Dimmu Borgir

Re: Dimmu Borgir

Beitragvon Rüdiger Stehle » Samstag 25. September 2010, 12:44

Ich mochte bisher an sich alle Phasen, wobei die emotionale Bindung an Dimmu Borgir seit "Enthrone Darkness Triumphant" relativ linear abgenommen hat. Bei der Scheibe gingen die vorwiegend norwegischen Lyrics verloren, und das war der erste Rückschlag.Ansonsten schon eine tolle Scheibe, der aber das Archaische fehlt, das die beiden Vorgänger auszeichnete. Ich glaube bisher, dass ich die neue auch ganz gut finden werde, aber so ein Gefühl wie etwa die neue Enslaved löst sie nicht aus.
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Re: Dimmu Borgir

Beitragvon trent » Samstag 25. September 2010, 12:47

Rüdiger Stehle hat geschrieben:
Vaillant hat geschrieben:Black Metal? Nö :grins:
http://www.mescaline-injection.de/?p=7552

ZITAT:
Die Klasse der Kultalben “Enthrone…”, “Spiritual…”, “Puritanical…” und Death Cult…” wird nicht erreicht. Da müsste dann schon Meister Nordström an den Reglern sitzen, seine sandige, etwas weniger auf Hall und Pomp am garstigen Melodeath der Neunziger ausgerichteten Produktion auffahren.


Die Kultalben waren doch "For All Tid" und "Stormblåst"...
;-)


Mir fällt grad auf, da wird die Spiritual auch genannt... Ich mein, die ist echt gut, aber wenn ich mich recht erinnere, wurde auch gerade dieses Album doch damals in den Kritiken eher verrissen...
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Re: Dimmu Borgir

Beitragvon Vaillant » Samstag 25. September 2010, 12:55

Die "ungraden" Songs der "Spiritual", also 1,3,5,7,9 waren super... mir gefiel diese Ausrichtung, sie war epischer, Tägtgren hatte Hall drübergelegt, düstere Schwere... Allein dieser Beginn, diese dunkle Musik, Simens Vocals, dann der Text ("Reptile"):

Glowing eyes, staring eyes
Manifest of evil presence
With entities swept in disease and decay
A fall from paradise beyond redemption
WRATHCHILDS AFTERGLOW

He who speaks of nightly tresures
He who wraps the serpent around my neck
He who pours poisonous wine in my chalice
He who lets me serve and slip away


8-)
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Re: Dimmu Borgir

Beitragvon Rüdiger Stehle » Samstag 25. September 2010, 15:11

Jesus hat geschrieben:
Peter Kubaschk hat geschrieben:Das ist ja gar kein Black Metal....


Muahahahaha :grins: Willkommen im Jahr 1997.

Dazu muss ich jetzt auch noch kurz was sagen. Die Schubladendiskussion ist mir ja eh völlig egal, aber ich könnte jetzt nicht sagen, dass ich Peters Aussage unterschreiben würde. Die stilistische Entwicklung der Jungs von der gedimmten Burg finde ich sehr linear und sehe sie ohne große Stilbrüche; von daher ordne ich die Band immer noch dem schwarzmetallischen Spektrum zu; wie auch Arcturus, Mayhem oder Enslaved; auch wenn sie natürlich dessen ursprüngliche Basis stark verbreitern. Die Atmosphäre der neuen Dimmu Borgir ist für mich nach wie vor sehr schwarz und majestätisch; zwei Kernattribute des norwegischen Black Metals sind also weiterhin erfüllt. Sicherlich kein Puristen-BM, das ist klar, aber auf jeden Fall Musik, die ich als vorwiegend schwarzmetallisch geprägt ansehe.
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Re: Dimmu Borgir

Beitragvon Havoc » Samstag 25. September 2010, 16:55

So sehe ich das auch. Diese Bands werde ich immer dem Black Metal zuordnen auch wenn sie es sogesehen nicht mehr wirklich sind. Ich tue mich schwer damit eine Band wie Enslaved als Progband zu bezeichnen. Ist letzen Endes aber natürlich total schnuppe.
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Re: Dimmu Borgir

Beitragvon Jesus » Samstag 25. September 2010, 18:00

Also ich habe eine recht legere Auslegung von Black Metal und von daher fallen darunter auch solche Sachen wie CODE und ALCEST (von der "Souvenirs" abgesehen). Aber auf solchen Alben wie "Death Cult Armageddon" oder "Spritual Black Dimensions" kann man den BM mit dem Elektronenmikroskop suchen und wird ihn nicht finden. Das ist kein Kritikpunkt an und für sich, aber Peters überrascht wirkende Aussage fand ich unter diesem Gesichtspunkt äußerst amüsant.
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Re: Dimmu Borgir

Beitragvon Vaillant » Donnerstag 14. Oktober 2010, 15:26

mp3-Trance? Was nicht verstanden??? Hm... Leider auch über die Anlage nicht besser, die Neue, habs probiert. Die rächende Elektra-Frauenstimme gefällt mir überhaupt nicht, viel zu schrill, und der männliche Klargesang ist auch wenig mitreißend. Der "Dimmu Borgir"-Track ist mir viel zu cheesy, oktavierte Rockstandards altbewährter Akkordfolgen.

So gehen die Ansichten mal wieder weit auseinander. Muss ja zugeben, meine 7 Punkte waren seinerzeit, was Nachhaltigkeit angeht, doch zu hoch bemessen; heute würde ich für dieses lau-unterhaltsame Album, dem ich spätestens nach 4-5 Minuten nicht mehr wirklich zuhöre, noch 5 verteilen. Ich wollte wohl, dass es mir gefällt... man kann es hören, zum Herr-Der -Ringe-Monopoly, aber es wirkt einfach reißbrettartig, das Ding, leblos, steril, berührt letztlich nicht.

C'est la vie. :(
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Re: Dimmu Borgir

Beitragvon Vaillant » Freitag 15. Oktober 2010, 20:14

"Chess For The Abyss" oder wie der heißt ist mein Fave. Und eine oder zwei am Ende... "Jewel" ist dabei, glaub ich, kann die nicht auseinanderhalten :grins:
Warum kann die mir nicht so gefallen wie dir DIMMU-Enthusiast, Julian?
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Re: Dimmu Borgir

Beitragvon Julian Rohrer » Freitag 15. Oktober 2010, 23:53

Keine Ahnung. Letztlich war die "In Sorte Diaboli" im Langzeitcheck eine echte Enttäuschung. Vielleicht hat mir deswegen die Neue so getaugt, weil sie eben den Mut für diese Überraschungen (blablabla, jaja, steht alles im Review ;) ) aufgebracht haben. Wie hat dir denn die letzte gefallen?
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Re: Dimmu Borgir

Beitragvon Vaillant » Samstag 16. Oktober 2010, 09:51

Die letzte gefiel mir von Anfang an besser... da war ich bei den Kollegen aber einer von zweien, alle anderen *nö*... hab die neulich mal wieder gehört; da gefielen miur die beuden Bonustracks, welche ja sehr an "Enthrone..." erinnern und anders, organischer, nicht so klackernd produziert sind, am besten. Heute würde ich der noch 7/10 geben.

Die neue hab ich ja auch mit 7/10 bewertet. Beide Reviews, die ich dazu geschrieben habe, sind nach ca. 20 Umläufen der CD entstanden, waren also kein Schnellschuss. Mir gefallen durchaus einige Passagen, vor allem die letzten Songs. Da erinnern mich die Songs an echte DIMMU BORGIR. Vorher gibt es einiges, was wie ein Sideproject tönt.

Dein Review finde ich sehr gelungen; du begründest deine Meinung und das kann ich so akzeptieren. Eigentlich möchte ich ja, dass es mir genauso geht :grins: Nun ja, ich gebe der CD noch eine Chance. Zwar wird sie wohl nicht mehr die Euphorie auslösen, wie die neue umwerfende MELECHSH, aber ich werde noch intensiver hinhören, wenn die "Abrahadabra" in Zukunft läuft (und das wird sie), versprochen.
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