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von Jhonny » Sonntag 5. September 2010, 19:29
Pillamyd hat geschrieben:Fazit: Ein tolles und vor allem gelungenes Album. Das für mich frischer und inovativer herkommt als "A Matter Of Life And Death" und mir deshalb auch besser gefällt. Trotz der grooßzügigen Länge der Songs und einer Gesamtspiellaufzeit von ca. 75 min. tritt keine langeweile auf oder zieht sich wie ein Kaugummi. Die Produktion hört sich in meinen Ohren gut an.
läuft grad wieder, und das kann ich gut nachvollziehen - sehe ich sehr ähnlich.
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von frankjaeger » Sonntag 5. September 2010, 23:14
Ich glaube, ich muss meine Ausgabe von "Final Frontier" umtauschen...  Bei mir fehlen die geilen Momente, die auch nur einen Song auf eine 9 (geschweige denn noch höher) hieven würden. Ich habe wohl eine Fehlpressung. Trotzdem ein gutes Album. Aber morgen gehe ich los, jetzt freue ich mich richtig darauf, eine vollständige CD hören zu dürfen, wo die zu langen, vorhersehbaren und typisch Maiden-arrangierten Songs mit den begeisterungsauslösenden Überraschungsmoments garniert sind, die ihr offensichtlich in euren Ausgaben des Album mir voraus habt. 
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von Rüdiger Stehle » Montag 6. September 2010, 00:48
Holger Andrae hat geschrieben:Rüdiger Stehle hat geschrieben:Holger Andrae hat geschrieben:Jesus hat geschrieben:Jhonny hat geschrieben:Was soll da 2010 NOCh geiler sein als die aktuelle Maiden?
Also mir fallen da gerade zwei Dutzend Alben ein...
Mindestens ... Und ausgerechnet der oben genannte Song ist eher weniger als nciht gut.
Ich weiß ja nicht, ob ich damit jetzt einen Sturm der Entrüstung auslöse, aber mir fallen ganz spontan im kommenden Soundcheck zwei Dutzend Alben ein, die besser sind als die aktuelle Maiden. 
Ich bin voll bei dir.
Das Ding ist eine Katastrophe und ein Ärgernis. Ich habe es jetzt wirklich sehr oft versucht, dem Album noch eine Chance, und noch eine Chance, und noch drei Chancen mehr zu geben, und jeder Versuch des Schönhörens lässt "The Final Frontier" noch schlechter da stehen. Das Brutale an der Erkenntnis ist, dass ich vor allem Bruce Dickinson unsäglich schwach finde, und das hat nichts mit Alterserscheinungen oder sich verändernder Stimme zu tun, sondern damit, das er auf mich auf fast dem kompletten Album den Eindruck erweckt, dass er keine Lust auf das und keinen Spaß am Einsingen des Albums gehabt habe. Habe ja extra ausgiebig mit dem fast einhellig als schwächsten Dickinson-Ära-Maiden-Album geltenden "No Prayer" verglichen, und ich komme ohne den Hauch eines Zweifels zu der Erkenntnis, dass Dickinson auf "No Prayer" tausendmal besser singt als auf der Neuen. Der Mann singt heuer weitestgehend ohne Biss, ohne Sarkasmus, ohne Emotion, ohne Lust und ohne Feuer unterm Hintern. Man möchte ihn anschieben. Dazu kommt die komplett unsägliche Art und Weise, wie mehrere Songs durch völlig dramaturgiefreie Verse einschläfern, vor nach gefühlten vier Minuten zum ersten Mal ein Spannungselement in Form eines durchschnittlich anhörbaren Refrains kommt. Auch der Sound ist dröge und muffig. Da schneidet nichts und brennt nichts, da rockt nichts und da kickt nichts. Das Ding plätschert fast völlig belanglos an mir vorbei. Und da ist es dann bei aller Liebe halt nicht mehr möglich, dem Album etwas zu attestieren, was auch nur ansatzweise mit dem Attribut "gut" im Zusammenhang stünde. Das Album sieht von "No Prayer For The Dying" allenfalls die sich im Äther verlierenden Kondensstreifen und liefert sich einen sehr harten Zweikampf mit "Virtual XI" um die goldene Himbeere. Und das wirklich Schlimme ist: Ich könnte noch nicht einmal sagen, dass Bruce auf "The Final Frontier" der bessere Sänger wäre als Blaze Bailey auf "Virtual XI". Von den 28 weiteren Alben im September-Soundcheck gefallen mir bisher mindestens 24 besser, weitestgehend deutlich besser. Manche vielleicht auch nur deswegen, weil ich mich weniger darüber ärgere, aber das ist ja auch ein Grund. Und nein, ich schreibe das nicht gerne. 
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von Holger Andrae » Montag 6. September 2010, 01:05
Und ich dachte, ich würde den Buhmann bekommen Ganz so krass finde ich es jetzt nicht, aber ich kann vieles davon nachvollziehen. Ich wollte dieses Album toll finden und habe mir sehr viel Zeit damit genommen. Vielleicht zu viel und vor allem zu ungusten anderer Scheiben. Schade, so was. Und ich habe sie in den verschiendsten Situatione gehört und sogar drei mal hinter einander per Kopfhörer. Das ernüchternde Ergebnis: Sie hat mcih immer mehr genervt. Es liegt für mich gar nicht mal an Bruce - der singt ganz ordentlich - sondern vielmehr an den den Kompositionen, bei denen ich nicht weiß, was das eigentlich soll. Nichts gegen Veränderungen und Daumen hoch für die wenigen Refrain-Overkills, aber wo sind denn Spannungsbögen in den langen Nummern? Wo gibt es mitreißende Melodien? Immer, wenn man glaubt, jau, jetzt wird es toll, versandet die Idee wieder im irgendeiner Belanglos-Schleife. Drei Gitarren? Warum? Ich verstehe es nicht. Was jetzt wie ein totaler Verriss klingt, ist mehr ein ärgerlicher Unmutsausbruch, der in mir keimt, weil ich nicht verstehe, weshalb man mal wieder so ein Fass aufmacht. Nur weil da dieser Namen drauf steht? Sicherlich auch. Denn auch ich hätte da sonst nicht so oft rein gehört. Schade.
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von Rüdiger Stehle » Montag 6. September 2010, 01:21
Ja. Das Ding ist, dass vielleicht der Eindruck entstehen kann, dass wir so hart mit der Scheibe ins Gericht gehen, weil ein großer Name drauf steht. Aber das Selbe passiert ja auch, wenn man eine Scheibe vermeintlich "nur" wegen des großen Namens abfeiert. Fakt ist, dass eine Band, die man seit Jahrzehnten zu seinen Lieblingsbands zählt, eben so viele Chancen bekommt, und dann eben auch solche Reaktionen zum Guten wie zum Bösen provoziert. Entweder ist man in seiner Euphorie bestätigt und dementsprechend begeistert, oder man ist eben massiv enttäuscht, weil man sich erhofft hatte, dass die verehrte Band einen wieder voll packt und diese Ergriffenheit komplett ausbleibt.
Meine Einschätzung oben klingt sicher deutlich krasser, als sie gemeint ist (denn ja, "The Final Frontier" hat ja auch brauchbare Songs und - wie du sagst - etliche echt tolle Passagen, aber eben nur "auch") und wohl auch deutlich krasser, als sie klänge, wenn Band XY exakt das gleiche Album veröffentlicht hätte. Ich saß die letzten fünf Tage öfters ein paar Stunden in der Berghütte und habe mir die Maiden und andere Soundcheck-Alben angehört. Dann kam mir öfters die Frage: "Wie kann es sein, dass ich an einer neuen Maiden weniger Freude habe als an einem 08/15-Genre-Album aus dem Stall von ... Records?" - Das finde ich ziemlich ernüchternd und erschreckend. Hätte nie für möglich gehalten, dass es bei Iron Maiden je so weit kommen könnte. Aber die beiden Vorgänger haben die Richtung angedeutet. Konnte mich "Brave New World" anfangs noch komplett und auch heute noch in weiten Teilen begeistern, hatten die beiden Nachfolger trotz anfänglicher Begeisterung kaum einen Langzeiteffekt auf mich. Und mit der Neuen ist es jetzt soweit, dass sich die Erkenntnis bereits am Anfang manifestiert, dass das nichts mehr wird, mit mir und dem Album. Und wenn ich jetzt, nach gut 15-20 Durchläufen, weiß, dass ich in Zukunft definitiv lieber "No Prayer" auflegen werde, als die Neue, dann kann das eben nicht mehr für ein "gut" oder auch nur für ein "befriedigend" reichen.
Ich wünschte, dass ich das darin sehen könnte, was andere hier darin sehen. Ich fürchte übrigens, dass ich beim nächsten Album einer weiteren meiner ganz großen Lieblingsbands am exakt gleichen Punkt stehen werde. Auch hier deutet sich dieser Moment seit den letzten beiden Alben an, und - wenn nichts völlig Unerwartetes passiert - wird es beim nächsten Mal so weit sein.
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von Chavo89 » Montag 6. September 2010, 08:20
Jhonny hat geschrieben:Pillamyd hat geschrieben:Fazit: Ein tolles und vor allem gelungenes Album. Das für mich frischer und inovativer herkommt als "A Matter Of Life And Death" und mir deshalb auch besser gefällt. Trotz der grooßzügigen Länge der Songs und einer Gesamtspiellaufzeit von ca. 75 min. tritt keine langeweile auf oder zieht sich wie ein Kaugummi. Die Produktion hört sich in meinen Ohren gut an.
läuft grad wieder, und das kann ich gut nachvollziehen - sehe ich sehr ähnlich.
Jo. Genau so siehts aus! 
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von Holger Andrae » Montag 6. September 2010, 08:24
Werter Rabe,
Exakt. Ich kann (und will) niemandem beweise, mit wie viel Wohlwollen ich an das Album heran gegangen bin. Wer mich für einen ignoranten Ablehner aller großen Namen hält, wird diese Meinung hier bestätigt sehen. Aber, Rüdiger, seien wir ehrlich, es wird eh herum geunkt werden, ganz egal wie wir das benoten werden. Es werden die bösen Worte "Relevanz", "Innovation" und "Befangenheit" fallen. Hahaha.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Feamorn » Montag 6. September 2010, 09:44
Von mir werdet ihr keine Vorwürfe hören. nur lief es bei mir genau andersrum, am Anfang gab mir das Album nur wenig mehr als gar nichts, mittlerweile find ich's recht gut. Hab's allerdings vermutlich auch nicht halb so oft gehört wie ihr. Der Langzeittest hat bei mir damals auch der AMOLAD "das Genick gebrochen", die fand ich allerdings von Anfang an gut, abgestürtzt ist die erst viel später.
Ich find's schade, dass euch das Werk nichts gibt, aber jemandem wegen seiner Meinung kritisieren? Wenn sie ausgiebig "fundiert" ist? Wie käme ich dazu?!
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von Pillamyd » Montag 6. September 2010, 10:39
Feamorn hat geschrieben:Ich find's schade, dass euch das Werk nichts gibt, aber jemandem wegen seiner Meinung kritisieren? Wenn sie ausgiebig "fundiert" ist? Wie käme ich dazu?!
Das sehe ich ebenfalls so. Diese verschiedenen Meinungen finde ich sogar recht spannden. Ich konnte schon lesen, dass das Album als ihr bestes abgetan wird und andere halten es sogar schlechter als "No Prayer For The Dying". Das geht dann schon verdammt weit auseinander. Ich würde mir die Freude an dem Album auch lieber mit euch teilen, aber es soll halt nicht so sein und das ist in Ordnung.
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von Jhonny » Dienstag 7. September 2010, 14:31
Wenn ich nur das Intro und El Dorado hören würde, könnte ich die Kritik wirklich gut nachvollziehen. Aber a) finde ich, dass das Album sich mit den Songs enorm steigert. und b) wächst es einfach. Bei jedem Durchlauf finde ich es besser. Das unterscheidet es auch von den Vorgängern (und damit meine ich alles seit Fear Of The Dark), die ich im ersten Durchlauf alle grandios, danach manchmal nur noch gut fand.
Ich glaub auch nicht, dass ich der Scheibe 10 Punkte geben werde, aber unter 9 könntens nicht sein wegen 2 schwachen Songs - der Rest wäre ne glatte 10.
No Prayer finde ich dagegen völlig emotionslos, das einzige Maiden-Album, dass ich unter 8 Punkten auszeichnen würde wahrscheinlich (evt. noch Virtual XI).
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