Weekly Playlist

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Weekly Playlist

Beitragvon salisbury » Dienstag 21. November 2017, 00:58

mike hat geschrieben:Aber eigentlich bezahle ich gerne für Musik. Der Künstler hat schließlich was geleistet, bereitet mir schöne Stunden und hatte auch seine Unkosten. Dafür soll er auch fair entlohnt werden.


:dafuer: :dafuer: :dafuer:

Einfach nur Beifall für diese leider immer seltener werdende Einstellung zu Musikschaffenden. Hier unterscheide ich auch nicht zwischen METALLICA und MAYFAIR, if you know what I mean.
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Re: Weekly Playlist

Beitragvon Schaf » Dienstag 21. November 2017, 08:47

frankjaeger hat geschrieben:Hm, ich habe 304 Scheiben aus 2008. So schlecht war das Jahr auch wieder nicht. Hier sind meine Highlights des Jahres (fett = könnte blau sein oder empfehle ich, reinzuhören; ):

Blood Red Shoes Box Of Secrets
Cog Sharing Space
The Daysleepers Drowned In A Sea Of Sound
The Dresden Dolls No, Virginia...
P!nk Funhouse


Ich finde es amüsant, wie Frank und ich innerhalb der schwermetallischen Gefilde nie auf einen Nenner kommen, aber gemeinsam in die Disco gehen könnten :D
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Re: Weekly Playlist

Beitragvon frankjaeger » Dienstag 21. November 2017, 10:01

Das stimmt! :D

Die Daysleepers hast du mir empfohlen, die hätte ich sonst nie entdeckt. Der Opener kann wirklich alles. Du hast aber auch einen ebenso ausgefransten Musikgeschmack wie ich, nur gehen wir von verschiedenen Fixpunkten aus. Und da ist dann die Schnittmenge sehr unmetallisch.
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Re: Weekly Playlist

Beitragvon salisbury » Samstag 25. November 2017, 23:08

Was ne Woche...es gab aber auch tatsächlich ein wenig Musik:

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STEVEN WILSON - Insurgentes

Ja, ich habe Wilson-Musik lange Zeit links liegen lassen. Ohne besonderen Grund eigentlich, aber anderes hat mich eben mehr angefixt. Diese 2008er-Album habe ich damals gefeiert. Eines meiner ersten Reviews für diese Seite und dann gleich das erste Interview. Das hat Lust auf Mehr gemacht, das Gespäch war sehr nett und ich habe einiges daraus mitgenommen.

Jetzt lief das Album in der in letzten Wochen ein paarmal und siehe da, die Freude ist nun doch wieder da. Es ist schon sehr sehr gute Musik, die hier geboten wird und produktionstechnisch einfach eine Ohrenweide. Klar, voluminös, warm, transparent, dynamisch. Kein Wunder, dass Wilson damals zu einem der gefragtesten Produzenten wurde, wenn man das hört. Das macht Lust, sich endlich doch mal eine bessere Anlage zu besorgen und einen Musikraum einzurichten. Auch musikalisch passiert hier jede Menge, unterschiedlicher wie der melodische Opener 'Harmony Corine' und das jammig-noisige 'No Twilight Within The Courts Of The Sun' können Songs nicht sein, beide machen große Laune. Vielleicht würd ich ja heute ein halbes Pünktchen runter gehen, weil es so zwei, drei Phasen im Album gibt, in denen die Aufmerksamkeit entschwindet (nebenher hören, ist hier eh nicht angeraten), aber "Insurgentes" würde ich auch heute noch zu den Highlights anno 2008 zählen.

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THE PINEAPPLE THIEF - Tightly Unwound

Und hier sind wir wieder bei der wunderbaren Kategorie "die eigene Sammlung entdecken". Bruce Soords gilt ja mit seinem Ananasdieb ein wenig als "kleiner" Steven Wilson und so richtig kicken konnte mich die Band bislang nie. "Tightly Unwound" steht aber in meinem Regal (sicher von Peter?) und ich muss die CD damals auch gehört haben. 'Shoot First' kenn ich nämlich. Das kann auch auf einer ECLIPSED-CD gewesen sein, und den Song finde ich echt stark. Die ganze CD ist sehr RADIOHEADig und gar nicht so artsy-lieblich-harmonisch wie ich PINEAPPLE THIEF abgespeichert habe. Ich hab schon ein paar andere coole Songs ausgemacht und noch mitten in der Findungsphase. Klar kann das Album nicht "Insurgentes" mithalten, da ist Wilsons Phantasie schon noch mal eine Latte visionärer, aber so einen positiven Eindruck hätte beim THIEF-Check nicht erwartet.

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PENDRAGON - Pure

Kommen wir zu einer alten 90er-Liebe von mir. Hier sind es die beiden Alben "The Window Of Life" (Top100) und "The Masquerade Overture" mit dem wunderbaren 'Paintbox', die mich rundum befriedigen und eigentlich auch mein Bedarf an PENDRAGON-Musik lebenslang decken. Mit "Pure" hatte man 2008 einen Modernisierungs-Schritt gewagt und den Stil ein wenig in Richtung New Artrock mit harten Passagen geschraubt, und Promoter sowie Reviewer durften PORCUPINE TREE in ihre Texte schreiben. Nun, mich hat das Ding damals nie so groß gereizt, das ECLIPSED hatte seinerzeit mit 'Eraserhead' (oder 'Indigo' ?) geteasert, was keinen besonderen Kick verschaffen hat.

Auch diese Scheibe lief jetzt einige Male zu verschiedensten Lebenslagen. Und ich finde, sie funktioniert einfach nicht. Diese gute alte Neoprog-Kitschelement ist zurückgefahren, aber das Moderne wirkt eher wie übergestülpt und so ist es jetzt weder noch - oder von allem ein bischen. Beim Dreiteiler 'Comatose' kommt glaube ich mal ein richtiger Heavy-Part. Daraus könnte man eine schönen Dreiminüter machen, wenn man einen Refrain und eine Strophe dazu findet. Aber schlecht ist "Pure" gewiss nicht, Barretts Lead-Gitarrensound ist wie immer toll und einige Ideen durchaus hörenswert. Wenn er nur seine ausschweifenden Leads öfter spielen würde! Aber am Ende ist "Pure" kein Kandidat für weitere Spins und Listenplätze, denn das Ernste, Seriöse, Moderne steht PENDRAGON nicht, jedenfalls nicht für mein Ohr.
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Re: Weekly Playlist

Beitragvon Havoc » Samstag 25. November 2017, 23:14

Die 'Insurgentes' ist richtig stark. Die erwähnt heute kaum jemand mehr. Es geht immer um die Alben danach...so mein Eindruck.
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Re: Weekly Playlist

Beitragvon Peter Kubaschk » Samstag 25. November 2017, 23:19

Ich mag natürlich die PENDRAGON. Kein besonderer Gesang, keine besondere Instrumentierung, kein besonderer Stil. I like it.
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Re: Weekly Playlist

Beitragvon salisbury » Sonntag 26. November 2017, 00:13

Peter Kubaschk hat geschrieben:Ich mag natürlich die PENDRAGON. Kein besonderer Gesang, keine besondere Instrumentierung, kein besonderer Stil. I like it.


Na, das soll Dir keiner nehmen :subber:

Jetzt kommt eine Band mit einem sehr besonderen Gesang (Matt Barlow), ausserordentlicher Instrumentierung (John Schaffer) und einem unverkennbar einzigartigen Stil. ICED EARTH.

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ICED EARTH - The Crucible Of Man (Something Wicked Part II)

Auch eine große Liebe aus den 90ern, auch in Top100 ("The Dark Saga") vertreten und 2008 war die Rückkehr von Matt Barlow in die Band. Und dennoch ist dieses Album in keiner Bestenliste für das Jahr vertreten. Die Kritiken sind eher mau. Doch liest Blautier genauer rein, stellt es fest, dass viele Dinge eigentlich keine Negativkriterien sind. Zuviel Orchestrierung und Bombast und zuviele Balladen? Nee, das kann mich ja gar nicht schrecken, die Neugierde ist geweckt. So gab es mit neunjähriger Verspätung zuletzt die blaugeohrte Hörpremiere. Und was gibt es zu sagen? Barlow singt super. Schaffers Riffing ist nach wie vor scharf, präzise und sofort wiedererkannbar. Und der Stil ist eindeutig ICED EARTH. Alles gut also? Hmmm...

Ich verstehe, warum das Album durchfällt. Aber es ist sauschwer zu fassen, warum. Wenn ebn die Rädchen nicht perfekt ineinander greifen, verliert eben auch der FC Bayern mal ein Spiel und wenn ICED EARTH auf jeder Position nur 90 % statt 100 % rausholen, kommt am Ende eben ein "nur" gutes Album raus. Oder ein ordentliches, das nicht mitreißt. Ich geb dem Ding noch ein paar Chancen, denn äußerlich auszusetzten gibt es eigentlich nichts. Und ich mag die Chöre, es hätten sogar noch ein paar mehr sein können. Aber grad an den Balladen kann man auch die Krux festmachen. ICED EARTH hat einige absolut fantastische Balladen geschrieben, hier ist aber keine dabei, die sich unter die Haut stülpt. Ich muss eher gucken, welcher Song doch gleich nochmal eine Ballade war. Und ich prognostiziere mal, dass die CD wohl eher nicht in mein Regal wandern wird. Vor der endgültigen Entscheidung stehen aber noch 2-3 Spins aus.
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Re: Weekly Playlist

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 26. November 2017, 01:01

Diese Iced earth ist vor allem mal Eines:Schnarchig. Wo sind denn die bissigen Riffs von Jon geblieben? Wo die Hooks, die fesseln?
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Re: Weekly Playlist

Beitragvon salisbury » Sonntag 26. November 2017, 01:23

Holger Andrae hat geschrieben:Diese Iced earth ist vor allem mal Eines:Schnarchig. Wo sind denn die bissigen Riffs von Jon geblieben? Wo die Hooks, die fesseln?


Ich finde, die typischen Schaffer-Riffs sind schon noch da. Aber ja, der letzte Biss fehlt schon und die Hooks gehen nicht richtig rein. Mich reizt aber zu anaylisieren, warum das so ist. Wird mir wohl wie so oft nicht gelingen... ;-)
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Re: Weekly Playlist

Beitragvon Feamorn » Sonntag 26. November 2017, 02:43

Holger Andrae hat geschrieben:Diese Iced earth ist vor allem mal Eines:Schnarchig. Wo sind denn die bissigen Riffs von Jon geblieben? Wo die Hooks, die fesseln?


Die haben doch (größtenteils) schon Jahre vorher in Gestalt von Randy die Band verlassen.
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