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von Peter Kubaschk » Sonntag 19. November 2017, 01:44
So, gerade zurück im Hotel nach meinem ersten Brüder-Gig im britischen Wolverhampton. Und ich bin immer noch total aufgekratzt. Ein ganz fantastisches, ehrliches, leidenschaftliches Konzert, vorgetragen von fünf großartigen Musikern und mit einer wunderbaren Setlist. Die Brüder und auch Drummer Sami Kuoppamäki sind super sympathisch. Mit Frontmann Mikko habe ich 100(!) Minuten lang gequatscht. Das wird viel Arbeit, haha. Danach noch im gegenüberliegenden Pub ein bisschen Fußball geschaut (Man U - Newcastle) und einen Happen gegessen, bevor es dann zurück zum Venue ging.
Die "Slade Rooms" in Wolves waren dann sehr gut besucht. Ich schätze mal 300-350 Leute waren da. Der Laden erinnert ein bisschen an eine größere Version des "Logo" in Hamburg. Also ein eher breiter Raum, nicht besonders tief, zwei Pfeiler, die einem Teil der Plätze die Sicht rauben, aber ich stand natürlich richtig.
Um 20.00 Uhr ging die Vorband auf die Bühne, deren Namen ich gerade vergessen habe, obwohl die super war und ich von ihnen beide CDs geschenkt bekommen habe. Die liegen gerade zu weit weg vom Bett und ich kann mich kaum mehr bewegen. Das war ganz cooler Classic Rock, von Typen, die optisch zum Glück nicht in den 70ern stehen geblieben sind, um möglichst "authentisch" zu wirken. Nee, authentisch war die Musik und das hat auch gereicht.
Um 21.00 Uhr kamen dann die drei Brüder mit unterstützendem Duo auf die Bühne und vom ersten Ton von 'War Is Over' war ich dann verzaubert. Die Setlist enthielt neben acht(!) Songs von 'War Is Over' (nur 'Wanderlust' und 'Blindsight' fehlten) natürlich noch einige Klassiker. Da wäre zum einen, das einem deutschen Journalisten gewidmete 'Kiss A Wish' (lange Version, aber statt Flötensolo mit hervorragendem Tastengespiel), dazu 'Coming Home', 'Insomniac', 'Miracle', 'Flowers & Rust', 'Sunday Child' und natürlich 'New Day Rising'. Das war 100-minütige Extraklasse. Ungewöhnlich: damit die Band das Publikum vernünftig sehen konnte, wurde irgendwas im Set das Hallenlicht (dezent) angemacht und angelassen. Habe ich auch noch nicht erlebt.
So, und jetzt müsst ihr alle fleißig die VHB hören, Platten kaufen oder streamen und sie darauf hinweisen, dass sie nach Deutschland kommen sollen.
So viel in aller Mittellänge und bald mehr auf diesen Seiten.
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von cgrage » Sonntag 19. November 2017, 10:29
Hatte vergangenen Montag und Dienstag zwei fantastische Abende, wie sie gegensätzlicher nicht hätten sein können.
Am Montag stand die Markthalle in Hamburg auf dem Plan wo Simone Simons und EPICA Hof hielten. Im Vorprogramm MYRATH und Anneke van Giersbergen mit ihrer neuen Band VUUR. MYRATH eröffneten den Abend ca. 30 Minuten vor dem offiziellen Beginn mit einer Bauchtänzerin. Schwerpunkt des 30 minütigen Sets lag auf dem letzten Album "Legacy".
Nach der Umbaupause betraten VUUR die Bühne und legten einen, für meinen Geschmack, grandiosen Auftritt hin, der nicht nur Songs der Debüt CD beinhaltete, sondern auch einen Gentle Storm Song. Beendet wurde der Auftritt mit dem Gathering Klassiker "Strange Machines". Dann wurde es Zeit für den Hauptact des Abends und der hat nicht enttäuscht, obwohl man, im Gegensatz zum Berliner Konzert am Tag zuvor, wieder auf die alte Setlist zugegriffen hat. Gerne hätte ich "The Holographic Principle" erlebt
Am Dienstag ging es dann zu SCHILLER. Dieses Mal nicht in einer großen Halle mit Band und Gastsängern, sondern im Rahmen des Klangwelten Konzepts mit zwei Begleitmusikernim Konzertsaal des Kieler Schlosses. Auch ein schönes Erlebnis, welches ich bereits zum zweiten Mal erleben durfte. Es gab bekannte Schiller-Songs im Surroundsound auf die Ohren, allerdings in differenzierten Variationen. Ein sehr schönes Klangerlebnis.
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von Pillamyd » Mittwoch 6. Dezember 2017, 01:56
Ich komme gerade von Stuttgart. Grund: Threshold!!! Was ein atemberaubender Abend. Ich bin immer noch elektrisiert von dem Abend. Ich war noch nie im ClubCann und das ganze sah eher aus wie ein HDJ. Angekommen, dachte ich erst es findet gar nichts statt. Keiner da. Halbe Stunde vor Einlass. Ein kleiner Blick durch ein Fenster veriet mir aber dass in der Halle schon was los ist. Ausverkauft war das ganze ja wohl. Beginn wäre 20 Uhr gewesen, ging aber wenn ich richtig auf die Uhr geschaut hab schon früher los und zwar mit "Day Six". Noch nie etwas von gehört. Aber der Sänger und Gitarrist wusste zu unterhalten. Die Keyboards haben voll überzeugt. Klang sehr, sehr gut. Der Bassist machte dann auch auf der Bühne klar, dass über Fußball am besten nicht geredet werden sollte Fürs Bier holen nach der Band wäre keine Zeit gewesen. Außerdem wollte ich meinen Platz nicht hergeben. Der nette Herr neben mir fragte mich ob ich die Band kennen würde die jetzt kommt. "Damnation Angels". Noch nie gehört. Er war völlig begeistert. Die Energie hat man nicht nur gesehen, nein auch gleich gespürt und das Zeugs ging gut nach vorne. Der Sänger, wie ich gerade nachgeforscht habe ist auf keinem der 2 bis dato Veröffentlichungen der Band drauf. Da hat wohl der Gitarrist gesungen. Aber meine Fresse hat der eine Sangesstimme. Übrigens wusste ich gar nicht, dass Petrucci da Bass spielt Unglaublich gut war das und ebenso sympathisch. Werde ich auf jeden Fall weiterhin verfolgen. Da muss ein weiteres Album kommen mit dem Goldkehlchen. An manchen Parts, hat er mich sehr an Geoff Tate zu seinen besten Zeiten erinnert. Nicht falsch verstehen, keine Kopie. Schon sehr eigenständig aber wie hoch der mit seiner Stimme kommt, war beachtlich. Die Keyboards die der Sänger ab und an bediente, gingen aber durch die symphonischen Klänge, die von Band kamen aber etwas unter. Lange hats dann nicht mehr gedauert bis "Threshold" die Bühne betraten. Was eine Granaten Live Band. Unfassbar, wie mich das Live noch auf einem ganz anderen Level packt. Erstaunlich wie eine Band wie "Threshold" ihre Musik so unverkrampft spielen und dabei so ultra fett klingen. Herzzereisend, atemberaubend, wunderschön. Ein tolles Erlebnis war das Konzert. Das wird garantiert nicht das letzte Mal gewesen sein. Außerdem war es ein Fest Johanne zuzuschauen wie er sein Schlagzeug verdrischt, der mit abstand größte Entertainer auf der Bühne. Glynn hat herovrragend abgeliefert. Ich kann nur jedem, wirklich, wirklich, wirklich nur empfehlen sich die Band anzuschauen. Die Band hat die Aufmerksam eindeutig verdient. Ich fliege immer noch vor lauter geilerei. Die Bilder vom Konzert gehen mir durch den Kopf. Und die nächsten Tage werde ich ganz sicher vielen Menschen von diesem Konzerterlebnis berichten. Ein toller Abschluss des Jahres 2017 für mich.
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von frankjaeger » Mittwoch 6. Dezember 2017, 08:21
Da decken sich unsere Meinungen. Es freut mich, zu lesen, dass ich nicht allein so begeistert war ( http://powermetal.de/content/konzert/show-THRESHOLD__DAMNATION_ANGELS__DAY_SIX-Muenchen,9311-1.html). Aber zwei Dinge stehen fest: - Threshold in diesen kleinen Clubs ist ein Unding, die müssten viel größere Hallen füllen - es wird Zeit, dass die Band mal die großen Festivals spielt, damit sie bekannter wird. Egal, ob die das wollen oder nicht, auf dem Billing eines Wacken, BYH oder Summer Breeze auftzutauchen, ist beste Publicity. Es kann nicht sein. dass eine so großartige Band nach elf Alben, von denen eines besser ist als das andere, in kleinen 300-Personen-Clubs spielt. Da läuft doch etwas falsch!
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von Pillamyd » Mittwoch 6. Dezember 2017, 13:45
Da geb ich dir Ausnahmslos recht. So wie die die Massen begeistern muss da was losgetreten werden. Kaum eine Band is so Konstant wie Threshold. Bei dem Label müsste das doch auch mal klappen oder vertue ich mich?
Ich bin immer noch verzückt von der Großartigkeit die gestern dargeboten wurde. Übrigens is Glynn das beste was der Band passieren konnte. So ein symphatischer Kerl. Natürlich hab ich jetzt keinen Vergleich zu anderen Konzerten. Aber er erwähnte, dass die Tour immer besser laufen würde und er sich dafür sehr bedankte. Sowas von menschlich und beeindruckendes erlebt nan selten. Hach...war das geil...
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von frankjaeger » Mittwoch 6. Dezember 2017, 16:37
THRESHOLD ist, glaube ich, die einzige Band, die häufig den Sänger gewechselt hat, aber niemals danach einen schlechteren hatte als davor. Die Reihenfolge war: Damian Wilson - Glynn Morgan - Damian Wilson - Andrew McDermott - Damian Wilson - Glynn Morgan Das sind drei der besten Sänger der Rockwelt. Aller Zeiten.
Ich habe die Burschen 1993 das erste Mal gesehen und bin seitdem Fan. Einfach eine brillante Band, weswegen es auch schmerzt zu sehen, dass sie immer noch kleine Clubs betouren. NB ist natürlich eine Macht, ich weiß nicht, wo das Problem liegt.
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von Havoc » Mittwoch 6. Dezember 2017, 21:41
Damian Wilson - Glynn Morgan - Damian Wilson - Andrew McDermott - Damian Wilson - Glynn Morgan Das sind drei der besten Sänger der Rockwelt. Aller Zeiten.
Soweit würde ich sicher nicht gehen. Aber darf man von mir aus so sehen...in der Euphorie. In meienr Euphorie ist ja gerade Messiah Marcolin der beste Sänger aller Zeiten. Einfach eine brillante Band, weswegen es auch schmerzt zu sehen, dass sie immer noch kleine Clubs betouren. NB ist natürlich eine Macht, ich weiß nicht, wo das Problem liegt.
Wirklich schwer zu sagen....vielleicht sind die... ...zu soft für viele Metaller. ...zu melodiös für die Frickel-Prog-Fans. ...zu proggig für die Rocker und Powermetaller. 
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von Oliver Passgang » Sonntag 10. Dezember 2017, 01:41
Groß-art-ig war's (mal wieder). Wow.
Oh you ironic pop-rock fucks DON'T YOU FUCK WITH METAL!!!
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von Jhonny » Mittwoch 20. Dezember 2017, 09:28
THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA habe ich gestern ziemlich spontan in München gesehen und war hellauf begeistert! Was für ein Gute-Laune-Gig, was für eine Wahnsinnsstimmung im sehr bunt gemischten Publikum.
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von cgrage » Samstag 13. Januar 2018, 00:42
Gestern Abend habe ich das Konzert von DEPECHE MODE in Hamburg besucht. War eine wunderschöne Zeitreise. Das Vorprogramm bestritt die Band PUMAROSA, die eine Art Indiepop zum Besten gab. Höhepunkt des ca. 30 minütigen Auftritts war der Song "Priestess", der mit gefühlten 10 Minuten Laufzeit nahezu bis zum Exzess ausgelebt wurde.
Nach der Umbaupause gegen 20:40 Uhr machte sich der Hauptact an die Arbeit. Die Stimmung bei den über 13.000 Zuschauern in der seit Monaten ausverkauften Arena stieg stetig an. Besonders an der Setlist ist, das das aktuelle Album nur mit den drei Single-Auskopplungen präsentiert wird. Der Rest des Abends wird mit Material aus den Jahren 1983 bis 1997 und 2 Songs vom Album "Playing The Angel" aus dem Jahr 2005 bestritten. Schwerpunkt lag auf dem 97er Album "Ultra". Dave Gahan hat es mit seinen knapp 55 Jahren immer noch drauf. Er ist nahezu bei jedem Song irgendwie in Bewegung, auch wenn es vielleicht nicht mehr so exzessiv ist, wie zu seinen besten Zeiten. Alles in allem ein echt toller Abend
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