WWW2015: "Yesterday & Today"

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Beitragvon Eike » Montag 11. Januar 2016, 21:38

Angekommen. Wären mir nicht 2PCs verreckt, wärs nicht Pest & Cholera, hier mit fuckin smarzphone zu schreiben, und wär der browser nicht nach ner halben std. Tippen abgestürzt, stünde hier jetzt ein erster Text . So nur kurz: bisher das Beste, was 2016 in mein Scheißleben gebracht hat. DANKE!
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Re: WWW2015: "Yesterday & Today"

Beitragvon Raphael Paebst » Sonntag 21. Februar 2016, 14:16

Hast du die technischen Probleme inzwischen eigentlich behoben? :-)
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Re: WWW2015: "Yesterday & Today"

Beitragvon Eike » Montag 22. Februar 2016, 08:09

Ja, habe seit letzter Woche WLAN in der neuen Wohnung. Dafür stehen hier zig Umzugskartons rum; in irgendeinem davon ist meine Anlage, in irgendeinem anderen der Sampler...
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Re: WWW2015: "Yesterday & Today"

Beitragvon Raphael Paebst » Montag 16. Mai 2016, 11:16

Hast du inzwischen Anlage und Sampler wiedergefunden, ausgepackt und angehört? :grins:
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Re: WWW2015: "Yesterday & Today"

Beitragvon Eike » Montag 23. Mai 2016, 15:30

Anlage steht. CD-Sammlung ist noch zu gut 3/5 im Chaos. Die DVDs stehen schon mehr oder weniger säuberlich geordnet. Leider ist da der Sampler nicht zwischen, obwohl mir mein Wichtel ihn mir extra in einer solch großen Hülle hat zukommen lassen.
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Re: WWW2015: "Yesterday & Today"

Beitragvon Eike » Sonntag 12. Juni 2016, 00:11

Langsam nimmt die Sammlung wieder Formen erster Ordnung an...

Auf jeden Fall habe ich den Sampler wiedergefunden!


CD I

1.
Mystisches Intro. Abgestoppte Licks. Echo. Dann setzt es hoppelnd ein. Und groovig. Und mit Hintergrundchor. (Früher?) Achtziger-Jahre-Sound. Das könnte fast SLOUGH FEG sein, oder irgend eine stilistisch benachbarte Kapelle. Bratgitarren, satter Klang, Heavy Metal mit leicht psychedelischen Bluesrockrudimenten à la CREAM. Weitgehend instrumental, dann nach viereinhalb Minuten ein wenig Gesang, zunächst noch verhallt und zurückhaltend, dann aber schrill: "We are the priests..."! - Das dürfte wohl reichen, damit Berufene es lösen können. Staubig aber dynamisch. Demzufolge gefällt es mir.
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Re: WWW2015: "Yesterday & Today"

Beitragvon Eike » Sonntag 12. Juni 2016, 22:37

2.
Ein richtig grooviger Einsatz, eine Produktion, die nach Vinyl klingt, ein sehr rockiger Song, leicht psychedelisch angehaucht, aber vor allem schön heavy, schön melodisch, mit treibendem Rhythmus. Leicht soulige Rhythm'n'Blues-Wurzeln. Ein wenig erinnert es an STEPPENWOLF. Oder The Doors. Aber in der Hardrockvariante. Auch sowas gefällt mir gut. Der Titel könnte 'Man Machine' lauten.

3.
Auch das klingt wieder nach Classic Rock: Sehr melodischer Gesang, basslastiger Groove, die Gitarren über weite Strecken eher zurückgenommen, das Schlagzeug beinahe jazzig; doch dann strudelt die E-Gitarre quirlig in ein Solo. Gesungen wird über ein Schloss, hoch oben, weiße Rösser, einen Traum. Eine einfache Arabeske drückt als Hauptlick dem Stück ihren Stempel auf, und auch das Strudelsolo kehrt mehrfach markant zurück. Hypnotisch! Ein Song von hohem Wiedererkennungswert.

4.
Nun wird's flotter! Wieder so ein huftrappelnder Beat; das zieht sich wie ein roter Faden durch den Sampler. Sehr energischer Gesang. Das gesamte Stück kennt nur eine Richtung: Vorwärts! Dabei sehr flirrend, mit Hummeln im Hintern und ganz viel Herzblut intoniert. Tolles Getrommel! Zwischendurch dann eine getragen melodische und dennoch energie- und spannungsreiche Bridge, fast schon episch. Die Dynamik ist total toll. Grandiose Produktion, druckvoll und doch klar. So lobe ich mir meinen Heavy Metal alter Schule. Auch die Steigerung gegen Ende geht mehr als nur klar. Das hat Wumms! Von dieser Band könnte ich mir eventuell mal was kaufen. Was wäre denn zu empfehlen?
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Re: WWW2015: "Yesterday & Today"

Beitragvon Eike » Sonntag 12. Juni 2016, 22:48

5.
Folkig-progressiver Einstieg, zunächst instrumental, dann auch mit dazu passendem Gesang. Im Songaufbau selbst wenig Progression, aber die Verquickung von Folkharmonien mit Rockmusik ist eben die frühe Wurzel von Progrock. Ich höre einen hochmelodischen Rocksong, beinahe balladesk; flirrende E-Gitarre dazu, eine akustische im Hintergrund; der folkloristisch beeinflusste Gesang bleibt dominant. Dieses Stück heißt wohl 'Mad Man'.

6.
Meines Wichtels Vorliebe für muntere Rhythmen kommt auch hier wieder zum Vorschein. Warmer Groove, flirrende Gitarren. Dieser Gitarrensound zieht sich auch wie ein roter Faden durch den Sampler. Extrem verschlungene Spielweise, die Band klingt sehr tight. Fast meine ich, einen Acidjazzeinfluss zu vernehmen. Wieder eine hervorragende Produktion, davon könnten sich moderne Produzenten noch eine Scheibe abschneiden. Der Song weckt in mir einen unbändigen Drang, dazu abzuzappeln. Zum Glück sieht mich niemand...
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Re: WWW2015: "Yesterday & Today"

Beitragvon Eike » Sonntag 12. Juni 2016, 23:13

7.
Jetzt wird es richtig progrockig! Flöte, Schlagzeug, Bass spielen einen treibenden, flirrenden Renaissancetanz im Rockgewand, dazu soliert zwischendurch die Gitarre, sofern sie sich dem lustigen Treiben nicht einfach anschließt, eine Kuhglocke gluckst trocken dazwischen. Der putzmuntere Gesang tut ein Übriges, um für Tanzstimmung zu sorgen.

8.
Orgeldoomrock trifft Hippiegroove, klingt fast wie eine Mischung aus Led Zep (Folkeinflüsse), Coven (Soulgesang), Black Sabbath (Heaviness). Der Song orgelt mystisch vor sich hin, wird gegen Ende allerdings etwas repetitiv und fadet dann ein wenig unspektakulär aus... 'Rainbow Demon' heißt er wohl.
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Re: WWW2015: "Yesterday & Today"

Beitragvon Eike » Montag 13. Juni 2016, 02:00

9.
Folk-Rock again. Über eine bonnie lass wird hier gesungen. Und über Valhalla. Die Gitarre juchzt und juchheit dazu. Oder imitiert auch mal eine fiddle. Der Rhythmus ist recht munter, unterstützt von einer Flöte. Er hoppelt bzw. schwingt das Tanzbein. Erinnert mich an JETHRO TULL.

10.
Oha, etwas Italienisches!
Das klingt recht schwermütig. Kirchenorgel meets Doom. Dazu aber auch eine harmonische Melodie. Nicht gar so schwülstig, wie man es möglicherweise von einer Italotruppe erwarten würde, aber schon etwas epischer angehaucht als eine generische 08/15-HM-Kapelle von nördlich der Alpen. Heavy Metal mit cinematischer Atmosphäre, würde ich sagen. Damit auch schon wieder fast Progrock. Doch dann wird wieder der Verstärker aktiviert und ordentlich heavy zwischen die hinzugesellten Flötentöne gebraten. Mit Chorgesang und allem Pipapo. Damit schwenkt es dann doch noch um zum Heavy Folk Doom! Mit Crescendo, Tastentum-Bridge, Schlagzeugsolo, Orgeldoomgeriffe, ruhigem Gesang - jetzt mit mehr Pathos und irgendwas von traditione gesungen... - Und wieder schwenkt der Stil langsam um, paradiert nun ganz und gar proggig durch die Lande, entwickelt sich und wächst sich zum Instrumentalstück aus. Nach bald drei Minuten fast schon psychedelischem Georgel und Gedudel, die wie eine durchfolkte Version von VAN DER GRAAF GENERATOR klingen, frage ich mich dann doch, wohin das noch führen mag... Naja, typisch italienischer Hang zum Bombast eben.
Das Stück geht rund zwanzig Minuten und läuft sich irgendwann einfach aus.

Das Grenzgängertum zwischen Traditionsschwermetall und stark angefolktem Progrock zeichnet diesen Sampler überhaupt aus; zumindest auf CD I.


Ich bin gespannt auf das, was noch kommt. Wer weiß, was CD II für mich bereit hält?
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