111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Brot und Spiele für den Powermetal.de-User: große Projekte der Community und umfassende Forenspiele finden hier ihren Platz

Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon Jesus » Mittwoch 29. September 2010, 18:26

Eike hat geschrieben:Ich glaub, von den VIRGIN PRUNES hat da auch schon mal jemand gastmäßig mitgemischt.


Wenn mich nicht alles trügt, haben Gavin Friday und Dik Evans einen Gastauftritt auf dem Album "Earth Covers Earth".
Benutzeravatar
Jesus
Super-Duper-Mega-Ober Metaller
 
Beiträge: 10890
Registriert: Dienstag 9. Februar 2010, 13:20
Wohnort: Das Herz Preußens

Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon Drumtier » Mittwoch 29. September 2010, 22:49

TOM WAITS:
Wieder ganz nett, so nebenbei hauts voll hin, aber für mehr wirds wohl nicht reichen.
UNHOLY:
Ich steh ja bekanntlicherweise auf kitschigen Doom, die Sängerin dürfte für mich noch ein wenig kitschiger sein, aber auch so klingt das ziemlich gut!
SCOTT WALKER:
Gänsehaut? Auf jeden Fall! Zähennägelaufrollen inklusive. Meine Güte, was hat man denn dem Sänger angetan? ;-)
Benutzeravatar
Drumtier
Metalhead
 
Beiträge: 3315
Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 00:43

Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon Holger Andrae » Donnerstag 30. September 2010, 07:20

Mourningful Congregation hatte ich beim letzten Mal ausgelassen, da ich befürchtet hatte, es wäre mir am späten Abend zu einschläfernd. Falscher Fehler. Das ist recht flauschig. Mit der dicken Nadel gehhäkelter Kuscheldoom mit schönem Aufbau und sehr angnehmer Atmosphäre.

Isis ist instrumental echt klasse, aber da würfelhustet ja noch jemand. Und aus. Schade eigentlich.

Skeptism ist wieder so eine Düsterwalze. Auch wieder nett, aber auch wieder nicht ganz mein Ding. So wie du dich wahrscheinlich bei "unserem" Plüschprog oder unepischen Epikmetal nach den Unterschieden fragen wirst, habe ich genau dieses Problem bei diesen Klangwelten. Man muss sich die Zeit nehmen und eintauchen in die entsprechende Miniszene (um das jetzt mal so zu nennen) und intensiver bands mit einenander vergleichen. Analyse kontra Gefühl. Das klappt aber nicht, weil einem die Zeit fehlt. Ich würde mich auch mehr mit Ffolk oder Jazz befassen, aber dazu müsste ich speziell im zweiten Fall erst einmal eine emotionale Bindung zu dieser Art von Musik aufbauen, was ein stetig wachsender Prozess ist. Es gibt eben so viel tolle Musik, die man nicht alle hören kann. Daher pickt man sich entweder gezielt aus allen Sparten seine persönlichen Rosinen heraus oder strudelt so tief im Underground einer kleinen Sparte herum bis man diese bis zur letzten Ecke unterm Mikroskop beleuchtet hat. Dabei stößt man mit etwas Glück auch immer mal über Brotkrumen, die aus anderen Ecken herüber gebröselt sind.

Die Morgion besitze ich selbst, bevorzuge aber den Vorgänger.

Swans rutschen auf meiner Testliste weiter nach oben. Vor allem die Frauenstimme hat es mir angetan. Das hat was.

Jetzt läuft gerade Burst und ich bin mehr als überrascht. in dieser Kombination stört mich auch der erkältete Sangesakrobat nicht. Das ist musikalische mehr als ansprechend, weil es eben mi ausreichend Luftlöchern zwischen den Soundwällen aus den Boxen rattert. Die Band kannte ich bisher gar nicht. Guter Tipp!
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Benutzeravatar
Holger Andrae
Musikredaktion
 
Beiträge: 26381
Registriert: Dienstag 5. Januar 2010, 02:44

Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon Holger Andrae » Donnerstag 30. September 2010, 07:48

Unholy fand ich ja beim ersten Mal schon cool. Und auch das hier spricht mich sofort an. Nicht nur wegen der Stimme.

Diese Esoteric habe ich selbst und finde sie ebenfalls sehr beeindruckend. In meine Liste hat sie es nicht geschafft, weil ich sie einfach zu selten einlege. Diese Musik ist einfach zu sehr abhängig von der Stimmung. Ein absoluter Bonus, der aufgrund von zu wenig Zeit gern auch mal zum Malus werden kann. Schräge Welt.

Current 93: Hossa, das ist ja auch mal spannend. Bis auf 'Ships', welches mir zu krachig war, hat mir das extrem gut gefallen. Hatte ich ganz woanders einsortiert. Vorurteil demontiert. Danke.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Benutzeravatar
Holger Andrae
Musikredaktion
 
Beiträge: 26381
Registriert: Dienstag 5. Januar 2010, 02:44

Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon frankjaeger » Donnerstag 30. September 2010, 08:21

Die CURRENT 93 klingt interessant. Da muss ich mich mal näher mit beschäftigen...
Benutzeravatar
frankjaeger
Musikredaktion
 
Beiträge: 16795
Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 22:29
Wohnort: Burtenbach

Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon Drumtier » Donnerstag 30. September 2010, 16:21

ISIS:
Würd ja gern mal variieren, aber in deiner Liste läufts leider immer wieder aufs ungefähr selbe raus: Kannte ich bisher nur vom Namen, klingt aber ziemlich gut. Keine Ahnung wann und ob ich dazukomme, mir je was von diesen ganzen viel zu interessanten Bands zuzulegen, aber wert wärs das auf jeden Fall!
PINK FLOYD:
Keine Angst, das wird ganz langsam, eines nach dem anderen auch noch seinen Weg zu mir finden.
LUNAR AURORA:
Von den deutschen Black Sachen die bis jetzt von dir kamen, gefällt mir das bis jetzt am wenigsten. Is zwar keineswegs schlecht oder so, aber ich denke da werden wieder Sachen kommen die mich mehr ansprechen.
Benutzeravatar
Drumtier
Metalhead
 
Beiträge: 3315
Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 00:43

Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon Drumtier » Samstag 2. Oktober 2010, 23:13

WOLVES IN THE THRONE ROOM:
Voll auf Höhen getrimmte Produktion, Tremolo-Riffs, lange Blastpassagen, heiserer, verzweifelt kreischender Gesang. Da könnte man meinen, dass das nichts besonderes sei und einfach typischer Black Metal, aber mir gefällt das außerordentlich gut. Besonders der Gesang der mit den Gitarren um die Vorherrschaft im Song kämpft und die vereinzelt mehr oder weniger offensichtlich auftauchenden Melodien, echt gut, ist vorgemerkt!
URIAH HEEP:
Hab ich letztes Jahr live gesehen, dass genügt mir wohl an UH. Klingt eh nicht schlecht, aber brauchen tu ichs auch nicht.
DEEP PURPLE:
Wiedermal, Meinung bleibt, kommt vielleicht wenn ich mal viel Zeit, viel Geld und ziemlich alles andre schon hab ;-)
SÓLSTAFIR:
Klingt auch sehr gut, sehr atmosphärishc und stimmungsvoll, aber ich würde mir nicht nur im Gesang irgendwie mehr Power wünschen
EMPEROR:
Hatte ich ja selbst auch, feines Ding, dass auch mich als Deather von Zeit zu Zeit begeistern kann.
DARK SUNS:
Hmm, auch nicht schlecht, berührt mich jetzt aber nicht wirklich.
Benutzeravatar
Drumtier
Metalhead
 
Beiträge: 3315
Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 00:43

Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon Drumtier » Sonntag 3. Oktober 2010, 20:46

NEUROSIS:
Hmm, das mit "passiert zu wenig", kann ich schon nachvollziehen so wies erklärt wurde, da muss man halt schon eine entsprechende musikalische Veranlagung und die nötige Geduld haben. Mit diesen Voraussetzungen kann ich nur zu gut verstehen warum die in so einer Liste recht weit nach vorne kommt. Mir gefällts aber nicht so.
SLEEPYTIME GORILLA MUSEUM:
Gefällt mir zwar besser als das andre Album das hier schon vorgestellt wurde, aber reißt mich auch noch nicht so mit.
TOOL:
Auch schon öfter aufgetaucht und ich sag immer dasselbe, wird schon kommen, könnt sein, dass es diese wird.
ESOTERIC:
Hab die irgendwie völlig übersehen, als sie rausgekommen ist und mich seitdem aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr drum gekümmert mir sie zu besorgen. Aber werd sowieso noch mehr von ihnen brauchen.
NOCTE OBDUCTA hatte ich zwar aufgeteilt, auch wenns nur logisch ist die im Gesamten zu betrachten, hab Teil 1 aber erst zu kurz. MY DYING BRIDE ebenso in meiner Liste.
Benutzeravatar
Drumtier
Metalhead
 
Beiträge: 3315
Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 00:43

Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon Drumtier » Montag 11. Oktober 2010, 00:11

Ich mach mal wieder weiter, je nachdem wielang unser Messias noch fehlt bin ich vielleicht bald wieder aktuell. Na alsdann:

ACID BATH:
Das Zusammenspiel der beiden Gesangsstile klingt zwar sehr vielversprechend, der klare gefällt mir aber leider nicht ganz so gut. Aber musikalisch wär das auch sehr interessant!
MOURNFUL CONGREGATION:
Stehen auch schon lange auf der erweiterten Einkaufsliste, wird nach vorne gereiht.
VAN DER GRAAF GENERATOR:
Gefällt mir besser als das vom ersten Album das hier zu sehen war, speziell gesanglich bleibt mir das aber verschlossen
BURZUM:
Immer wieder überleg ich ob ich mir nicht vielleicht mal was holen sollte, weils musikalisch ja doch immer wieder in höchsten Tönen gelobt wird. Werd jetzt nicht losrennen und mir das besorgen, aber es bleibt zumindest unter Beobachtung.
ISIS:
Normalerweise auch nicht wirklich meins, aber das klingt echt gut. Sehr emotionaler Gesang, abwechslungsreiche Dynamik, macht Laune!
SKEPTICISM:
Hab ich auch, schon ein verdammt schwieriges Album, das größte Aufmerksamkeit erfordert um seine tonnenschwere Trauer und Schönheit darzubringen. Mich hats zwar nie so 100%ig eingenommen wie manch andere, aber kanns schon verstehen, dass es das kann! Sollt ich mal wieder hören.
Benutzeravatar
Drumtier
Metalhead
 
Beiträge: 3315
Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 00:43

Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon Jesus » Montag 11. Oktober 2010, 08:32

Drumtier hat geschrieben:Ich mach mal wieder weiter, je nachdem wielang unser Messias noch fehlt bin ich vielleicht bald wieder aktuell.


Junge, Du hörst ja im Akkord. Gönne Dir mal 'ne Ruhepause ;)


CULT OF LUNA - Salvation
Bild
Veröffentlichungsjahr: 2004
Land: Bild
Genre: Plüschy Hardcore/ Progressive Sludge/ Doom Metal/ Some Post-Rock

Hardcore, Metal, Gefühl, Atmosphäre. Die fleißigsten und aufmerksamsten Schüler von NEUROSIS haben mit "Salvation" ein Album der Superlative erschaffen. Nicht mehr so ungestüm wie auf den Vorgängern und auch nicht ganz so verweichlicht wie auf dem post-rockigen Nachfolger, sondern perfekt ausbalanciert. Sei es ein Doom Metal-Epos wie 'Echoes', welches nicht nur im Namen zu Beginn PINK FLOYD beschwört, bevor es nach 3 Minuten sich verwandelt in ein gewaltiges Riffmonster; der "Emocore" von 'Leave Me Here' oder der schleppende Sludge von 'Vague Illusions', für jeden Geschmack in Sachen Hartwurst ist etwas dabei. Sogar den kuschligen Abend zu zweit vorm Kamin kann man mit 'Waiting for You' und 'Crossing Over' versüßen.



THE ANGELS OF LIGHT – We Are Him
Bild
Veröffentlichungsjahr: 2007
Land: Bild
Genre: Neofolk/ Post-Punk/ Blues Rock/ Folk Rock

Nachdem ich nun 2 Alben von SWANS und eines von JARBOE vorgestellt hatte, darf die andere Nachfolgeband der New Yorker Krachmacher auch nicht fehlen. Boten die früheren Alben von THE ANGELS OF LIGHT stilistisch wesentlich homogeneren Ami-Folk, gibt es hier ein sehr abwechslungsreiches Album. Bandleader Michael Gira beschwört die eigene SWANS-Vergangenheit mit dem 'Black River Song', welcher in dieser Form sicherlich auch auf "Children of God" eine gute Figur gemacht hätte. Der drückend schwere Gothic Western Blues von 'Promise of Water' kam beim letzten Wichteln gleichermaßen gut an bei Fabian und Eike. Nach derartig düsteren Gotenklängen bekommen Freunde von jovialem BEATLES-Pop mit 'Sunflower' auch etwas geboten. 'Not Here/Not Now' bietet fein gestrickten amerikanischen Neofolk mit gospelartigen Chören und 'Star Chaser' beendet das Album zwar verhaltener und düsterer, enthält aber einen wärmenden Hoffnungsschimmer, der einem ein Grinsen aufs Gesicht zaubert.



DEATHSPELL OMEGA – Fas — Ite, Maledicti, in Ignem Aeternum
Bild
Veröffentlichungsjahr: 2007
Land: Bild
Genre: Blackened Black Metal

Nach so viel fröhlicher Musik wird es Zeit für ein bisschen Hass. Schwärzer und chaotischer als je zuvor präsentieren sich DSO auf diesem Album. Das Intro 'Obmbration' lässt beinahe ein rein atmosphärisches Werk vermuten, doch 'The Shrine of Mad Laughter' blastet diese Vermutung ins Jenseits, direkt hinein ins Höllenfeuer. Hier wird der Leibhaftige zelebriert, dämonische Zeremonien hinterlassen auf ihren Opfern 'The Repellent Scars of Abandon & Election' (miserable Klangqualität dank minderwertigem Rip) und die armen Seelen bekommen nichts anderes zu essen als 'Bread of Bitterness' (ebenfalls mieser Sound). 'A Chore for the Lost' deutet noch etwas klare und bedächtige Düster-Atmo an, bevor die Hölle endgültig zufriert und in Insolvenz geht aufgrund von Outsourcing nach Frankreich.
Benutzeravatar
Jesus
Super-Duper-Mega-Ober Metaller
 
Beiträge: 10890
Registriert: Dienstag 9. Februar 2010, 13:20
Wohnort: Das Herz Preußens

VorherigeNächste

Zurück zu Musica et Circenses

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast