Trying to make ends meet, you're a slave to the playlist then you sleep
I'll take you down the only post I've ever been down
You know the one that takes you to the playlist where all the albums meet, yeah
No change, I can change, I can change, I can change
But I'm here in my music, I am here in my music
But I'm listening to a million different albums from one week to the next...
I can't change my music, no, no, no, no
You've gotta change my music, no, no, no
It's just black and brutal, melodic and loud...

БАТЮШКА - Литоургиіа
Fühlt sich tatsächlich an wie eine orthodoxe Messe mit seinen unheimlichen Chören und erinnert damit an die letzte THE RUINS OF BEVERAST oder FUNERAL MIST, aber kürzer und knackiger. Man möchte wirklich ein paar Kerzen entzünden, sich so einen sexy Kapuzenumhang umwerfen und mit diesem Album im Hintergrund ein paar Zeilen vor sich hin murmeln:
"...et ne nos inducas in tentationem, sed libera nos a malo. Amen."
Klick mich: Ектения VII: Истина

BENT KNEE - Say So
Mein allerliebstes Lieblingsblautier hatte mir bereits mit "Shiny Eyed Babies" eine interessante Band vorgestellt, die mit "Say So" offenbar weiterhin ihren eigenwilligen Weg zu gehen scheint in einer ziemlich kunterbunten Mischung irgendwo zwischen TALK TALK, BJÖRK, THE RESIDENTS, FIONA APPLE, EXTRA LIFE und YES. Stoff, der auch unter meiner Definition das Wort "Progressiv" verdient hat. Und hässlich sieht die knuddelige Sängerin auch nicht aus
Klick mich: The Things You Love

BURIED INSIDE - Chronoclast (Selected Essays on Time-Reckoning and Auto-Cannibalism)
Die beliebtesten und ausgelutschtesten Themen für Konzeptalben im Metal sind böse Diktaturen und die zunehmende Technisierung der Gesellschaft. Oder beides, wie erst neulich wieder von DREAM THEATER vertont. Wie lange wohl Petrucci beim Frühstück an dieser Story saß? Und demnächst liefert uns SEPULTURA das nächste Konzept-Album über die Technisierung der Gesellschaft! Da sind originelle Konzepte wie dieses hier gern gesehen bzw. gehört: Wie wir mit Zeit leben, umgehen, sie nutzen, wie sie uns kontrolliert und wie wir andere damit kontrollieren.
Klick mich: Time as Imperialism

BURIED INSIDE - Spoils of Failure
Eine Band, die sich viel zu früh auflöste. Da wären noch mindestens zwei richtig gute Alben drin gewesen
Klick mich: V

THE CURE - Three Imaginary Boys
Klassiker-Time. Denn man kann nie genug (frühe) THE CURE hören! Und mal ganz ehrlich: von allen hier genannten Alben hat dieses hier mit Abstand das beste Cover.
Klick mich: Fire in Cairo (in a bloody gorgeous live version)

DEATHSPELL OMEGA - The Synarchy of Molten Bones
Hui... *Stirn abwisch* das... muss... erst einmal verdaut werden.
Klick mich: Famished for Breath

FLORENCE + THE MACHINE - How Big, How Blue, How Beautiful
Tolle Stimme, toller Pop Rock. Oder Alternative Rock. Oder Indie Rock. Oder wie man das auch immer schimpfen mag. Mir gefällt's, aber das habe ich ja oft genug erwähnt oder angedeutet.
Klick mich, ich bin so ein richtiges Musikvideo, wie sie einst früher in den 80ern und 90ern gemacht wurden: Delilah

GORGUTS - Pleiades' Dust
Wenn einem die aktuelle DSO noch nicht genug die Hirnwindungen gefickt hat...
Bei nur einem Track lohnt sich der Anspieltipp richtig

INQUISITION - Ominous Doctrines of the Perpetual Mystical Macrocosm
Das erste Album, mit dem sich die ex-Kolumbianer weg vom "gewöhnlich" satanischen Black Metal hin zum orthodoxen Black Metal bewegten... Zumindest wird das behauptet. Was das auch immer heißen mag. Ich glaube, orthodoxe Black Metaller opfern weniger Jungfrauen und Katzen, studieren mehr Wörterbücher (Thesauri? Thesaurier? Thesäue? Thesäus?) und surfen auf Wikipedia zu den Themen Astronomie, Astrologie und Theologie. Das bedeutet einerseits, dass Dagon und Incubus scheinbar Tierliebhaber sind, aber andererseits auch Defetisten, die sich den gesellschaftlichen Umständen des sinkenden Alters der ersten sexuellen Erfahrungen junger Frauen und dem dadurch folgenden Mangel jungfräulicher Maiden beugen.
Klick mich: Hymn for a Dead Star

INQUISITION - Obscure Verses for the Multiverse
Melodischer und hymnischer als der Vorgänger, mit einem wesentlich wärmeren Klang streicheln die Gitarren eher sanft die Ohren, während einen die Choren... Chori... Chorusse... Chöre... Refrains zu etwas verleiten möchten, was Black Metal niemals tun darf und eigentlich dem Schlagermetal überlassen sollte: die Faust bzw. die Hörner gen Himmel strecken und mitsingen! Ja, ich schäme mich auch ganz furchtbar...
Klick mich: Inversion of Ethereal White Stars

INQUISITION - Bloodshed Across the Empyrean Altar Beyond the Celestial Zenith
Wie gesagt: Viel Halluzinogene rauchen, viel im Wörterbuch stöbern und alte Popeye-Cartoons gucken = WIN! Es sei denn, man bzw. frau ist so eine Pussy wie Frank. Dann muss man sich wahrscheinlich erst von Donald Trump grabben lassen, bevor man Heavy Metal zu würdigen weiß

Klick mich: The Flames of Infinite Blackness Before Creation

THY CATAFALQUE - Meta
Hat der Tamás wieder ganz toll hingekriegt. Man staunt, wie erbaulich und positiv das Album klingt, ohne dabei in gruslige Schlagermetal-Gefilde hinabzugleiten. Verwirrt bin ich nur, dass sowohl Kollege Stehle als auch RateYourMusic in dem Stilmix Doom Metal zu hören scheinen. Also ich vermag da beim besten Willen keinen ausmachen, aber wer weiß, was der Rabe und die tausenden User und hunderte Moderatoren von RYM für Definitionen von Doom Metal haben.
Klick mich: Ixión Düün

TRUE WIDOW - Avvolgere
Eines der seltsamsten Reviews auf dieser Seite durfte ich vor kurzem zu dieser Scheiblette lesen: darin beschwerte sich Björn, dass es für Sludge nicht heavy genug wäre
Ich glaube, es hat noch nie jemand zuvor auf einem Album von True Widow nach Sludge-Elementen gesucht. Das wäre so, als würde ich darüber meckern, dass das aktuelle Album "Encore un soir" von CELINE DION zu wenig Deathcore-Elemente enthält. Die Aussage wäre sicher nicht falsch aus der Sicht eines Fans von JOB FOR A COWBOY oder WHITECHAPEL, aber ich bin mir sehr sicher, dass Madame Dion sich dieser Tatsache auch sehr bewusst ist. Nein, keine Sorge, der "Doomgaze", wie man neuerdings der Einfachheit halber diese Mischung aus Shoegaze, Slowcore und Stoner Rock schimpft, klingt immer noch nach echten Witwen: verzerrt, hypnotisch, verträumt, perseverativ (wie oft kommt man schon dazu, dieses Wort zu benutzen) — als hätte man ELECTRIC WIZARD mit OASIS gekreuzt.
Klick mich: Theurgist

UNWOUND - Leaves Turn Inside You
Warum müssen Bands Doppelalben aus Alben machen, die weniger als 80 Minuten gehen? Ich dachte immer, Polycarbonate seien wertvoller Kunststoff? Wozu macht aus einem 74-minütigem Werk mit 14 Songs ein Doppel-Album und beschriftet die einzelnen Tonträger mit 2 und 3? "Because we're so fuckin' artistic, maaaaan! It's art, dude!" Seht ihr? Ich verstehe es nur einfach nicht! Egal, es gibt ja noch die Musik. Die liegt irgendwo zwischen SLINT, FUGAZI, DRIVE LIKE JEHU und SHELLAC und bietet recht experimentellen Post-Hardcore und Noise-Rock mit vereinzelten Anleihen von dem, was man später rückwirkend auch noch unter Post-Rock einordnen wird, weil es diesen stark beeinflusste. Aufgrund des größtenteils recht zurückhaltenden Gesangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber gerade die starken Anleihen an SLINT machen es dermaßen wollig, dass ich mich ausgiebig genug damit beschäftigen mochte, bis die ersten Songs ihre Hüllen aufbrachen und ihr Innerstes preisgaben.
Klick mich: Terminus

ZØRORMR - Corpus Hermeticum
Hier schält sich bei jedem Hören ein wahres Kleinod der Schwarzkunst heraus. Diese Gitarrenarbeit ist famos und die Songs sind unwahrscheinlich eingängig ohne irgendwelche catchy Refrains. Da muss ich definitiv mal die Diskografie vervollständigen! Einzig der Name ist irritierend. Eine polnische Band mit einem Ø? Also polnische Bands mit deutschen Namen gibt es ja wie Sand am Meer, weil deutsch hart und evil klingt, aber Zørormr klingt weniger hart und evil denn skurril. Wenn ich ein polnischer Blackmetaller wäre, würde ich meine Band vielleicht KRÅMPFANFÄLL oder KEUCHHÜSTEN nennen, das klingt doch grimmig und frostbitten!
Klick mich: This I Command!

