Danke fürs Mitmachen, lieber Rabe. Hier noch ein paar Antworten und Kommentare nach dieser wirklich schönen Runde:
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Chavo #1:
SONATA ARCTICA "8th Commandment"
=> Der Stratovarius-Einfluss ist sehr dominant. Ich hör immer erst mit geschlossenen Augen zum Raten. Bin aber tatsächlich nicht auf Sonata Arctica gekommen. Hab nur eine Scheibe der Jungs, und natürlich öfters mal live gesehen. Ist halt sehr überladen, aber schon auch schön. Gefällt mir. Zu Debüt-Zeiten waren sie noch schneller und härter im Schnitt, als dann später ab "Reckoning Day", oder?
Das hier dürfte der härteste Song im Repertoire der Finnen sein. Deshalb ist es auch mit Abstand mein liebster. Im Schnitt ging es zu Anfangszeiten aber auch definitiv etwas mehr zur Sache, das ist schon richtig.
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Chavo #2:
EMIGRATE "Rainbow"
Huch, was ist denn das? Eine sehr elektronische Angelegenheit, würde ich sagen. Vor der Bridge und dem ersten Refrain ist man sich noch gar nicht sicher, dass es überhaupt noch rockig wird. Insgesamt recht poppig. Klingt wie eine Mischung aus modernem Rock, Captain-Future-Soundtrack und Computerliebe... Kann ich mir tatsächlich gut anhören, für eine Einkaufsliste ist's dann natürlich doch ein bisschen weit weg von meiner üblichen Speisekarte. Die Hooks im Refain sind aber cool. Die spacigen Sounds sind gut gemacht.
EMIGRATE ist das Solo-Projekt von RAMMSTEIN-Gitarrist Richard Kruspe. Der Song hier fällt schon etwas aus der Reihe, aber ich liebe diese Melodie. Auf den Alben geht's aber durchaus auch mal metallischer zur Sache, wenngleich ein wenig Elektronik immer mit an Bord ist.
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Chavo # 4
MASTERPLAN - Sail On
Aus ausgiebigen alten Helloweenforumszeiten ist mir MASTERPLAN natürlich ein Begriff und ich hab mich damals in den dortigen Forengesprächen auch intensiv mit dem Thema, speziell mit dem Debüt auseinandergesetzt. Tatsächlich hat's trotzdem nie dazu gereicht, dass ich bei der Band ins Sammeln und regelmäßige Hören eingestiegen wäre. Keine Ahnung war. Ich mag den Grapow und seinen Stil. Lande ist ein guter Sänger. Passt eigentlich alles, aber mir ging doch irgendwie etwas ab, was mir Helloween und Gamma Ray immer gaben. Irgendwie hat Masterplan trotz seiner Melodic-Speed-Roots einen AOR-Touch, eine Ernsthaftigkeit, die ich in dem Stil nicht unbedingt haben muss. Hat mir im Gegensatz zu Helloween bei aller Klasse nie ein richtig breites Grinsen ins Gesicht gezaubert.
Das kann ich voll und ganz nachvollziehen. Ich mag MASTERPLAN jetzt auch erst seit ein oder zwei Jahren. Vorher war auch mir das immer zu verkopft und ernst. Inzwischen finde ich aber vor allem das Debüt wirklich, wirklich stark. Man muss halt das ständige Vergleichen mit anderen Bands ein wenig abstellen.
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Chavo #7
ALAN PARSONS PROJECT - May Be A Price To Pay
Kein Witz, das ist tatsächlich das erste Mal, dass ich mich bewusst mit diesem Klassiker befasse. Das Intro passt gleich zu Robin-Hood- und Ritterfilmen, und damit zum gotischen Kirchenfenster des Artworks. Wunderschöner, mystischer Prog Rock mit viel Atmosphäre und Keyboards, die irgendwie an 80er-Serienhits wie Miami Vice, Magnum und Hart aber Herzlich erinnern. Muss mal bei Gelegenheit her.
Das kann ich natürlich nur unterstützen. Ich habe mir nach und nach alle Alben gekauft und finde jedes einzelne überragend. An erster Stelle wird für immer "Eye In The Sky" stehen, wer es aber etwas epischer mag (

), ist mit "The Turn Of A Friendly Card" oder "Tales Of Mystery And Imagination" bestens bedient. Danach wird man sowieso mehr wollen!
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Chavo #9
UREAS - The Valley Of The Shadow Of Death
Hui, sind heute Dänentage? Schwer verdaulicher Brocken. Das ist auch mehr Hörspiel als Song, oder? Finde ich aber gar nicht schlecht. Erinnert mich ein bisschen an die härteren Sachen des Mechanical-Poet-Debüts, speziell auch durch die erzählerische Komponente. Die Dame singt großartig. Vielseitig. Jo. Spannend.
Ein wirklich merkwürdiges Album, dem ich vor eineinhalb Jahren möglicherweise einen Punkt zu viel gegeben habe (
https://powermetal.de/review/review-Ureas/The_Black_Heart_Album,27198,27102.html). In der Tat ähnelt die Scheibe einem Hörspiel. Extrem abwechslungsreiche Dänen, die sich dennoch etwas abnutzen. Ich mag Dänemark übrigens sehr gern, ob mir deshalb Musik aus Dänemark auch besser gefällt? Hmm...
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Chavo #10
MEAT LOAF - In the Land of the Pig the Butcher is King
Hier ist's wie bei A.P.P. - Ich hab tatsächlich keine einzige ML-Scheibe zu Hause. Dabei weiß ich ja, dass das eigentlich was für mich ist. Episch, bombastisch, oft orchestral, toller Sänger, Fantasy-Elemente. Der Song bestätigt das und er ist dabei weit härter als ich das erwartet hätte. Muss ich mir dann doch mal zulegen, die Fledermausscheiben.
Ich kann dir die "Bat Out Of Hell"-Trilogie nur ans Herz legen. Wenn dir das nicht gefällt, dann kenne ich deinen Geschmack wohl doch weit weniger, als ich dachte. Gerade Teil II ist ein Wahnsinnsalbum mit viel Orchester, grandiosem Gesang und viel Gitarrenmusik, das muss dir eigentlich reinlaufen wie Öl!
