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von Rüdiger Stehle » Freitag 3. Mai 2019, 17:49
Havoc hat geschrieben:Rüdiger Stehle hat geschrieben:...ich verstehe nicht, wie man die Faszination nicht verstehen kann.
Das jemand die Faszination für Black Metal nicht verstehen kann, kann ich schon verstehen. 
Ich nicht. Aber ich kann auch nicht verstehen, wie man lieber in Lateinschrift schreiben kann als in Fraktur oder in Runen. Die Faszination für das Abseitige ist doch etwas sehr Natürliches. 
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von Mr. Know-It-All » Montag 6. Mai 2019, 07:59
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Havoc hat geschrieben:Rüdiger Stehle hat geschrieben:...ich verstehe nicht, wie man die Faszination nicht verstehen kann.
Das jemand die Faszination für Black Metal nicht verstehen kann, kann ich schon verstehen. 
Ich nicht. Aber ich kann auch nicht verstehen, wie man lieber in Lateinschrift schreiben kann als in Fraktur oder in Runen. Die Faszination für das Abseitige ist doch etwas sehr Natürliches. 
Schreibst du Einkaufszettel oder Notizen in Fraktur?
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von Rüdiger Stehle » Montag 6. Mai 2019, 16:34
Mr. Know-It-All hat geschrieben:Rüdiger Stehle hat geschrieben:Havoc hat geschrieben:Rüdiger Stehle hat geschrieben:...ich verstehe nicht, wie man die Faszination nicht verstehen kann.
Das jemand die Faszination für Black Metal nicht verstehen kann, kann ich schon verstehen. 
Ich nicht. Aber ich kann auch nicht verstehen, wie man lieber in Lateinschrift schreiben kann als in Fraktur oder in Runen. Die Faszination für das Abseitige ist doch etwas sehr Natürliches. 
Schreibst du Einkaufszettel oder Notizen in Fraktur?
Fraktur ist ja eine Druckschrift, aber in deutscher Schreibschrift bzw. Sütterlin schreibe ich durchaus auch mal einen Einkaufszettel; in der achten Klasse habe ich mal ein Jahr lang mein komplettes Deutschheft in deutscher Schreibschrift geschrieben. Die Lehrerin hat mich gebeten, das in den Klassenarbeiten zu unterlassen, weil sie das nicht lesen könne, was ihr meine erstaunte Rückfrage einbrachte, wie man Deutschlehrer werden kann, wenn man keine deutsche Schrift lesen kann. Eigentümlichkeit vor Praktikabilität! Und Runen schreib ich eh die ganze Zeit bei jeder sich bietenden Gelegenheit überall hin. Großes Steckenpferd meinerseits und ich wäre sofort dafür, die Lateinschrift durch Runen zu ersetzen. Besser heute als morgen. Einfach, weil es uns besonders machen würde. Wie die Georgier, Armenier, Griechen, die auch ihre eigenen Schriften bewahrt haben. Ich mag das.
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von Rüdiger Stehle » Dienstag 7. Mai 2019, 00:31
Danke! 
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von hellknulf616 » Samstag 11. Mai 2019, 14:55
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Einfach, weil es uns besonders machen würde.
Haha, guter Grund. Ach warte... nee, doch nicht. 
"Nostalgia is no excuse for stupidity."
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von Rüdiger Stehle » Samstag 11. Mai 2019, 15:31
hellknulf616 hat geschrieben:Rüdiger Stehle hat geschrieben:Einfach, weil es uns besonders machen würde.
Haha, guter Grund. Ach warte... nee, doch nicht. 
Schade.
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von hellknulf616 » Montag 13. Mai 2019, 14:01
Da ich Sprache bzw. Schrift zunächst eher als verbindendes Werkzeug schätze (im Sinne von zusammenführend, nicht nach innen verfestigend), ist mir die Idee des zwecklos Besonderen in dem Zusammenhang nicht so nah. Auf individueller und ästhetischer Ebene kann ich dir aber durchaus folgen.
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von Rüdiger Stehle » Montag 13. Mai 2019, 14:42
Es gibt wenige Dinge an der Menschheit, die mich so sehr faszinieren, wie ethno-kulturelle Partikularitäten, daher schätze ich ganz besonders all jenes, was endemisch und einzigartig ist und somit die kulturelle Vielfalt erhöht. Auch wenn es Dinge manchmal komplizierter macht. So gäbe es in meinem Utopia eben keine "hochdeutsche" Schriftsprache, sondern in der BRD 50-100 gleichwertige Dialekte und nichts drüber; ebenso eben lieber Runen als Lateinschrift und lieber Wotan als Jesus, wenn man so will. Verbinden kann all das trotzdem, denn der Reiz ist es ja, das Fremde zu entdecken und kennenzulernen und nicht, im eigenen zu garen. Mir schwebt ein freundlicher, offener und nicht ausgrenzender Partikularismus vor. Die gemeinsame Freude an der Vielfalt und den Unterschieden. Nur wenn nichts fremd und spannend ist, weil alles überall gleich ist, aus schnöden Praktikabilitätsgründen, dann ist das öde. Es darf doch auch anstrengen, den anderen zu verstehen. Alles auf dem Silbertablett und ohne Herausforderung, das ist so langweilig wie ein Pizza-Lieferservice. 
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von Mr. Know-It-All » Montag 13. Mai 2019, 16:19
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Es gibt wenige Dinge an der Menschheit, die mich so sehr faszinieren, wie ethno-kulturelle Partikularitäten, daher schätze ich ganz besonders all jenes, was endemisch und einzigartig ist und somit die kulturelle Vielfalt erhöht. Auch wenn es Dinge manchmal komplizierter macht. So gäbe es in meinem Utopia eben keine "hochdeutsche" Schriftsprache, sondern in der BRD 50-100 gleichwertige Dialekte und nichts drüber; ebenso eben lieber Runen als Lateinschrift und lieber Wotan als Jesus, wenn man so will. Verbinden kann all das trotzdem, denn der Reiz ist es ja, das Fremde zu entdecken und kennenzulernen und nicht, im eigenen zu garen. Mir schwebt ein freundlicher, offener und nicht ausgrenzender Partikularismus vor. Die gemeinsame Freude an der Vielfalt und den Unterschieden. Nur wenn nichts fremd und spannend ist, weil alles überall gleich ist, aus schnöden Praktikabilitätsgründen, dann ist das öde. Es darf doch auch anstrengen, den anderen zu verstehen. Alles auf dem Silbertablett und ohne Herausforderung, das ist so langweilig wie ein Pizza-Lieferservice. 
Mmmmmhhh, Pizza ... 
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