111 Alben, die die Welt nicht braucht.

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Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon Jesus » Dienstag 7. September 2010, 09:30

Es geht weiter.

DEATHSPELL OMEGA – Kénôse
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Veröffentlichungsjahr: 2005
Land: Bild
Genre: Blacker Than Black Metal

Es geht nichts über hasserfüllten Black Metal. Da bereits darüber geschrieben wurde, kann ich das hier auch kurz halten mit einem Zitat:
„It's like, how much more black could this be? And the answer is none. None more black.” – „Yah, it’s blacker than the blackest black times infinity.”
(Nigel Tufnel und Nathan Explosion, nachdem sie sich dieses Album gemeinsam bei einer Tasse schwarzen Kaffee anhörten)

I
II
III


SIGH – Imaginary Sonicscape
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Veröffentlichungsjahr: 2001
Land: Bild
Genre: Psychedelic Black Metal

SIGH sind einfach unsagbar cool. So cool, dass zwei Alben einspielen können, die nur marginal etwas mit Black Metal zu tun haben und damit trotzdem nicht ihre Fans vergrämen. Und obwohl ich alle Alben mag (und mich „Ghastly Funeral Theatre“ und „Infidel Art“ irgendwie zusammen 70 Euro gekostet haben... verdammte Sammelleidenschaft), sind es gerade die beiden verdrogten, weitgehend schwarzwurzelbefreiten Werke, die ich am liebsten hab. Was gibt es daran auch nicht zu mögen? Das ist perfekte Gute-Laune-Musik.

Scarlet Dream
A Sunset Song
Requiem Nostalgia


JARBOE – Mahakali
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Veröffentlichungsjahr: 2008
Land: Bild
Genre: Singer-Songwriter/ Neo Folk/ Drone/ Blackish Experimental/ Industrial/ Avantgarde Something

Nach vielen netten, aber nicht überragenden, weil doch oft mit experimentellem Füllmaterial durchzogenen Alben hat sich Madame Devereaux auf diesem Werk ordentlich zusammengerissen und ein durchgehend starkes Werk mit rotem Faden abgeliefert, das Fans von ziemlich jedem Düstergenre ansprechen sollte.

Auch hier gibt es leider keine Video-Links. Auf ihrem Myspace gibt es interessanterweise ein paar der weniger zugänglichen Songs, namentlich „Transmogrification“ (ich empfehle das mal als ersten Anspieltipp), „The Soul Continues“ (feat. Attila Csihar himself) und „A Sea of Blood and Hollow Screaming” (für die hartgesottenen Freunde von Drone). Die präsentieren allerdings nur eine Seite dieses tollen Albums. Irritiert mich gerade etwas, warum sie nicht noch eins der eingängigeren und folkigen Stücke mit hübschigem Gesang dabei hat.

Ah, hier habe ich doch noch was gefunden. Mäßiger Klang, aber besser als nichts: Ascend (live)


Mr. Know-It-All hat geschrieben:Kacke, man. Weißt du, dass ich mir jetzt eigentlich noch alles aus deiner Liste anhören muss? Das dauert ...


Ihr habt alle Zeit der Welt. Niemand hetzt Euch. Bin ja auch nicht in jeder Liste auf dem Laufenden, aber das wird schon. Wenn alle ihre ~100 Alben gepostet haben, bleibt uns genug Zeit und Muße fürs Entdecken.
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Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon frankjaeger » Dienstag 7. September 2010, 09:53

Och, das hier geht schnell, denn die ersten beiden sind erwartungsgemäß nichts für mich (SIGH kenne ich, DEATHSPELL .. äh, nun ja, jetzt auch). Leider kann ich auch mit der dritten nicht so viel anfangen. Aber ich hab es versucht. Mehr kann die Band nicht erwarten.
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Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon Loenz » Dienstag 7. September 2010, 11:20

Der schleppende Anfang von Deathspell Omega ist gut. Ich warte irgendwie noch auf die Raserei, damit mir das leidig wird *g*. Ah das isses ja, ich muss aber dennoch sagen die halten den Song interessant und brettern und rasen nicht nur durch den Song.

Sigh das flirrt und wabbert, direkt zum Anfang. Cool das erinnert mich ein wenig an Angst Skvadron, in ihren psychedelischen Momenten. Das gefällt mir. Diese völligen Gegensätze aus düsteren und den 70er Psychedelic Vibe, machen das ganze halt einfach ungewöhnlich.
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Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon Mr. Know-It-All » Mittwoch 8. September 2010, 01:55

Chapterhouse: Ich beginne zu verstehen, warum du Shoegaze magst. :)

Explosions in the Sky: WOW. Post Rock at its best. Unglaublich gut. Yeah. Brauche ich unbedingt! :dafuer: :dafuer: :dafuer:

Moloko: Von denen kannte ich nur einen Song bisher: "Sing it back". Den fand ich irgendwie nie so prickelnd. Aber das hier klingt ganz nett. Und die Dame ist sympathisch. :) Wobei ich jetzt gerade feststellen muss, dass auch "Sing it back" live irgendwie ganz cool ist.
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Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon Eike » Mittwoch 8. September 2010, 02:57

Was hältst Du denn von 'Absent Minded Friends' vom selben Album "Things To Make And Do"?
Music is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
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Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon Jesus » Mittwoch 8. September 2010, 09:03

Mr. Know-It-All macht es richtig. Er beschwert sich nicht über neue Updates, sondern hört sich nach und nach alles an. Warum sollte ich mich auch darüber beschweren, wenn jemand seine Liste nicht vernachlässigt?

AKERCOCKE – Words That Go Unspoken, Deeds That Go Undone
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Veröffentlichungsjahr: 2005
Land: Bild
Genre: Progressive Metal

AKERCOCKE vertreten mit ihrem von Genregrenzen weitgehend befreitem Stilmix eine extremere Form des Progressive Metal, so wie OPETH und CODE. Ebenfalls mit schön gemischtem Gesang. Das rattert stellenweise schön heftig im Gebälk, verkommt aber nie zu stumpfen Geballer. Also nicht durchgehend. Aber so manches Stück wäre vielleicht gutes Futter fürs Drumtier...
Hier ist auch lyrisch die Welt noch in Ordnung und vollbusige Jungfrauen werden in düsteren Opferzeremonien dem lüsternen Fürsten der Finsternis dargebracht.

PS: Ja, Einszwodrei, ich weiß, dass Dir die Scheibe nicht gefällt, denn Du bietest sie ja zum Verkauf an ;)

Words That Go Unspoken (Part 1) wie INTO ETERNITY klingen würden, wenn sie Eier hätten
Intractable (Words That Go Unspoken, Part 2)
Shelter From the Sand
Verdelet
Lex Talionis das wäre was für die Weicheier


THE MARS VOLTA – Amputechture
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Veröffentlichungsjahr: 2006
Land: Bild
Genre: Progressive Rock

Während andere das sehr verschrobene Debüt in ihre Liste aufnehmen, wird meine von diesem Glanzstück verfeinert. Moderner Progressive Rock, der durchaus seine Wurzeln in RUSH hat und ich würde jetzt sogar behaupten, dass er stellenweise auch COHEED & CAMBRIA ähnelt. In besser natürlich ;) Mir gefällt, wie die Band sich hier mehr auf die Songs und ihre Struktur konzentriert und nicht versucht, möglichst abgedreht zu wirken wie auf „De-Loused in the Comatorium“. Das ist halt Geschmackssache. Aber über die Qualität von THE MARS VOLTA sind wir uns sicher einig.

Tetragrammaton (Part 1) und Part 2
Vermicide
Day of the Baphomets (Part 1) und Part 2
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Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon frankjaeger » Mittwoch 8. September 2010, 09:18

Hui, AKERCOCKE ist ja gut. Ich hatte die immer für reine Schreihälse gehalten. Dabei klingt das tatsächlich interessant zwischendurch, wenn es eben nicht Blackt und Deatht.

MARS VOLTA - die habe ich noch nicht. Das werde ich aber mal ändern. Aber nicht sofort. Ich gehe von neu nach alt durch, das ist jedenfalls die nächste.

RIDE war jetzt nicht so was für mich. Obwohl 'Polar Bear' schon cool ist :grins: Aber irgendwie ließ es mich doch kalt. (Okay, ich hör auf mit dem Blödsinn, bevor ich frostige Bemerkungen ernte).
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Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon firestarter » Mittwoch 8. September 2010, 10:55

Was ist denn Shoegaze?
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Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon Jesus » Mittwoch 8. September 2010, 11:07

Eine Stadt in Oberösterreich. Leider nicht so bekannt wie ihr Nachbarort Fucking.
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Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon firestarter » Mittwoch 8. September 2010, 11:11

Ok, dann hab ich mir das Reinhören gespart.
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