny » Donnerstag 19. Februar 2015, 10:12

Voyager (2008)
Bild

Wikinger auf dem Artwork - wie kreativ... egal, wenn es so schön ist wie hier!
Erstmals kaufte ich mir eine Manilla Road Scheibe kurz nach der Veröffentlichung. Und da ich mittlerweile einige Alben der Band hatte und liebte, war der Zugang diesmal leichter. Nur wenige Alben in 2008 konnten mich so mitreißen wie diese Scheibe, auch wenn ich heute merke, dass sie vielleicht nicht die stärkste nach "Atlantis Rising" war.
Auf dieser Scheibe fasziniert mich der Wechsel aus Growls, thrashigen Nummern, Bathory-lastiger Epik und fast folkigen Elementen. Manowar klingen jedenfalls nicht durch, streckenweise erinnert mich die Herangehensweise aber an Cirith Ungols zweites Album (keine schlechte Referenz).
Die Jungs stehen zu ihrem schrägen Sound und werden im Vocal-Bereich immer variabler, und vom Epik-Faktor kann sie kaum noch jemand in die Tasche stecken.
Nicht nur ich gehörte zu diesem Zeitpunkt zu den "neuen" Manilla Road Anhängern - sie fingen an, nicht mehr reiner Underground-Tip zu sein, sondern etwas von dem Erfolg nachzuholen, der ihnen in den 80ern leider vergönnt war.

Das mit Orgenlklängen einsteigende, speedige "Blood Eagle" lohnt sich:
http://www.youtube.com/watch?v=oAYGMocx4Bo

Oder der Titeltrack, eines der Highlight der Epic-Laufbahn:
http://www.youtube.com/watch?v=sWMFU5aqvu0

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Re: Manilla Road

Beitragvon Jhonny » Donnerstag 19. Februar 2015, 10:13

Loomis hat geschrieben:
Jhonny hat geschrieben:Ron E. Howard

Du meinst Robert Howard. Ron Howard ist der Regisseur (u.a. Willow und Appolo 13).


Stimmt natürlich. Ich mag Apollo 13 :)
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