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von mindreader » Mittwoch 7. Juni 2017, 11:39
Der Priest-Vergleich ergab sich aus den Gesprächen mit anderen Fans nachts im Hotel. Priest sind ja auch gut, ich hab sie für mich gleichzeitig mit Maiden entdeckt und mich immer wieder gefragt, warum das in so einer eindeutige Tendenz Richtung Maiden geendet hat. Oben genanntes ist sicher einer der Gründe.
Aber ich bin mir dessen bewusst, dass es mindestens genauso viele Gründe pro Priest gibt.
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von Rüdiger Stehle » Mittwoch 7. Juni 2017, 13:49
Ja, war ja auch Spaß. Bei mir ist Priest immer vorne gewesen, bei ähnlichen Rahmenbedingungen, sprich etwa gleichzeitig kennen gelernt und ich finde beide Bands nach wie vor sehr gut. Für mich den Ausschlag pro Priest gibt in erster Linie, dass sich Priest immer wieder neu erfunden und mit ganz unterschiedlichen stilistischen Schwerpunkten trotzdem immer Alben veröffentlicht hat, die einerseits irgendwie am Puls der Zeit waren, andererseits aber trotzdem unverkennbar Priest. Das ist eine Eigenschaft, die sich nur ganz wenige Band über so lange Zeit erfolgreich bewahren konnten, ohne einerseits im eigenen Saft zu garen oder andererseits dauernd massive Stilbrüche zu verursachen. Bei Maiden ist die stilistische Varianz doch deutlich geringer, aber viele Leute meinen dafür auch, dass Maiden nie ein schwaches Album gemacht hat. Ich hab bei beiden Bands Alben, mit denen ich gewisse Schwierigkeiten habe, aber bei Maiden sind es mit Virtual XI, Dance of Death, AMOLAD und The Final Frontier ein paar mehr als bei Priest (Nostradamus, Redeemer). Dennoch: Beides ganz große Bands, beide wichtig für mich.
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von Erasmus » Mittwoch 7. Juni 2017, 19:41
Interessant, ich finde (obwohl ich Priest sehr schätzen gelernt habe) tatsächlich auch, dass die Maidensongs "besser" altern, d.h. deutlich energetischer sind und heute noch in dieser Form veröffentlicht werden könnten, ohne als Retro bezeichnet zu werden. Priest klingen da manchmal (!) im Gegensatz zu den Jungfrauen etwas "historisch". Den Anführungszeichen ist anzumerken: Ich tue mir grad etwas schwer, den Sachverhalt passend auszudrücken. 
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von mindreader » Mittwoch 7. Juni 2017, 19:47
Was ich an Priest mag und was nicht, werde ich demnächst mal im Priest-thread posten, was du über "schlechte" Alben schreibst, denke ich, dass beide Bands Höhen und Tiefen hatten. Bei Maiden zündet und zündete die punkige Vergangenheit (auch wenn ich die ersten beiden Alben bestimmt nicht so in den Himmel loben würde, wie das hier schon oft geschrieben wurde), die - bis heute - nachvollziehbare musikalische Entwicklung, wie oben geschrieben die Unverwüstlichkeit der Klassiker und der "live-Faktor". Natürlich auch die eine oder andere persönliche Anekdote, die mich mit einzelnen Mitgliedern oder der ganzen Band verbindet(n), das ist wahrscheinlich ein ganz bedeutender Faktor.
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von Feamorn » Dienstag 8. August 2017, 13:06
Ich ziehe mal aus dem "Was hört ihr?"-Thread um: Feamorn hat geschrieben:frankjaeger hat geschrieben:Ohne meine relativ exklusive negative Meinung zur "7th Son"aufwärmen zu wollen - war der Bruch zwischen "Somewhere In Time" und "No Prayer" nicht größer? Ich fand ihn gravierender. Von gehaltvollen Longtracks zu Dudel-Keyboard-Trallala war schlimmer als von da zu austauschbaren und weitgehend profillosen Viermonütern.
Ich betrachte aber immer Album und Nachfolger, und da liegen Somewhere und 7th Son für mich deutlich näher zusammen als 7th Son und Prayer. Ich habe die 7th Son vermutlich auch deutlich mehr gehört als Somewhere, letztere habe ich erst sehr viel später so schätzen gelernt, wie es heute der Fall ist.
Ich würde die Schaffensperioden, vor Bruce's Ausstieg, nach meiner Wahrnehmung folgendermaßen einordnen: Phase 1: Iron Maiden, Killers Phase 2: Number Of The Beast, Piece Of Mind, Powerslave Phase 3: Somewhere In Time, Seventh Son Of A Seventh Son Phase 4: No Prayer For The Dying, Fear Of The Dark Danach wird es für mich deutlich schwieriger, Grenzen zu ziehen, weil das von Album zu Album stärker springt (ich müsste X-Factor, Virtual XI und Brave New World sonst vermutlich einzelne Phasen zuordnen), oder gar nicht (alles nach Brave New World bekomme ich, stilistisch, nicht mehr so richtig auseinander sortiert, habe aber auch alles VIEL weniger gehört/gern als alles vor BNW, bzw. X).
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von Holger Andrae » Dienstag 8. August 2017, 13:58
@Frank: Natürlich ist der Sprung von "Somehwere In Time" zur "No Prayer" größer, weil da noch der siebente Sohn dazwischen liegt. Phase 1: Iron Maiden, Killers -> Di'Anno Years (All Killers, No Fillers) Phase 2:Number Of The Beast - Powerslave -> Dickinsons Heavy Start Ups (Mostly Killers, Few Fillers) Phase 3:Somwhere In Time -7th Son -> Harris goes progressive (Some Killers, some Fillers) danach für mich nur noch marginal spannend und von daher nicht konkret bewertbar
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von frankjaeger » Dienstag 8. August 2017, 15:33
Klar, ich meine "Somewhere" im Vergleich zu "7th Son". Aber offensichtlich stehe ich damit allein. Aber in Bezug auf di e"7th Son" kenne ich das ja schon. 
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von Feamorn » Dienstag 8. August 2017, 15:58
frankjaeger hat geschrieben:Klar, ich meine "Somewhere" im Vergleich zu "7th Son". Aber offensichtlich stehe ich damit allein. Aber in Bezug auf di e"7th Son" kenne ich das ja schon. 
Wir auch, also mit dir  Ansonsten ist Infinite Dreams halt einer der besten Maiden Songs, und nunmal auf der 7th Son.
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von Holger Andrae » Dienstag 8. August 2017, 18:28
Ich verstehe Frank schon, denn in Sachen Härte und Erdigkeit liegt schon eine ganze Menge zwischen den beiden Alben. Die Entfernung zwischen "Iron Maiden" <-> "Somewhere In Time" und "Iron Maiden"<-> "7th Son" ist auch in meinen Ohren sehr viel größer.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Skullkrusher » Montag 28. August 2017, 18:27
Für die Leseratten: Im Oktober wird die Autobiographie von Bruce veröffentlicht. Zumindest bei mir wird sie dann wohl unterm Weihnachsbaum liegen.
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