Musikalische Erkenntnis des Tages

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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Schaf » Freitag 12. Mai 2017, 19:57

Havoc hat geschrieben:Geht mir ähnlich. Deswegen hänge ich halt auch so oft hier im Forum herum. Nicht weil ich keine Freunde hätte...aber mit denen kann man sich halt kaum anständig über gute Musik austauschen.
Aber das ist wohl auch der Sinn eines Forums. ;-)


Jo. Das Problem ist halt, dass wir Schwarzwurzelheimer furchtbar asoziale Menschen sind. Wir versammeln uns auf Black-Metal-Konzerten, werfen dort gegenseitige kurze prüfende Blicke auf unsere Shirts und Patches, ob auch nur akzeptable Bands und Farben darunter sind. Sind nur akzeptable Bands in akzeptablen Farben vorhanden, bestätigen wir deren Anerkennung mit einem kurzen Knurren, stehen während des Konzerts mit Bleifüßen stumm in der Gegend, denn Moshen und Headbangen ist nicht grim und schon gar nicht frostbitten. Und nach Beendigung des Konzerts zerstreuen wir uns wieder in alle vier Winde zu Muttis Wohnung vor unsere Computer, um in unseren Blogs die aufgetretenen Bands zu zerreißen, ihnen Ausverkauf zu unterstellen und ihnen jegliche Trveness abzusprechen.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Havoc » Freitag 12. Mai 2017, 22:58

Schaf hat geschrieben:
Havoc hat geschrieben:Geht mir ähnlich. Deswegen hänge ich halt auch so oft hier im Forum herum. Nicht weil ich keine Freunde hätte...aber mit denen kann man sich halt kaum anständig über gute Musik austauschen.
Aber das ist wohl auch der Sinn eines Forums. ;-)


Jo. Das Problem ist halt, dass wir Schwarzwurzelheimer furchtbar asoziale Menschen sind. Wir versammeln uns auf Black-Metal-Konzerten...


Bereits hier trifft das nicht mehr auf mich zu. ;-)
Wobei....eigentlich schon ab "Schwarzwurzelheimer"...denn auch das bin ich wohl nicht so richtig. :)
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Jhonny » Freitag 12. Mai 2017, 23:00

Hmm ich kenne ziemlich viele Leute, die Rock und Metal verschiedenster Prägung hören.
Nur das tiefe Buddeln im Underground, das kenne ich fast nur von den Leuten aus diesem Forum (sowie SMB und DFF).
Ich hatte im Freundeskreis in der Schule schon viele Metal-Fans, aber das hörte oft nach den großen Bands auf.
Erasmus konnte ich dann irgendwann für Bands wie MANILLA ROAD, CIRITH UNGOL etc. gewinnen, und auch meine Brüder stöbern in ihren Metal-Genres ja gerne recht tief.

Daher kann ich eigentlich nicht über zu unmetallische Freunde klagen.

Selbst in meiner Gemeinde hört einer SLAYER und BOLT THROWER, ein anderer war 2015 mit mir bei ARMORED SAINT und schwärmte mir erst am Sonntag von der DENNER / SHERMANN vor, und mit RUSH, RAINBOW, LED ZEPPELIN oder DEEP PURPLE renne ich bei den Leuten ab Ende 40 offene Türen ein. Und jetzt kommt seit neuestem ein STRATOVARIUS-/EDGUY-Hörer, das ist ja schon auch Metal.

Die größten RUSH-Fans, die ich kennen lernen durfte waren:
Der Alttestaments-Professor, bei dem ich meine Magisterschrift verfasst habe und
Der Pastor, der mich in meinen Dienst eingeführt hat.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Schaf » Samstag 13. Mai 2017, 06:25

Wobei....eigentlich schon ab "Schwarzwurzelheimer"...denn auch das bin ich wohl nicht so richtig. :)


Ich sprach auch ganz bestimmt nicht von dir, Prog-Prof! Dass du mit Black Metal von ein paar Mainstream-Bands abgesehen nichts zu tun hast, weiß ich auch, ohne dass du es mir extra mitteilst.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Erasmus » Montag 15. Mai 2017, 18:12

Neulich habe ich einen Black-Metaller beim Mitwippen beobachtet, mit dem linken Fuß, mindestens 3 Takte. Hat bei mir jegliche Glaubwürdigkeit verloren, der Poser.
Ach ja: Mir fallen schon oft Metalhörer auf, die sehr an der Oberfläche bleiben. Is ja aber im Grunde ihr Problem... ;)
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Holger Andrae » Montag 15. Mai 2017, 22:22

Wie fallen Dir diese denn und insbesondere ihre musikalische Oberflächlichkeit auf?
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Oliver Passgang » Dienstag 16. Mai 2017, 14:21

Ich glaube, was er meint - und was ich ebenfalls seit eigentlich immer erstaunlich finde - ist die diese Neutralität, die manche Fans ausstrahlen, während ihre Lieblingsband auf der Bühne gerade alles abfackelt: kein Mitsingen, kein Headbangen, kein Moshen, kein irgendwas. Nur still dastehen, zuhören und genießen. Ist ja auch absolut in Ordnung, wenn dann im Inneren alles passiert und die Leute genau so zufrieden nach Hause, aber diese sehr ursprüngliche Metal-Attitüde von wegen "das Innerste nach außen kehren"... tjo, das ist das halt nicht so ganz. Wenn mich nicht-ruhige Musik packt, dann ist das bei mir fast schon ein Drang, dazu irgendwie abzugehen... Ich kann gar nicht anders. Und das intensiviert ein Erlebnis in jedem Fall auch. Aber wie Erasmus es schon sagte: cuum suique. :)
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Siebi » Dienstag 16. Mai 2017, 14:24

Wäre ein cooler Metalklub. Am kommenden HOA oder KIT eine kleine Gesprächsvorschau...

"Schau mal, da sind sie wieder, die Jungs von den "Surface Scratching Metalists". Traurig, wie man nur so oberflächlich sein kann. Der eine da aus dem pm.de-Forum ist auch dabei, Seibi oder so, ja genau der... oh Gott, wenn ich diesen Typen schon seh'... keine Ahnung von AiRapparent, aber die coole Sau gebend, pfft."

Zum Kumpel drehend: "Was hast du da gekauft? Klabautermann? Ah, Rohbau. Ui, sind die sowas wie diese eine Band da aus Bremen, wo alle so drauf hauen? Kenn die nicht, sollen aber früher gut gewesen sein, seid Sossa trommelt nicht mehr so".

Zu den sich feiernden SSMs abschätzig mitleidge Blicke werfend. "Traurig, jetzt kommen diese Zeige-kleine Finger-Zeichen wieder und immer dieses Bier is'leeeer. Traurig... und dann diese stinkenden Jeans- und Lederjacken mit so komischen Aufklebern druff. Wodos? Kenn ich gar nicht. Sind die gut?"
... verschwindet am Methorn-Kaufstand ...
:D
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Peter Kubaschk » Dienstag 16. Mai 2017, 14:29

Oliver Passgang hat geschrieben:Ich glaube, was er meint - und was ich ebenfalls seit eigentlich immer erstaunlich finde - ist die diese Neutralität, die manche Fans ausstrahlen, während ihre Lieblingsband auf der Bühne gerade alles abfackelt: kein Mitsingen, kein Headbangen, kein Moshen, kein irgendwas. Nur still dastehen, zuhören und genießen. Ist ja auch absolut in Ordnung, wenn dann im Inneren alles passiert und die Leute genau so zufrieden nach Hause, aber diese sehr ursprüngliche Metal-Attitüde von wegen "das Innerste nach außen kehren"... tjo, das ist das halt nicht so ganz. Wenn mich nicht-ruhige Musik packt, dann ist das bei mir fast schon ein Drang, dazu irgendwie abzugehen... Ich kann gar nicht anders. Und das intensiviert ein Erlebnis in jedem Fall auch. Aber wie Erasmus es schon sagte: cuum suique. :)


Ich dachte eigentlich, dass der zweite Satz mit dem ersten nicht wirklich in Verbindung steht, sondern sich die Oberflächlichkeit eher darauf bezieht, dass manche Leute halt so 10-20 Metalbands kennen, aber sich darüberhinaus nicht wirklich Mühe machen, mal tiefer in die Materie einzutauchen. Bei uns gab es mal einen auf Arbeit, der lief halt immer mit Shirts von Amon Amarth, Volbeat, Metallica, Motörhead, Disturbed oder A7X rum, der aber keine Ahnung hatte, wer denn Nevermore, Death Angel oder Candlemass sind. Der war für mich ganz klar oberflächlich.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Nils Macher » Dienstag 16. Mai 2017, 14:30

Oliver Passgang hat geschrieben:Ich glaube, was er meint - und was ich ebenfalls seit eigentlich immer erstaunlich finde - ist die diese Neutralität, die manche Fans ausstrahlen, während ihre Lieblingsband auf der Bühne gerade alles abfackelt: kein Mitsingen, kein Headbangen, kein Moshen, kein irgendwas. Nur still dastehen, zuhören und genießen. Ist ja auch absolut in Ordnung, wenn dann im Inneren alles passiert und die Leute genau so zufrieden nach Hause, aber diese sehr ursprüngliche Metal-Attitüde von wegen "das Innerste nach außen kehren"... tjo, das ist das halt nicht so ganz. Wenn mich nicht-ruhige Musik packt, dann ist das bei mir fast schon ein Drang, dazu irgendwie abzugehen... Ich kann gar nicht anders. Und das intensiviert ein Erlebnis in jedem Fall auch. Aber wie Erasmus es schon sagte: cuum suique. :)


Ich finde das ist total abhängig vom Musikstil. Während ich bei DT auch gerne lauthals mitsinge, habe ich bei einem guten BM-Konzert auch mal die Augen geschlossen und bin ganz in mich gekehrt. Gilt natürlich nicht, wenn 'Mother North' oder 'Circle of the Tyrants' gespielt wird. Das ist wiederum Faust-reck-Metal.
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