
Vom Namen her kenne ich die schon seit Jahren. Aber erst jetzt habe ich mal zugeschlagen, weil ich gerade noch mal Bock auf düstere Sachen hatte. Und siehe da. Das gefällt mir wirklich hervorragend. Die Band wird ja immer in Zusammenhang mit Satyricon gebracht. Sicherlich auch nicht zu unrecht. Besonders der Hit „Daily Nightmare Injected“ erinnert von der Machart her schon sehr stark an die Norweger. Insgesamt ist der Sound aber etwas rauer und kälter als auf den letzten Werken der Norweger und erinnert mich sogar noch mehr an eine Band wie Dark Fortress. Besonders an das Album „Eidolon“. Trotz der ganzen Referenzen ist das eine recht eigenständige tolle Scheibe. Neben dem bereits genannten Hit gefällt mir besonders der monumentale angedoomte achtminütige Titelsong. Geiles Ding. Das große Plus der Band ist auf jeden Fall der sehr verständliche raue dunkle Gesang. Das wiederum erinnert mich an Bands wie Unleashed oder God Dethroned, die ebenfalls sehr hart sind, bei denen man aber fast jedes Wort versteht. Ich bin der Meinung, dass diese Scheibe wirklich ein Muss für Fans der erstgenannten Bands ist!
FARSOT – Fail-Lure

Da ich den 2011er Vorgänger „Insects“ richtig toll fand war ich schon sehr gespannt auf dieses Werk. Und nach leichter anfänglicher Skepsis muss ich sagen, dass mir das wiedermal richtig gut gefällt. Für mich ist das atmosphärischer Black Metal. Mit Post hat das meiner Meinung nach nicht so wahnsinnig viel am Hut. Höchstens ein Briefchen…kein Paket! Hier und da mal ein paar Sprenkler und psychedelische Ansätze. Diese werden aber nur dezent verwendet. Gleich der erste Song setzt viel auf Double-Bass ohne, dass er in irgendeiner Form rasend wäre. Nee. Schnelligkeit ist nicht das Stilmittel der Herren. In den weiteren Songs wird dann viel mehr variiert. Das Schlagzeug und auch der Gesang werden sehr viel varialbler eingesetzt. Im dritten Song erinnern die Vocals dann kurzzeitig gar an Burzum. Alle Songs ähneln sich ein wenig, aber irgendwie auch wieder nicht. Im Nu sind die 47 Minuten vorüber. Langeweile Fehlanzeige. Und man will das Album immer und immer wieder anhören. Es zieht einen in einen Bann abseits der Realität. Das hat schon was muss ich zugeben. Und das ohne großes Brimborium. Mit Avantgarde hat das nix am Hut. Es gibt kein Orchester. Die Atmosphäre wird mit einfachen Mitteln erzielt. Wie auch immer die das hinbekommen haben. Wie toll ich das finde möchte ich noch nicht ganz abschließend bewerten, daher keine Note. Aber ich bin auf jeden Fall fürs erste ziemlich beeindruckt, auch wenn ich es noch nicht über „Insects“ stellen würde.
ALLEGAEON – Proponents For Sentience

Erst ein paar Mal gehört. Erinnert an eine Obscura-Light Version mit etwas Dimmu-Orchester und einigen Dark Tranquillity-Melodien. Gefällt mir auch auf jeden Fall, reißt mich jetzt aber noch nicht zwingend mehr mit als die drei genannten Bands. Aber das muss nix heißen. War auf keinen Fall ein Fehlkauf. Und zu dem Preis! Doch. Bereichert meine Sammlung. Könnte mir auch vorstellen, dass die Scheibe noch ordentlich gedeiht demnächst.




