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von Pillamyd » Dienstag 28. Juli 2015, 10:42
Martin van der Laan hat geschrieben:@Pillamyd: Zu TIAMAT ist zu sagen, dass "Wildhoney" sich deutlich von "Clouds" unterscheidet, ich liebe beide Scheiben. "Wildhoney" ist ein ziemlich beseeltes, bekifftes Album mit "Abendsonne über Naturlandschaft"-Atmosphäre. Ein ganz besondere, faszinierende Platte. "Clouds" ist ein eher düster-theatralisches Werk mit Resten der Death-Metal-Vergangenheit, eingängig-hymnischen Songs mit leicht symphonischer Färbung. Habe "Clouds" genommen, weil eben mehr über "Wildhoney" gesprochen wird. Und vielleicht noch mal intensiver in die WARRIOR SOUL reinhören, die braucht ein bisschen, könnte aber auch bei dir zünden!! 
Ich glaube ich probiere es dann doch mit der "Clouds" als erstes. Beim reinhören der beiden Scheiben erschlich sich das Gefühl, "Clouds" würde mir zur Zeit mehr taugen In "Warrior Soul" habe ich tatsächlich die Tage nochmal auf youtube reingehört. Das Teil steht auf meiner Einkaufsliste 
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Pillamyd
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von Martin van der Laan » Samstag 4. März 2017, 22:44
Da es hier gerade Nachschläge zu TOP100 Listen gab, und ich es im Grunde überhaupt nicht leiden kann etwas unvollendet zu lassen, möchte ich Euch den Rest der damals erstellten Liste noch kurz vorstellen. Platz 24:SACRED REICH - The American Way Nennt mich komisch, aber ich liebe diese auf den ersten Blick vielleicht eher unscheinbare Platte über alles. Rational erklären kann ich das nicht. Klar, der saftige Groove, das superpräzise Schlagzeugspiel, die exzellente Produktion, das mitreißende Songwriting, die intelligenten Texte... aber das erklärt irgendwie alles nicht, warum ich jedes Mal fast Pipi in den Augen habe vor Freude, wenn ich dieses Album höre. Vermutlich liegt es auch in diesem Fall daran, dass ich "The American Way" in einer ganz besonderen Lebensphase entdeckt habe. Für die Spätergeborenen: SACRED REICH aus Phoenix, Arizona, debütierten 1986 mit ihrem "Draining You Of Life"-Demotape, das in der Szene schnell einen heftigen Kult-Status erlangte und sich zu einer viel gesuchten Rarität entwickelte. Ein Jahr später feuerten Metal Blade das Debüt-Album "Ignorance" auf die Menge, ein ruppiges, gnadenlos gutes Stück Speed/Thrash-Metal made in USA. Nach der "Surf Nicaragua"-EP (1988) erschien 1990 "The American Way", das oberflächlig betrachtet gemäßigtere Töne anschlug, aber trotzdem - oder gerade deshalb - erst die ganze musikalische Klasse der Truppe um Phil Rind und Greg Hall offenbarte. Sensationell!! Die Nachfolger "Indepedent" (1993) und "Heal" (1996) gefallen mir auch immer noch, kommen aber an die Klasse des hier vorgestellten Meilensteins nie und nimmer heran. Hörbeispiele: Crimes Against HumanityWho's To Blame?Love... HateThe American Way
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von Jhonny » Samstag 4. März 2017, 22:56
Hmm, die Scheibe habe und kenne ich, aber wirklich erschließen konnte sich mir noch nicht, warum sie oft so hoch gehandelt wird. Da konnte mich viel 80er Thrash wesentlich schneller begeistern.
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von Martin van der Laan » Samstag 4. März 2017, 23:02
Oh Gott, wenn ich hier zu jeder Platte so viel labere, werde ich wieder nicht fertig mit der Liste... Platz 23:HEATHEN - Victims of Deception Muss ich nicht viel zu erklären, oder!? Höchstens warum ich "Victims of Deception" (1991) in die Liste genommen habe und nicht "Breaking the Silence" (1987). Weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr, vermutlich habe ich eine Münze geworfen. Für mich die Krone der Bay Area-Thrash-Schöpfung, aller anderen viel größeren Namen zum Trotz. Dieses Album kann ich einfach nicht hören ohne zum kopfschüttelnden und Luftgitarre spielenden Freak zu mutieren. Und das Schöne ist: Im Gegensatz zu all den unzähligen mittelmäßig-enttäuschenden Comebacks dieser Metal-Welt kommt das 2010er-Album "The Evolution of Chaos" sehr nah an das überirdische Niveau der alten Klassiker heran. Enuff said! Hörbeispiele: Opiate of the MassesFear of the UnknownMercy is no VirtueHypnotized
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von Martin van der Laan » Samstag 4. März 2017, 23:22
Platz 22:SIEGES EVEN - Steps Vielleicht werden sogar die SIEGES EVEN- und SUBSIGNAL-Fans in diesem Forum eher verwundert sein, warum ich ausgerechnet "Steps" hier liste (statt "A Sense of Change" zum Beispiel) - ein Album, das 1990 viele Fans überrascht hat nach dem "Lifecycle"-Debüt. Für mich ist "Steps" einfach ein perfektes Prog-Album, Gänsehaut-Alarm pur, das fängt beim sensationellen Artwork an, geht bei der mystischen Theater-Atmosphäre weiter und endet bei dem faszinierenden musikalischen Feingefühl, das sich in den zunächst befremdlichen, vielleicht sogar verstörenden, aber dann mehr und mehr unf mehr aufblühenden Kompositionen zeigt. Dieses Album habe ich nächtelang völlig fasziniert angehört, gerade als junger Mensch, der erst über die Klassik und den Jazz zum Metal gekommen war, habe ich diesen Stoff aufgesaugt wie ein Schwamm. Und mich - by the way - 2005 wie ein kleines Kind über diese Göttergabe namens "The Art of Navigating By The Stars" gefreut... Hörbeispiele: Tangerine Windows of SolaceSteps
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von Martin van der Laan » Samstag 4. März 2017, 23:36
Platz 21SHADOW GALLERY - Tyranny_albumcover.jpg/220px-Tyranny(SG)_albumcover.jpg) Über diese ebenso begnadete wie gnadenlos unterbewertete Band könnte ich ganze Romane schreiben. Mache ich aber nicht, keine Angst. Ich bitte nur alle Leser, die denken mit melodischem Progressive-Metal/Rock irgend etwas anfangen zu können, sich mal mit SHADOW GALLERY zu beschäftigen wenn noch nicht geschehen, vor allem mit der hier gelisteten "Tyranny" (1998) und dem Nachfolger "Legacy" (2001) . Ich liebe diese Band wirklich abgöttisch und lege ihre Musik immer dann auf, wenn ich mich richtig gut fühle und diesen Zustand möglichst genießen und lange erhalten will. Kann man einer Band ein größeres Kompliment machen? Hörbeispiele: Stiletto in the Sand / War for SaleMysteryOut of NowhereHope for Us
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von Havoc » Samstag 4. März 2017, 23:47
Martin van der Laan hat geschrieben:Gänsehaut-Alarm pur, das fängt beim sensationellen Artwork an  .....vermutlich habe ich mir das Ding auch wegen dieses Artworks bisher nicht gekauft. Was SHADOW GALLERY betrifft. Unterschätzt mir mal nicht die fabelhafte "Room V" und das wirklich sehr gute letzte Werk. Das Debüt fehlt mir immer noch. Ansonsten. Alles super von der Band.
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von Martin van der Laan » Samstag 4. März 2017, 23:49
Platz 20:DREAM THEATER - Images & Words Über diese Band wird ja nun wahrlich genug diskutiert, wenn auch nicht immer auf besonders hohem Niveau. Ich zumindest möchte keinen Ton aus dem inzwischen sehr umfangreichen Oeuvre dieser Band missen, ich kann mich wunderbar in diese Musik versenken und sie in vollen Zügen genießen. Sowohl das umwerfende Debüt "When Dreams and Day Unite" (1989) als auch der Nachfolger "Images & Words" (1992) haben mich seinerzeit total geflasht und mein Musikverständnis signifikant erweitert. Das war und ist tiefe Faszination und Bewunderung und geht damit weit über einfache Begeisterung und sonstige affirmative Impulse hinaus. Darum muss eines dieser beiden Alben einfach hier ganz weit vorne auftauchen. Hörbeispiele: MetropolisTake the TimeLearning to Live
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von Havoc » Samstag 4. März 2017, 23:55
Martin van der Laan hat geschrieben:Das war und ist tiefe Faszination und Bewunderung und geht damit weit über einfache Begeisterung und sonstige affirmative Impulse hinaus.
Der Satz liest sich einfach wunderbar und beschreibt ziemlich genau auch meine Wahrnehmung. Es hört sich manchmal vielleicht ein wenig blöde an....aber es werden wohl keine Bands öfters erwähnt, als Vergleich herangezogen und in den Dreck gezogen als Manowar und eben Dream Theater. Allein das sagt alles aus. Ich sag nur FC Bayern (und ich mag die nicht  )....alles klar?
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von Martin van der Laan » Sonntag 5. März 2017, 00:09
Platz 19: SKYCLAD - A Burnt Offering for the Bone Idol Dass SKYCLAD im oberen Viertel dieser Liste auftauchen würde, war von Anfang an klar. Welches Album es sein würde dagegen ganz und gar nicht. Ich habe mich mit dem zweiten Longplayer "A Burnt Offering for the Bone Idol" (1992) für eines der urwüchsigen Frühwerke entschieden, das dank seiner enormen Kraft und Hymnendichte bis heute sehr regelmäßig bei mir läuft. Es wird immer mal wieder gerne von ehrlicher und authentischer Musik schwadroniert - wenn ich so etwas höre oder lese, muss ich immer sofort an SKYCLAD denken. Die Alben dieser heftig sympathischen Truppe um die alten SATAN-/PARIAH-Haudegen Graeme English und Steve Ramsey und SABBAT-Frontsau Martin Walkyier (bis 2001 an Bord) haben mich durch viele Lebensabschnitte begleitet und sind mir allesamt unheimlich ans Herz gewachsen - Teil der Familie geworden sozusagen. Hörbespiele: A Broken Promised LandMen of StrawDeclaration of IndifferenceSpinning Jenny
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