Musikalische Erkenntnis des Tages

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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon salisbury » Samstag 12. März 2016, 01:36

Holger Andrae hat geschrieben:Ich finde den Barlow ja auch knorke und wahrscheinlich ist er auch technisch der bessere Sänger, aber im Gesamtergebnis mag ich die frühen Sachen allein schon wegen des weitaus (!) haifischigeren Knabbergitarrenangriffings lieber.


Dafür ist die "Dark Saga" insgesamt tighter. Auf den ersten Alben hinkt der Rest der Band dem Schaffer einfach qualitativ ein wenig hinterher. Wurde nicht vor der Dark Saga noch der Drummer gatauscht?

Ich mag die ersten beiden auch, nicht falsch verstehen, aber auf "Dark Saga" ist einfach die Balance perfekt. Ich denke, das war auch der Band bewusst und die versuchte in der Folge, dieselbe Balance immer wieder zu finden. Was meiner Meinung nach ein Fehler ist. Der Weg zur Balance ist vielspurig und man sollte niemals denselben Pfad nehmen...
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Holger Andrae » Samstag 12. März 2016, 09:16

Ich finde die "Dark Saga" ja auch sehr gut, mir fehlt aber die Schärfe in den Riffs. Dass sie auf der "Something Wicked" quasi eine Wiederholung des Erfolgsrezeptes gefahren sind, finde ich als einmalige Sache nicht verwerflich. Das haben ja viele Bands gemacht. Immerhin hat Schaffer danach diesen Pfad verlassen, was man ihm durchaus positiv anrechnen kann. Leider sind ihm allerdings die Ideen ausgegangen oder die es hat der Umsetzung eben jener gemangelt, denn alls danach finde ich ziemlich schnarchig.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Jhonny » Samstag 12. März 2016, 09:31

ICED EARTH haben nie Selbstkopie betrieben. Das finde ich schon stark.
Trotzdem gab es zumindest schwächere Songwriting-Phasen... ich glaube, die beiden Something Wicked Alben fand niemand so wirklich überragend, weder hier noch woanders.

Wie Holg finde ich die "schneidenden" Riffs (denkt an die ersten Töne des Debüts!) auf den ersten beiden Alben schon großartig. Das ging etwas verloren. Durch Barlows Gesang fand ich die nächsten Scheiben auf andere Art trotzdem noch recht hart.

Die "Horror Show" ist ein Versuch, wie BLIND GUARDIAN zu klingen, aber gar kein so schlechter. "Damien" ist einer meiner liebsten ICED EARTH Songs.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon salisbury » Samstag 12. März 2016, 10:17

Komisch. Ich kann euch mal wieder überhaupt nicht folgen... :schade:

Ich finde, die Riffs kommen auf der "Dark Saga" deutlich doch prägnanter zur Geltung als auf dem Debüt. Schon rein von der Aufnahme her, aber auch weil auf der Dark Saga die anderen Mitglieder endlich mal mitspielen. Bei 'Written On The Walls' oder 'Iced Earth' hoppelt das Häschen manchmal ganz einsam übers Feld. Vor allem der Drummer spielt ständig denselben Beat dazu. Ganz anders dann bei 'The Hunter'. Ich höre da einem massiven Zugewinn an Präzision, Druck und Schärfe.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Peter Kubaschk » Samstag 12. März 2016, 12:09

Na ja, die ersten beiden Alben sind halt etwas weniger poliert, wirken roher, dadurch energischer, ungezügelter. Dafür eben weniger präzise und scharf. Für mich ist das schon nachvollziehbar.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon salisbury » Samstag 12. März 2016, 13:18

Peter Kubaschk hat geschrieben:Na ja, die ersten beiden Alben sind halt etwas weniger poliert, wirken roher, dadurch energischer, ungezügelter. Dafür eben weniger präzise und scharf. Für mich ist das schon nachvollziehbar.


Hmm. Nee. Ich find überhaupt nicht, dass das Debüt "energetisch" klingt. Die geilen Riffs verpuffen einfach. Und hör mal auf die Drums. Ungezügelt? Nää. Manchmal denk ich, das ist ein Drumcomputer, dann die gezwungenen Vocals, die in meinem Ohr gar nichts mit der Musik zu tun haben wollen.

Trotzdem gefällt mir das Debüt. Es gab mal eine Version, wo viele alte Songs nochmal aufgenommen wurden, mit Barlow an den Vocals. Weiß noch einer wie die hieß? Hab ich nur auf ner alten Casi, die ich nimmer find...
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Samstag 12. März 2016, 13:52

salisbury hat geschrieben:Trotzdem gefällt mir das Debüt. Es gab mal eine Version, wo viele alte Songs nochmal aufgenommen wurden, mit Barlow an den Vocals. Weiß noch einer wie die hieß? Hab ich nur auf ner alten Casi, die ich nimmer find...

Die hieß "Verbrechen!"...
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon salisbury » Samstag 12. März 2016, 15:04

Rüdiger Stehle hat geschrieben:
salisbury hat geschrieben:Trotzdem gefällt mir das Debüt. Es gab mal eine Version, wo viele alte Songs nochmal aufgenommen wurden, mit Barlow an den Vocals. Weiß noch einer wie die hieß? Hab ich nur auf ner alten Casi, die ich nimmer find...

Die hieß "Verbrechen!"...
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon frankjaeger » Samstag 12. März 2016, 16:18

Rüdiger Stehle hat geschrieben:
salisbury hat geschrieben:Trotzdem gefällt mir das Debüt. Es gab mal eine Version, wo viele alte Songs nochmal aufgenommen wurden, mit Barlow an den Vocals. Weiß noch einer wie die hieß? Hab ich nur auf ner alten Casi, die ich nimmer find...

Die hieß "Verbrechen!"...
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Jhonny » Samstag 12. März 2016, 16:41

Rüdiger Stehle hat geschrieben:
salisbury hat geschrieben:Trotzdem gefällt mir das Debüt. Es gab mal eine Version, wo viele alte Songs nochmal aufgenommen wurden, mit Barlow an den Vocals. Weiß noch einer wie die hieß? Hab ich nur auf ner alten Casi, die ich nimmer find...

Die hieß "Verbrechen!"...
:grins:


Ich finde die Scheibe schon interessant. Klar, kein Meilenstein, aber für einen günstigen Preis habe ich sie gerne mit genommen.
Wenn ein anderer Sänger die Sachen einsingt, finde ich das meist spannend.
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