Tom Waits immer noch cool.
The Cure das hat poppiges und leicht düsteres. Gefällt.
Death Cab fcor Cutie hast du ja schon selber für leichten Pop/Rock mit Tiefgang bezeichnet, das passt meiner Meinung nach. Gefällt auch.
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Eikes eilig erstellte eindrucksvolle EinhundertRe: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle EinhundertTom Waits immer noch cool.
The Cure das hat poppiges und leicht düsteres. Gefällt. Death Cab fcor Cutie hast du ja schon selber für leichten Pop/Rock mit Tiefgang bezeichnet, das passt meiner Meinung nach. Gefällt auch.
Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle EinhundertOkay, bis jetzt war auch noch Schonzeit.
Das nächste Päckchen dürfte mindestens einmal polarisieren (leider habe ich ausgerechnet da noch keine Klangbeispiele für gefunden). Und danach kommt eine Ladung, wo eine in ihrer Bandbreite besonders ausgefallene Scheibe dabei ist, bei der mich vor allem Franks Meinung interessieren würde; weil ich glaube, dass ihn das interessieren könnte. Da kann es dann auch zu einem leichten Fall von Link-Overbombing kommen. Hehehe. ![]() Music is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle EinhundertTom ist weiterhin toll und THE CURE sowieso. DEATH CAB war jetzt nicht so meins.
Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle EinhundertUnter Death Cab... hab ich mir immer so Emo-Schmonsens vorgestellt, aber das gefällt mir jetzt mal ganz ausgezeichnet. Das Video dazu muss ich ausblenden, das spricht mich nicht an, aber das ist schöne, leicht melancholische, bedächtige und hinter/tief-gründige Rockmusik. Schee.
Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle EinhundertJo, bei DEATH CAB FOR CUTIE könnte man vom Namen her eher an die Emo-Core-Richtung denken, der klingt ja auch so ähnlich wie BULLET FOR MY VALENTINE, die Musik aber anders.
Music is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle EinhundertTom Waits spare ich mir mittlerweile - tut mir leid, aber da hat mich noch kein einziger Song auch nur irgendwie berührt.
Positiv hier: Death Cab For Cutie - man, der Typ hat ne tolle Stimmung, das ist echt toll gemachter Pop-Rock! Damit hatte ich gar nicht gerechnet. Finde schon, dass es n leichten Emo-Touch hat, aber nicht zum schlechten...
Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert@ Death Cab:
Mit sowas muss man bei mir rechnen, falls ich es denn selbst mal entdecke. ![]() Music is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert
ich hatte v.a. nicht damit gerechnet, dass mir so was gefällt ![]()
Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle EinhundertAch so herum.
![]() Music is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle EinhundertZweimal ruhig & zweimal ruppig - das gibt es heute auf die Ohren:
44. DJ SHADOW "Endtroducing....." Instrumental Hip-Hop / Trip-Hop DJ SHADOW hatte ich ja bereits ganz zu Anfang des Threads im ersten Posting erwähnt. "Endtroducing....." liegt für mich aufgrund seiner stilistischen Geschlossenheit und seines gekonnten Verlaufs als Album (=Gesamtkunstwerk) nach wie vor noch weiter vorne als "The Private Press". Der Sound ist dunkel, aber nicht unbedingt düster. Allerdings kann er schon mal dustre Aspekte ausbilden, je nach Stimmung beim Hören. Ich erinnere mich an eine Schachsession vor Jahren, bei der das Album im Hintergrund lief und mir Schauer über den Rücken jagte, das mentale Duell stimmungsmäßig zu einem Boxkampf steigerte. Aber egal. Erster Track zur Probe: Das trip-hoppige, heavy basslastige und metallisch beschlagzeugte 'Building Steam With A Grain Of Salt', das sich langsam aufbaut und zunehmend funkiger wird. Progressiver Instrumentalhiphop. Zum Ende hin kontrastieren dann heftige Beats und harmonischer Gesang, zusammengehalten von einer im Rhythmus gespielten Klaviermelodie. DJ SHADOW hat das Salz, aus dem Dampf sowohl als Druck als auch Nebel entstehen kann. Fein! Vor allem ist das aber Musik, die man im Dunkeln hören sollte. Alles abschalten was stören könnte, sich ganz auf das Spiel zwischen Monotonie und Entwicklung einlassen. Danach wird es aber erstmal etwas flotter, weil 'The Number Song' über groovigem Basssurren das Schlagzeug kreisen lässt. Eine ziemlich lässige Nummer, eher was verspieltes für zwischendurch, und ganz klar Hip- und nicht Trip-Hop. Mit 'Changeling' wird es dann etwas urbaner und zunächst auch grauer, wie ein schneller und lustlose Spaziergang durch die Betonwüste, bevor ein wenig Licht durch den bedeckten Himmel bricht und man sich in einem grüneren oder bunteren Viertel wähnt; oder in San Francisco statt New York, um mal zwei Städteklischees zwecks Kontrast zu bemühen. Und nach einem kurzen Zwischenspiel folgt dann mit 'What Does Your Soul Look Like (Part 4)' ein shmoover slow burner. Zeit, das Licht zu dimmen, ein Räucherstäbchen zu entzünden und zu schwelgen. Oder ein wenig zu plaudern über dies und das. Darüber, dass "Endtroducing....." als samplebasiertes Album unheimlich organisch klingt, und dass das Plattenkistenwühlen und die Frickelei, alles stimmungsmäßig schön aufeinander abzustimmen, von den Lautstärken bis zu den Übergängen, den Rhythmen und den kleinen aber feinen Kurzeinspielern wie einem Saxophon hier und einem hintergründigen Zwitschern da, eine ganz eigene Kunst ist. Eine, die sicherlich eine ähnliche Geduld erfordert, wie das Erlernen eines Instruments, jedenfalls sofern man sich im Jahre 1996 oder noch früher damit beschäftigt und dies tut, ohne sich auf vorgefertigte Soundbibliotheken im Gigabytebereich zu stützen. Die nächste Überleitung kündet an, dass jetzt mit dem in sich etwas widersprüchlichen aber gerade dadurch interessanten 'Stem/Long Stem' ein ebenso langer wie deeper track folgt, den ich inklusive der direkt nachfolgenden 'Transmission 2' auch unbedingt verlinken will, weswegen hier dann das daran wiederum perfekt angeschlossene, rhythmisch tolle 'Mutual Slump' (lebt von meisterlich flüssigen Überleitungen aus dem quirlig-hypnotischen Beat und dazu kontrastierenden meditativen Passagen), der launige 'Organ Donor' (natürlich gibt es hier Orgel zu hören!) und der sarkastische musikalische Skit 'Why Hip Hop sucks in '96' mit G-Funk-Standard-Sample rausfallen müssen. Alles auf ihre Weise wirklich sehr gute oder lustige bzw. zumindest nötige Tracks, doch nicht unbedingt repräsentativ. Das etwas kantige und dennoch, vielleicht aber auch gerade darum, liebgewonnene 'Midnight In A Perfect World' kann ich mir kaum verkneifen, mit einem Hörbeispiel zu versehen. Und auch die über neun Minuten von 'Napalm Brain / Scatter Brain' vergehen wie im Fluge, sind sie für Liebhaber gepflegter Hip-Hop-Beats fern des Klischees doch sonic bliss par excellence, aber ich will es mal nicht übertreiben mit den Links, außerdem dürfte das in all seiner Knusprigkeit manchem hier auch zu trocken erscheinen. Nicht vorenthalten mag ich Euch jedoch 'What Your Soul Looks Like (Part 1 - Blue Sky Revisit)'. In der nimmermüden Hoffnung, damit vielleicht ausgerechnet hier jemanden für ein Ausnahme-Hip-Hop-Album begeistern zu können... 43. OPETH "Damnation" Rock-Balladen / Melancholie Rock-Ballade. Was für ein Wort! Nein, hier geht es nicht um Feuerzeugschwenken ab zwei Promille Blutalkohol und auch nicht um dreieinhalb Minuten Pause zwischen hochanspruchsvollem Hi-Speed-Thrash-Metal-Geschwarte zur Rast und Erholung für altgewordene Musiker. Hier geht es um die Klangzaubermeister von OPETH und ihr Exkurs in durchweg ruhige und klargesangige Gefilde. Nach "Blackwater Park" folgte der zeitweilige Split - jedoch nicht der Band, sondern der von ihr gespielten musikalischen Elemente bzw. Stimmungen auf zwei Alben: "Damnation" und "Deliverance". Tja, und mit der Verdammnis hielt auch so etwas wie Entschleunigung im Hause OPETH Einzug, von wegen "Verdammnis, Ewigkeit der" und so. Den Einstieg besorgt das etwas monotone, dabei aber noch recht dynamische und für dieses Album auch recht flotte 'Windowpane'. Mit 'In My Time Of Need' folgt dann ein von Mikael wunderschön gesungenes Stück, dessen Stimme im perfekt dazu passenden Schlagzeugspielt von Martin Lopez ein ebenso schönes Gegengewicht erhält. Durch berückendes Saitenspiel besticht 'Death Whispered A Lullaby', mitgeschrieben von einem prominenten Freund der Band, der hier auch für die Produktion verantwortlich zeichnete. Das ebenfalls deutlich von Produzent Steven Wilson (PORCUPINE TREE), in seiner feinen Percussionarbeit aber auch von lateinamerikanischen Einflüssen geprägte 'Closure' verströmt seine Stimmung tiefer Melancholie aus jedem Takt. Noch ruhiger klingt 'Hope Leaves', wo der Titel ja schon verdeutlicht, worum es sich dreht. Bei 'To Rid The Disease' sind Mikaels sanfter Gesang, der markant schummrige Basslauf (grandios!) und das tröpfelnde Spieluhrthema der Gitarre ausgezeichnet aufeinander abgestimmt und erzeugen eine hoffnungslose Stimmung, die erst im Solo kurzzeitig aufklart, bevor das traurig kühle Klavierspiel alles wieder zunichte zu machen droht. Das zieht sich, voller Melancholie, dann so dahin... - ein wunderbarer Song. 'Ending Credits' ist für mich im Albumkontext eher so eine Art von Zwischenspiel, die nicht wirklich viel hermacht, aber zur Überbrückung ganz gut hineinpasst. Mit 'Weakness' folgt zum Abschluss noch ein ganz zartes Pflänzchen für Hörer mit Langmut, welches allerdings die Geduld keineswegs überstrapaziert sondern empfindungsreich belohnt und zudem für den perfekten Ausklang eines durchweg brillanten Albums sorgt. 42. SUCH A SURGE "Rotlicht" Crossover SUCH A SURGE ist sicher eine Band, die zu Polarisierung führen kann. Hardcore, Heavy Rock, Hip Hop - und dann noch auf Deutsch! - Kann diese Mischung funktionieren? ... Auf "Rotlicht" tut sie das meines Erachtens bestens. Die Plattenfirma Sony hingegen scheint auf gar keinen Fall zu wollen, dass irgendwer auf die Band aufmerksam wird, und hat daher mit 'Fremdkörper' den einzigen Track von YouTube entfernen lassen, zu dem es dort ein Video gab. Tolle Sache, das! Nun ja, die meisten durften SUCH A SURGE eher über Singles wie 'Silver Surfer' und 'Chaos' kennen gelernt haben; hüpfbare Songs, die nach vorne gehen und chartkompatibel sind bzw. waren. "Rotlicht" hat den Stil zwar nicht grundlegend geändert, setzt aber andere Nuancen. Titel wie 'Sag jetzt nichts' und 'Aktion' thematisieren Zwischenmenschliches relativ direkt, danach gerät der Band aber alles zu vexierbildhaften Innen/Außen-Ansichten: Der Mensch zwischen Ich, Über-Ich und Es; das lyrische Ich zwischen privaten Träumen und gesellschaftlichem Spiel; der Hörer zwischen den Stühlen, wenn es um die Frage geht, wo die Ursache der psychischen Labilität zu verorten ist. 'Alles muss raus' und 'Hypochonder' beschreiben Zustände, die sich so oder so deuten lassen. Für einen 'Augenblick' gibt es Seelenruhe, danach setzt die Pein wieder ein. Zunächst wieder im Kleinen mit 'So viele Fragen', danach durch und durch mit dem borderline-artigen 'Fremdkörper', dem egotrippig/bulimischen Gesellschaftsbild 'Nie genug' und dem durchweg depressiven 'Aufstehen', bei dem ein unförmig verwabertes und doch bleischwer verfremdetes BLACK SABBATH-Mundharmonika-Sample ('The Wizard' - vom kraftvollen Ausgansstoff in sein komplettes Gegenteil verkehrt) jegliche Motivation in tiefsten Untiefen versenkt. Mit 'Kann alles sein' kommt noch mal ein Anflug rebellischer Empörung zum Vorschein, bloß um "Rotlicht" sich dann bei 'Keinen Schritt weiter' endgültig in panischer Verzweiflung verausgaben zu lassen. Das Album ist ein Psychotrip, sicherlich selbstquälerisch, dabei aber keineswegs saft- und kraftlos, sondern im Gegenteil alles unter Benzin setzend. Das Streichholz schabt und schrabbt, um im letzten Moment noch vor dem Flammpunkt verharrend den Zuhörer um so geschaffter zurück zu lassen. "Rotlicht" ist ein krisenhaftes Album voller Sozialphobie, verstört und verstörend, und vielleicht auch das untypischste der Band. Ein Album ohne offensichtliche Hits, aber eines das wächst, so wie ein Knoten in der Brust. 41. LIQUID GOD "Nangol" Progressive Metal / Alternative Metal / Crossover / Nu Metal Reinigung gibt es bei "Nangol". Damit haben die Jungs von LIQUID GOD ein äußerst frisches und abwechslungsreiches Werk eingespielt, dessen Songs sich zwischen alle stilistischen Stühle setzen. Moderner Rock trifft auf Metal, unter den sich dezente Jazz- und Core-Einflüsse mischen. Die Mischung, die daraus entsteht ist gleichermaßen eingängig und progressiv. Gefühlvoll, nicht zu verkopft, melodisch und gelegentlich auch hart, dabei aber stets clever geschrieben und gespielt. Bei YouTube habe ich aus dem Album 'Follow Me' und 'Touch The Sky' gefunden. Bei den vier Alben bin ich auf Eure Reaktionen besonders gespannt. Music is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
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