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von firestarter » Freitag 10. September 2010, 13:03
Ja, ist tatsächlich egal, da ausgerechnet dieses Album wirklich keine Schublade braucht.
zu "only the good die young" - ich kann dir gar nicht sagen, wie sehr mich diese Frau schon mit DÈTENTE berührt hat und wie sehr ich damals schon gespürt habe, welch verzweifeltes Dasein hinter dieser Stimm-Urgewalt, die gleichzeitig so zerbrechlich war, steckt. Steve Gaines von ABATTOIR, der mit ihr befreundet war, hat mir mal einige Geschichten erzählt, die einerseits untermauert haben, dass sie ständig auf dem Highway to hell unterwegs war, aber auch welch kraftvoller und spontaner Mensch sie sein konnte. Das hat seltsamerweise genau zu den Vorstellungen gepasst, die ich über den Mensch Dawn Crosby hatte. Die legendäre Geschichte, wo sie Dave Mustaine verprügelt hat, weil er sich nicht an der Telefonrechnung beteiligen wollte, ist ja ziemlich bekannt, aber Steve erzählte z.B. auch von Gigs, wo sie im Publikum stand, sich den Arsch abgebangt hat und in den Pausen politische Parolen skandierte. Bekannt ist auch, dass sie in richtig kleinkindhafte Zustände fallen konnte. Ich denke, dass sie keine andere Chance hatte, als so intensiv und schnell zu leben. Um eine alternde Dawn hätte ich mir echt Sorgen gemacht...
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von Eike » Freitag 10. September 2010, 13:37
Ach, viele finden doch erst im Alter ansatzweise zu so etwas wie Ausgeglichenheit. Und manche werden dann richtig glücklich, nachdem sie sich in jungen Jahren ausgetobt haben. Tom Waits muss früher gesoffen haben wie ein Loch, auch wenn er sich mit geistreich fingierter Bühnenpersona ("The piano has been drinking - no me...") und witzigen Sprüchen wie "I'd rather have a bottle in front of me than a frontal lobotomy" halbwegs in Richtung soziale Akzeptanz als "Lebemann" zurechtmaskieren konnte. Inzwischen ist er seit Jahrzehnten trocken, hat eine Frau und zwei (oder mehr?) Kinder und macht immer noch Musik, die ihr Feuer nicht verloren hat. Da war sicherlich Glück im Spiel, weil es nach Jahren gelebter Gratwanderung wohl kaum einfach fällt, sein Leben umzustellen, aber unmöglich ist das nicht, wenn man einen entsprechenden Anreiz findet. Frauen mögen es in unserer Gesellschaft tendentiell immer noch schwerer haben mit "einer Geschichte" in ein "normaleres" Leben zu finden als Männer, aber Prognosen sind letztlich immer spekulativ.
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von firestarter » Freitag 10. September 2010, 13:51
Was die Theorie sogenannter "früher Störungen" betrifft (welche Dawn ganz eindeutig hatte), gibt es tatsächlich Studien die belegen, dass die Krankheit ab dem 40ten Lebenjahr zur Verflachung neigt. Allerdings hängt das von der Tiefe und Massivität der zugrundeliegenden Störung ab und da hatte Dawn wohl keine gute Prognose. Ich habe Interviews mit Leuten aus ihrer nächsten Umgebung gelesen, die ein erschreckendes Bild ihres "Zustandes" abgaben. Ich beziehe das übrigens nur bedingt auf ihren Alkoholabusus, mir geht es da mehr um die primäre Persönlichkeitsstörung. Oh Gott, ich habe doch eigentlich Wochenende... lol
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von Holger Andrae » Freitag 10. September 2010, 21:17
Wenn man bedenkt, dass ich das ALbum vor 15 Jahren ca 6 Mal für weniger als 5 Mahck gekauft habe, nur um sie zu verschenken ...
Hatte ja das Vergnügen mit ihrer Nachbarin einige Minuten zu telefonieren, da das die Telefonnumer war, unter der man sie für Interviews erreichen konnte. Dawn war aber nicht "erreichbar" und die nette Dame am Telefon machte sich mal wieder ernsthaft Sorgen um ihre nette Nachbarin.
Auf dem letzte HOA habe ich eine ganze weile mit ihrem Ex-Mann Dennis Butler, der ja ihr Drummer war/ist geredet und auch er hat ziemlich harte Stories erzählt. Umso intensiver empfinde ich dieses Album.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von firestarter » Freitag 10. September 2010, 21:38
Holger Andrae hat geschrieben:Auf dem letzte HOA habe ich eine ganze weile mit ihrem Ex-Mann Dennis Butler, der ja ihr Drummer war/ist geredet und auch er hat ziemlich harte Stories erzählt. Umso intensiver empfinde ich dieses Album.
Die neue DÈTENTE gefällt mir übrigens überraschend gut, dabei hatte ich eigentlich mit einer peinlichen Nummer gerechnet. Trotzdem denke ich weiterhin, dass DÈTENTE ohne Dawn nicht geht.
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von Peter Kubaschk » Samstag 11. September 2010, 08:16
Platz 55 RUSH - Moving Pictures (1981) Kommerziell dank 'Tom Sawyer' das erfolgreichste Album des begnadeten Trios, wird es auch häufig als bestes Album der Kanadier angesehen. Da bin ich zwar bekanntermaßen anderer Meinung, aber natürlich ist "Moving Pictures" von vorne bis hinten absolut fantastisch. 'Tom Sawyer' als mitreißender Hit, 'YYZ' ist das beste Instrumental aller Zeiten, 'Red Barchetta' und 'Limelight' sind echte Melodieoasen und 'The Camera Eye' ist ein brillanter Longtrack. Mit diesem Album traten RUSH für mich in ihre beste Phase ein. Grandios. Tom SawyerYYZLimelight
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von firestarter » Samstag 11. September 2010, 08:38
Mit dem Album sollte ich schon mehrmals bekehrt werden... erfolglos.
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von Jhonny » Samstag 11. September 2010, 09:27
Die Moving Pictures finde ich auch grandios, kommt bei mir auch noch!
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von Havoc » Samstag 11. September 2010, 10:50
"Ypsilon Ypsilon Zett" ist vielleicht das beste Instrumental ever! 
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von Loenz » Samstag 11. September 2010, 14:01
Rush, yeah die kommt bei mir auch noch.
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