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Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von Dark_girl » Montag 12. Januar 2015, 18:30
Die Enttäuschung: KISSIN' DYNAMITE. Eine der wenigen Bands an diesem Ice Rock, die ich schonmal zuvor gesehen habe. Doch der Gig damals im Kofmehl war um ein vielfaches besser, was auch daran liegen kann, dass die neuen Songs überhaupt nicht packten. Auch die Show war deutlich weniger spektakulär als im Kofmehl vor zwei Jahren, wo gerade Hannes wie wild über die Bühne rannte. Habe ich mir mehr von den Glam Rockern erwartet, das ist Musik die nur Live wirklich funktionieren kann. Wenn sie das nicht tut, ist es leider ein Ausfall.
Ging mir beim Rockharz letztes Jahr ähnlich die Musik war gut die Show langweilig und ich muss leider auch sagen dass ich die Jungs (hab KD dort zum ersten Mal gesehen) ziemlich unsympathisch fand. Muss ich in der From nicht nochmal haben
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Dark_girl
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von Frozen » Montag 2. Februar 2015, 15:47
Ich resümiere mal über die Konzerte der letzten Wochen:
18.01. MANOWAR im St. Jakobsstadion Basel
Wie ich schon sagte, ich habe mich auf den Gig gefreut, aber meine Erwartungen natürlich tief gehalten. Dazu kommt, dass 90 Franken für EINE Band natürlich extrem sind, soviel werde ich kaum ein zweites Mal ausgeben, aber wer es sich leisten kann… ^^
Ich wurde positiv überrascht, die langen Reden wurden relativ zurückgehalten, bis auf Joey versteht sich. Aber die ersten 5, 6 Lieder wurden ohne irgendwelche Unterbrüche gebracht, der Sound war natürlich etwas gar laut, aber gut gemischt, die Setliste war gut zusammenge-stellt und die Kings of Metal Kracher wie „Hail and Kill“ oder „Heart of Steel“ können auch Live begeistern, zumal ich nichts von einem schwachen Eric Adams gesehen oder gehört habe. Gegen Ende nahm das Gepose dann etwas zu, aber ich würde mal sagen von den knapp 2 Stunden wurden sicher 1:45 solide Musik gespielt. Es war ein solider Auftritt, den ich mir gern wieder geben würde, aber nicht für diesen Preis und nur eine Band. Das ist dann auch mir zu viel.
23.01. MAD SOX, The Percent und Freezes Deyna im Estri.ch Winistorf
Eigentlich waren GURD hier als grosse Nummer angesagt, also etwas Thrashiges inmitten eines sehr Corelastigen Lineups. Diese erhielten eine Woche vorher die Einladung auf 70‘000 Tons, also wurden THE PERCENT als Ersatz verpflichtet. Und da ich einem Freund verspro-chen hatte, den designated Driver zu geben, habe ich mich trotzdem dahin begeben.
Einen genauen Bericht lasse ich hier mal sein. Freezes Deyna hatten klare Crossover Ein-flüsse, Hiphop mit E-Gitarre würde ich normalerweise sagen. The Percent waren klar Metal-core, mit einer schweizweit bekannten Frontsau als Sänger (z.B. bei Hellvetica, ex 23rd Gra-de of Evil und eben jetzt The Percent), Mad Sox zeigten auch sehr lärmigen, in meinen Ohren Corebelasteten Metal. Halt gar nicht mein Stil muss ich sagen, es fehlten Melodien, Penetran-te Riffs und Gitarrensoli. Dass das Highlight meines Abends die Diskussion über die Musiksti-le nach dem Konzert mit Besuchern und Musikern war, zeigt, dass ich da falsch war. Der Einsatz und der gute Sound sprechen jedoch definitiv für die Bands und die Location, also wer die Musik mag, war sicher gut bedient.
24.01. HAMMERFALL, Orden Ogan und Serious Black im Z7 Pratteln
Tolles Lineup und an einem Samstag. Schade dass von dem knappen Duzend, mit dem ich an dieses Konzert wollte, nichtmal die Hälfte tatsächlich auftauchten, was später noch Ver-wunderung auslösen sollte.
Die Halle füllte sich sehr früh, und als Serious Black eröffneten, waren schon mehr Besucher da, als bei Overkill zur Höchstzeit. Auch waren die ersten Reihen sehr Textsicher, ich schätze da waren viele Tourverfolger dabei. Das erste Album der neuen Supergroup, auf der Bühne von Livemusikern verstärkt bei Mitgliedern, deren Kalender keine Tour zuliessen, hatte aber auch absolut Potential einige Livekracher rauszulassen, und tatsächlich wussten Songs wie der Opener „Akhenaton“ oder das rasante „I Seek No Other Life“ wussten absolut zu gefallen.
Nun wurde es aber extrem voll, und dann wird es mir in den vorderen Reihen oft zu ungemüt-lich. Pause genutzt für ein Schwätzchen mit den Musikern, die ihren Spezialdeal promoteten (T-Shirt und CD für 25.-, das kostet bei uns normalerweise einzeln mehr. Und ich trug erst-mals überhaupt als Erwachsener Grösse XL ^^)
Doch verkalkuliert, nach vorne ging es bei Orden Ogan dann nicht mehr. Selbst ganz hinten in der Halle drückten sich die Massen eng an eng. An Headbangen oder Faustschwingen war nur selten und mit grösster Mühe zu denken, ich war ganz ehrlich damit beschäftigt, irgendwie auf dem 1/8 Quadratmeter der mir zugestanden wurde stehen zu bleiben, was mir nur mit Hilfe der Rollstuhlrampe nebendran gelang. Die Knie dankten es mir und knackten dann auch (Spüre ich noch heute… autsch).
Entschuldigung, liebe Organisatoren. Ich war schon oft im Z7. Auch im Ausverkauften Z7. Das war auch bei Hammerfall schon der Fall in früheren Ausgaben. Knapp Anderthalb Tau-sed Leute passen in diese Halle. Entweder haben die allesamt die 25 Kilo zugenommen, die ich die letzten Monate abnahm, oder da waren sicher ein paar Hundert Nasen zu viel drin. Das Gedränke wurde immer schlimmer, Bewegungsfreiheit war keine da, und ans genissen des Konzertes war nicht zu denken. Wir versuchten es mit Humor zu nehmen und gaben Or-den Ogan den verdienten Applaus, wann immer wir die Hände heben konnten, aber ihnen würde glaub eine Headlinertour in einer Halbsogrossen Location bessere Dienste erweisen. Die Fanbase, das hat man gesehen, hätten sie.
Irgendwie haben wir uns dann, ganz weit draussen, ein Plätzchen gefunden, wo wir Hammer-fall sogar ansehen konnten. Schade, dass wir dazu so weit weg sein mussten, aber wir waren glaub die einzigen, die tatsächlich Headbangen konnten. Der Auftritt war sehr geil, muss ich sagen. Abgesehen von einigen Unsicherheiten von Oscar wurde, auch dank einer stark zu-sammengestellten Setliste mit vielen Klassikern und nicht zu vielen neuen Songs anderthalb Stunden bester Power Metal geboten. Das Highlight war allerdings, als Pontus nach seinem Solo kurz die Instrumente mit Gastbassist und Ex-Saitenflitzer Stefan tauschte. Am Ende hatten wir eine Dreier-Gitarrenmacht auf der Bühne, welche Riffs und Solos quer durch die Hammerfall Discographie runterspielte, darunter viele, die man sonst nie live hört, z.B. das von mir geliebte „Secrets“. Auch wenn ich sehe, dass Pontus immer besser wird, auch live, ist Stefan glaub immer noch der bessere Techniker, und gerade bei den Obertönen bringt er tolle Akzente. Ein starker Auftritt.
Er wäre nur viel stärker gewesen, hätten wir ihn besser sehen können… Nächstes Mal, soviel ist sicher, gehen wir nicht am Wochenendtag. Entweder das, oder Hammerfall brauchen eine grössere Location.
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von Dark_girl » Samstag 14. Februar 2015, 14:41
Ich war gestern (Freitag den 13.02.15) bei Lordi, Vorbands waren: Palace:Kannte ich bis dahin noch nicht, die vier Reinländer haben sich auf der Bühne richtig Mühe gegeben leider mussten sie (weshalb auch immer) eine halbe Stunde vor dem offiziellen Beginn Anfangen, weshalb der Saal leider noch etwas gering besetzt war. Die Bühnenshow war zwar nicht sonderlich spektakulär aber der Sound war sehr gut. Leider durften die Jungs nur 40min spiele ich hätte gerne noch mehr gehört. Place machen klassischen Heavy Metal. Als zweite Vorband kamen dann Sinheresy:Kannte ich bisher auch noch nicht, die relativ junge Band macht eine Art Syphonic –Power Metal. Wie ich erführ hatten die ursprünglich mal als Coverband von Nightwish angefangen bis sie ihre eigenen Songs schrieben. Die meisten ihrer Stücke sind Duette des Sängers und der Sängerin und genau dass wurde der Band gestern Abend zum Verhängnis. Die Mirkos waren leider schlecht aufeinander abgestimmt, so dass der Sänger (der eigentlich den Gesang der Sängerin in den Videosclips der Band unterstützt) permanent den Gesang der Sängerin übertönt hat. So wurde das ganze weniger kraftvoll und melodisch wie auf den Clips auf Youtube. Wenn ich jetzt im Nachhinein noch mal ein paar Stücke auf youtube höre, tut mir die Band etwas leid, denn die hätten richtig gut klingen können doch so wurden sie eher zur netten Unterhaltungs/Hintergrund-Musik). Der Funke wollte scheinbar nicht nur bei mir nicht richtig überspringen auch dem Rest des Publikums schien es so zu gehen. Ich denke das war auch der Grund, wieso es beim Scream- as- loud- as –you- Can-Spiel, für mich noch eine weitere Premiere gab… … Niemand hat geschrien erst als in der vorderen Reihen ein paar Leute (und ich) mit ca. 10-15sek. Totenstille dazwischen anfingen kam ein zaghafter Scream zusammen. Auch Versuch 2 lief nicht besser, die Truppe meinte dann auch einen Song später (etwas verlegen), dass sie jetzt noch einen Song spielen und dann die Bühne Lordi übergeben. Ich denke dass das Screamspiel nicht klappte lag nicht daran, dass die Leute die Band nicht gut gefunden hätten, es lag eher am Sound, durch den man von der Band eher berieselt wurde. Ich hatte mich nach dem Konzert noch mit einigen Leuten unterhalten und gefragt wie sie die zweite Band gefunden hatte, die Meinungen gingen alle in Richtung, die waren ganz nett, die Sängerin hätte mehr Saft auf dem Mirko gebraucht. Bezüglich des Scream –Spiels hieß es von zwei Leuten die ich gefragt hab, „ich hab das ehrlich gesagt nicht richtig mitbekommen dass wir Lärm machen sollten.“ Dann kam endlich der Hauptact, LORDI. Ich hab Lordi zum ersten mal live gesehen, deshalb wusste ich nicht was mich erwartet. Ich kann nur sagen ich bin absolut begeistert gewesen. Die Karte hat gerade mal 27.50€ gekostet und ich muss wirklich gestehen ich wurde für so eine günstige Karte noch nie so gut unterhalten. Neben den musikalischen Acts gab es immer wieder kleine Theatereinlagen. Zu Beginn des Konzerts betrat Mr. Lordi als Pilot verkleidet die Bühne nach einer Durchsage des Piloten und „Sicherheitshinweisen“ der Keyboarderin ging’s mit der Show los. Während des ersten Songs kam eine „Monsteroma“ auf die Bühne, die Mr. Lordi Ox und Amen sowie ein paar Leute in der ersten Reihe mit ihrem Stock verprügelte. Das ihr das nicht gut bekommen wird ,war klar, Mr. Lordi hat sie dann im Mittelteil der Show ausgeweidet (auf einem Kleinen Tisch am linken Bühnerand war ein Tisch mit der Leiche) und ihre Eingeweide verdrückt. Eine weitere gelungene Showeinlage war der Monsterkinderwagen, der in der zweiten Showeinlage auf die Bühne kam. Die Keyborderin kam als Fußgängerin auf die Bühne die sich besorgt um das schreiende Baby kümmern wollte, als sie direkt vor dem Wagen stand wurde sie von einer Monsterhand gepackt und unter lautem Geschrei komplett in den Kinderwagen gezogen, danach rollte der Kinderwagen zu anderen Bühnenrand. Lordi hatten scheinbar große Freude daran, dass das Konzert auf einen Fr. den 13. fiel es gab einige Anspielungen auf Pech haben. Außerdem hatten sie (angeblich wegen Fr. den 13) in einem Act zwei Special guests auf der Bühne – Freddy Krüger und Jason die sich natürlich während eines Songs bekämpften. Gelungen war auch die Szene mit den Horrorclowns. Einer der beiden kam mit 2 Eimern auf die Bühne, die scheinbar beide gefüllt waren. Der Clown nahm einen der beiden Eimer holte Schwung… und der Eimer entpuppte sich als leer, das Publikum schreckte trotzdem zurück, was den Clown sichtlich freute. (Auf der anderen Bühnenseite kippte der 2. Clown gerade Konfetti über die Leute) Der erste Clown mache sofort mit Eimer 2 weiter. Holte Schwung (alle dachten jetzt kommt Konfetti)- leider falsch.. der Eimer war gut gefüllt mit Kunstblut. (Der Clown freute sich noch mehr da keiner zurückschreckte). Ich hab auch was vom Kunstblut abbekommen. Etwas grenzwertig fand ich die Theaternummer in der Mr. Lordi als amerikanischer Präsident verkleidet eine Babypuppe frisst. Auch die Songauswahl in der Gassenhauer wie Hardrock-Halleluja und This is Heavy-Metal nicht fehlen durfte war gelungen. Lordi spielten zwei Zugaben, zum Abschluss wurde noch der Kopf der Monsteroma auf eine Pistole gesteckt und ihr das Konfettihirn herausgeschossen. Anschließend wurden die Leute mit der Pistole und Kunstnebel „abgeschossen“. Abschließend kann ich nur sagen Lordi sind ein muss, nicht nur für Metalfans auch Horrorfans werden ihren Spaß haben. Für Familien würde ich Lordi nur bei älteren Kindern empfehlen, da die Horrorgestalten auf kleine Kinder doch etwas beängstigend wirken könnten. Ebenso sollte man sich darüber bewusst sein, dass man in den ersten Reihen zwar die Show gut sieht aber auch einiges abbekommt. Ich habe Kunstblut, Konfetti, Schaum und Kunstnebel abbekommen. Es war einfach nur noch geil 
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von Permafrost » Sonntag 8. März 2015, 19:37
07.03 Metbar, Lenzburg - Toxic Waltz/Angelus Apatrida/Dr. Living Dead/ Suicide AngelsToxic WaltzDie Abschiedshow der Münchner Band startete schon mal mit 30 minütiger Verspätung, was uns schon bangen liess, dass den anderen Bands zu wenig Zeit zur Verfügung steht, da um 00:00 Zapfenstreich ist. Doch Toxic Waltz überzeugte trotz Unbekanntheit mit gutem Thrash und konnte u.a. mich als neuen Fan dazugewinnen. Als Opener war halt die Stimmung noch nicht so aufgeheizt, aber die Band passte perfekt ins LineUp und hat einiges auf Lager. https://www.youtube.com/watch?v=mv3IfsCkxiQAngelus ApatridaDie Nackenbrecher schlecht hin, ist ja bekannt. Super Mix, genial gespielt, super Stimmung im Pit mit Haaren im Gesicht von vorne, hinten, oben, unten, links und rechts. Die haben total überzeugt und ich werde es mir wenn möglich nicht entgehen lassen, sie noch einmal, zweimal oder zehnmal zu sehen. Bis jetzt war der Abend perfekt, aber... Dr. Living DeadDie Maskenheinis aus Schweden. Super aggressives Auftreten und voll auf Interaktion mit dem Publikum. Nur ein einziges Solo in der ganzen Show und das war erst noch ein schlechtes. Nach einem kleinen beef (nicht ernst) mit einem kleinen aber recht massigen Mosher, hat der Sänger ihn auf die Bühne gezogen. Als er danach wieder runtersteigen wollte, schubste ihn der Sänger von der Bühne runter in/auf das Publikum. Mehrere Leute gingen zu Boden und bekamen schmerzhaft die Füsse von him zu spüren (u.a. am Kopf). Nach dieser Aktion verlor die Band auch den letzten Rest an Respekt für mich. Nur weil man Masken an hat, kann man nicht alles tun und lassen was man möchte, das ist nicht das Internet. Dann gabs da noch ein Mosh-Hirni, der alle immer rumgeschubst und zum viel zu aggressiv zum moshen provoziert hat (war vermutlich ein Band-assoziierter, da er nur beim Auftritt der Band anwesend war und dann wieder verschwand). Brauche ich nicht mehr, will ich nicht mehr. Kommt nun noch die Erlösung nach dieser Pleite? Leider nein... Suicidal AngelsHier gab es einen fail der Marke "EPIC". Fangen wir am Anfang an. 1. Während dem ganzen ersten Song hat der Soundverantwortliche vergessen die Barmusik abzuschalten und es war ein Mix aus irgendwelchen Songs und dem Opener von Suicidal Angels. Schrecklich! Die ganze Stimmung war ruiniert, die Leute verwirrt, die Band wusste nicht warum plötzlich keiner am bangen ist etc... Peinlichster Moment dann, als der Song endete und die Barmusik zu hören war... 2. Als das Problem behoben war, war die Hoffnung auf gute Musik natürlich hoch doch weh, oh weh, das Headliner Syndrom kam zum tragen. Das Problem (vermute ich): Die Band hat den Soundcheck am Nachmittag gemacht und nicht kurz vor dem Auftritt wie alle anderen Bands.Resultat: man bekam die Songs in 2 resp. 2.5 Instrumente Ausführung zu hören. Man hörte das Schlagzeug, die Rhythmusgitarre und den Sänger. Der Bass war irgendwo nur nicht auf irgendeiner hörbaren Frequenz und die Leadgitarre hätte gar nicht spielen müssen. Soli waren unhörbar, nur der Rythmus. Stimmung kam nur sehr schwer ein wenig auf, vermutlich weil den Leuten bewusst wurde, dass es nicht besser wird und versuchten sich mit dem anzufreuden. Nach 20 Minuten konnte ich es aber nicht mehr ertragen und ging... Frozen verliess mich zu seinem Glück nach AA wegen Knieproblemen frühzeitig. Die zweite Hälfte der Show hätte ich mir auch sparen können. 
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von Frozen » Montag 9. März 2015, 15:39
Bin ich ja froh, mehr war für mich nicht mehr drin, ich hatte schon extreme Mühe wieder ins Auto einsteigen zu können, und dabei bin ich nur an der Bar gestanden. TOXIC WALTZ hatten vor allem einen technisch herausragenden Gitarristen und ANGELUS APATRIDA erreichten trotz anfänglicher Soundprobleme die Erwartungen.
Am 27.2. war ich noch am verhängnisvollen Release von COMANIAC mit RADWASTE und LOTRIFY als Gäste.
Das war ein Who's Who des schweizer Metals, wer nicht selbst auf der Bühne stand, fand sich davor ein. LOTRIFY zeigten sich als gute Stimmungsmacher, auch wenn die Wall of Deaths die sie aufzogen relativ dünn waren zu dieser frühen Zeit. Witzig war es vor allem, wenn die Nebelmaschine eine Schwade ins Moshpit entlud, denn sie war derart stark eingestellt, dass man die Hand vor Augen nicht mehr sah, geschweige denn den Headbanger neben sich. Passierte glücklicherweise nichts, denn wir waren alle gleichermassen perplex davon ^^
RADWASTE kannte ich ja schon aus Aarau, war eine der letzten Shows vor ihrer darauf folgenden, fast zweijährigen Pause. Gut sind sie, mit neuem Drummer, zurück, ihre Gitarrenbasierte Thrasherei macht unglaublich Laune, technisch ist das absolut respektabel, die Songs sind eingängig und melodiös, die Soli schnell und ergreifend. Wir brauchen mehr davon.
Aber der Abend gehörte COMANIAC, die ihre neue Scheibe vollends zelebrieren durften. Ich habs bereits erwähnt, das Stagediven kann man unterlassen wenn die Bühne nur 20cm hoch ist und man mehr oder weniger in die Leute reinrennt statt auf sie draufspringt, vor allem wenn der Alkohol schon derart in Strömen floss wie dort, aber dafür können die Jungs auf der Bühne nur begrenzt etwas. Ein gewohnt angepisster Jönu zerlegte alles, was sich zu nah an ihn ran traute, in akustische Einzelteile, die Gitarrenkooperation mit Doom funktionierte, der Sound stimmte nach zwei Songs, gerade bei schnelleren Songs passte die Rhythmusfraktion und die bekannteren Stücke wurden bereits aus vielen Kehlen mitgekreischt. Comaniac legten den Grundstein für ihr Dasein als vielleicht die nächste, grosse Thrashkombo der Schweiz. Arbeiten sie so weiter, sind sie vielleicht in 5 Jahren da, wo Battalion jetzt schon sind, an der Speerspitze des Thrashs einer ganzen Nation.
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von Martin Schneider » Montag 9. März 2015, 17:34
Ich war gestern bei DEATH DTA in Ludwigsburg - das war klasse  Wer noch auf die Tour kann, unbedingt hingehen 
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von Raphael Paebst » Sonntag 15. März 2015, 20:49
Ich war zuletzt in Athen beim Up The Hammers Festival, bei dem ich keinen einzigen wirklich schwachen Auftritt gesehen habe, lediglich DAMIENT THORNE hatten mit dünnem Sound und ein paar Abstimmungsproblemen zu kämpfen. Dafür waren TITAN FORCE schon verdammt stark, worauf sich alle KIT-Gänger schon mal freuen dürfen, SLAUTER XSTROYES chaotisch-brilliant wie zuletzt beim KIT vor ein paar Jahren, OMEN wieder stark verbessert im Vergleich zum letzten Auftritt beim Metal Assault und MANILLA ROAD können in Griechenland wohl nur überragende Auftritte abliefern. Besonderes Highlight für mich war der Auftritt von CRUSH, die griechische Epic-Metal-Legende sieht man ja leider nie außerhalb ihres Heimatlandes und für eine Band, die gefühlt alle fünf, sechs Jahre mal einen Auftritt spielt, waren die Herren extrem gut eingespielt. Auch DOOMSWORD konnten einmal mehr überzeugen, auch wenn die Truppe wohl in ihrem Leben keinen gut eingespielten Auftritt mehr abliefern wird. Sehr schön war's vor Ort und wenn nichts dazwischen kommt, werden wir im nächsten Jahr wieder nach Athen aufbrechen.
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von Jhonny » Sonntag 15. März 2015, 22:30
Das klingt klasse! Zudem natürlich ein wunderbares Lineup... aber bisher käme ich ehrlich gesagt nicht auf die Idee, für ein Konzert ins Ausland (außer vielleicht ins nahe Österreich) zu fahren...
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von Rüdiger Stehle » Sonntag 15. März 2015, 22:46
Ich war bisher auf einem Konzert im formellen Ausland, und zwar bei Cruachan in Innsbruck.
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
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von Jhonny » Sonntag 15. März 2015, 23:20
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Ich war bisher auf einem Konzert im formellen Ausland, und zwar bei Cruachan in Innsbruck.
Ja, so etwas könnte ich mir auch gut vorstellen.
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