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Brot und Spiele für den Powermetal.de-User: große Projekte der Community und umfassende Forenspiele finden hier ihren Platz
von Eike » Montag 13. September 2010, 01:35
Sooo, zur Abwechslung mal was Klassisches: 28. WOLFGANG AMADEUS MOZART "Requiem" Klassik  Der Schwanegesang. Letztes, unvollendetes Werk. Umstritten, weil nachträglich "fertiggepfuscht". Mir gefällt's aber. Der kraftvolle Part ' Dies Irae' und das erhabene '[http://www.youtube.com/watch?v=lDDbQK1dpH8]Benedictus[/url]' sind Werbung genug, wenn man sich darauf einlässt. Ganz gefühlvolle Musik, die ich gerne mal sonntagmorgens höre, und wenn das Haus halbwegs leer steht auch gerne mal auf maximal verträglicher Lautstärke. 27. LIFE OF AGONY "Ugly" Hardcore / Heavy Rock  Und noch ein Klassiker!  Die Scheibe habe ich mir mental in den Schädel tätowiert. Es gab Tage, da stand ich nicht auf, ohne mir vorher "Ugly" reingezogen zu haben, und Tage, da hörte ich sie noch abends spät im Bett mit Kopfhörern. Das Teil ist 'ne Bombe. Superemotionaler Gesang, superemotionales Gitarrespiel, superknackige Drums, supergrooviger Bass. Wen ' Other Side Of The River', 'Drained' (sorry, kein Link parat!) und ' Fears' nicht überzeugen, der tut mir leid. 26. DOWN "II. A Bustle In Your Hedgerow..." Heavy Metal / Groove Metal / Blues Metal  Für Fans auch schon längst ein Klassiker, ist die zweite Scheibe von DOWN das, worauf viele begierig gewartet haben, für mich aber war's der Einstieg in DOWN. Ich habe das Teil eher zufällig in die Pfoten bekommen und gleich nach dem ersten Reinhören bei HMV dann auch sofort eingetütet. Das war für meine damaligen Hörgewohnheiten recht brachial, gefiel mir aber auf Anhieb so gut, dass später auch noch "NOLA" hermusste, Konzerte anstanden (obwohl ich sonst eher Konzertmuffel war), und schließlich auch "Over The Under" den Weg in meine Sammlung fand. Außerdem wurde über DOWN meine Aufmerksamkeit auf Pepper Keenan und das, was er bei CORROSION OF CONFORMITY tut, sowie auf Jimmy Bowers THE MYSTICKAL KREWE OF CLEARLIGHT gelenkt. Alleine dafür schon gebührt dem zweiten DOWN-Album ein Sonderstatus in meinem Gedenken. Hinzu kommen persönliche Erinnerungen, die das nochmal vertieft haben, doch felsenfest in Herz und Hirn verankert war DOWN "II A Bustle In Your Hedgerow..." schon lange vorher. Vor allem aber kickt es mich auch heute noch jedes Mal, wenn ich die Scheibe auflege und den urtypischen Grooves von ' Lysergic Funeral Procession', ' Stained Glass Cross' ' New Orleans Is A Dying Whore' und ' Ghosts Along The Mississippi' lausche. 25. FURSLIDE "Adventure" Pop / Rock / Schrägie  Hm, okay, das ist jetzt nichts Klassisches, außer vielleicht ein klassischer Geheimtipp.  Wobei irgendein "Buffy"-Soundtrack da zumindest partiell Abhilfe geschaffen haben sollte. Trotzdem ergatterte ich das Teil mal verhältnismäßig günstig. Oder war das vor dem "Buffy"-Soundtrack? Egal. Von FURSLIDE gibt es nur ein Album, eben "Adventure" hier, da sich die Band danach wieder aufgelöst hat. Pop-Perlen und Schrammel-Rock geben sich die Klinke in die Hand, präsentiert mit schöner Frauen-Stimme und Schrägie-Faktor. "Einfach mal ' Over My Head', 'Hawaii' & 'Faith' anspielen - dann seid Ihr ungefähr im Bilde" - ...hätte ich vorgeschlagen. Doch die beiden letztgenannten konnte ich auf YouTube nicht finden. Dafür jedoch immerhin noch diesen ' Love Song' hier. "Buffy"-Zuschauer scheinen kaum Musik zu hören, sonst hätten sicherlich soviele von ihnen auch das FURSLIDE-Album gekauft, dass unter denen wiederum ein, zwei Uploader gewesen wären. Naja, immerhin scheinen "Buffy"-Zuschauer dem Rest der Welt in puncto "Adventure" immerhin um eine Nasenlänge voraus zu sein. Das macht sie fast schon wieder sympathisch. .
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von Jhonny » Montag 13. September 2010, 07:13
Puh... mit Mozart konnte ich noch nie so viel anfangen, da lieber Händels Messias. Life Of Agony ist eigentlich das gleiche, da lieber Hatebreed Down ist immer noch cool, gefällt mir mehr, je öfter ich was höre. Furslide... ne, muss net sein. Buffy hab ich nebenbei nie angeschaut.
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von Falkner » Montag 13. September 2010, 15:28
Mozart ist so'n Typ, der mir wahrscheinlich damals in der Schule durch ewiges durchkauen versaut wurde. Mehr ist nicht immer besser. Die beiden Sachen, die du hier angeführt hast, geben mir nicht viel, wahrscheinlich auch, weil ich mit klassischem Gesang nie viel anfangen konnte (außer natürlich in Beethovens Neunter!).
Gibt es andere Sachen von Mozart, die du empfehlen könntest, eine Symphonie vllt? Irgendetwas, dass nicht zu leichtfüßig und jovial ist (was ich eher mit Mozat verbinde)?
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von Eike » Montag 13. September 2010, 18:06
Ich kenne sonst nur leichtfüßige Sachen von Mozart. Da ist mir manches schon zu süßlich, jedenfalls bin ich seltenst in der Stimmung dafür. Das "Requiem" ist bei mir dann eben die Ausnahme. Er war zwar wohl ein rechter Lebemann, aber keine Ahnung, vielleicht hat er auch Sinfonien geschrieben. Ich kenne mich in Klassik allgemein viel zu wenig aus, bin da völlig überfragt. Ich hatte in der Schule auch quasi keinen Musikunterricht. Offiziell zwar schon, aber der wurde eigentlich nur für die und mit den Klavierspielern etc. abgehalten, die privat eh schon alles wussten und mit denen die Lehrer dann fachsimpeln konnten. Der Rest saß dumm rum. Man hat in der Schule nie versucht, uns Kretins aus einfachem Elternhaus was beizubringen. Oder wusste vielleicht auch nicht wie, weil die Lehrer selbst zu abgehoben waren. Ansatzweise habe ich allenfalls mal ein paar Hörbeispiele aus Schülerreferaten oder sonstigen reinen Zuhörsessions mitgenommen - was viel zu selten vorkam -, aber das war's dann auch schon. Mozart hatten wir nie, jedenfalls nicht wissentlich.
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von Falkner » Montag 13. September 2010, 18:37
Herrjemine, da hatte ich's wohl noch ganz gut. Ein kurzer Blick auf Wikipedia verrät übrigens, dass er mindestens 40 Symphonien geschrieben hat. Das alleine wäre schon eine Leistung, aber dazu kommen ja noch die ganzen anderen Stücke, die er geschrieben hat. Irgendwie krank. Ein sehr schöner dreistimmiger Kanon von Mozart trägt übrigens den Namen 'Leck mir den Arsch fein recht schön sauber'. „Leck mire den A.. recht schon, fein sauber lecke ihn, fein sauber lecke, leck mire den A... Das ist ein fettigs Begehren, nur gut mit Butter geschmiert, den das Lecken der Braten mein tagliches Thun. Drei lecken mehr als Zweie, nur her, machet die Prob' und leckt, leckt, leckt. Jeder leckt sein A...fur sich.“
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von Eike » Montag 13. September 2010, 18:58
Jo, das mit 'Leck mir den Arsch fein recht schön sauber' wusst ich, in die Richtung hat er noch mehr geschrieben. Naja, (Spät-)Barock eben, da war man mit sowas nicht so befangen, sofern man nicht durchgängig schwer einen auf bürgerliche Tugend machte; und als Künstler im Bereich Musik war damals die Zielgruppe ja auch eher eine ausgelassene... Noch ein weiter Weg bis zum würdevoll-wichtigtuerischen Wagner. Soviel hab ich dann auch ohne Musikunterricht mitbekommen. 
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von Jhonny » Montag 13. September 2010, 18:59
Eike hat geschrieben:Soviel hab ich dann auch ohne Musikunterricht mitbekommen. 
hattest du gar keinen Musikunterricht?!? Ich hatte glaub ich nur 2 oder 3 Jahre ohne... bis zum bitteren Ende 
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von enemy-of-reality » Montag 13. September 2010, 19:26
Schön, hier auch mal ein wenig Klassik zu sehen, auch wenn Mozart nie so wirklich mein Ding war. Wie hier schon angesprochen ist mir seine Musik meist zu leichtfüssig, zu fröhlich. Ich hab's gerne etwas schwerer und höre daher eher Beethoven. Insgesamt ist der Anteil klassischer Musik an meiner Sammlung aber verschwindend gering.
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von Eike » Montag 13. September 2010, 19:52
Jhonny hat geschrieben:hattest du gar keinen Musikunterricht?!? Ich hatte glaub ich nur 2 oder 3 Jahre ohne... bis zum bitteren Ende 
Wie gesagt, formell "hatte" ich schon Musikunterricht; nur war das eben eher "Musikunterricht" als tatsächlicher Musikunterricht. Wir hatten Musik und Kunst allerdings immer im Wechsel, also entweder oder, was halbjährlich oder später glaub ich sogar jährlich wechselte und das letzte bisschen Kontinuität(?) zerstörte. Sobald wie möglich hab ich Musik dann auch zugunsten von Kunst abgewählt, weil ich im Musik- noch weniger mitgenommen habe als im Kunstunterricht - und das will was heißen. Es wird schon einen Lehrplan gegeben haben, aber den bekamen wir nicht zu Gesicht, und wahrscheinlich hätten wir den auch kaum wiedererkannt. Oft fehlte ein roter Faden. Alles was ich noch weiß ist, dass wir mal Instrumente selbst ausprobieren und uns eine eigene Notationsweise ausdenken durften, dass wir danach dann mal richtige Noten geschrieben haben, was ich wegen Blockflöte schon konnte, dass wir mal was hatten, was sich "Quintenzirkel" nannte, was ich zwar nie begriffen aber mit irgendner inzwischen vergessenen Eselsbrücke soweit wiederkäuen/anwenden konnte, ohne zu wissen, was ich da tat oder wofür das überhaupt gut ist, dass es für ne Zwei oder Drei reichte; dass wir später mal grob über Programmmusik gesprochen haben, "Bilder einer Ausstellung" und "Die Moldau" gehört habe, und ähm, dass unser Klassenversager das beste Referat gehalten hat, dass ich je gehört habe: Über Heavy Metal, mit Klangbeispielen von u. a. 'TNT' und 'Painkiller'. Zitat der damaligen Lehrerin zu Painkiller: "Diese Musik will nicht schön sein." Und das war eine der besseren Musiklehrkräfte (da hatten wir die Programmmusik). Das Metal-Referat war tortzdem eine der besten Musilk-Stunden, in der ich am meisten gelernt habe. Der Kollege hatte das mit einer Art Stammbaum illustriert, von Blues bis Thrash, Death, Black und mit jede Menge Querbezügen. Und er hatte Spaß an der Sache, was mindesten genauso wichtig war, weil bei unseren Lehrern seltenst mal sowas wie auch nur ein Funke Enthusiasmus aufglimmte, der irgendwie hätte überspringen können. Wieder später erinnere ich mich, dass wir Instrumente am Klang aus irgendwelchen unbekannten Stückchen herauserkennen sollten, ohne jemals die Namen der Instrumente gehört zu haben, geschweige denn zu wissen, was das überhaupt für Dinger sind oder wie die aussehen oder zu welcher Klasse von Instrumenten die gehören, dass wir Tonarten heraushören sollten, ohne zu wissen was Tonarten sind, dass wir Terzen von Quinten unterscheiden sollten, ohne zu wissen was das ist. Das ist keine Satire, keine Übertreibung, sondern der kurze Absatz hier ist tatsächlich ALLES was ich aus meinem "Musikunterricht" noch weiß. Dazu gab es zwischenzeitlich ein Jahr lang mal Pflicht-Chor, und wer da "gebrummt" hat, weil er singen nie gelernt hat oder im Stimmbruch war, oder wer gequatscht hat, der flog raus und es gab im Wiederholungsfall Meldung an die Klassenlehrerin. Das einzige was man da gelernt hat, war sich durchzuschummeln, möglichst unauffällig und brav zu verhalten, interessiert zu kucken und halt nicht zu stören. Dafür gab es eine Drei, und wenn dich die Lehrkraft aus ihrem Zweitfachunterricht mochte mit etwas Glück mal eine Zwei, weil eh alles mündlich lief (meist im Fachgespräch der Wissenden), Arbeiten seltenst und wenn, dann nur auf direkt zuvor ins Kurzzeitgedächtnis Auswendiglernbares hin geschrieben wurden, also ein Witz waren, wo man irgendwas Banales unverstanden und sinnlos wiederkäute. Später wurde echt nur noch abgefragt oder wir bekamen Anekdoten über irgendwelche Dirigenten und deren Marotten erzählt. Tiefere Einblicke, Zusammenhänge, Musiktheorie Vermitteln, zu Verstehen und Beherrschen eines Stoffes Anleiten? Niente. Wenn es sowas wie Zentralprüfungen gegeben hätte, wären wohl mehr als die Hälfte von uns durchgefallen. So aber wurde halt gepfuscht, die Lehrer machten "Privatunterricht" mit ein paar Überfliegern und der Rest blieb außen vor und bekam eine "Gnaden-Drei" für die sinnlos vergammelte Zeit, eine Hand wusch die andere. Gefordert wurdest du da null. Das war an einem alten Gym, wo es natürlich parallel freiwillig noch musikalische AGs gab, die speziell gefördert wurden und mit denen die Schule sich schmücken konnte und deren Auftritte wohl auch ganz gut waren. In der Grundschule haben wir in Musik eigentlich immer nur gesungen, irgendwelche Volkslieder, und unsere Lehrerin hat dazu Quetschkommode gespielt. Da machte Musik noch Spaß, später wurde es immer langweiliger.
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von Jhonny » Montag 13. September 2010, 22:45
krass... also, ich hatte am Gmy als Fach: 8 Jahre Musik 7 Jahre Chor 7 Jahre Klavier und das alles an der Schule, mit Noten (für Chor aber nur in den letzten 2 Jahren). Quintenzirkel war 5te oder 6te Klasse, glaub ich. Ich war nicht immer gut und hab auch manches wieder vergessen, aber allein die 11te mit einem halbjahr Jazz und einem halbjahr Romantik war der Hammer! Dazu Beatles und John Denver vorsingen (musste ich in Musik bis zur 11ten), Paganini analysieren in der 12ten, Rockgeschichte-Videos anschauen (8te, glaub ich), Debussy und Beethoven nachspielen lernen, Gospel, Orff und den Messias von Händel singen - ohne Musik wäre die Schule nur halb so cool gewesen. Ich muss aber zur Ehre der Schule erwähnen, dass das eben auch ein Musisches Gymnasium war - da konntest du, wenn du keinen Plan von Musik hattest auch mal ganz schön abkacken. Mir ging das in Klavier so, weil ich da nie geübt habe 
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