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von Rüdiger Stehle » Dienstag 21. Februar 2017, 20:41
Peter Kubaschk hat geschrieben:Wundert mich alles nicht. Habe auch nicht verstanden, warum A7X überhaupt als Headliner fungiert hat, sind hier in Deutschland ja lange nicht so groß wie DISTURBED, aber gut die Eigenwahrnehmung der Band und des Managements ist da wohl leicht verblendet. War denn bei DISTURBED ein bisschen mehr Bewegung auf der Bühne oder hat Draiman wieder wie der alte Rob Halford gepost und sich Gorilla-Style auf die breite Brust geklopft?
Jo. Es waren in der Halle viele überrascht, dass DISTURBED gar nicht Headliner ist. Aber die Spielzeit war ja quasi headlinerwürdig. Die Beschreibung zu Draimans Bühnenpräsenz ist nicht verkehrt. Viel Action war auch nicht. Trotzdem, ich fand's in Ordnung. Ohne dass ich jetzt vor Begeisterung ausgeflippt wäre. TobiasDahs hat geschrieben:Mhh, also bei mir war bisher der Eindruck (auch wenn ich diese spezielle Tour-Paket nicht gesehen habe) genau umgekehrt. A7X eine bombastische Liveband, insbesondere dank Synyster Gates an der Gitarre, und DISTURBED doch eher steif und wenig packend. Liegt aber vielleicht auch einfach daran, dass ich alle A7X-Alben im Schrank habe und dementsprechend das Material kenne.
Wie gesagt, wenn man das Material kennt, kann das gut sein, dass es zündet. Aber ich hab A7X nicht als Band wahrgenommen, die vom Songmaterial her durch die Liveshow neue Fans generiert. Die Art der Bühnenperformance (Outfits, Acting...) ist halt persönlich nicht meins. Aber ich hab tatsächlich die Hauptschwäche in der kompositorischen Einförmigkeit der Songs gesehen.
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von Jhonny » Dienstag 21. Februar 2017, 21:31
CHEVELLE hätte ich mir bei dem Package ja am liebsten angeschaut. Eine sehr kreative, eigenständige Band, aber natürlich stärker Richtung TOOL. Und DISTURBED finde ich schon seehr lange klasse. AVENGEND SEVENFOLD fand ich immer nur ganz gut, habe aber auch noch keine Alben daheim, mich also nie wirklich gebührend mit ihnen befasst.
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von mike » Dienstag 21. Februar 2017, 22:49
Ein Kollege hat mir vorhin beim Abendessen erzählt, daß es bei Avenged Sevenfold in Stuttgart einen schweren Unfall gab: http://www.stuttgarter-nachrichten.de/i ... 8ecf9.html
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von Rüdiger Stehle » Samstag 18. März 2017, 23:39
Wir waren vorgestern in München im Backstage und hatten die Ehre und Freude eine derbe Bandquadriga bewundern zu dürfen. Der Laden (Halle) war gut gefüllt, aber nicht überfüllt.
Los ging's gegen 19:00 Uhr mit EARTH ROT aus Perth in Australien. Die erst seit gut drei Jahren aktiven Jungs machten gut was her, spielten halbwegs melodischen Death Metal mit stark runtergestimmten Gitarren, einem Sänger zwischen Marc Grewe und Dave Vincent, und auch einigen Black-Metal-Einflüssen, die jedoch hinterm DM zurück bleiben. Schöne Shirts hatten sie im Angebot.
Zweite Band des Abends war INCITE aus Phoenix/Arizona. Deren Stil ist an sich nicht so 100% der meine. Die Band spielt recht groovigen, derben Thrash Metal mit dezenter DM-Schlagseite. Irgendwo im Dreieck zwischen SEPULTURA, GURD und GOREFEST. Frontmann ist dann auch kein Geringerer als Maxes Stiefsohn Richie Cavalera, der auch schon bei den Seelenfliegen gegastsängert hat. Wie gesagt, an sich nicht 100% meine stilistische Welt, aber im Livekontext war's dann doch echt cool, weil vor allem Fronter Richie Cavalera und Basser Christopher El eine echt starke Bühnenperformance ablieferten.
So, dann war es an der Zeit für den Co-Headliner MELECHESH, eine Band, die ich schon immer toll finde, bei der ich aber leider noch nicht die Kurve gekriegt habe, meine Sammlung auszudehnen. Habe bisher leider nur die "Sphynx", doch das wird sich alsbald ändern. Die Band war - auch wenn an sich nur Meister Ashmedi vom etatmäßigen Line-up anwesend war - wirklich großartig, Ashmedi allein hat schon eine einfach tolle Ausstrahlung, doch auch der Bassist und Co-Sänger des Livelineups war echt klasse. Tolle Atmosphäre, bei all der infernalischen Raserei und Höchstgeschwindigkeit gab's stets nachvollziehbare geniale Melodien, die orientalischen Klänger super eingewoben, dann Songperlen wie "Grand Gathas Of Baal Sin", "Multiple Truths" oder "Birth Of The Nemesis"... doch, toller Gig, und immer wieder gerne. Jetzt muss die Diskographie angepackt werden. Mal sehen, was es morgen in München gibt.
Headliner ist dann GORGOROTH zum 25. Jubiläum. 21 Jahre nach meinem ersten GORGOROTH-Gig. Von damals ist natürlich nur noch Meister Infernus am Start, doch der ist in all seiner Lässigkeit und Unauffälligkeit absolut omnipräsent, denn sein Spiel ist wahnsinnig effektiv. Keine großen Gesten, nicht viel Bewegung, stoisch und introvertiert, aber die surrenden Nordlandriffs fegen dahin wie ein Blizzard. Dann haben wir den grotesk nagelbewehrten Skulletträger Herrn Hoest, der als Frontdeibel natürlich eine großartige Figur macht, mir aber bei TAAKE dann doch noch besser gefällt, denn da singt er etwas weniger verhallt und damit charismatischer. Trotzdem: Es macht immer Freude, dem Herbstigen zuzuschauen. Die weiteren Musiker sind optisch zwar perfekt passend aufgemotzt und musikalisch sicher voll auf der Höhe, bringen aber nicht allzu viel Ausstrahlung mit. Die Setlist ist fein zusammengestellt, wobei die Schwerpunkte klar auf "Under The Sign Of Hell" und "Quantos Possunt..." lagen. Alle weiteren Alben (bis auf "Ad Majorem") kamen mit 1-2 Songs zu Zuge. Die Spielzeit war lediglich knapp eine Stunde, nicht viel für einen Headliner; da sich die Band aber trotzdem durch 13 Songs, darunter drei Medley, holzte, bin ich durchaus zufrieden.
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von Peter Kubaschk » Dienstag 21. März 2017, 01:55
Komme gerade von ARMORED SAINT in Dublin und das war natürlich gewohnt fantastisch und sehr wahrscheinlich das Konzert des Jahres (höchstens WALTZ kann das toppen). Setlist mit einigen Überraschungen ('Control Issues', 'In An Instant'I, Energielevel wie immer am Anschlag und um es wirklich ins Hirn einzubrennen, gab es eine OP an Johns Ohr. Sein Gehörschutz war irgendwie verrutscht und drohte komplett in den Ohrkanal zu rutschen und es wurde mit einer Zange(!) versucht das rauszupfriemeln. Erfolglos. Er hat dann dennoch weitergemacht und ein Zuschauer ist während des Konzertes eine Pinzette kaufen(!) gegangen. Das war schon reichlich bizarr.
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von Jakob » Dienstag 21. März 2017, 10:33
Peter Kubaschk hat geschrieben:Komme gerade von ARMORED SAINT in Dublin und das war natürlich gewohnt fantastisch und sehr wahrscheinlich das Konzert des Jahres (höchstens WALTZ kann das toppen). Setlist mit einigen Überraschungen ('Control Issues', 'In An Instant'I, Energielevel wie immer am Anschlag und um es wirklich ins Hirn einzubrennen, gab es eine OP an Johns Ohr. Sein Gehörschutz war irgendwie verrutscht und drohte komplett in den Ohrkanal zu rutschen und es wurde mit einer Zange(!) versucht das rauszupfriemeln. Erfolglos. Er hat dann dennoch weitergemacht und ein Zuschauer ist während des Konzertes eine Pinzette kaufen(!) gegangen. Das war schon reichlich bizarr.
Geile Story 
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von Feamorn » Mittwoch 22. März 2017, 14:00
Haben wir auch einen Thread "eure zukünftigen Live-Erlebnisse"?
Egal, jetzt einfach hier:
Ich werde in zwei Wochen in Köln einmal SOEN und (für mich vor allem) MADDER MORTEM (am 4. April im Underground) und einen Tag darauf GHOST (am 5. April im E-Werk) anschauen. Ist da zufällig noch jemand? Kann nämlich gut sein, dass ich da jeweils alleine andackeln werde...
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von salisbury » Mittwoch 22. März 2017, 21:09
Feamorn hat geschrieben: MADDER MORTEM
Was? Wo? Warum? NEIIIIIIN!!! Die Daten sind für mich saudoof. warum warum warum?
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von Havoc » Sonntag 26. März 2017, 22:02
Rüdiger Stehle hat geschrieben:So, dann war es an der Zeit für den Co-Headliner MELECHESH, eine Band, die ich schon immer toll finde, bei der ich aber leider noch nicht die Kurve gekriegt habe, meine Sammlung auszudehnen. Habe bisher leider nur die "Sphynx", doch das wird sich alsbald ändern. Die Band war - auch wenn an sich nur Meister Ashmedi vom etatmäßigen Line-up anwesend war - wirklich großartig, Ashmedi allein hat schon eine einfach tolle Ausstrahlung, doch auch der Bassist und Co-Sänger des Livelineups war echt klasse. Tolle Atmosphäre, bei all der infernalischen Raserei und Höchstgeschwindigkeit gab's stets nachvollziehbare geniale Melodien, die orientalischen Klänger super eingewoben, dann Songperlen wie "Grand Gathas Of Baal Sin", "Multiple Truths" oder "Birth Of The Nemesis"... doch, toller Gig, und immer wieder gerne. Jetzt muss die Diskographie angepackt werden. Mal sehen, was es morgen in München gibt.
Habe mir mal ein Live-Video der Band angesehen. Also dieser Ashmedi ist echt eine krasse Erscheinung. Vor allem singt er so "unangestrengt". Bei dem kommen diese fiesen krassen Vocals einfach so raus...als würde er ganz normal singen. So als müßte er sich überhaupt nicht anstrengen.
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von Holger Andrae » Sonntag 26. März 2017, 22:18
War gerade ganz irritiert, in diesem Thread einen Beitag von Havoc als letzten angezeigt zu bekommen. Hatte schon Hoffnung, aber ...
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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