111 Alben, die die Welt nicht braucht.

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Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon Jesus » Montag 11. Oktober 2010, 10:37

Seufz. Youtube löscht Videos mal wieder schneller als ich tippen kann. Wäre einer so gut, mal diese Links hier oben beim Absatz zu "We Are Him" einzufügen? 'Promise of Water' und 'Starchaser'.
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Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon Jhonny » Montag 11. Oktober 2010, 16:16

Cult Of Luna gibt mir leider nix, Angels Of Light fand ich dagegen ganz interessant.
Deathspell Omega hatte ich glaub ich schon anderswo reingehört, interessant klingts allemal, aber ich glaube, das ist auf Albenlänge nicht gerade leichte Kost :)
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Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon Jesus » Dienstag 12. Oktober 2010, 07:14

NEGURĂ BUNGET - 'n Crugu Bradului
Bild
Veröffentlichungsjahr: 2002
Land: Bild
Genre: Irgendwas mit Black Metal

Und endlich noch mehr Black Metal, den Eike langweilig finden kann :) Hinein in die Nadelwälder Rumäniens führten uns einst die intakten NEGURĂ BUNGET und verführten damit mein jüngeres Ich. Das Album kam auch gut bei mir an, weil ich insgesamt recht positive Erinnerungen von Rumänien hatte und auch immer noch habe. Sieht man von damals ab, als ich mit meiner Familie im Auto tagelang an der rumänisch-bulgarischen Grenze warten musste und wir dabei regelmäßig von Soldaten kontrolliert wurden, weil ein gewisser Ceauşescu einer Bleivergiftung erlag... aber das ist eine andere Geschichte.

Hier werden jedenfalls Bilder der immer noch spärlich besiedelten Karpaten heraufbeschworen und diesem Album lässt sich auch entnehmen, dass Hupogrammos und Co. auch mal gern die ebenso langweiligen BURZUM gehört haben. Schwarze Musik für jede Jahreszeit (wie man auch ohne große Rumänischkenntnisse den inoffiziellen Titeln entnehmen kann ;)), fürs Wandern in den Wäldern und Bergen, an den Bächen und Flüssen entlang. Auch mal aggressiv wie ein richtig fieses Frühlingsgewitter oder ein winterlicher Schneesturm, aber im im Großen und Ganzen doch eher hippiesk. Als Landei im urbanen Exil brauche ich solche Klänge für das seelische Gleichgewicht.

I (Primăvară)
II (Vară)


OPETH - Still Life
Bild
Veröffentlichungsjahr: 1999
Land: Bild
Genre: Progressive Metal

Darauf haben wir doch alle gewartet. Beschissener Konsens ohne kotzende Smileys. 1999 war das meine Einstiegsdroge in Sachen Progressive Metal. Weil das klang heavy und zerbrechlich und eben anders; und war für den kleinen Martin eben nicht annähernd so unerträglich furchtbar wie DREAM THEATER, deren "Images & Words" er auf Anraten kurz zuvor gekauft hatte. Den Göttern sei Dank nur für 'nen Spottpreis vom Grabbeltisch. Progressive Metal wurde kurzerhand für schwul erklärt und die tägliche Dosis Thrash Metal wurde erhöht, bis mir jemand daraufhin dieses Album empfahl. Das war schon eine kleine Offenbarung. Himmlische Chöre sangen, Fanfaren ertönten, grelles Licht schien auf mich herab und barbusige Engel verteilten Blowjobs. Hat meinen musikalischen Werdegang stark beeinflusst. Also ich meine das Album, nicht den musikalisch untermalten Fellatio.

Godhead's Lament
The Moor
White Cluster
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Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon Loenz » Dienstag 12. Oktober 2010, 13:25

Dann fangen wir mal mit Opeth an, da brauch ich nicht reinhören. Die ist gut, sehr gut sogar.

Echoes rifft mal gewaltig. Das ist ziemlich cool. Der Sänger klingt auch schön angepisst, passend zu den Riffwalzen. Übrigens tat diese Art der Musik grade gut, nachdem ich mir, warum auch immer 30 sekunden Katra auf Myspace angehört hab. Was eine Drecksmusik diese Katra.

The Angels of Light , klingt auf jeden Fall mal ziemlich interessant. Vieles in deiner Liste ist zumindestens für mich ziemlich ausgefallen und interessant. Ob ich das jetzt gut finde weiß ich noch nicht. Aber das hat auf jeden Fall mal was.

Deathspell Omega, das Intro ist schon mal ziemlich stimmungsvoll. The Shrine of Mad Laughter, ist heftiges Geballer im Black Metal Stil. Allerdings mit guten Songaufbau. Gefällt mir der Song.

Negura Bunget, da trifft es deine Beschreibung ganz gut. Mit den Wäldern, Flüssen und Bächen und ab und an die Ausbrüche. Ebenso wie Deathspell Omega, find ich das ziemlich gut.
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Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon Jhonny » Dienstag 12. Oktober 2010, 13:58

Negura Bunget klingen definitiv interessant - die werde ich mal antesten.
Opeth - die Scheibe hab ich eh :grins:
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Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon Regina Löwenstein » Mittwoch 13. Oktober 2010, 06:59

Ui, Negura Bunget. Black Metal ganz nach meinem Geschmack: Nicht zu wild, episch, melodisch und dennoch schön finster.
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Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon Jesus » Donnerstag 14. Oktober 2010, 11:07

Aus Zeitgründen nur ein Album für die nächsten 2 Wochen oder so, dafür mit vielen Klangbeispielen:

MAUDLIN OF THE WELL - Bath & MAUDLIN OF THE WELL - Leaving Your Body Map
BildBild
Veröffentlichungsjahr: 2001
Land: Bild
Genre: ...ähm... Progressive Metal, schätze ich mal.

Wie man an den Coverbildern unschwer erkennen kann, gehören die Alben zusammen wie seinerzeit "Use Your Illusion". MOTW ist eine Band, die eben das wesentlich besser macht, was OPETH mit "Watershed" versucht haben, ihnen aber nur teilweise bis gar nicht gelang. Rockmusik jeglicher Art auf schräge Weise miteinander zu kombinieren kann schnell in substanzlosem Gimmick ausarten, von daher ist es immer umso schöner, wenn es denn klappt. Verbunden mit viel Gefühl und einem Gespür für Übergänge, die entweder gekonnt glatt oder gewollt abrupt sind, fließen die Songs natürlich dahin. Doom Metal, Folk, Death Metal, Pop, Hardcore, Jazz, Psychedelic Rock und vieles mehr verschmilzt zu herrlich harmonischen Irrsinn.

Wir haben hier u.a. Post-Rock der Marke EXPLOSIONS IN THE SKY mit 'The Blue Ghost/Shedding Qliphoth', damit sich der Hörer behutsam herantasten kann. Verwirrt wie Rüdiger bei der letzten Wichtelaktion wird man dann von abgedrehten Folk Avantgarde Schrägie Death Metal der Marke 'Stones of October's Sobbing' und beruhigt sich wieder etwas bei dem wuseligen Prog Pop inklusive jazziger Pianoböen von 'Gleam in Ranks'.

Bezaubernder Minimalismus wartet bei Folksongs wie 'Geography', dramatische Orgeln, jazziger Gotenpop und sperrige Rhythmik im todesbleiernen Break bei 'The Ferryman', bizarre Psychedelik und ein bärenstarkes Heavy Metal-Solo in 'Bizarre Flowers/A Violent Mist'.

Wer mal wissen möchte, wie es klingt, wenn man Doom und Shoegaze verbindet, der höre dann eben 'Monstrously Low Tide', etwas mehr gleichermaßen schrägen wie wunderschönen Doom bekommt man geboten bei der gewaltigen Walze namens 'Riseth He, the Numberless (Part 2)'... das und noch viel mehr kann dieses Doppelalbum. Im Prinzip könnte ich jeden Song posten, weil sie allesamt großartig und anders sind. Aber einfach mal schauen, wer hier Lunte riecht. Viel Spaß.
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Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon Jhonny » Donnerstag 14. Oktober 2010, 12:14

Gar nicht mein Fall.
Aber ich denke, das überrascht jetzt auch nicht wirklich :grins:
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Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon Loenz » Donnerstag 14. Oktober 2010, 13:53

Anders herum wird es den Jesus wohl kaum wundern, wenn ich jetzt sage, das ich das richtig gut finde.
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Re: 111 Alben, die die Welt nicht braucht.

Beitragvon Regina Löwenstein » Donnerstag 14. Oktober 2010, 14:53

Total meins! Ich liebe Maudlin Of The Well und diese Alben! Zu kaum einem Avantgarde-Act kann man so herrlich chillen. MOTW entführt mich jedes Mal in andere Sphären. Gefällt dir auch "Part The Second"?
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