40 WATT SUN "Wider Than The Sky"
Ja, ich lege mich fest. Bestes Album, das Pat Walker in seiner Karriere veröffentlicht hat. Hier passt sehr viel zusammen. Songwriting, Arrangement, Produktion. Als Sänger ist er auch nochmal gereift und verleiht den fragilen Kompositionen die richtige emotionale Stimmung.
'Another Room finde ich schon besonders toll.
40 WATT SUN "The Inside Room"
So ganz warm wurde ich mit dem Album schon bei Veröffentlichung nicht... und auch heuer bin ich nach wie vor der Meinung, dass die zweifelsohne tollen Kompositionen schon sehr durch die mäßige Produktion und den völlig deplatzierten Gitarrensound verdeckt werden. Mich würde ja eine Neuaufnahme mit dem heutigen Soundverständnis der Band interessieren...
WARNING "Watching From A Distance"
Das ist schon ne ganze Weile her, dass ich das Album das letzte Mal volltändig am Stück gehört habe. Aus heutige Sicht finde ich vor allem die Entwicklung, die Patrick über die Jahre hingelegt hat sehr faszinierend. "Watching From A Distance" ist noch deutlich riff-basierter als die Werke, die er mit der Glühbirne aufgenommen hat. Seine aktuelle Musik nehme ich als deutlich reifer und weniger plakativ war, auch wenn "Watching From A Distance" dennoch ein Album bleibt, dass zum hemmungslosen Suhlen in Selbstmitleid einlädt. Der Titeltrack und das abschließende 'Echoes' sind nach wie vor meine Favoriten. 'Bridges' hat beim aktuellen Durchlauf massiv zugewonnen, während 'Footprints' - der Song den ich bei Release womöglich als stärksten eingeschätzt habe - mich ziemlich kalt gelassen hat. Interessant, wie sich die Wahrnehmung hier verändert hat.
NEUROSIS "Given To The Rising"
Das Album besitze ich schon eine ganze Weile, aber so richtig gezündet hat es erst in den letzten Wochen. Der Härtegrad wurde im Vergleich zum Vorgänger deutlich angezogen, dennoch schimmern auch die fragilen Kompositionen von "The Eye Of Every Storm" durch. Man höre nur das intensive
'Distill (Watching The Swarm)'
STEVE VON TILL "A Grave Is A Grim Horse"
Nochmal hier ein herzliches Dank an das Wolltier, dass er mich in die Klangwelt dieses Ausnahmekünstlers hat eintauchen lassen. "A Grave Is A Grim Horse" ist ungefähr zur Hälfte mit Eigenkompositionen und zur anderen Hälfte mit Neu-Interpretationen anderer Künstler - vorrangig aus dem Folk-Bereich - gespickt. Von den Eigenkompositionen finde ich
'Valley Of The Moon' herausragend, welches mich mit seiner bedächtig-melancholischen Stimmung stets mitreist. Die Interepretation von NICK DRAKEs
'Clothes Of Sand' würde ich sogar über das Original heben... und das ist ob meines Fanboy-Tums, dass ich zu Herrn Drakes Werk hege, schon eine große Auszeichnung.
STEVE VON TILL "A Life Unto Itself"
Dieses Album finde ich vielleicht sogar noch ein Stück einnehmender. Die Kompositionen schielen hin und wieder in die Drone-Richtung, die von Till mit sehr reduziertem Folk anreichert. Die Stimmung ist düster und gipfelt im intensiven Bordun von
'Known But Not Named'.
TOE "For Long Tomorrow"
Ob ich nun den reduzierten Vorgänger "The Book About My Idle Plot On A Vague Anxiety" oder das reicht texturierte "For Long Tomorrow" lieber mag... kann ich gar nicht so genau sagen. Fakt ist, dass es die Band stets schafft, mit ihrem verspielten Jazz-Rock die Schwierigkeiten des Lebens aus meinem Leben zu drängen. Es fühlt sich ein bisschen an, wie die Vertonung eines Ghibli-Films... es hinterlässt dieses seltsame Gefühl der "Reinigung"... als würden alle weltlichen Probleme in diesem Moment nicht sein.
'Two Moons' steht hierfür sinnbildlich.