Iron Maiden

Re: Iron Maiden

Beitragvon Holger Andrae » Samstag 20. Juni 2015, 22:11

'Starblind'? Hast Du wirklich 'Starblind' als Beispiel angeführt, mein kleiner Schnuffel-Grieche?
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Re: Iron Maiden

Beitragvon Pavlos » Samstag 20. Juni 2015, 22:22

Ja, Hase.

Starblind.

Ein unfassbar packendes Säge-Riffing (was bei Maiden nowadays schon Seltenheitswert hat), hammergeile Gesangslinien (besonders in den Strophen), ein gewohnt starker Refrain und ein fast schon proggiger Beat.

That´s what it takes to make the Schnuffel-Grieche happy!!!
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Re: Iron Maiden

Beitragvon frankjaeger » Samstag 20. Juni 2015, 22:56

Hach, Pavlos, du bist kein Fan, du bist Jünger :grins: Aber es sei dir gegönnt, ist ja schön, wenn du so eine Begeisterung zeigen kannst, auch wenn ich das angesichts dessen, dass du einen Song der letzten Scheibe anführst, mit kurzzeitigem Entgleisen einiger Gesichtszüge zur Kenntnis nehme oO Ich war kurz versucht, die Scheibe mal schnell einzulegen, um nochmal nachzuhören, habe aber festgestellt, dass ich heute Abend doch keinen gesteigerten Hang zu Masochismus habe ;-)
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Re: Iron Maiden

Beitragvon salisbury » Sonntag 21. Juni 2015, 01:16

frankjaeger hat geschrieben:Ich erlebe das ja selbst - nach 25 Jahren, die ich über Musik schreibe, fällt es mir schwer, totale Begeisterung zu empfinden oder gar ungezügelte Vorfreude.


Die neue MAIDEN ist mir zwar relativ egal, aber ich bin froh, Franks Einschätzung NICHT zu teilen. Ich glaube das mit der Begeisterung für Musik und Vorfreude wird bei mir nicht abreissen. Ich bin aber auch nicht der "früher war alles besser"-Typ. Mit Heißhunger sauge ich aktuelle VÖs auf und ehre und worshippe sie wie damals meine Faves von SAVATAGE bis PSYCHOTIC WALTZ. Ob alte Acts wie RHAPSODY oder KATATONIA oder neue wie BENT KNEE oder DARKYRA, sie können mich grenzenlos begeistern und ich bin so unbeschreiblich froh darüber. Ich wünsche Dir, Frank, dass dies vielleicht wieder zurück kommt oder - noch besser - dass es nicht so ist, wie es auf Basis des Geschriebenen erscheint. Ich glaub das auch gar nicht. Wer so viel Herzblut investiert wie Du, MUSS von der Musik begeistert sein oder wie funktioniert das dann?
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Re: Iron Maiden

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 21. Juni 2015, 03:14

Na ja, also ich bin heute auch "anders" begeistert als damals. Zwar zum Teil schon immer noch immens, gerade die Vorfreude auf neue Scheiben meiner alten Helden reißt nie ab, und wenn eine neue Manowar, Manilla Road oder Isvind kommt, dann sieht man mich auch mal durch's Wohnzimmer hüpfen oder morgens um 9:00 Uhr vorm Media Markt. Aber bei mir ist es schon auch so, dass eine gewisse ärgerliche Abgeklärtheit dem Ausflippen oft im Wege steht. Ich bin so ehrlich zu sagen, dass ich an sich immer primär der Metaller war und nicht der Musikfan. Sprich, für mich war Metal immer schon so eine Art Religion, und man hat gerne weit mehr darin gesehen, als nur Musik. Wäre Metal für mich nur Musik gewesen, dann hätte mich das wohl genauso wenig interessiert, wie all die Musik, die mich vorher (nicht) erreicht hat. Und das erwarte ich im Prinzip auch heute noch. "Nur-Musik" schafft es selten, bei mir voll durchzuschlagen, und da ich natürlich heute nicht mehr so schnell durch Sachen wie "Norwegen 1993" zu packen bin, muss mich eine Band halt immer noch auf einer anderen Ebene ansprechen als nur mit der Musik. Das ist ganz komisch und auch schwer zu erklären, aber da gibt es irgendwo eine unsichtbare Linie, die darüber entscheidet, ob ich eine Band zwar musikalisch super finde, sie mich aber trotzdem nicht wirklich interessiert; oder ob eine Band voll und ganz "die meine" wird. Mir wird da selbst oft nicht so recht bewusst, was da wirklich den Ausschlag gibt. Es hat vage natürlich mit den üblichen Rollenspielerklischees zu tun: Legende, Ikonographie, Image, Outfit, Logos, Artworks, Lyrics. Eine Band mit starkem Image hat meist größere Chancen bei mir zu landen, als eine Prognasenkapelle ohne ebensolches, die einfach nur Mucke zocken will. Aber das Image ist natürlich auch nicht allein der entscheidende Punkt.

Den neuen SLAYER-Song finde ich übrigens wirklich richtig gut. Mit jedem Durchlauf besser. Slayer ist auch so eine Band, die mich fesseln kann. Die hat das alles, was mich die unsichtbare Linie überschreiten lässt. Obwohl Hannemann nicht mehr ist. Und obwohl sie nach "Seasons" nie mehr das war, was sie bis dahin war. Trotzdem immer noch "meins" und ich freue mich riesig auf die neue Scheibe.

Bei Maiden freue ich mich weniger, weil da die Beziehung eh nie so intensiv war, wie zu Slayer, und weil mich da halt schon mehrere Alben in Folge eher ernüchtert haben. Trotzdem bin ich auch hier sehr gespannt und mit dezenter Vorfreude ausgestattet. Für einen Sofortkauf wird es sicherlich ausreichen.

Was ich manchmal vermute, ist, dass sich aber tatsächlich oft der Euphorieschwerpunkt noch mehr aufs Sammeln als aufs Hören verlegt. Das kommt aber immer auch auf die mentale Fitness an. Am Sammeln und Archivieren habe ich immer einen Heidenspaß; für die Musik ist oft die Aufmerksamkeitsspanne zu kurz. Wenn die Muße aber da ist und ich mir mal Zeit für ein Album nehmen kann, dann bin ich - so meine ich - immer noch sehr begeisterungsfähig.

ISVIND!!!
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Re: Iron Maiden

Beitragvon Jhonny » Sonntag 21. Juni 2015, 09:00

Pavlos hat geschrieben:Solange sie immer noch hammergeile Stücke wie ´Starblind´, ´The Talisman´und ´When The Wild Wind Blows´ erschaffen und ich ergriffen mit den Tränen ringen muss, wenn ich die Band auf der Bühne sehe weil ich dabei stets das Gefühl habe, dass sie immer noch bereit sind, sich für jeden einzelnen Anwesenden den runzeligen Arsch abzuspielen, so lange dürfen und sollen sie bitte weitermachen. Und da ist es mir scheissegal, ob andere den Weg nicht mehr mitgehen wollen. Maiden wollen ihn und ich folge. Früher, jetzt, immer!!!!


UP THE IRONS.

MAIDEN.

FOREVER.


:zugabe: :riffing: :weihraucher: :bier2:

Yeah, Pavlos!
Starblind und The Talisman sind zwei absolute Highlights der letzten Scheibe gewesen. Where The Wild Winds Blow ist mir an manchen Tagen etwas zu austauschbar, aber natürlich trotzdem ein guter Song.
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Re: Iron Maiden

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 21. Juni 2015, 10:53

Ich finde mich in großen Teilen in Rüdigers Antwort zum Thema "Vorfreude und Euphorie" wieder. Es gibt wenig Veröffentlichungen denen ich, wie damals, wochenlang entgegen fiebere. Da ist man zum vermeintlichen VÖ Tag in die Innenstadt gefahren und hat die Verkäufer genervt. Das war zum Beispiel bei der ersten Malice ganz schlimm, weil die ja erst ein Jahr später erschien und die Magazine das Teil schon abgefeiert hatten. Aber das ist nur einer von unzähligen Beispielen. Heute freue ich mich dann eher, wenn ich tatsächlich das SEDITION Vinyl bekomme. das wird dann zu Hause auch ausgiebig abgfeiert und da kommt beim Anhören dann auch wieder dieses fast vergessene Gefühl von damals hoch. Ebenso bei der aktuellen Armored Saint. Da war ich beim ersten Lausch schon komplett im Rausch und bin es noch immer.
Bei den großen Bands ist es eher ein "ach, wie schön, da kommt noch was"-Erlebnis. Da ist die Begeisterung oftmals bei kleineren Truppen größer. Sei es eine NWoBHM-Perle (aktuell:Soldier!), eine Thrashhimbeere (Comaniac, Ulysses Siren) oder so ein Wahnsinnsteil der ganz anderen Art, siehe Dystopian oder Villagers Of Ionannina City.

Doch, Euphorie gibt es hier noch (wieder).
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Re: Iron Maiden

Beitragvon salisbury » Sonntag 21. Juni 2015, 11:19

Holger Andrae hat geschrieben:Da ist man zum vermeintlichen VÖ Tag in die Innenstadt gefahren und hat die Verkäufer genervt.


Das habe ich - trotz Euphorie - irgendwie nie gemacht. Damals kannte ich sowas wie VÖ-Daten auch gar nicht. Ich hab halt Rock Hard gelesen, geguckt, was rauskommt und bin dann irgendwann mal mit der Liste in den CD-Laden gefahren (meist Müller oder Media Markt) und hab angecheckt, was da war.

Und heute kann man ja online alles bestellen (oder bekommt es vorher ;-) )

Doch, Euphorie gibt es hier noch (wieder).


:dafuer:
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Re: Iron Maiden

Beitragvon Siebi » Freitag 26. Juni 2015, 11:42

Sally lebt in einer anderen Welt, das ist der Knackpunkt unserer musikalischen Weltbilder. :grins:

Hey, back in the summer of '84. August war es, das Wetter an dem Tag grad bescheiden regnerisch. Was also tun? Mit meinem Kumpel Hilli rein in den WOM in der Neuhauser Str. zu München und den metallischen Verkaufsexperten wieder einmal genervt, wo denn die „neie Mäidn“ aka "Powerslave" bliebe, da war doch was mit Sommer und VÖ und Tourdaten gab es auch schon.

Der nette Langhaardackel erhörte uns mit einem "Ihr zwoa scho wieda"! und zeigte auf Poster in Übergröße, die die EMI für die Verkaufsräume zur VÖ vorsah. Er hat jedem von uns eins geschenkt und auf den VÖ-Tag im September verwiesen. September? Meine Güte, wie soll man das denn bis dahin aushalten? "Ja mei", sagte er, "dann nehmt’s hoid die do mit. Die haut nei, sog i eich!"

So verließ zumindest mein Kumpel Hilli mit einem frischen Exemplar der „Ride The Lightning“ den Laden, ich nahm das aktuelle Rock Hard No. 8 oder 9 an der Kasse mit, danach ging's heim und wir lauschten dem Fire, das mit Fire gefightet wird. W.A.H.N.S.I.N.N.! Und dann kam ja in 5 bis 6 Wochen der Powersklave... Mei, schöne Teenagerzeiten waren das!

Und so ähnlich verlief das mit Flotsam, Malice, Hexx, Vicious Rumors, Heathen, Death Angel, Overkill, Testament, Abattoir, Anthrax, einfach alles, wo irgendwo ein Termin in Fanzines benannt war oder der Verkäufer die Daten zum Abschreiben an uns weiterreichte. Kann ich mich noch bei der VÖ zur „Feel The Fire“ erinnern. Wir zu viert alle Daten fein säuberlichst mit spitzen Bleistiften notiert, Label, Katalog- und Bestellnummer, haha. Den Megaforce-Import gab’s für 50 DM, WOM-Preise der Zeit, wir warteten auf die Noise-VÖ, wo der „Sonic Reducer“ zusätzlich sein Unwesen trieb, so die Info im RH. Gekauft aber dann im zeitglich bewährten ELPI-Shop in der Adolf-Kolping-Str., der preislich einfach angenehmer, das Sortiment zu der Hochzeit Mitte bis Ende der 80er ein Quell der Metalfreuden war! Hach, mir wird ganz blümerant... :yeah:
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