frankjaeger hat geschrieben:salisbury hat geschrieben:ich liebe 'Can I Play With Madness'
DAFÜR sollte man verbannt werden!

Ich finde den auch nicht schlecht
Vielleicht hab ich ja jetzt die Muse...
Also, wirklich schlecht finde ich kein Maiden-Album. So als Vor-Satz
Iron MaidenIch habe etwas gebraucht, um die Vorzüge des Debüts schätzen zu lernen. Da ich Maiden klar als Dickinson-Band kennen und lieben gelernt habe, war der Zugang hier schwer. Kurz nach dem Abi habe ich die Scheibe bestellt, es war eine meiner letzten beiden fehlenden Studio-Alben der Band. Heute finde ich sie deutlich stärker als Killers, es gibt keinen wirklich schwächeren Song. Die Bandhymne, "Charlotte The Harlott", "Phantom Of The Opera" oder "Prowler" - ein Highlight folgt dem anderen.
9,5 / 10KillersDer Zweitling steht schon deutlich länger in meiner Sammlung, anfangs schätzte ich die wilde Note von Songs wie "Murder In The Rue Morgue" oder "Killers" sehr, heute ist der Wert der Platte für mich etwas gesunken - aus meiner Sicht die schwächste Maiden-Scheibe der 80er. Gerade die zweite Hälfte des Albums fällt gegen dem starken Beginn leicht ab. Das ist meckern auf ganz hohem Niveau. Aber die anderen 80er Alben fand ich alle noch stärker.
9 / 10The Number Of The BeastFür mich klar die beste Metal-Scheibe aller Zeiten. Allein "Invaders" gehört schon zu den stärksten Openern überhaupt, und Songs wie "22 Acacia Avenue" oder "The Prisoner" gehen immer. "Hallowed Be Thy Name" ist der beste Metal-Song aller Zeiten, und Bruce Dickinson ist einer der Hauptgründe, weshalb ich diese Scheibe immer dem Debüt vorziehen werde.
10 / 10Piece Of MindsDer Abschied von jeglichen Punk-Wurzeln gelingt auf dieser Scheibe, die mit "Die With Your Boots On" einen meiner Maiden-Lieblingssongs zu bieten hat. Neben den guten Singles ("Flight Of Icarus" ist sicher die schwächere) sticht der grandiose Opener hervor, dazu "Revelations" und "Quest For Fire". Dazu definiert diese Scheibe für mich irgendwie zusammen mit Judas Priest und Saxon in den frühen 80ern das, was ich für Metal halte.
10 / 10PowerslaveAn Bruce alleine lag die überlegene Klasse der beiden Vorgänger nicht, das war hiermit schon bewiesen. Ich schätze "Powerslave" und lege sie gerne auf, habe aber immer das Gefühl, dass das Niveau der ersten und letzten beiden Songs zwischendrin nicht gehalten werden kann. Das Artwork entschädigt dafür aber fraglos.
9,5 / 10Somewhere In TimeWillkommen zurück in der Weltklasse. Emotional ist das für mich klar der schönste Maiden-Sound, auch wenn die Songs von TNOTB noch besser sind. Doch auch hier gibt es keinen Ausfall (wobei "Heaven Can Wait" für mich der schwächste Song einer großartigen Scheibe ist). "The Loneliness Of The Long Distance Runner" oder "Caught Somewhere In Time" gehören auf eine Maiden-Best-Of. Ach ja, bestes Artwork aller Zeiten?
10 / 10Seventh Son Of A Seventh SonDas Niveau des Vorgänger wird quasi gehalten, aber mit dieser Scheibe endet die Phase der Unantastbarkeit bei Maiden. Mit "The Evil That Men Do" gibts noch mal eine großartige Single, mit dem Titelsong eine Überhymne, auch "Moonchild" oder "Only The Good Die Young" sind weltklasse. Ich schätze die Gitarren-Synthies, ich mag die leicht progressive Ausrichtung. Finde ich z.B. besser als Powerslave oder die beiden Di'Anno Scheiben.
10 / 10No Prayer For The DyingDer Abschied aus der Weltklasse. Was für eine Enttäuschung diese Scheibe für mich war - und immer noch ist. Obwohl ich sie ca. 17 Jahre nach Veröffentlichung kennen lernte, war es für mich völlig unvorstellbar, wie Maiden so viel Durchschnitt auf eine Scheibe packen konnten. Heute sehe ich das etwas differenzierter und kann dem Album mehr abgewinnen, aber ein wirklich herausragender Song fehlt immer noch. Das schwächste Maiden-Album.
5,5 / 10Fear Of The Dark"Childhood's End", und auch sonst vieles richtig gemacht. Für mich war 1992 noch mal ein gutes Jahr für traditionellen Metal, auch Manowar waren ja noch mal in Topform. Warum Bruce hier für manche unmotiviert klingt? Habe ich nie verstanden. Anders als viele andere habe ich nicht den ganz so emotionalen Zugang zum Titelsong, den ich aber trotzdem richtig stark finde. Dafür gibt es viele weitere Songs, die ich interessant finde - man denke an "The Fugitive". Aber mit "Judas Be My Guid" schleicht sich auch ein wenig schwächeres Material ein. Trotzdem - "Killers"-Niveau konnte noch mal erreicht werden.
9 / 10The X-FactorDie Scheibe ist etwas zu lang, und es fehlt Bruce. Sonst ist es ein gutes Album mit feinen Nummern wie "Lord Of The Flies" oder "Sign Of The Cross", die oft zu unrecht geschmäht wird. Ich finde sie aus den oben genannten Gründen etwas schwächer als den Vorgänger, aber von den Blaze-Alben gewinnt sie klar.
8,5 / 10Virtual XIDie zweitschwächste Scheibe hat mit "The Clansman" einen Überhit. Ansonsten aber auch ein paar weniger starke Sachen... erinnert sich z.B. jemand an den Opener "Futureal"? Wer sich später über zu viel Wiederholungen ärgert, darf sich an "Lightning Strikes Twice" zurück erinnern. Oder "Don't Look To The Eyes Of A Stranger". Aber später singt Bruce... das hier ist einfach etwas zu wenig. Aber allein "The Clansman" reicht schon, um die ganze "No Prayer..." zu schlagen.
6,5 / 10Brave New World"The Wicker Man" ist einer der drei besten Maiden-Opener. "Ghost Of The Navigator", "The Nomad", "Brave New World", "The Thin Line Between Love And Hate", "Bloodbrothers", "Dream Of Mirrors" und "Out Of The Silent Planet" sind auch im perfekten Bereich. Mit dem besten Maiden-Sänger wieder in der besten Form.
10 / 10Dance Of DeathDas Zweitwerk der Reunion ist aus meiner Sicht unterschätzt. Mit "Paschendale" hat es den besten Maiden-Song seit 1988 zu bieten (wobei ich mir noch nicht sicher bin, ob das 2015 nicht geändert wurde). Auch der Titeltrack ist eine Wucht. Die Kritik an einem Song wie "No More Lies" kann ich nachvollziehen, aber irgendwie hat mich das nie so sehr gestört - v.a., weil ich das auf "Virtual XI" mit schwächerem Sänger deutlich nerviger fand. So bleibt ein sehr ordentliches Maiden-Album, das in meinen Jahres Top 10 2003 auftaucht, aber nicht (wie "Brave New World" 2000) uneinholbar vorneliegt.
8,5 / 10A Matter Of Life And Death2006 war ich wie weggeblasen, heute finde ich die Scheibe nur noch gut. Auch hier also würde es eher zu einem mittleren Platz in der Jahres-Top-10 2006 reichen. Nach dem relativ langweiligen Opener gibt es mit "Brighter Than A Thousand Suns", "These Colours Don't Run", "The Reincarnation Of Benjamin Bregg" oder "For The Greater Good Of God" eine ganze Reihe Schmankerl. Auf Dauer hätten ein paar kürzere Nummern aber nicht geschadet.
8,5 / 10The Final FrontierImmer noch eine der besten Scheiben von 2010 (wobei mit Atlantean Kodex, Accept, Blind Guardian und Helloween witzigerweiße nur deutsche Bands klar bessere Alben rausgebracht haben), gibt es hier ein ähnliches Niveau wie bei den beiden Vorgängern. Die absolute Weltklasse wird verpasst, aber zur Champions League Quali reicht es locker. Die schwächsten beiden Songs sind die ersten beiden, danach gibt es "Isle Of Avalon", "Starblind", "The Talisman" oder "The Man Who Would Be King" - etliche Songs, die auf den beiden Vorgängern auch eine gute Rolle gespielt hätten und auf "Brave New World" oder "Fear Of The Dark" nicht wirklich abgefallen wären. Auch bei diesem Album habe ich das Argument des unmotivierten Gesangs nie verstanden.
8,5 / 10The Book Of SoulsHier kann es nur ein Zwischenfazit geben nach 10 Durchläufen. Vielleicht wäre die Scheibe mit 2-3 Songs weniger eine 10-Punkte-Scheibe. "The Red And The Black" überstrahlt alles, aber auch "Empire Of The Clouds" oder "Tears Of A Clown" haben "Paschendale"-Niveau. Die durchaus vorhandenen etwas schwächeren Nummern sind gut - sie sind nur nicht überragend. Deshalb reicht es nicht zur Spitzennote. Wären sie "nur" gute Bonusnummern, wäre der Fall dagegen klar. Das gesamte Artwork der Scheibe ist nebenbei der Hammer.
9,5 / 10Missen möchte ich keine Scheibe, auch nicht "No Prayer For The Dying" oder "Virtual XI". Iron Maiden waren die beste Metal-Band der Welt. Und aus meiner Sicht sind sie es spätestens seit "Brave New World" wieder, mit konstant hochklassigen Veröffentlichungen, dem Metal-Sänger schlechthin (vor Halford, Dio, Adams etc.) und einem Gespür für wunderbare Songs.