Musikalische Erkenntnis des Tages

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon salisbury » Freitag 6. November 2015, 00:53

Hmm, für mich klingt das eher wieder nach oberflächlichem Gelaber voller Klischeebilder. Teufelsmusik? Spirituelles Konzept? Soso ;-) . Und dann wieder das Politisieren? Ich kenne ja SABATON nicht, aber woher wissen die, wo die gescholtenen Kollegen politisch stehen? Und dann, was hat dies mit Metal zu tun? Muss man dafür links sein? Und was macht dann Rüdiger? Und dann wird den Kollegen auch noch vorgeworfen, dass sie "realitätsfremd" sind? Das sind für mich eher diese satans-anbetenden Anti-Kosmiker, die wohl nach Ansicht des Verfassers die "Wahren" sind. Hmmm...

Also ich finde absolut keinen Punkt, dem ich hier Gewissens zustimmen könnte, sagt mir mein denkendes Gehirn.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Freitag 6. November 2015, 01:48

Thommy, ich bin ja nun relativ selten bei dir, was die Definitionen des wahren Stahls angeht. Aber das Geblubber von Ram finde ich nun tatsächlich auch nicht besonders smart. Es gibt sehr viele große US-Metal-Bands und Musiker, die exakt auf Bush-Linie sind, und das führt sicher nicht dazu, dass sie weniger Metal wären als Ram. Larry Howe, Jon Schaffer, Ted Nugent, Sean Peck, George Call... manche davon lassen keine Gelegenheit aus, auf Facebook US-Veteranen zu glorifizieren und Donald Trump zu feiern. Macht sie das weniger Metal als Ram? Ich meine nicht, aber gut, sei's drum. Wenn man schon jemanden ausgrenzen will, dann bitte auf musikalischer Grundlage und nicht auf politischer.

salisbury hat geschrieben:Muss man dafür links sein?

Hah, ich werf mich weg! Links... das sind doch die Dinger, auf die man klicken kann, oder? Gibt's sonst noch Links? In meiner Welt nicht. Aber das hat RAM ja nun wirklich mit keinem Wort gefordert, oder? Sie sagten "anti-establishment". Gegen das Establishment ist auch die Rechte; vielleicht mehr, als es die Linke ist. "Dunkle, spirituelle Konzepte" klingt nun auch nicht besonders links, oder? Wobei der große FJS den großen Satan schon durchaus links der Mitte wittert, und er muss es ja wissen. Antikosmisch ist die Aussage der Rammböcke nun sicherlich auch nicht, wobei Antikosmiker wie Nödtveidt aber wiederum auch nicht das Paradebeispiel für passionierte Linke sind, was?

Und was macht dann Rüdiger?

Ja, was macht der denn bloß? Der bleibt einfach Heavy Metal. Denn dunkle, spirituelle, anti-etablierte Konzepte findet er durchaus reizvoll. Militaristische aber auch. Unnu...?
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Peter Kubaschk » Freitag 6. November 2015, 07:44

Jeder Musiker, der so über SABATON herzieht, ist ein guter Musiker. So einfach ist das.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Holger Andrae » Freitag 6. November 2015, 08:53

Peter Kubaschk hat geschrieben:Jeder Musiker, der so über SABATON herzieht, ist ein guter Musiker. So einfach ist das.

Um nichts Anderes ging es mir.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Chavo89 » Freitag 6. November 2015, 08:58

Und dass SABATONs "Inhalte" sehr, sehr oberflächlich, relativierend, geschichtsvergessen und anti-empathisch sind, sollte jeder heraus hören.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon salisbury » Freitag 6. November 2015, 10:47

Peter Kubaschk hat geschrieben:Jeder Musiker, der so über SABATON herzieht, ist ein guter Musiker. So einfach ist das.


Haha, na dann, okay :grins:

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie sehr ihr Euch an diesen SABATON reibt. Das muss man erst mal schaffen. Irgendwann kauf ich mir doch mal ne CD, einfach aus Neugierde, was so schlimm dran ist. Oder was so genial daran ist, weil extrem viele Metaller drauf ja auch steil gehen. Ein faszinierendes Phänonem irgendwie...
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon salisbury » Freitag 6. November 2015, 11:07

Rüdiger Stehle hat geschrieben:
salisbury hat geschrieben:Muss man dafür links sein?

Hah, ich werf mich weg! Links... das sind doch die Dinger, auf die man klicken kann, oder? Gibt's sonst noch Links? In meiner Welt nicht. Aber das hat RAM ja nun wirklich mit keinem Wort gefordert, oder?


Na, auf der Bush-Linie sein darf man ja schonmal nicht und ich denke nicht, dass der Herr RAM rechts davon steht. Und Anti-Establishment? Im Zusammenhang mit Metal? Na, ja er schreibt ja das das vielleicht früher so war und heute verloren gegangen ist und er schiebt den schwarzen Peter Bands wie SABATON zu. Aber zumidest verändern die ja mal was und gehen eigene Wege, ecken an und werden geliebt oder gehasst, während RAM im Großen und Ganzen - schön brav und auf alle (Kompositions-)Regeln achtend - JUDAS PRIEST kopiert. Anti-etabliert ist das schon seit nun fast Jahrzenten nimmer!
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Jhonny » Freitag 6. November 2015, 11:19

Immer wieder schön, anderen das "Metal sein" abzusprechen.
SABATON haben sich den Arsch abgespielt, sich hochgetourt und ein Konzept durchgezogen. Davor habe ich großen Respekt. Dass ihre Musik auf den ersten beiden Alben wesentlich hochklassiger war als heute, ist einfach so, aber trotzdem behalten sie meinen Respekt - ich sehe sie mittlerweile so wie GRAVE DIGGER oder RAGE - keine hochklassigen Alben heute, aber auch keine Stinker - und an der Live-Front ständig unterwegs.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon salisbury » Freitag 6. November 2015, 11:36

Jhonny hat geschrieben:Immer wieder schön, anderen das "Metal sein" abzusprechen.
SABATON haben sich den Arsch abgespielt, sich hochgetourt und ein Konzept durchgezogen. Davor habe ich großen Respekt. Dass ihre Musik auf den ersten beiden Alben wesentlich hochklassiger war als heute, ist einfach so, aber trotzdem behalten sie meinen Respekt - ich sehe sie mittlerweile so wie GRAVE DIGGER oder RAGE - keine hochklassigen Alben heute, aber auch keine Stinker - und an der Live-Front ständig unterwegs.


Danke, Jhonny!!! Und genau DAS ist, wofür eine Band - zumindest bei mir und egal ob sie mir gefällt oder nicht - Respekt verdient. Ein Konzept entwerfen, es durchziehen, hart am Ball bleiben, Chancen zu ergreifen, wenn sie sich bieten. Jeder weiß, dass man im Musikbusiness Idealist sein muss, vor allem, wenn man Geld damit verdienen will und jeder der das längerfristig schafft, hat was richtig gemacht.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon salisbury » Freitag 6. November 2015, 11:48

RAM hat geschrieben: You can’t sit down and write all these stupid things and then call yourself a metal band.


Pahaha, von der RAM-Facebook-Page

Ausführliche Beschreibung:

HEAVY METAL TYRANNY.
BANG YOUR HEAD OR LOSE IT.
DEATH TO ALL WHO OPPOSE US.

Persönliche Interessen:

Death
Post Apocalyptic Dominance
Poser Execution
Total Devastation through iron

Das sind natürlich die Themen, die Menschheit, vor allem links von George Bush, interessiert. Und ausgerechnet DIE reden darüber, das ANDERE Bands Stuss schreiben und möchten, dass man mehr darüber nachdenkt?

RAM hat geschrieben: "People need to become more intellectual about it"


Sorry, ich muss grad schallend lachen. Wer anderen eine Grube gräbt...
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