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von Peter Kubaschk » Sonntag 6. September 2015, 09:48
Havoc hat geschrieben:Trotzdem hat mich Peters Kritik an den Vocals gewundert. Ansonsten hört sich das eher immer so an als wenn Dickinson unantastbar wäre. Auch auf den neueren Alben.
Also ich kenne schon diverse Leute, die Bruce' Leistung auf "The Final Frontier" nicht so prall fanden, allerdings ist es da auch zum ersten Mal wirklich aufgefallen. Und jetzt lässt sich das eigentlich nur verleugnen, wenn es nicht hören WILL. Havoc hat geschrieben:Denn unabhängig von der Qualität dieses Albums ist IRON MAIDEN als sympathisches und bodenständig wirkendes Aushängeschild des Heavy Metals weiterhin von größter Bedeutung
Das ist wohl das zweite Ding. Findet ihr die Band wirklich sympathisch und bodenständig? Also bei mir kamen die bisher eher nicht so rüber. Wohl auch deswegen steht MAIDEN bisher nicht höher in meiner Gunst. Liegt vielleicht auch an dem ganzen Drumherum....Maiden-Flugzeug etc. Auf mich wirken sie jedenfalls nicht besonders sympathisch. Vor allem Harris nicht. Keine Ahnung warum. Vielleicht tue ich Ihnen damit auch Unrecht.
Verglichen mit MANOWAR, RUNNING WILD oder VIRGIN STEELE sogar äußerst sympathisch. (  @ Rüdiger) Auf der Bühne, neben der Bühne, in Interviews. Sogar das mit dem Flugzeug finde ich sympathisch, weil Bruce es selbst fliegt. Ist ja nicht so, dass sie sich keinen Piloten leisten könnten.
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von lenbert » Sonntag 6. September 2015, 09:50
Havoc hat geschrieben:Denn unabhängig von der Qualität dieses Albums ist IRON MAIDEN als sympathisches und bodenständig wirkendes Aushängeschild des Heavy Metals weiterhin von größter Bedeutung
Das ist wohl das zweite Ding. Findet ihr die Band wirklich sympathisch und bodenständig? Also bei mir kamen die bisher eher nicht so rüber. Wohl auch deswegen steht MAIDEN bisher nicht höher in meiner Gunst. Liegt vielleicht auch an dem ganzen Drumherum....Maiden-Flugzeug etc. Auf mich wirken sie jedenfalls nicht besonders sympathisch. Vor allem Harris nicht. Keine Ahnung warum. Vielleicht tue ich Ihnen damit auch Unrecht.
Ich kann deine Ansichten hier teilweise nachvollziehen, aber IRON MAIDEN ist eben eine der letzten aktiven Bigger-Than-Life-Bands und das leben die Jungs auch aus. Show und Theater sind wesentliche Teile von IRON MAIDEN, Eddie wohl einer der größten fiktiven Rockstars. Ich persönlich halte das eigene Flugzeug für eine tolle Möglichkeit, Touren in Ländern bzw. Kontinenten durchzuziehen, in denen es mit herkömmlichen Mitteln (Bussen und Lastwagen) eher schwierig ist. Zudem hat die Band einen ausgebildeten Piloten in den Reihen und (vermutlich) Geld wie Heu. Also warum nicht? Ein anderer Aspekt sind die Musiker hinter der Band. Was ich bisher so in Interviews gehört und gelesen habe, sind diese doch recht bodenständig geblieben und scheinen Spaß an der Sache zu haben. Ich kann mich an keine Interviews erinnern, die in mir große negative Gefühle auslösten, aber so genau verfolge ich das Ganze auch nicht. Mich persönlich stört bei MAIDEN nur die Flut an - in meinen Augen sinnlosen - Veröffentlichungen. So viele Best-Ofs und Live-Alben müssen nicht sein. EDIT: Peter war ein klein wenig schneller.
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von Peter Kubaschk » Sonntag 6. September 2015, 10:12
Zumal ich auch die "Familienbande" innerhalb der Truppe sehr sympathisch finde. Vorbands sind häufig (auch) Truppen, die in einem familiären Verhältnis zu Steve Harris oder einem anderen Bandmitglied stehen. Ob das nun die Tochter ist, VOODOO SIX oder ZICO CHAIN.
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von Rüdiger Stehle » Sonntag 6. September 2015, 10:18
Peter hat es mir, ohne selbst dazu zu gehören, vorweg genommen. Iron Maiden gilt halt per definitionem in wahrhaftigkeitsmetallischen Kreisen als die sympathische große Band, speziell in Abgrenzung zu Metallica, Slayer und Manowar; die mit Lars Ullrich, Kerry King und Joey DeMaio eben die personifizierten Anthipathen in Reihen zu haben scheinen. Ich kann's ein Stückchen weit verstehen, weil eben die Iron Maiden Musiker wirklich sehr selten bis nie wirklich krassen Blödsinn verzapft haben, und es eben auch nicht die üblichen "Schmutzige Wäsche"-Geschichten mit ex-Bandmitgliedern und anderen ex-Weggefährten gibt, die bei anderen Truppen an der Tagesordnung sind. Klar, DiAnno lässt keine Gelegenheit aus, über Maiden abzulästern, aber die ehemaligen Kollegen halten sich mit Retourkutschen auffällig zurück; auch der Umgang mit Gers nach Smiths Rückkehr, die Clive-Burr-Unterstützung usw... Da gibt es schon sehr vieles, das die Band einfach nicht ganz so krass weltfremd und arrogant wirken lässt, wie den einen oder anderen Rockstar-Kollegen. Mir ist das ja alles nicht so wichtig, aber Peters Beobachtung teile ich da schon weitgehend.
Peter, was mir auffällt: Du gibst der neuen Maiden 7,5 Punkte und findest sie aber besser als TFF, der du 8 Punkte gegeben hast. Mir geht's jetzt nicht um die Inkonsequenz; die wird sich bei jedem Soundchecker irgendwann auftun, sondern vielmehr darum, ob die TFF seit dem Review so stark abgebaut hat, oder ob du heute einfach weniger in Maiden-Stimmung bist als damals.
Dass die Neue besser ist als TFF, das scheint ja eine sehr, sehr weit verbreitete Einschätzung zu sein.
Was mich angeht, habe ich jetzt gerade den 10. Versuch mit TBOS am Laufen und bin zuversichtlich, dass es der erste sein wird, bei dem ich nicht während "The Red And The Black" einschlafe.
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von Rüdiger Stehle » Sonntag 6. September 2015, 10:20
lenbert hat geschrieben:Mich persönlich stört bei MAIDEN nur die Flut an - in meinen Augen sinnlosen - Veröffentlichungen. So viele Best-Ofs und Live-Alben müssen nicht sein.
Die stört mich gerade bei Maiden nicht, weil sie eben wirklich sinnlos sind und ich sie deshalb eben nicht kaufen muss. Stören würde es mich, wenn sie unveröffentlichte Bonustracks hätten, mit welchen andere Bands gerne Kaufzwang für ansonsten sinnlose Releases zu generieren pflegen.
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von Peter Kubaschk » Sonntag 6. September 2015, 10:40
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Peter, was mir auffällt: Du gibst der neuen Maiden 7,5 Punkte und findest sie aber besser als TFF, der du 8 Punkte gegeben hast. Mir geht's jetzt nicht um die Inkonsequenz; die wird sich bei jedem Soundchecker irgendwann auftun, sondern vielmehr darum, ob die TFF seit dem Review so stark abgebaut hat, oder ob du heute einfach weniger in Maiden-Stimmung bist als damals.
Da kommen drei Dinge zusammen. Zum einen hat "TFF" doch recht stark abgebaut, zum anderen bin ich gerade sogar mehr in MAIDEN-Stimmung, weshalb ich "TBOS" noch mehr im Bandkontext sehe. Und da ist sie zwar gut, aber kann halt keinen Vergleich zu den ersten Alben standhalten. Zu guter letzte hatte ich eben auch die Chance das Album zwei Wochen und nicht nur einen Tag lang zu hören, von daher konnte ich da auch mehr auf Details, Stärken/Schwächen achten. Und Letzteres gibt es doch zu Genüge.
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von Havoc » Sonntag 6. September 2015, 10:44
Habe mir jetzt mal „Powerslave“ und „Piece Of Mind“ über youtube reingezogen. Erstere fand ich auf jeden Fall besser. Der Gesang gefällt mir besser und das epische Ende ist schon stark. Und ich fand „2 Minutes 2 Midnight“ irgendwie besser als ich es in Erinnerung hatte. Auch das Instrumental ist cool. Naja. Kein Wunder, dass mich ein Instrumental bei Maiden nicht stört. „Piece Of Mind“ läuft mir aber auch gut rein. Aber bereits nach nun zwei Alben reicht es mir so langsam wieder mit Bruce. Weitere Erkenntnis. Ich glaube was mich ebenfalls auf Dauer ein wenig stört ist dieses typische Bassspiel weswegen viele Maiden wohl so lieben werden. Das mag stark sein. Aber die Songs bzw. der Sound ähnelt sich dadurch auf vielen Songs. Naja. Immerhin verstehe ich jetzt immer mehr warum die Band so groß ist. Ich erkenne an, dass sie was können. Das war ja nicht immer so.  Und ich glaube sogar, dass ich mir in Zukunft noch das ein oder andere Album der Band holen werde. Dennoch wird das nicht mehr meine Lieblingsband werden. An Judas Priest und Manowar werden sie bei mir niemals auch nur ansatzweise herankommen.
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von Peter Kubaschk » Sonntag 6. September 2015, 10:51
Mit den ersten sieben Alben macht man nix falsch. Und billig sind sie in der Regel auch. Und irgendwie gehört MAIDEN halt doch in jeden Haushalt. 
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von Havoc » Sonntag 6. September 2015, 11:05
Peter Kubaschk hat geschrieben:Mit den ersten sieben Alben macht man nix falsch. Und billig sind sie in der Regel auch. Und irgendwie gehört MAIDEN halt doch in jeden Haushalt. 
Ich denke hier kommt dann auch etwas der Metal-Historiker in mir durch. Ich will die Alben irgendwie kennen. Sie interessieren mich aufgrund der Metal-Historie. Wenn alle darüber reden, dann will man ja auch irgendwann mal mehr wissen. Hach...vielleicht will ich ja unterbewusst einfach nicht mit Maiden klarkommen, weil ich mir die 16 Alben dann auch noch in den Schrank stellen muss. 
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von Rüdiger Stehle » Sonntag 6. September 2015, 11:07
Havoc hat geschrieben:An Judas Priest und Manowar werden sie bei mir niemals auch nur ansatzweise herankommen.
Bei mir sicherlich auch nicht, aber dennoch bin ich auch ein großer Maiden-Fan. Peter Kubaschk hat geschrieben:Da kommen drei Dinge zusammen. Zum einen hat "TFF" doch recht stark abgebaut, zum anderen bin ich gerade sogar mehr in MAIDEN-Stimmung, weshalb ich "TBOS" noch mehr im Bandkontext sehe. Und da ist sie zwar gut, aber kann halt keinen Vergleich zu den ersten Alben standhalten. Zu guter letzte hatte ich eben auch die Chance das Album zwei Wochen und nicht nur einen Tag lang zu hören, von daher konnte ich da auch mehr auf Details, Stärken/Schwächen achten. Und Letzteres gibt es doch zu Genüge.
Die zweite CD habe ich noch nicht angehört, aber die erste ist jetzt elfmal durch, wobei ich bei zehn Durchläufen jeweils immer einige Songs ganz oder teilweise verschlummert habe. Trotzdem sitzen die Songs bis auf "The Red and the Black" so langsam ziemlich gut, und daher traue ich mir schon nach der ersten CD die Prognose zu, dass mir "The Book of Souls" die liebste Iron Maiden auf jeden Fall seit "Brave New World", vielleicht sogar seit "Fear of the Dark" zu werden scheint. Ich bin bisher echt extrem positiv überrascht. Die Hoffnung auf ein starkes Album hatte ich ja bekanntlich schon durch Logo, Artwork und Credit-Verteilung; so 100% dran glauben wollte ich nach drei teils doch recht beträchtlichen Langweilern aber dann doch nicht. Auf CD1 finde ich bislang sogar echt wenige Schwächen. Meine drei Hauptkritikpunkte der letzten Alben sind weitgehend ausgemerzt: 1. Die Songs sind zwar immer noch überwiegend sehr ausladend, aber sie mäandern für mich nimmer so ziellos und höhepunktlos umher wie zuletzt. 2. Die Refrains werden immer noch recht oft wiederholt, aber es sind eben wieder echte, geile Refrains mit starken Hooklines und mehreren Zeilen, so dass nicht schluckaufmäßig drei Worte in Dauerschleife vernudelt werden. Genau so mag ich meine Maiden-Refrains. 3. Bruce Dickinson singt zwar bei einigen Hooks erkennbar angestrengt und am Limit, wenn er gewisse Höhen erreicht (z.B. bei 'The Great Unknown' oder eben 'The Red...'), aber er hat in meiner Wahrnehmung wieder mehr Biss und Wildheit in der Stimme. Summa summarum würde ich CD1 gerade irgendwas zwischen 8,5 und 9 Punkten geben, wenn man die Note durch das statistische Mittel der Songs ermittelt. Durch den positiv überraschten Gesamteindruck und das Gesamtpackage tendiere ich eher in Richtung 9. Aber nun warten wir mal auf die CD2. 
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