Musikalische Erkenntnis des Tages

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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Peter Kubaschk » Sonntag 30. Juli 2017, 00:44

1. Ich bin keine 25 mehr. (gut, keine musikalische Erkenntnis, aber gehört zum Rest)
2. Auch mit nicht-25 bleiben einige LINKIN PARK-Songs für mich ziemlich großartige Hits ('Faint', 'Numb' , 'Somewhere I Belong')
3. Die Texte sind so dermaßen Emo, das ist stellenweise nicht mehr feierlich.
4. Das Gerappe geht mir heute mehr auf den Zeiger als damals ('Hit The Floor', 'Figure.09', *Nobody's Listening')
5. Und doch verbinde ich eine Menge guter Erinnerungen mit "Meteora" und "Hybrid Theory" (die ich jetzt auch noch auflegen werde)
6. Ich verstehe ganz genau, warum diese Band damals über Nacht so groß geworden ist.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Raphael Paebst » Montag 31. Juli 2017, 22:04

Peter Kubaschk hat geschrieben:1. Ich bin keine 25 mehr. (gut, keine musikalische Erkenntnis, aber gehört zum Rest)
2. Auch mit nicht-25 bleiben einige LINKIN PARK-Songs für mich ziemlich großartige Hits ('Faint', 'Numb' , 'Somewhere I Belong')
3. Die Texte sind so dermaßen Emo, das ist stellenweise nicht mehr feierlich.
4. Das Gerappe geht mir heute mehr auf den Zeiger als damals ('Hit The Floor', 'Figure.09', *Nobody's Listening')
5. Und doch verbinde ich eine Menge guter Erinnerungen mit "Meteora" und "Hybrid Theory" (die ich jetzt auch noch auflegen werde)
6. Ich verstehe ganz genau, warum diese Band damals über Nacht so groß geworden ist.

Mir waren die damals schon viel zu Emo, aber zwischen Slime, Bad Religion, NOFX einerseits und Blind Guardian, Gamma Ray, Iron Maiden andererseits war für emotionalere Töne damals bei mir wohl wirklich einfach kein Platz, maximal noch die "Dark Saga" von Iced Earth, aber die war ja wenigstens Emo mit Monstern. Heute kann ich den Erfolg zwar nachvollziehen, aber ohne die Prägung hab ich so gut wie nie das Verlangen, mal nen Song von denen zu hören, geschweige denn mir die Alben zuzulegen.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Havoc » Montag 31. Juli 2017, 22:40

Dazu fällt mir gerade noch ein...warum kaufen die Leute immer wie verrückt die Alben wenn jemand stirbt? Klar...es ist halt medial präsent und so, aber ich käme jetzt echt nicht auf die Idee mir ein Album von denen zu kaufen. Und die Fans haben die doch schon.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Feamorn » Dienstag 1. August 2017, 00:20

Havoc hat geschrieben:Dazu fällt mir gerade noch ein...warum kaufen die Leute immer wie verrückt die Alben wenn jemand stirbt? Klar...es ist halt medial präsent und so, aber ich käme jetzt echt nicht auf die Idee mir ein Album von denen zu kaufen. Und die Fans haben die doch schon.


Ich könnte mir denken, dass das Leute sind, die irgendwelche Erinnerungen mit Alben oder einzelnen Songs verbinden, aber eben das betreffende Medium nie besaßen, oder nicht mehr, oder keinen Zugriff mehr haben. Da ist so ein Tod dann doch ein starker Impuls.

Ich selbst habe mir aufgrund eines Impulses neulich, nach fast zwei Jahrzehnten, meine zweite Offspring-Platte und eine Konzertkarte geholt, ganz ohne, dass jemand gestorben wäre und ohne dass ich jemals ein Fan, nach meiner Definition, gewesen wäre. Die Americana habe ich oft bei einem Freund gehört und kam mir kürzlich halt wieder in den Sinn.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Raphael Paebst » Dienstag 1. August 2017, 12:31

Feamorn hat geschrieben:
Havoc hat geschrieben:Dazu fällt mir gerade noch ein...warum kaufen die Leute immer wie verrückt die Alben wenn jemand stirbt? Klar...es ist halt medial präsent und so, aber ich käme jetzt echt nicht auf die Idee mir ein Album von denen zu kaufen. Und die Fans haben die doch schon.


Ich könnte mir denken, dass das Leute sind, die irgendwelche Erinnerungen mit Alben oder einzelnen Songs verbinden, aber eben das betreffende Medium nie besaßen, oder nicht mehr, oder keinen Zugriff mehr haben. Da ist so ein Tod dann doch ein starker Impuls.

Ich selbst habe mir aufgrund eines Impulses neulich, nach fast zwei Jahrzehnten, meine zweite Offspring-Platte und eine Konzertkarte geholt, ganz ohne, dass jemand gestorben wäre und ohne dass ich jemals ein Fan, nach meiner Definition, gewesen wäre. Die Americana habe ich oft bei einem Freund gehört und kam mir kürzlich halt wieder in den Sinn.

Ja, gerade im Falle von Linkin Park macht das Sinn. Das ist ja Musik die die meisten im eher jugendlichen Alter bewegt hat, wenn das Plattenbudget eher eingeschränkt ist, also hatte man das als Kassette oder zu der Zeit schon als gebrannte CD von nem Kumpel. Jetzt dürften die meisten dieser Menschen etwas mehr Geld für Tonträger übrig haben und da reicht so ein Ereignis mit der verbundenen Nostalgie dann aus.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Jhonny » Dienstag 1. August 2017, 13:19

Raphael Paebst hat geschrieben:
Feamorn hat geschrieben:
Havoc hat geschrieben:Dazu fällt mir gerade noch ein...warum kaufen die Leute immer wie verrückt die Alben wenn jemand stirbt? Klar...es ist halt medial präsent und so, aber ich käme jetzt echt nicht auf die Idee mir ein Album von denen zu kaufen. Und die Fans haben die doch schon.


Ich könnte mir denken, dass das Leute sind, die irgendwelche Erinnerungen mit Alben oder einzelnen Songs verbinden, aber eben das betreffende Medium nie besaßen, oder nicht mehr, oder keinen Zugriff mehr haben. Da ist so ein Tod dann doch ein starker Impuls.

Ich selbst habe mir aufgrund eines Impulses neulich, nach fast zwei Jahrzehnten, meine zweite Offspring-Platte und eine Konzertkarte geholt, ganz ohne, dass jemand gestorben wäre und ohne dass ich jemals ein Fan, nach meiner Definition, gewesen wäre. Die Americana habe ich oft bei einem Freund gehört und kam mir kürzlich halt wieder in den Sinn.

Ja, gerade im Falle von Linkin Park macht das Sinn. Das ist ja Musik die die meisten im eher jugendlichen Alter bewegt hat, wenn das Plattenbudget eher eingeschränkt ist, also hatte man das als Kassette oder zu der Zeit schon als gebrannte CD von nem Kumpel. Jetzt dürften die meisten dieser Menschen etwas mehr Geld für Tonträger übrig haben und da reicht so ein Ereignis mit der verbundenen Nostalgie dann aus.



Ganz klar, habe mir ja auch ein paar Sachen günstig nachgeholt von LINKIN PARK. Ich finde das nicht verwerflich. Schade, wenn es erst dadurch dazu kommt, gute Veröffentlichungen zu kaufen.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Havoc » Dienstag 1. August 2017, 13:50

Verwerflich finde ich das auch nicht. Nur manchmal etwas komisch.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Feamorn » Dienstag 1. August 2017, 14:52

Jhonny hat geschrieben:Ganz klar, habe mir ja auch ein paar Sachen günstig nachgeholt von LINKIN PARK. Ich finde das nicht verwerflich. Schade, wenn es erst dadurch dazu kommt, gute Veröffentlichungen zu kaufen.


Das ist dann natürlich noch ein Grund, warum die Verkäufe nach so einem Tod anziehen: Menschen die mit dem Namen nichts oder kaum etwas anfangen können, wollen wissen, wer das war, warum das einen für sie eventuell erstaunlichen, Wirbel gibt.

Ich kaufe mir auch manchmal einfach ein Album, um irgendwas kennen zu lernen, ohne, dass ich genau weiß, ob das wirklich was für mich ist. Auch da ist der Tod eines Musikers dann wieder nur ein (guter, trauriger) Anlass.

Havoc hat geschrieben:Verwerflich finde ich das auch nicht. Nur manchmal etwas komisch.


Angesichts der hier angeführten möglichen Beweggründe auch noch?
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Peter Kubaschk » Dienstag 1. August 2017, 15:04

Ich bin sehr wenig sentimental, daher kommt es bei mir nicht oft vor, dass ich mir Musik kaufe, weil der Musiker verstorben ist. Vor allem dann nicht, wenn ich sowieso noch nichts von dem Künstler habe. Ich habe nicht angefangen, MOTÖRHEAD-Scheiben zu kaufen als Lemmy gestorben ist. Dass man Lücken schließt aus alter Verbundenheit (oder sentimentalen Jugenderinnerungen), kann ich aber schon verstehen. Habe ich z.B. bei AUDIOSLAVE auch gemacht.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Jhonny » Dienstag 1. August 2017, 19:19

Bei SOUNDGARDEN oder AUDIOSLAVE habe ich nix nach gekauft. Aber das hat mich bei aller Klasse auch weniger geprägt als LINKIN PARK.
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