Musikalische Erkenntnis des Tages

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 1. Mai 2016, 15:00

Eike hat geschrieben:
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Gliifländ-Graubpá!
...als da wären zu Deutsch?


Cleveland-Graupen.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Schaf » Montag 2. Mai 2016, 10:55

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Zu Kässpätzlá schmeißt mr nix en dá Dopf.


Vielleicht aber Röstzwiebeln, Lauch und Petersilie? :? Bin zwar kein Schwabe oder Schwyzer, aber nur Spätzle und Käse klingt doch etwas nackt... ;) Wie dem auch sei, ich gehe jetzt mit zwei Kumpelinen essen und weiß dank Rüdiger nun auch, was ich mir bestellen werde... mmmm... Käsespätzle... mjamjamjam...
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 2. Mai 2016, 17:47

Jo. Röstzwiebeln. Die sind so unwegdenkbar, dass die schon zum Grundgericht dazu gehören, von daher von mir nicht extra erwähnt wurden. Außerdem gehören die nicht in den Topf, sondern werden während des Backens in der Auflaufform bzw. kurz vor dem Ende desselben drüber gegeben, damit sie einerseits knusprig sind und bleiben, andererseits aber im Ofen nicht verbrennen (was bei bereits gebräunten Zwiebeln bekanntlich sehr schnell gehen kann).
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Schaf » Montag 2. Mai 2016, 19:40

Der neue Powermetal.de-Rezepte-Thread! War jedenfalls lecker, die Käsespätzle. Für irgendwas müsst ihr...äh...Südmainländer (?) Südweißwurstäquatorianer (?) ja auch gut sein, sonst hätte euch der gute alte Bismarck gleich bei Österreich belassen.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon salisbury » Montag 2. Mai 2016, 19:59

Schaf hat geschrieben:Der neue Powermetal.de-Rezepte-Thread!


Haha, unser Forum. Statt übers KIT zu palavern, diskutiert man über Kas-Spätzle. :grins:
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Schaf » Montag 2. Mai 2016, 21:33

Ihr ward ja eh da und ich finde Käsespätzle interessanter als True-Metal-Bands.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Dienstag 3. Mai 2016, 02:20

Ich weiß, ich nerve, abr des sandt "Kässpätzlá"!

Käs mit "e" geht gar nie nicht, und "Spätzle" ist Singular, davon wird kein Mensch satt. Plural ist "Spätzlá".

Und wer sich dem Schwa-Laut zwanghaft verweigern möchte, der möge wenigstens statt "Spätzlá" "Spätzlen" sagen, wenn er nicht nur ein "Spätzle" haben möchte, sondern einen ganzen Teller voll.

Spatz -> Spatzen bzw. Spatzá
Spätzle -> Spätzlen bzw. Spätzlá

Der verhochtdeutschte Plural des schwäbischen Wortes wäre als Spätzlen. Spätzle ist immer Singular.


Schaf hat geschrieben:Südmainländer (?) Südweißwurstäquatorianer (?)


Westoberdeutsche, Alemannen, Schwaben!

Die Mainlinie ist gemeinhin die Nordgrenze des Oberdeutschen, wobei dort ja sowohl in Bayern als auch in Baden-Württemberg der fränkische Stamm angesiedelt ist, der typischerweise weder die Kultur der Kässpätzlá noch jene der Weißwürst pflegt. Der Weißwurstäquator ist keine klare Grenze, grenzt aber im Wesentlichen Altbayern (Oberbayern, Niederbayern und Oberpfalz) vom Rest der Welt ab. Geht uns Westoberdeutsche also auch nichts an.

Die Globalisierung will es, dass aber auch wir sehr gerne Weißwürst essen und so mancher Baier und Franke auch mal Kässpätzlá zu sich nimmt.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Schaf » Dienstag 3. Mai 2016, 09:50

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Ich weiß, ich nerve, abr des sandt "Kässpätzlá"!

Käs mit "e" geht gar nie nicht, und "Spätzle" ist Singular, davon wird kein Mensch satt.


https://de.wiktionary.org/wiki/Sp%C3%A4tzle

Wiktionary hat geschrieben:kein Singular, Plural: Spätz·le


Ich hatte extra noch einmal nachgeschaut, weil ich erst versehentlich "das" Spätzle getippt hatte, was zwar als als Diminutiv von Spatz grammatisch korrekt wäre, aber eben nicht das Gericht beschreibt, sondern nur einen kleinen Piepmatz. Hier in Preußen ist es jedenfalls "die Käsespätzle", denn Spätzle ist ein Gericht und kein Vogel. Und Käse wird laut Duden sowieso mit "e" geschrieben und wir halten uns an die korrekte deutsche Schreibung und Aussprache und erfinden keine seltsamen Sprachen, die kein Mensch versteht :P
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Permafrost » Dienstag 3. Mai 2016, 14:05

Machts doch so wie wir Schwiizer:
Singular: Spätzli
Plural: Spätzli

Chäässpätzli
Cheesspätzli
Kässpätzli

Je nach Dialekt eben.^^
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Dienstag 3. Mai 2016, 15:48

Schaf hat geschrieben:https://de.wiktionary.org/wiki/Sp%C3%A4tzle
Wiktionary hat geschrieben:kein Singular, Plural: Spätz·le


Das ist schlicht und ergreifend völliger und haarsträubender Unsinn. Wer auf solch einen Quatsch gekommen ist, erschließt sich mir nicht. Auch wenn die Gesamtheit der Haare als "das Haar" oder "die Haare" bezeichnet werden kann, kennt "das Haar" trotzdem einen Singular und einen Plural, nämlich "ein Haar" und "zwölf Haare". Ebenso kann man das Gericht insgesamt als "Kässpätzlá" (Plural) bezeichnen, aber natürlich auch die "Nudeln" an sich von einem Spätzle bis zu drölfzig Spätzlá einzeln abzählen.

Ich hatte extra noch einmal nachgeschaut, weil ich erst versehentlich "das" Spätzle getippt hatte, was zwar als als Diminutiv von Spatz grammatisch korrekt wäre, aber eben nicht das Gericht beschreibt, sondern nur einen kleinen Piepmatz. Hier in Preußen ist es jedenfalls "die Käsespätzle", denn Spätzle ist ein Gericht und kein Vogel.

Auch das ist Unsinn, denn "Spatzen" sind eben nicht nur Vögel sondern auch Teigwaren bzw. Brotformen, die sehr wohl Singular und Plural kennen, und "á Spätzle" ist ein kleiner Vogel ebenso wie es ein einzelne Nudel ist, wohingegen "zwoe Spätzlá" mehrere kleine Vögel oder mehrere Nudeln sein können. Die Gesamtheit der Vögel der Arten der Sperlinge sind indes "d'Spatzá", oder wenn auf ihre Kleinheit Bezug zu nehmen ist "d'Spätzlá", was völlig identisch ist mit den entsprechenden Formen für das Nudelgericht:

https://de.wiktionary.org/wiki/Spatz

Synonyme:

[1] Sperling
[2] siehe dazu auch: WikiSaurus:Kosewort & Kosename
[3] Spätzle, Knöpfle

Verkleinerungsformen:

[2] Spätzchen, Spatzi, Spatzl, Spätzle

Oberbegriffe:

[1] Singvogel, Vogel
[2] Kosewort
[3] Nudel, Teigware

Unterbegriffe:

[1] Feldspatz, Hausspatz, Rohrspatz
[2] Dreckspatz
[3] Kässpatzen


Dass der oder die irregeleiteten Verfasser auch in diesem Kontext die sprachliche Existenz einer einzelnen Nudel leugnen, ist zwar konsequent aber dennoch nicht richtig. Die kommen doch nur auf den Hirnfurz, dass man Spätzlá nicht zählen können, weil sie den Unterschied zwischen [] und [] entweder nicht hören, nicht aussprechen können, oder einfach allgemein zu starrsinnig sind.

Nudel, Nudeln = Nudl, Nudlá;
Spatz, Spatzen = Spatz, Spatzá,
Spätzlein, Spätzlein = Spätzle, Spätzlá

Da fällt mir gerade auf, dass das Schriftdeutsch (brrr...) vorliegend möglicherweise daran scheitert, dass es für den Diminuitiv keinen Plural bilden kann (wie es allgemein relativ wenig kann), und deswegen falsch konkludiert, dass der Dialektsprecher das auch nicht zu können habe und man deswegen auch für Lehnwörter im Diminuitiv keine Pluralbildung zulassen solle, könne, dürfe, müsse.

:subber:



Die Tatsache, dass sich die verdammenswerte Schriftsprache weigert, die Phone und Phoneme der gesprochenen, also der wahrhaft existierenden Regionalsprachen mit entsprechenden diakritischen Zeichen wiederzugeben, ändert nichts daran, dass eben Spätzle niemals Plural ist. Da können Duden und Wiktionary sagen, was sie wollen. Sie lügen, sie haben keine Ahnung oder sie begehen vorsätzlichen Ethnozid an Spatzen und Schwaben.
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