Eure letzten Live-Erlebnisse

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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon cgrage » Montag 2. Juli 2018, 19:51

Wohl dann doch eher ein norddeutsches Phänomen.
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Chavo89 » Dienstag 3. Juli 2018, 06:15

Ich würde mich durchaus auch als Norddeutschen bezeichnen. Wenngleich ich natürlich nicht aus dem "echten Norden" stamme.
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Pillamyd » Dienstag 3. Juli 2018, 12:05

Metallica WorldWired Tour 7.April 2018, Hanns-Martin-Schleyer-Halle

(Etwas verspätet, aber ich wollte noch unbedingt was zum Konzert schreiben und mitteilen).

Ein Jahr lang habe ich diese Karten in der Obhut gehabt. 15 Jahre hat es gedauert bis ich Metallica endlich einmal live erleben hab können. Ein Jahr voller Unfassbarkeit meinerseits darüber, diese Band wirklich aktiv auf der Bühne zu erleben.
Der Wunsch/Traum sollte am 07. April 2018 endlich in Erfüllung gehen.

Anfang/Mitte März kam mir dann eine (Vorsicht Ironie) großartige Nierenkolik dazwischen. Die mir dann kurzfristig eine OP bescherte und mich noch 5 Wochen in Form einer Schiene begleiten sollte. Ungewiss ob ich das Konzert jetzt doch canceln musste, da die zweite OP eigentlich unmittelbar vor dem Konzert stattfinden sollte. Dies ließ sich aber verschieben. Ob ich aber tatsächlich die Schmerzen aushalten würde, konnte ich nur herausfinden indem ich hinging.

Anreise unproblematisch, da bloß 50 km Entfernung von Heimat nach Stuttgart.

Angekommen in Stuttgart erst noch ein paar VfBler gesehen und Gomez war tatsächlich etwas traurig dass „wir glücklichen“ Metallica sehen konnten und er, wie sich später rausstellte eine Niederlage gegen Dortmund ertragen musste. Noch ein paar Fotos gemacht und dann ging es zur Halle.

Davor aber noch im Palm Beach essen gewesen und ein bisschen Metallica von weitem gehört. Wer zu VfB Spielen geht kennt das Restaurant.

Einlass unproblematisch. Ausweis vorgezeigt, da autorisierte Tickets gewesen und schwupps war man drin.

Gute Stehplätze erwischt und dann ging das Warten los. Kverlertak als Vorband haben mir sehr viel Spaß gemacht. Die Schmerzen in den Flanken meldeten sich aber dann doch ab und zu. Angst, dass ich das Konzert nicht überstehen würde, war dann aber doch immer wieder da. Ich MUSSTE und WOLLTE es aber überstehen.

Als dann aber Metallica auf die Bühne kamen, waren die Schmerzen von Sekunde 0 an total vergessen. Vom ersten Ton an total infiziert. Ich bekam eine Gänsepelle nach der anderen. Mein Gott, ich sehe James Hetfield direkt vor meinen Augen. Ich höre „Seek & Destroy“, „Motorbreath“, „For Whom The Bell Tolls“ tatsächlich live. Das Headbangen erledigte sich von selber und die schmerzen rückten immer mehr in den Hintergrund. Anders ging das auch gar nicht. Hammetts Soloeinlagen vielen mir kaum negativ auf. Ulrich hatte ordentlich spaß in den Backen. Einzig allein Hetfield wirkte ab und an mal etwas bemüht. Etwas Auszusetzen habe ich aber im Grunde genommen rein gar nichts.

Die aktuelleren Songs kamen auch gut an. Wobei sie „Confusion“ hätten sein lassen können. Aber vor allem „Atlas Rise!“ war ein ordentlicher Nackenbrecher und kam live noch geiler. Nicht umsonst der beste Song auf „Hardwired…“.
Im Mittelteil von „Now That We’re Dead“ fuhren vier quadratförmige Blöcke aus der Mittelbühne. Die vier Bandmitglieder verteilten sich an diesen Blöcken und folgten der Anweisung von Lars Ulrich und böllerten einige Minuten auf dem, wie sich rausstellte, Trommeln ein.

Rob und Kirks Version von „Mamor Stein und Eisen Bricht“ brachten einige Lacher mit sich. Im Nachhinein hörte man aber auch einige Kritik. Die Zeit hätte man besser nutzen können. Für James und Lars wahrscheinlich eine Verschnaufpause, von daher war das völlig ok.

Die Würfel die von der Decke herunterhingen und einige Bilder hin und her schossen waren von weitem mit Sicherheit effektvoller. Dafür hatten bei „Moth Into Flame“ einige Lichtdrohnen ihren Einsatz und wurden gut eingesetzt.

Wie gesagt, die Band war sehr gut aufgelegt. Rob grinste ständig ins Publikum. Und auch Lars agierte nicht nur hinter dem Schlagzeug. Verspieler waren aber auch kaum welche festzustellen. Weitere Highlights für mich als erstes Mal bei Metallica waren natürlich „Master Of Puppets“ aber auch klar „One“.

Aber als absolutes obersuperduperhighlight war für mich dann tatsächlich zur Zugabe, als die ersten Töne von „Fight Fire With Fire“ durch die Boxen dröhnte. Ich war eigentlich schon völlig platt vom headbangen und abgehen und mitgröhlen und weiß der Kuckuck noch was. Aber der schweißgebadete Pillamyd verdrängte die Schmerzen und biss noch etwas auf die Zähne um beim ersten fetten Riff den Nacken aus der Verankerung zu heben und einfach völlig dreckig abzugehen. In meiner Lebtage war ich noch nie so voller Adrenalin gewesen. Knapp 5 Minuten völlige Ekstase und Euphorie. Ich hätte während diesen Minuten vor Freude heulen können (gesehen hätte es eh keiner), aber die Haare wurden wieder trockengeschüttelt. Was eine Abrissbirne. Sogar die Double Bass verkackte Lars nicht. Guter Mann an diesem Abend. Aber auch am Abend danach. Da war ich zwar nicht anwesend aber man höre „Hit The Lights“ vom Konzert am nächsten Tag.
Nachdem Metallica dann schlussendlich „Enter Sandman“ zum Besten gaben, war dann auch endgültig Schicht im Schacht. Denkste. Pff. Ulrich schwadronierte noch über alte Zeiten und seine Erinnerungen an Stuttgart. Währenddessen kippten Metallica regelrecht noch Eimerweise Plektrums in die Menge (ich hab zwei) und gingen dann Schlussendlich. Ich spürte meine Beine kaum. Mein Nacken war eine einzige Katastrophe. Und die schmerzen wieder voll zugange. Der Weg zum Canstatter Hauptbahnhof kam mir gefühlt wie eine halbe Weltreise vor. Schnell laufen war nicht mehr drin. War aber total egal weil ich noch Tage danach elektrisiert war und ich endlich meine ersten metallischen Helden sehen konnte. Geil wars!!!!

Setliste:
1. Hardwired
2. Atlas, Rise!
3. Seek & Destroy
4. Motorbreath
5. Fade To Black
6. Now That We’re Dead
7. Confusion
8. For Whom The Bell Tolls
9. Halo On Fire
10. Helpless
11. Creeping Death
12. Moth Into Flame
13. Sad But True
14. One
15. Master Of Puppets
Zugabe
16. Fight Fire With Fire
17. Nothing Else Matters
18. Enter Sandman
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Pillamyd » Dienstag 3. Juli 2018, 12:45

Iron Maiden Legacy Of The Beast Tour, Freiburg Messe, 30. Juni 2018

Erstes Mal Maiden. Vorfreude wieder mal riesig. 30.000 Menschen wollten die Band an diesem Abend sehen. Anreise erfolgte mit dem Zug. 2 Mal umsteigen und zack war ich in Freiburg. Geplant war mir die Stadt noch etwas anzuschauen. Freiburg soll ja total schön sein. Ich habe mich dann aber dazu entschieden doch mit der Straßenbahn weiter Richtung Messe zu fahren. Was sich später als Fehler herausstellte. Denn die Sonne hatte kein Erbarmen mit den Fans. Nichts Außen rum warf einen Schatten oder sonstiges. Die Leute sind auch Reihenweise umgekippt.

So komme ich auch schon zum ersten Kritikpunkt. Die Getränkeausgabe war der reinste Witz. Irgendwann knallte die Sonne so heftig, dass ich mir etwas zu trinken holen musste. Also an einem der Wägen gestanden und eine geschlagene dreiviertel Stunde gewartet bis die Damen und Herren im Wagen mal gemerkt hatten, dass die Leute nicht nur links und rechts vom Wagen standen. Sowas hatte ich tatsächlich noch nicht erlebt. Und ich wollte nur zwei Becher Wasser, die schon eingeschenkt auf der Zapfanlage zu genüge standen. Als Antwort wenn man auf sich Aufmerksam machte, war dann entweder ein total aussagekräftiger Blick oder eben die Antwort „einen Moment!“. Ach ja, unterbesetzt seien sie gewesen. Ich weiß nicht wie viele sonst in so einem Wagen stehen, aber wenn mind. 6 Leute nicht genug sind, dann weiß ich auch nicht. Ich hatte mich mit einem anderen Besucher verbündet und bestellten wer auch immer dran kam dann für den jeweiligen mit.
Später bekam ich dann mit, dass irgendwo auf diesem großen Gelände Gratis Wasser verteilt worden ist. Bis dass sich aber mal rumgesprochen hatte, war das Konzert schon um. Wenigstens in der Getränkeausgabe wäre die Information nützlich gewesen, damit die das wenigstens weitergeben konnten. Aber dem war leider nicht so. Der Platz muss auch sehr ungünstig gewesen sein.

Zweiter Kritikpunkt, gilt aber nicht den Veranstaltern, sondern so manch einem Besucher des Konzertes:
Ich verstehe nicht, warum Menschen auf Konzerte gehen die entweder genervt davon sind, mal leichten Körperkontakt abzubekommen. Sich ständig davon genervt fühlen wenn mal jemand vorbeiläuft um sich etwas zu trinken zu holen, bei dieser brutalen Hitze. Ebenfalls aber auch die Leute, die sich noch vor dem Konzert so einen hinter die Binde kippen, dass man die Menge (tatsächlich passiert!!!) vollkotzt und denen das Konzert versaut und sich nicht einmal entschuldigen kann bzw. dann auch verschwindet, sondern weiterhin stehen bleibt als wäre nichts passiert. Absolut ekelhaft. Und vor allem auch selber Schuld 80 Euro auszugeben um sich dann das Konzert sparen zu können. Muss ein teurer Abend gewesen sein.

Meinen Platz hatte ich bis dahin natürlich eingebüßt. Wer hält auch schon einen Platz eine knappe Stunde frei?

Ich stand dann ein paar Reihen hinter dem letzten Wellenbrecher. Die Sicht auf die Bühne war ok. Weiter vorne wollte ich aber eigentlich auch nicht stehen. Heiß war es genug in der Meute weiter vorne zu stehen hätte ich wahrscheinlich nicht überstanden.

Während ich mir mein Getränk holen wollte kamen dann „The Raven Age“ auf die Bühne. Ich bekam erst später mit, dass dies wohl die Band vom Harris Sprössling sein soll. Entgegen anderer Meinungen fand ich die Band aber gar nicht so übel. Dann kamen „Killswitch Engage“ auf die Bühne, und dass fand ich dann doch schon nervig. Gaben mir gar nichts. Das „Holy Diver“ Cover war dann eher…ähämm. „In Due Time“ brachte wenigstens ein bisschen Abwechslung. Allerdings zu wenig.
Abgehakt, weiter geht’s.

Pünktlich um 20:45 Uhr erklangen dann die Töne von „Doctor, Doctor“ und die Stimmung hob sich eindeutig.
In wenigen Momenten tritt die Band auf die Bühne und mein Grinsen konnte ich mir wieder nicht verkneifen.

Dann stürmte die Band auf die Bühne und es ging richtig los „Aces High“. Nicht zu vergessen der riesige Spitfire der an die Bühnendecke gehievt wurde und sich über den Köpfen der Band hin und her schwankte. Gibt es wirklich einen besseren Opener als „Aces High“?

Das Bühnenbild war sowieso der totale Wahn. Zu jedem Song gab es einen passenden Hintergrund. Bruce Dickinson hüpfte nicht nur von einem zum anderen Ende der Bühne. Nein, er verkleidete sich auch nach jedem Song. Was muss der Kerl fit sein.
Nicko war die erste Hälfte des Konzertes über erst gar nicht zu sehen von weitem, weil das Bühnenbild noch von Tarnvorhängen verdeckt wurde.

Geil auch als bei „The Trooper“ ein 3 Meter Eddie auf die Bühne kam und sich während der Solo Einlagen der 3 Gitarristen mit Bruce einen Schwertkampf leistete. Spätestens da wäre ich Konditionsmäßig schon völlig im Eimer gewesen.
„The Clansman“ war dann auch super. Hat mich tierisch gefreut den Song live hören zu dürfen. Gesungen von Bruce war das mit eines der Highlights an dem Abend. Ach ja und den William Wallace Eddie hätte ich gern als Shirt Motiv.

Zu „Revelations“ wurden dann die Tarnvorhänge komplett runtergenommen und die komplette „Legacy Of The Beast“ Bühne kam zum Vorschein. Mit Kronleuchtern und allem Drum und Dran. Zu „Revelations“ muss ich nichts sagen. Die „Piece Of Mind“ Scheibe war an dem Abend eh stark vertreten. Was verdammt nochmal auch geil war. Gehört zu meinen 3 Lieblingen in der Maiden Diskographie.

Vor allem „Flight Of The Icarus“ ist ja wohl ein Song der gefühlt Ewigkeiten nicht mehr gespielt worden ist. Absoluter Kracher live. Gänsehaut beschaffte mir dann auch „Sign Of The Cross“. Es wurde zur rechten Zeit dunkel für diesen Song. Geiles Teil. Der Mönchschor am Anfang. Eieiei.

Danach kamen dann wohl die üblichen Verdächtigen Songs dran. Diejenigen die Maiden zum x-ten Mal sehen nichts Besonderes. Für mich aber halt einfach nur geil, Songs wie „Fear Of The Dark“ (dass zumindest auf Platte deutlich totgenudelt wurde) endlich mal live erleben durfte, mit den Gesängen vom Publikum.

Die Zugabe war dann auch der krönende Abschluss mit „The Evil That Men Do“ (wobei ich da gern auch „The Prophecy“ liebend gern gehört hätte(aber man kann ja nicht alles haben)), „Hallowed Be Thy Name“ (ich dachte den Song höre ich nicht mehr) oder „Run To The Hills“.

Eine Granate von einem Konzert. Iron Maiden legen eine Spielfreude an den Tag. Unglaublich dass die meisten schon Mitte 60 sein sollen. Was die rumhüpfen auf der Bühne war schon erstaunlich. Bruce sang wie ein junger Gott (ebenfalls Unglaublich). Und die Show die die Band abgeliefert hat, glich einem Theaterstück. Da der Eddie auf der Bühne, mal ein riesen Eddie Kopf im Hintergrund zu „Iron Maiden“. Der Flieger am Anfang des Konzerts. Der Engel bei „Where Eagles There“ und gleichzeitig Bruce Spielerei mit dem Flammenwerfer.

Ein glücklicher Pillamyd verließ das Gelände mit 3 Shirts und pilgerte mit tausenden Fans Richtung Innenstadt.

Setliste:
1. Aces High
2. Where Eagles Dare
3. 2 Minutes To Midnight
4. The Clansman
5. The Trooper
6. Revelations
7. For The Greater Good Of God
8. The Wicker Man
9. Sign Of The Cross
10. Flight Of Icarus
11. Fear Of The Dark
12. The Number Of The Beast
13. Iron Maiden
Zugabe
14. The Evil That Men Do
15. Hallowed Be Thy Name
16. Run To The Hills
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Rüdiger Stehle » Dienstag 3. Juli 2018, 13:05

Metallica fehlt mir bis dato. War mir irgendwie nie das viele Geld wert, und jetzt ist es mir ggf. das Geld wert, aber nicht den Run um Tickets. Schön, dass es dich so sehr begeistert hat. Von Videomitschnitten her weiß ich, dass die Band live immer eine Bank war, auch wenn die Alben bisweilen nicht auf der Höhe waren. Doch, würde ich echt gerne mal noch sehen.

Iron Maiden hab ich dreimal gesehen. Reicht. Ist aber ohne Frage auch immer toll.

Schöne Geschichte mit Mario Gomez. Habe ich immer für sehr sympathisch gehalten, den Mann; deine Story bestätigt das.
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Rüdiger Stehle » Dienstag 3. Juli 2018, 13:06

Und ja: Palm Beach bzw. Cancun sind auch immer Stammadresse vor und/oder nach Heimspielen für uns.
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Pillamyd » Dienstag 3. Juli 2018, 13:25

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Metallica fehlt mir bis dato. War mir irgendwie nie das viele Geld wert, und jetzt ist es mir ggf. das Geld wert, aber nicht den Run um Tickets. Schön, dass es dich so sehr begeistert hat. Von Videomitschnitten her weiß ich, dass die Band live immer eine Bank war, auch wenn die Alben bisweilen nicht auf der Höhe waren. Doch, würde ich echt gerne mal noch sehen.


Das ich überhaupt Tickets für Metallica bekommen hatte war mehr glück als alles andere. Jedes mal wenn man sich vier in den Warenkorb gelegt hatte, brach das System zusammen. Das ging ca. 4 oder 5 mal so. Dann wollte ich aufgeben und plötzlich bekam ich eine Bestellbestätigung obwohl ich kein Kauf betätigt hatte. War ne verrückte Sache.
Ich verstehe es übrigens total wenn anderen die Tickets viel zu teuer sind oder sonstiges. Ich konnte das gut mit mir vereinbaren. Ich musste Metallica einfach sehen.
Die VfBler waren allesamt sehr gut gelaunt und nett. Gentner hat die Fotos gemacht. Der wollte nicht :grins:

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Iron Maiden hab ich dreimal gesehen. Reicht. Ist aber ohne Frage auch immer toll.


Überrascht mich. Dachte du hättest die schon öfters als 10 mal gesehen oder so :grins:
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Rüdiger Stehle » Dienstag 3. Juli 2018, 13:58

Pillamyd hat geschrieben:
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Metallica fehlt mir bis dato. War mir irgendwie nie das viele Geld wert, und jetzt ist es mir ggf. das Geld wert, aber nicht den Run um Tickets. Schön, dass es dich so sehr begeistert hat. Von Videomitschnitten her weiß ich, dass die Band live immer eine Bank war, auch wenn die Alben bisweilen nicht auf der Höhe waren. Doch, würde ich echt gerne mal noch sehen.


Das ich überhaupt Tickets für Metallica bekommen hatte war mehr glück als alles andere. Jedes mal wenn man sich vier in den Warenkorb gelegt hatte, brach das System zusammen. Das ging ca. 4 oder 5 mal so. Dann wollte ich aufgeben und plötzlich bekam ich eine Bestellbestätigung obwohl ich kein Kauf betätigt hatte. War ne verrückte Sache.
Ich verstehe es übrigens total wenn anderen die Tickets viel zu teuer sind oder sonstiges. Ich konnte das gut mit mir vereinbaren. Ich musste Metallica einfach sehen.
Die VfBler waren allesamt sehr gut gelaunt und nett. Gentner hat die Fotos gemacht. Der wollte nicht :grins:

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Iron Maiden hab ich dreimal gesehen. Reicht. Ist aber ohne Frage auch immer toll.


Überrascht mich. Dachte du hättest die schon öfters als 10 mal gesehen oder so :grins:


05/08/1998 - Virtual XI Tour - Böblingen / Sporthalle - w/ Helloween, Dirty Deeds
09/21/1999 - Ed Hunter Tour - Stuttgart / Schleyerhalle - w/ Megadeth
06/29/2013 - Aach Rock Festival - Singen / Aach - w/ Sabaton, Ghost

Dazu 5x Blaze Bayley, 1x Bruce Dickinson und 2x DiAnno solo.

10x oder öfters habe ich nur diese Bands hier gesehen:

14x
Morbid Alcoholica

13x
Overkill

12x
Demon, Jag Panzer, Raven, Saxon, U.D.O.

11x
Hammerfall, Omen, Primal Fear, Rähs, Stormwitch, Tankard

10x
Doro, Gamma Ray, Helloween, Kreator, Sodom, Vicious Rumors


Meine am häufigsten gesehene Mega-Band ist Manowar (9x).

Bezahlen würde ich für Metallica inzwischen durchaus ein bisschen Geld, aber mich nervt es einfach, mich um Tickets "prügeln" zu müssen. Deshalb hab ich auch keine Dauerkarte für den VfB.
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Feamorn » Mittwoch 11. Juli 2018, 13:31

Montag war ich bei Arch Enemy in Köln im E-Werk.
Das war nun mein zweiter Anlauf dieses Jahr. In Oberhausen Anfang des Jahres war ich so krank, dass ich die damals drei Vorbands zwar irgendwie überstanden habe, dann nach dem ersten Song der Hauptband aber die Segel streichen musste. Diesmal lief es dann aber besser.
Vorbands waren Dawn Of Disease, (Melodic) Death Metal aus Osnabrück, die mir recht gut gefallen haben, insbesondere das Schlagzeug irgendwie, schön in die Fresse meistens (nur der Sound war nicht ganz so berauschend), und danach dann The Charm The Fury, die mit ihrem groovigen, corigen Metal irgendwie so gar nicht mein Fall waren (aber einigen Leuten in der Halle doch recht gut gefallen haben). Zum Glück waren die Vorbands aber alle nicht sehr lang zu Gange und insbesondere die Umbaupausen waren erfreulich kompakt, so dass "nur" 1:45h nach Konzertbeginn um 20 Uhr dann auch die Hauptband auf die Bühne kam.

Diesmal mit voller Aufmerksam bin ich dann auch wirklich auf meine Kosten gekommen! Auch wenn die Band in den Medien den Fokus ja (gefühlt) schon fast ausschließlich auf Alyssa gelenkt hat, auf der Bühne sind die Stars für mich dann aber doch eindeutig die Herren Amott und Loomis, ich stand an der Bühnenseite von Jeff und es war echt beeindruckend, den Mann bei seinen Leads und Solos zu beobachten, wirklich, wirklich toll!
In Sachen Entertainmentqualitäten muss sich auch kein Mitglied verstecken und so hat die Band hat für knapp eineinhalb Stunden ein ziemliches Feuerwerk abgebrannt, unterstützt auch dadurch, dass das E-Werk doch deutlich kompakter ist als die (für mich) viel zu große (bzw. langgezogene) Turbinenhalle in Oberhausen. Ich habe nun keinen Vergleich, da dies mein erstes Arch Enemy Konzert war, aber in der Form werde ich mir die jederzeit immer wieder gerne anschauen!



Bei der Gelegenheit noch die Frage:
Ist jemand hier nächste Woche zufällig in Bonn in der Rheinaue bei Steven Wilson? (Oder gar den Tag drauf bei Alanis Morissette? (Ich bin bei beiden. ;) ))
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Drumtier » Mittwoch 11. Juli 2018, 19:07

ICED EARTH - Dom im Berg

Ich war gestern zum ersten Mal im Grazer Schlossberg, normalerweise sind da ja nur irgendwelche Elektro-Veranstaltungen. Und ja, "im" ist vollkommen richtig. In der Stadt ist der namensgebende Hügel und darin ist einer der Gänge und Räume für Veranstaltungen adaptiert worden und wenn dann endlich einmal eine Metal-Band dort spielt, muss ich die Gelegenheit nützen. Die Band selbst war auch recht angetan davon erstmals in einer Höhle zu spielen und auch den ganzen Abend über in super Spiellaune. Die derzeitige Zusammenstellung gefällt mir gut und scheint auch echt gut zu funktionieren. Jon und Stu sowieso und dazu eine solide Band, allen voran ein junger Leadgitarrist, der seine Gitarre richtig stimmt und bedienen kann, beides keine Selbstverständlichkeit wenn ich an manch vergangene Show zurückdenke.

Die Setlist setzt sich zusammen aus alten Klassikern und Songs vom neuen Album. Dieses ist auch gar nicht so schlecht wie manche der Vorgänger und sie haben auch die besten Songs davon ausgewählt, aber ein, zwei weniger hättens für meinen Geschmack trotzdem sein dürfen. Dann hätte man nämlich auch die Ripper-Phase bedienen können, die leider gänzlich ausgelassen wurde. Klar, die ist in der allgemeinen Wahrnehmung nicht so populär und hat nicht den Vorteil, dass zumindest der aktuelle Sänger dabei ist aber Songs wie 10 000 Strong oder Declaration Day sind allemal besser als was von der neuen Incorruptible gespielt wurde. Noch dazu kommt Tim Owens der Stimmlage von Stu Block deutlich mehr entgegen als das Matt Barlow tut, dessen Parts er zwar ebenso solide singt aber sein breites, melancholisches Timbre in den tiefen und emotionalen Passagen fehlt Stu leider einfach. Die Songs von der Stormrider gewinnen durch Stu aber ganz eindeutig und durch die gute Stimmung in Band wie Publikum scheint es dann so als wär die letzte Zugabe nach den beiden eigentlichen Zugaben tatsächlich eine nicht-geplante echte Zugabe und kein regulärer Teil der Show. My Own Saviour ist es geworden und hat einen ganz wunderbaren Konzertabend beschlossen.

Sicher, ich werde aktuelle CDs kritisieren, ich werde Matt Barlow nachweinen, der verlorenen Riffingmaschine, die Jon einmal war, den guten alten Zeiten generell und den vergebenen Chancen heutzutage. Aber ich werde sie mir trotzdem immer wieder einmal anschauen wenn es sich ergibt. Iced Earth. Alte Liebe rostet nicht.
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